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Sharing Economy – zwischen Kapitalismus und Kommunismus

Eine grundlegende Untersuchung am Fallbeispiel Airbnb und Couchsurfing

Titel: Sharing Economy – zwischen Kapitalismus und Kommunismus

Fachbuch , 2017 , 73 Seiten

Autor:in: Adrian Kurtin (Autor:in)

VWL - Sonstiges
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Der Begriff der Sharing Economy steht für eine Entwicklung, die während der letzten Jahre immer mehr an Relevanz gewonnen hat. Dabei wird der Ausdruck Sharing Economy meistens als Überbegriff verstanden. Dieser Überbegriff bezeichnet einen Trend. Personen tauschen und teilen über das Internet Güter und Dienstleistungen, anstatt diese zu kaufen.
Gleichzeitig beruht die Wirtschaft der westlichen Welt auf einem ausgeprägten Konsumgedanken. Dieser führt dazu, dass Menschen viele Güter(Ressourcen) ansammeln, aber diese Ressourcen oft nicht benutzen. Hier setzt der Gedanke der Sharing Economy an. Bereits existierende Ressourcen sollen effizienter genutzt werden, anstatt sie neu zu kaufen.

Im Zusammenhang mit der Sharing Economy kommen Unternehmen ins Spiel, die diesen Austausch über digitale Plattformen organisieren und monetarisieren. Freie und nicht genutzte Ressourcen (z.B. Wohnraum) und Leistungen werden über die digitalen Plattformen vernetzt und somit sichtbar und zugänglich gemacht.

Gegen dieses Konzept wurden viele Stimmen laut. So wird der Sharing Economy zwar mitunter eine transformative und systemverändernde Kraft zugeschrieben, aber es werden auch Unternehmen kritisiert, die aus zuvor kostenfreien Praktiken einer Gemeinschaft wirtschaftliches Kapital schlagen.

Diese Publikation will den Kern der Debatte, welche längst keine rein ökonomische mehr ist, freigelegen. Worin liegen die Ursprünge der unterschiedlichen Strömungen, die das Spannungsfeld rund um die Sharing Economy ausmachen? Nachdem der grundlegende Diskurs geklärt und eine neutrale Untersuchung möglich wird, setzt der Autor mit seiner Analyse am Fallbeispiel Airbnb und Couchsurfing an, um die Sharing Economy als viel diskutierten Trend und Teil einer größeren technologischen Entwicklung zu beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Forschungsfrage und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise und Struktur

2 Teilen - Grundlagen und Hintergründe

2.1 Der Ursprung des Teilens

2.2 Teilen aus Sicht der Evolutionstheorie: Die Hirschjagd (Stag Hunt)

2.3 Motive des Teilens

2.3.1 Der Methodologischer Individualismus

2.3.2 Konkretes Hinterfragen der Motive

2.3.3 Die Bedeutung des Eigentums

3 Begriff und Wesen der Sharing Economy

3.1 Gegenwärtige Definitionen

3.2 Relevante Wirtschaftsbereiche der Sharing Economy

3.3 Ausprägungsformen der Sharing Economy

3.4 Grundprinzipien der Sharing Economy

3.5 Treiber der Sharing Economy

3.5.1 Transaktionskosten und Grenzkosten

3.5.2 Der gesellschaftliche Wandel

3.5.3 Netzwerkeffekt

4 Airbnb – Ein Exemplarisches Unternehmen der Sharing Econmy

4.1 Aktueller Markt

4.2 Airbnb

4.2.1 Das Geschäftsmodell

4.2.2 Treiber und Erfolgsfaktoren

5 Knotenpunkte und neue Perspektiven

5.1 Erster Knotenpunkt: Besitz und Zugang

5.2 Zweiter Knotenpunkt: Vom Individualismus zur Gemeinschaft

5.3 Zwischenbilanz

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Ursprung der Debatte rund um die Sharing Economy aufzudecken, um ein besseres und objektiveres Verständnis des Phänomens zu ermöglichen. Die Forschungsfrage lautet: Worin besteht der Grundkonflikt der aktuellen Debatte rund um die Sharing Economy und was bedeutet dies für den zukünftigen Umgang mit diesem Phänomen?

  • Theoretische Grundlagen des Teilens und der Sharing Economy
  • Analyse der Beweggründe und Motive des Teilens aus sozio-ökonomischer Sicht
  • Untersuchung von Airbnb als Fallbeispiel für ein Sharing-Economy-Unternehmen
  • Kritische Beleuchtung von Interessenkonflikten und ideologischen Debatten
  • Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Kapitalismus und Gemeinschaftsorientierung

Auszug aus dem Buch

2.2 Teilen aus Sicht der Evolutionstheorie: Die Hirschjagd (Stag Hunt)

Anhand von Forschungsarbeiten lässt sich die Rolle des Teilens bis hin zu den Anfängen der Menschheit verfolgen. Aus evolutionstheoretischer Perspektive wird das Teilen von Nahrung und die gemeinsame Jagd auf eine Stufe mit dem Verwenden und Herstellen von Werkzeugen gestellt (Mitsuo, 2005, S. 151). Bevor nun die Frage behandelt wird, aus welchen Motiven der Jäger seine Beute teilt, wird zunächst noch ein genauerer Blick auf die gemeinsame Jagd der Menschen jener Zeit geworfen.

