Zur Annäherung an das große Thema der Natur- und Umweltpädagogik werden zunächst unklare bzw. relevante Begriffe definiert: Natur, Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit. Anschließend werden vier natur- und umweltpädagogische Konzepte dargestellt, die Umwelterziehung, das Ökologische Lernen, die Ökopädagogik und die naturnahe Pädagogik. Daraufhin werden die Ziele dieser pädagogischen Fachrichtung aufgezeigt und eine Verbindung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, deren Hintergrund und Inhalte sowie deren Bezug zur Kita hergestellt. Daraufhin wird die Rolle der UmweltpädagogInnen in Kindergärten und Schulen vorgestellt und in einem kleinen Exkurs dem kindlichen Neugierverhalten und dessen Relevanz für die Pädagogik gewidmet. Wie der Beruf der UmweltpädagoInnen erlernt werden kann, wird im nächsten Kapitel dargelegt. Zuletzt wir das Planspiel sodann als effiziente pädagogische Methode vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffe
2.1 Natur
2.2 Umwelt
2.3 Ökologie
2.4 Nachhaltigkeit und Nachhaltige Entwicklung
3 Natur- und umweltpädagogische Konzepte
3.1 Umwelterziehung/-bildung
3.2 Ökologisches Lernen
3.3 Ökopädagogik
3.4 Naturnahe/-bezogene Pädagogik bzw. Erziehung
4 Ziele der Natur- und Umweltpädagogik
5 Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
5.1 Hintergrund und Inhalte
5.2 BNE in der Kita
6 Die Rolle der UmweltpädagogInnen in Kindergarten und Schule
7 Exkurs: Neugier
8 Wie werde ich Umweltpädagogin/Umweltpädagoge?
9 Methoden der Natur- und Umweltpädagogik: Das Planspiel
Ablauf eines Planspiels
10 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen fundierten Einblick in das Feld der Natur- und Umweltpädagogik zu geben, zentrale Begriffe zu klären und pädagogische Methoden, insbesondere das Planspiel, als Werkzeug für die Vermittlung ökologischer Zusammenhänge und einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu beleuchten.
- Begriffsbestimmungen von Natur, Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit
- Vorstellung zentraler Konzepte der Natur- und Umweltpädagogik
- Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Kita
- Rollenverständnis und Kompetenzanforderungen für UmweltpädagogInnen
- Methodische Gestaltung von Naturerfahrungen und Planspielen
Auszug aus dem Buch
9 Methoden der Natur- und Umweltpädagogik: Das Planspiel
"Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere, lass es mich tun und ich verstehe." (Konfuzius – zitiert nach Ebert 1992: 29)
Der erste Teil des Zitates ist leider immer noch zu häufig im Hinblick auf den größtenteils vorherrschenden Frontalunterricht wohl am treffendsten. Diese traditionelle Unterrichtsform ist doch sehr statisch und geht wenig auf die Bedürfnisse und Interessen von Jugendlichen ein. Dieser verleitet die Schülerschaft oft zu einer gelangweilten und passiven Konsumhaltung.
Aber auch die immer noch oftmals verwendete Form eines Vortrags in der außerschulischen Bildungsarbeit wird dem Anspruch einer teilnehmerorientierten Didaktik nicht gerecht. Daher hat sich in den letzten Jahren die Handlungsorientierung als Unterrichtskonzept nachhaltig etabliert.
Eine äußerst produktive handlungsorientierte Methode stellt die Simulationsmethode dar. Obwohl diese Methode nicht den neuesten Ansatz auf dem Bildungsmarkt darstellt, erfreut sie sich dennoch einer großer Beliebtheit: Planspiele werden in Schulen, bei Trägern der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung und nicht zuletzt in der universitären Ausbildung mit großer Resonanz angewendet.
Denn sie ermöglichen Jugendlichen und Erwachsene, sich aktiv mit einem Thema wie bspw. der Umweltbildung auseinanderzusetzen, d.h. sie ermöglicht ein hohes Maß selbstbestimmten Lernens. Zudem zeigen Untersuchungen, dass durch die Methode die Teilnehmenden vielmehr an Lernstoff behalten bzw. nachhaltig bearbeiten als durch andere gängige Methoden: die Behaltensquote liegt bei 90 % und übertrifft die Behaltensquote bei Frontalunterricht mit 50 % bei weitem.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit adressiert das Defizit der Natur-Entfremdung durch moderne Industrialisierung und führt in die Rolle der Natur- und Umweltpädagogik ein.
