Die Grundlagen des Teams im Projektmanagement

Teamkonstellation und Allgemeines zum Projektmanagement


Hausarbeit, 2016
13 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung in die Thematik

2. Grundlagen
2.1 Definition Projektmanagement
2.2 Teambegriff

3. Ausstattung des Projektteams
3.1 Der Projektmanager
3.2 Teambildungsprozess

4. Rahmenbedingungen

5. Teamentwicklung

6. Krisenmanagement

7. Schlussbetrachtung

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

1. Abb.1: Verantwortungsbereiche

2. Abb.2: Phasen der Teamentwicklung

1. Einleitung in die Thematik

In den letzten Jahren ist die Komplexität der meisten Projekte weltweit um einen großen Faktor gestiegen. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass die Zeit und die Ressourcen für Vorhaben immer knapper werden und ebenso die Produktlebenszyklen Gegenwärtig immer mehr verkürzt werden.[1]

Dadurch entsprechen die Betriebsstrukturen der meisten Unternehmen oftmals nicht mehr den Ansprüchen, welche durch die Anforderungen für das Projektmanagement resultieren. In vielen Fällen sind die bestehenden Organisationen zu fragmentiert und, oder zu hierarchisch strukturiert. Dadurch sind diese für interdisziplinäre Zusammenarbeit und um rasche qualitativ hochwertige Entscheidungen zu treffen zu schwerfällig.1

2. Grundlagen

In dieser Arbeit beziehen sich die Grundlagen hauptsächlich auf die wesentlichen Strukturen, des Teams und die daraus resultierenden möglichen Problematiken in Bezug auf die verschiedenen Projektarten und Team-Konstellationen.

2.1 Definition Projektmanagement

Um nun Projekte möglichst optimal lösen zu können wird das sogenannte Projektmanagement in den Vordergrund gezogen, aber was ist unter dem Begriff des Projektmanagements zu verstehen? Um diese Frage klären zu können führt kein Weg daran vorbei, das Wort in die einzelnen Komponenten zu zerlegen, „Projekt“ und „Management“.

Von einem Projekt ist die Rede, wenn das Ziel klar definiert ist, der Lösungsweg dahin aber noch offen ist (es handelt sich um eine Neuartige, komplexe Aufgabe).

In den meisten Fällen wird das Ziel von einem Auftraggeber vorgegeben und das Projektteam muss einen geeigneten Weg dorthin finden.[2]

Nach der DIN 69901 ist ein Projekt ein „Vorhaben“, welches im wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B. Zielvorgaben; zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Begrenzungen

- Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben;
- projektspezifische Organisation“.[3]

Um nun allerdings alle Faktoren, welche ein Projekt beinhaltet kontrollieren zu können, ist ein effizientes Managen dieser Projekte notwendig. In den verschiedenen Literaturen existieren viele unterschiedliche Definitionen zu dem Begriff „Projektmanagement“. Laut der DIN 69901 wird Projektmanagement definiert, als „die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, - Techniken und -Mitteln für die Abwicklung eines Projekts“.[4] Auch wird Projektmanagement bei innerbetrieblichen, strukturellen, organisatorischen oder personellen Vorhaben oft Change Management genannt. Laut Kuster et al. sind unteranderem die folgenden Aussagen Merkmale des Projektmanagements:

- Es erleichtert und fördert die direkte, interdisziplinäre Zusammenarbeit.
- Das vorhandene Leistungspotenzial wird durch Teamarbeit und eine stimulierende Atmosphäre aktiviert.
- Durch klare Zugehörigkeit zum Projektteam sind Loyalitätskonflikte eher sichtbar und somit auch bearbeitbar
- Das Ressourcenmanagement ist auf eine Stelle konzentriert und somit eher beherrschbar

Dabei fällt auf, dass immer wieder die Rede von einem „Team“ bzw. der Hinweis auf eine Gruppe gegeben wird. Was ein Team im herkömmlichen Sinne bedeutet ist bekannt, es handelt sich um einen Zusammenschluss von mehreren Personen.

Allerdings ist der Teambegriff im Projektmanagement spezieller und sollte etwas genauer betrachtet werden.