Die Situation des gemeinsamen oder kooperativen Jagens stellt ein besonderes Ereignis in der Entwicklung des Menschen dar (Skyrms, 2004). So sieht Rousseau (1955, 76) in dem Vorgang der Hirschjagd (Stag Hunt) den Musterfall eines „sozialen Vertrags“. Mit Ähnlichkeiten zum Gefangenendilemma dreht es sich hier um eine spieltheoretische Konstellation. Jedoch unterscheiden sich diese Konzepte in unterschiedlichen Punkten:

„If two people cooperate in prisoner’s dilemma, each is choosing less rather than more. In prisoner’s dilemma, thereis a conflict between individual rationality and mutual benefit. In the stag hunt, what is rational for one player to choose depends on his beliefs about what the other will choose. Both staghunting and hare hunting are Nashequilibria. That is just to say that it is best to hunt stag if the other player hunts stag, and it is best to hunt hare if the other player hunts hare. A player who chooses to hunt stag takes a risk that the other will choose not to cooperate in the stag hunt. A player who chooses to hunt hare runs no such risk, since his payoff does not depend on the choice of action of the other player, but he forgoes the potential payoff of a successful stag hunt. In the stag hunt game, rational players are pulled in one direction by considerations of mutualbenefit and in the other by considerations of personal risk.“ (Skyrms, 2004, S. 3)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Konzept der Sharing Economy vor, beleuchtet das Spannungsfeld zwischen optimistischen und pessimistischen Ansichten und definiert das Ziel sowie die Struktur der Arbeit.

2 Teilen - Grundlagen und Hintergründe: Dieses Kapitel liefert ein Basisverständnis für die Handlung des Teilens, indem es historische Ursprünge, evolutionstheoretische Aspekte und soziologische Motive des Teilens untersucht.

3 Begriff und Wesen der Sharing Economy: Hier werden gegenwärtige Definitionen, relevante Wirtschaftsbereiche, Grundprinzipien und Treiber der Sharing Economy detailliert analysiert und in einen Kontext gesetzt.

4 Airbnb – Ein Exemplarisches Unternehmen der Sharing Econmy: Dieses Kapitel nutzt Airbnb als konkretes Fallbeispiel, um die theoretischen Aspekte der Sharing Economy anhand eines realwirtschaftlichen Geschäftsmodells und dessen Erfolgskriterien zu verdeutlichen.

5 Knotenpunkte und neue Perspektiven: In diesem Kapitel werden die vorangegangenen Erkenntnisse zusammengeführt, um durch die Perspektiven „Besitz vs. Zugang“ und „Individualismus vs. Gemeinschaft“ eine neue Betrachtungsweise der Sharing Economy zu eröffnen.

6 Fazit und Ausblick: Der Abschluss fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bietet eine Bewertung des Phänomens an, ergänzt durch Überlegungen zum zukünftigen Umgang mit der Sharing Economy.

Schlüsselwörter

Sharing Economy, Collaborative Consumption, Teilen, Eigentum, Airbnb, Couchsurfing, Transaktionskosten, Grenzkosten, Netzwerkeffekte, Gemeinschaft, Plattformökonomie, Methodologischer Individualismus, Soziale Verantwortung, Wirtschaftsmodell, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Sharing Economy und analysiert den Grundkonflikt zwischen verschiedenen ideologischen Sichtweisen und dem wirtschaftlichen Nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Teilens, die Rolle von Vertrauen und Gemeinschaft sowie die ökonomischen Treiber wie Transaktionskostenreduktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Ursprung der Debatte rund um die Sharing Economy zu verstehen, um eine objektivere Einordnung des Themas zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen theoretischen Ansatz, der soziologische und ökonomische Perspektiven miteinander verknüpft, und ergänzt diesen durch eine Fallstudie des Unternehmens Airbnb.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Teilens, eine begriffliche und ökonomische Einordnung der Sharing Economy sowie eine Fallstudie zu Airbnb und eine abschließende neue Perspektive auf das Thema.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Sharing Economy, Collaborative Consumption, Teilen, Eigentum, Airbnb, Transaktionskosten, Netzwerkeffekte und Gemeinschaft sind die zentralen Begriffe der Arbeit.

Welche Rolle spielt die Evolutionstheorie in diesem Kontext?

Die Evolutionstheorie dient dazu, die Wurzeln des menschlichen Teilens und der Kooperation zu verstehen, insbesondere durch das Konzept der „Hirschjagd“, um zu erklären, warum Menschen überhaupt kooperieren.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Airbnb im Vergleich zu Couchsurfing?

Während Airbnb ein profitorientiertes Unternehmen ist, das den wirtschaftlichen Kreislauf in Sphären des Teilens rückt, war Couchsurfing ursprünglich gemeinschaftsorientiert, wurde jedoch durch seine Umwandlung in ein Unternehmen den gleichen Marktlogiken unterworfen.

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Details

Titel
Sharing Economy – zwischen Kapitalismus und Kommunismus
Untertitel
Eine grundlegende Untersuchung am Fallbeispiel Airbnb und Couchsurfing
Autor
Adrian Kurtin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
73
Katalognummer
V379498
ISBN (eBook)
9783668607460
ISBN (Buch)
9783960951629
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sharing Economy Sharingeconomy Collaborative consumption Peer-sharing Mesh economy
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Adrian Kurtin (Autor:in), 2017, Sharing Economy – zwischen Kapitalismus und Kommunismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379498
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Leseprobe aus  73  Seiten
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