2 Begriffe: Es werden grundlegende Termini wie Natur, Umwelt, Ökologie sowie Nachhaltige Entwicklung definiert, um eine Basis für die pädagogische Facharbeit zu schaffen.
3 Natur- und umweltpädagogische Konzepte: Dieses Kapitel differenziert vier wesentliche Ansätze: Umwelterziehung, Ökologisches Lernen, Ökopädagogik sowie naturnahe Pädagogik.
4 Ziele der Natur- und Umweltpädagogik: Zentrale Ziele sind die Sensibilisierung für ökologisch sinnvolles Handeln und die Überwindung von Entfremdung durch Naturerfahrungsräume.
5 Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Es wird der Zusammenhang zwischen Umweltpädagogik und BNE aufgezeigt sowie die Bedeutung der Gestaltungskompetenz im frühkindlichen Bereich hervorgehoben.
6 Die Rolle der UmweltpädagogInnen in Kindergarten und Schule: Die pädagogische Fachkraft agiert hierbei als Ko-Konstrukteur und Vorbild, das Interesse weckt und das Lernen begleitet.
7 Exkurs: Neugier: Die Bedeutung des kindlichen Neugierverhaltens als starkes Motiv für Bildungsprozesse wird analysiert.
8 Wie werde ich Umweltpädagogin/Umweltpädagoge?: Das Kapitel beschreibt Kompetenzanforderungen und berufliche Qualifizierungswege im Bereich der Umweltpädagogik.
9 Methoden der Natur- und Umweltpädagogik: Das Planspiel: Das Planspiel wird als handlungsorientierte Methode zur Steigerung der Behaltensquote und Förderung komplexer Kompetenzen vorgestellt.
10 Fazit: Die Arbeit resümiert die Relevanz der Umweltpädagogik als Beitrag zur BNE und stellt die Notwendigkeit für aktuellere Fachliteratur fest.
Schlüsselwörter
Naturpädagogik, Umweltpädagogik, Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Umwelterziehung, Ökopädagogik, Naturerfahrung, Planspiel, Handlungsorientierung, Kindliche Neugier, Naturerfahrungsraum, Ko-Konstruktion, Nachhaltige Entwicklung, Ökologisches Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen und Konzepte der Natur- und Umweltpädagogik sowie deren Relevanz für eine zukunftsfähige Bildung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Kernbereichen gehören begriffliche Definitionen, unterschiedliche pädagogische Konzepte, die Rolle der pädagogischen Fachkräfte und die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, die Natur- und Umweltpädagogik als bedeutendes Feld der Sozialen Arbeit zu definieren und praktische sowie didaktische Ansätze zur Vermittlung von Umweltbewusstsein aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und die Wirksamkeit von handlungsorientierten Methoden wie dem Planspiel erläutert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Fachbegriffen, die Vorstellung verschiedener umweltpädagogischer Leitkonzepte, die Rolle von ErzieherInnen und die Vorstellung von Planspielen als Lernmethode.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Umweltpädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, handlungsorientiertes Lernen und Naturerfahrung.
Warum wird im Dokument explizit auf "städtische Naturerfahrungsräume" eingegangen?
Diese Räume werden als notwendiges Instrument beschrieben, um Kindern in stark besiedelten Gebieten eine tägliche und selbstständige Begegnung mit der Natur zu ermöglichen und so einer Entfremdung entgegenzuwirken.
Welche Rolle nimmt die pädagogische Fachkraft in der Umweltpädagogik ein?
Die Fachkraft agiert nicht mehr als reine Wissensvermittlerin, sondern als Ko-Konstrukteurin und Lernbegleiterin, die ein neugierig machendes Umfeld schafft.
Welche Vorteile bietet die Methode des Planspiels?
Das Planspiel ermöglicht ein hohes Maß an selbstbestimmtem Lernen und erhöht die Behaltensquote des Lernstoffs signifikant im Vergleich zum traditionellen Frontalunterricht.
Warum betont die Autorin die Notwendigkeit von "aktuellerer Literatur"?
Bei der Recherche fiel auf, dass ein Großteil der Fachliteratur aus den 80er Jahren stammt, was auf eine aktuell eher niedrige Publikationsfrequenz in diesem Bereich hindeutet.
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- Anonym (Autor:in), 2017, Natur- und Umweltpädagogik und ihre Rolle in Kindergarten und Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379244