2.2 Teambegriff

Das Projektteam wird als die Keimzelle der gesamten Projektarbeit gesehen. Die Größe des Teams hängt von der Projektgröße ab, es kann aus wenigen Mitgliedern bestehen, allerdings auch aus ein paar dutzend Teammitgliedern. Ein Erfolgsfaktor ist hierbei, das Team so klein wie möglich und so groß wie nötig zu konzipieren. Durch die optimale Größe eines Teams, kann eine reibungslose und effiziente Kommunikation gewährleistet werden.[5]

Im Projektmanagement wird ein Team als eine aktive Gruppe von Menschen gesehen, welche im Rahmen einer gemeinsamen Aufgabe nahezu gleichberechtigt zusammenarbeiten. Unteranderem haben alle Mitglieder gemeinsame Ziele und tragen daher auch gemeinsam die Verantwortung zu Erreichung dieser. Außerdem Nutzen sie ihre Freiräume zur Selbstorganisation und Teilen sich untereinander die Arbeit auf. Falls jemand etwas mehr zeitlichen Spielraum hat, sollte dieser auch seine Team Mitglieder unterstützen. Alle im Team sollten übergreifend denken und somit schöpferische Initiative ergreifen.[6]

Die Gruppe entwickelt sich im Laufe der Bearbeitung des Problems zu einem echten Team. Mit der Zeit bauen die Mitglieder gegenseitiges Vertrauen und Zutrauen in die Fähigkeiten der anderen Teammitglieder auf. Wie erfolgreich diese Teams allerdings nun zusammen agieren, wird von den Fähigkeiten und der Verhaltensweisen der einzelnen Teammitgliedern und den Rahmenbedingungen des Umfelds beeinflusst. Dies ist auch der Grund dafür, dass der Projektmanager und sein Team alle Elemente der Teamarbeit kennen und auch verstehen sollten. Darauf wird dann im Anschluss ein passendes Konzept für die Zusammenarbeit der einzelnen Mitglieder erstellt. Die Aufgabe der Organisation ist es, für alle möglichst gute Rahmenbedingungen für die Teamarbeit herzustellen.6

3. Ausstattung des Projektteams

Nun ist bekannt, was sich hinter dem Teambegriff im Projektmanagement verbirgt. Es stellt sich allerdings die Frage: „Wie wird solch ein Team überhaupt zusammengestellt bzw. strukturiert und wer entscheidet wer in das Team eigegliedert wird und wer nicht? Außerdem ist zu klären wer den Projekt Manger ernennt und was dieser für Voraussetzungen haben sollte.

3.1 Der Projektmanager

Die Wahl des Projektmanagers ist in erster Linie eine Entscheidung der Unternehmensführung. Dies ist auch eine der Haupt-Schlüsselstellen, da erfolgreiches Projektmanagement unabhängig von der Struktur des Unternehmens nur so gut sein kann, wie die Mitarbeiter und vor allem die Führungskräfte, die Schlüsselfunktionen innehaben. Da Projektmanagement keine Ein-Mann-Show ist, sondern eine Gruppe von Einzelpersonen, welche ein bestimmtes Ziel erreichen wolle.[7] Die folgende Grafik zeigt vereinfacht die Teilbereiche auf, welche ein Projekt Manger beherrschen sollte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Verantwortungsbereiche im Projektmanagement[8]

Im Regelfall werden für die Stelle des Projektmanagers eher erfahrene Mitarbeiter bevorzugt, sogar diese, welche in der Vergangenheit Fehler in ihren Projekten fabriziert haben. Dies kann auch ganz einfach begründet werden, da die Unternehmensführung davon ausgeht, dass der Projektmanager aus seinen Fehlern gelernt hat und diese nicht noch einmal auftreten werden. Bei einem Frischling hingegen könnten nochmals genau die gleichen Fehler auftreten, welche der „erfahrene“ Projektmanager schon erlebt hat. John Stewart beschreibt eine solche Situation wie folgt:

Die Vorerfahrung eines Projektmanagers beschränkt sich zwar in der Regel auf einen Funktionsbereich, er muss jedoch in der Lage sein, das Projekt als „Mini“- Geschäftsführer zu verwalten. Er darf nicht nur verfolgen, was passiert sondern er muss als Verfechter des Projekts auftreten. Selbst für erfahrene Manager ist diese Aufgabe nicht einfach. Es ist deshalb wichtig, Mitarbeiter als Projektmanager zu wählen, die ihre administrativen und kommunikativen Fähigkeiten bereits überzeugend demonstriert haben.[9] Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Kriterien und Grundlagen für den Projektmanager, dies hier sind allerdings die Basics welche für das einfache Verständnis genügen sollten.

