„Was darf ich eigentlich noch essen?“ Immer häufiger kommen besorgte und völlig überforderte Eltern in die Beratung, mit der Bitte, ihre Kinder wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Mittlerweile hat jedes 5. Kind im pubertierenden Alter ein erhöhtes Risiko, eine Essstörung zu entwickeln, welche mit schwerwiegenden seelischen und körperlichen Folgen einhergeht. Essstörungen sind eine ernstzunehmende Krankheit, genauer gesagt, gehören sie zu den häufigsten Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter.
Die vorliegende Hausarbeit widmet sich Frage nach den Ursachen bzw. Risikofaktoren und welche präventiven Rahmenbedingungen geschaffen werden müssten, um frühzeitig, schon im Kleinkindalter, Essstörungen und ihre chronischen körperlichen und psychischen Folgen zu verhindern.
Am Beispiel der "Ganzheitlichen Gesundheitsförderung nach Sebastian Kneipp" für Kindertageseinrichtungen kann die Prävention dargestellt werden, mit dem Ziel der Übernahme in Schule, Gemeindearbeit und privater Haushalte. Die Arbeit beschränkt sich auf die Esstörungen Adipositas und Binge-Eating-Störung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Essstörungen- ein Einblick
2.1. Adipositas
2.1.1. Ursachen von Adipositas
2.2. Binge-Eating-Störung
2.2.1.Ursachen der Binge-Eating-Störung
3. Die Gesellschaft im Wandel
4. Prävention in der Kita am Beispiel der Lehre des Sebastian Kneipp
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Ursachen und Risikofaktoren für Essstörungen bei Kindern im Vorschulalter und erörtert präventive Rahmenbedingungen, um langfristige körperliche und psychische Folgen zu verhindern, wobei das Gesundheitskonzept nach Sebastian Kneipp als konkreter Lösungsansatz für Kindertageseinrichtungen dient.
- Analyse von Adipositas und Binge-Eating-Störungen im Kindesalter
- Einfluss der modernen Gesellschaft und veränderter Lebenswelten auf das Essverhalten
- Präventionsmöglichkeiten in Kindertageseinrichtungen durch ganzheitliche Ansätze
- Bedeutung der Zusammenarbeit von Eltern, Erziehern und dem sozialen Umfeld
Auszug aus dem Buch
4. Prävention in Kitas am Beispiel von Sebastian Kneipp
„Die Annahme von Hilfsangeboten hängt auch von deren ‚Attraktivität‘ ab.” (Berger, 2008: 160). Das ganzheitliche Gesundheitskonzept nach Sebastian Kneipp mit seiner Ausrichtung an der Salutogenese bedeutet, ‚Was macht mich gesund?‘ bzw. ‚Was hält mich gesund?‘ und ist in allen Lebensphasen umsetzbar.
Durch seine Tätigkeit als Pfarrer, kümmerte sich Kneipp insbesondere um Hilfebedürftige und Schwache, wobei ihm die Kinder besonders am Herzen lagen. Er entwickelte ein Heilverfahren, welches das auf das Zusammenspiel der fünf Säulen; Wasser, Bewegung, Heilkräuter, Ernährung und Lebensordnung/Balance ausgerichtet ist und in der modernen Gesellschaft aktueller denn je ist (Kneipp, 1997: 27).
Über 400 Kindertagesstätten in ganz Deutschland arbeiten bereits nach den Richtlinien des Kneipp-Bundes, die gleiche Anzahl ist in der sog. Vorbereitungsphase. Die praktische Durchführung besteht in der Hilfe zur Selbsthilfe. Über Einführungsveranstaltungen werden Eltern, ErzieherInnen und die Trägerschaft für das Thema Gesundheit in der Lebenswelt sensibilisiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Problematik von Essstörungen bei Kindern und definiert das Ziel der Arbeit, präventive Ansätze unter Einbezug der Lehre Sebastian Kneipps zu untersuchen.
2. Essstörungen- ein Einblick: Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Überblick über Adipositas und die Binge-Eating-Störung sowie deren jeweilige Ursachen im Kindesalter.
3. Die Gesellschaft im Wandel: Das Kapitel analysiert, wie Bewegungsmangel, veränderte Tischkultur und mediale Einflüsse das Risiko für Essstörungen bei Kindern erhöhen.
4. Prävention in der Kita am Beispiel der Lehre des Sebastian Kneipp: Hier wird das fünf-Säulen-Modell nach Kneipp als praxistaugliches Konzept für die Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten vorgestellt.
5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine ganzheitliche Prävention bereits im Kindergartenalter essenziell ist und die Zusammenarbeit von Eltern und pädagogischen Fachkräften erfordert.
Schlüsselwörter
Essstörungen, Adipositas, Binge-Eating-Störung, Prävention, Kindertageseinrichtungen, Sebastian Kneipp, Gesundheitsförderung, Salutogenese, Bewegungsmangel, Ernährungserziehung, Kindesalter, soziale Arbeit, Übergewicht, Lebensstil, Stressregulierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von Essstörungen bei Kindern im Vorschulalter und untersucht, wie gesundheitsfördernde Maßnahmen in den Kita-Alltag integriert werden können.
Welche Essstörungen stehen im Fokus der Untersuchung?
Die Arbeit konzentriert sich aufgrund der Relevanz für das Kindesalter auf Adipositas und die Binge-Eating-Störung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, präventive Rahmenbedingungen aufzuzeigen, die bereits im Kleinkindalter ansetzen, um Essstörungen und deren langfristige gesundheitliche Folgen zu vermeiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse von Fachliteratur und Studien zur Ernährungslehre, Prävention und Psychologie basiert.
Welche Rolle spielt die Gesellschaft bei der Entstehung von Essstörungen?
Die Arbeit arbeitet heraus, dass gesellschaftliche Faktoren wie Bewegungsmangel, der Einfluss der Werbeindustrie und veränderte Ernährungsstrukturen das Risiko für Fehlentwicklungen maßgeblich beeinflussen.
Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Publikation?
Zu den zentralen Begriffen zählen Prävention, Adipositas, Binge-Eating-Störung, Kindesalter und das Kneippsche Gesundheitskonzept.
Wie integriert das Kneipp-Konzept die Eltern in die Präventionsarbeit?
Die Eltern werden durch Einführungsveranstaltungen sensibilisiert und aktiv in die Gestaltung von Mahlzeiten und die Kräutergarten-Projekte einbezogen, um eine konsistente Gesundheitserziehung zu gewährleisten.
Warum wird Sebastian Kneipps Lehre als Modell für Kitas gewählt?
Das Modell ist ganzheitlich, auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet und bietet durch seine fünf Säulen (Wasser, Bewegung, Heilkräuter, Ernährung, Lebensordnung) einen leicht umsetzbaren Rahmen für die Gesundheitsförderung.
- Arbeit zitieren
- Nicole Creutzburg (Autor:in), 2017, Essstörungen bei Kindern im Vorschulalter. Ursachen und Prävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379298