3.2 Teambildungsprozess

Wer nun in das eigentliche Projektteam aufgenommen wird, entscheidet im Regelfall der Projektmanager. Allerdings ist dem Projektmanager nicht immer vergönnt, sich sein Team selbst zu bilden. Häufig werden ihm auch vom Auftraggeber direkt oder von den beteiligten Unternehmensbereichen Mitarbeiter „zur Verfügung gestellt“.[10] Der Aufbau eines Programmteams zählt zu den wichtigsten Verantwortungsbereichen des Projektmanagers, da in diesem das gesamte Spektrum an Management-Fähigkeiten-Aufgabegruppen festgelegt wird.

Falls dem Projektmanager allerdings das gesamte Team zur Verfügung gestellt wird und er bei der Wahl der Teammitglieder nicht involviert ist hat dieser nur zwei Möglichkeiten.

Entweder er arrangiert sich mit dem Team, welches seinem Erachten nach nicht optimal zusammengestellt ist und versucht daraus das Beste zu machen. Oder er lehnt die Leitung des Projektes unter diesen Umständen ab.[11] In vielen Unternehmen ist dies allerdings mit einem Karriereknick verbunden.

Um nun effektiv in der Gruppe arbeiten zu können, muss der Projektmanager schnellst möglich eine angenehme Arbeits-Atmosphäre schaffen. Er muss ein Klima nähren, welches die folgenden Merkmale aufweist:

- Die Team-Mitglieder müssen sich dem Programm verpflichtet fühlen.
- Es müssen zwischenmenschliche Beziehungen und Teamgeist herrschen.
- Es müsse das benötigte Fachwissen und die erforderlichen Ressourcen gegeben sein.
- Die allgemeinen Ziele und Programmziele müssen klar definiert sein.
- Es sollte ein Engagiertes Top-Management vorhanden sein, welches die Aktivitäten unterstützt.
- Die Team bzw. Programmführung sollte gut strukturiert sein.
- Eine offene Kommunikation zwischen den Mitgliedern und den Abteilungen.
- Es sollte ein geringes Maß an schädlichen Konflikten zwischen den Mitarbeitern und Gruppe existieren.

Im Grunde genommen kann man all diese Punkte unter drei Hauptgesichtspunkten betrachten: (1) effektive Kommunikation, (2) ernsthaftes Interesse an der Weiterentwicklung der Team-Mitglieder und (3) Bindung an das Projekt.[12]

[...]


[1] Vgl. Kuster et al.(2006) S.3

[2] Vgl. Hölzle / Grüning (2002) S.10

[3] Vgl. Bernecker/Eckrich (2003), S. 56.

[4] Vgl. Schelle/Ottmann/Pfeiffer (2005), S. 30.

[5] Vgl. http://www.projektmanagementhandbuch.de/projektinitiierung/das-projektteam/

[6] Vgl. Kießel / Langen (2008) S.8

[7] Kerzner (2003), S.121

[8] Weber et al. (1977), S.76

[9] Stewart (1965), S. 63

[10] Hölzl, Grünig, (2002), S.143

[11] Vgl. Hölzl/ Grünig (2002), S.72

[12] Vgl. Kerzner (2003), S.129

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Grundlagen des Teams im Projektmanagement
Untertitel
Teamkonstellation und Allgemeines zum Projektmanagement
Hochschule
Fachhochschule Nordhausen
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V379537
ISBN (eBook)
9783668565005
ISBN (Buch)
9783668565012
Dateigröße
631 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Projektmanagement, Teamarbeit, Grundlagen, Projektmanager, Teamentwicklung
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Karsten Krupa (Autor), 2016, Die Grundlagen des Teams im Projektmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379537

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