Digitalisierung und digitale Medien. Vor- und Nachteile


Essay, 2012
9 Seiten, Note: 1,4

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Analoge Medien

3. Digitalisierung

4. Digitale Medien
4.1 Vorteile
4.2 Nachteile

5. Ausblick

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einführung

Die Einführung von Computersystemen und die damit einhergehende Digitalisierung hat einen massiven Wandel in der modernen Medienlandschaft ausgelöst. Analoge Medien verloren angesichts der digitalen Leichtigkeit zunehmend ihre Metropolstellung in der Informationsübertragung. Schallplatten, Filmrollen und VHS-Kassetten wurden immer mehr zur Fossilien ihrer Zeit und durch diverse Dateiformate ersetzt. Mail-Adressen werden zur bevorzugten Anschrift für Freunde und Familie, Bibliotheken wirken im Vergleich zu riesigen E-Book Onlineverzeichnissen zunehmend uninteressanter, das Fernsehen konkurriert mit sogenannten "Online-Streams" und das traditionelle Brettspiel mutiert zum Herumgeklimper auf Tastatur und Maus. Durch die stark vorangeschrittene Digitalisierung haben Computersysteme eine zentrale Rolle im Leben vieler eingenommen und üben einen stetigen Einfluss auf den Alltag aus.

Ein Verzicht auf die digitale Speicherung, Bearbeitung und Übertragung von Informationen ist für viele Bereiche unserer heutigen Gesellschaft undenkbar. Aber welche Risiken birgt dieser Zustand der Digitalisierung für unsere Gesellschaft und wer missbraucht ihn ?

In den folgenden sechs Seiten werde ich auf die analogen Medien und den technischen Prozess der Digitalisierung eingehen. Anschliessend werfe ich einen genaueren Blick auf die Vor- und Nachteile der Digitalen Medien. Zum Schluss mach ich mir Gedanken über die weitere Zukunft der digitalen Medien und wie mit den Risiken der Digitalisierung umgegangen werden kann, um dann am Ende ein kurzes Fazit zu ziehen.

2. Analoge Medien

Vor der Digitalisierung waren analoge Medien der beste Weg, um Informationen über Raum und Zeit zu transportieren. Damit Sinneswahrnehmung wie Ton, Bild oder Bewegtbild hierbei festgehalten werden können, bediente man sich verschiedener Methoden. Bei der Musik werden zum Beispiel die Signale spiralförmig auf eine Vinylplatte gepresst, um sie dann mechanisch mit einer Membran wieder hörbar zu machen. "Bei analogen Fotos wird abhängig von der Lichteinstrahlung eine chemische Reaktion ausgelöst, die nach der Entwicklung zur Schwärzung des Bildträgers je nach Lichteinfall führt." (Malaka/Buß/Hussmann, 2009, S. 54).

Ich habe mich mit der Digitalisierung auseinandergesetzt, weil sie eine ganz wichtige Bedeutung im modernen Medienwandel spielt. Die Art, wie wir rezipieren und mit Medienprodukten kommunizieren, hat sich in Laufe der letzten Jahre revolutioniert. Durch die Einführung und Benutzung von Computersystemen entstand eine digitale Leichtigkeit, welche zuvor bekannte Formen der Informationsspeicherung und -übertragung an Bedeutung genommen, oder gar völlig abgelöst hat.

Die vergangene Umwandlung in Bits und Bytes und die weitere Nutzung von digitalen Inhalten hat das moderne Mediensystem revolutioniert und in seiner Massenkommunikation neue Türen geöffnet.

Und im Video-Sektor erfreute sich das VHS (Video Home System), durch seine neuartige Mobilität, allergrößter Beliebtheit.

Beim VHS werden Bilder und Ton auf eine Magnetband-Kassette abgespeichert. Während der Rezeption mit dem Videorekorder kommt eine wichtige Charakteristik der analogen Medien zum Vorschein: Die auf der Magnetschicht gespeicherten Bilder verbleichen beim Abspielen in einem schleichenden Prozess von Spulendrehung zu Spulendrehung - es kommt hier also zum Verschleiß. Dadurch dass analoge Medien materiell vorliegen, also physisch greifbar sind, unterliegen ihre Informationen vor allem bei der Wiedergabe durch Hardware einer mechanischen Abnutzung.

Die Geräte zur Wiedergabe sind jeweils spezifisch für das Format entwickelt und bestimmten in besonderem Maße die Umsätze in der Technikbranche. Bereits im Jahre 1976 ist JVC (Entwickler von VHS) direkt Verträge mit General Electric, Philips, NEC, Toshiba, RCA und Sanyo eingegangen, in denen vereinbart wurde, dass ausschliesslich Geräte zur Wiedergabe von VHS-Kassetten gebaut werden, um das konkurrierende Format BETAMAX von Sony auszustechen (vgl. Christ/Slowak, 2010, S. 3).

Derartige Kämpfe gehören größtenteils aber mittlerweile der Vergangenheit an. Durch die Digitalisierung muss man sich nicht mehr an der Materie bedienen und mit der Physik und Chemie arbeiten, um Informationen zu speichern und übermitteln. Aus Atomen wurden Datenmengen, welche durch ihre Flexibilität und Beständigkeit im Vergleich besonders glänzen. Kassetten, Schallplatten und Bücher werden zu universell kompatiblen digitalen Datei-Formaten wie MP3, MPEG oder PDF. Durch eben diese Entwicklung, bzw. Konvergenz der digitalen Medien, braucht man heutzutage nur einen Computer, Smartphone oder ähnliches, um auf unterschiedlichste Formen von Medieninhalten zuzugreifen (vgl. Baizza, 2009, S. 9).

3. Digitalisierung

Die Digitalisierung bildet die Grundlage für die moderne Medienrevolution. Durch sie können Medieninformationen mit Datenverarbeitungssystemen wie Computern be- und verarbeitet werden. Bei der Digitalisierung werden kontinuierliche analoge Größen in Folgen diskreter Werte überführt (vgl. Precht/Meier/Tremel, 2004, S. 27). Dies erfolgt durch technische Geräte wie Scanner, Digicams oder Mikrofone. Als Ergebnis erhält man hier eine binär codierte Folge von Zahlen, welche vom Computersystem entsprechend interpretiert wird. Ist ein Inhalt erstmal digitalisiert, kann man diesen mit entsprechenden Programmen beliebig oft verändern und wiedergeben. Durch Datenträger wie USB-Sticks oder anderen externen Festplatten, lassen sich Dateien problemlos teilen und sicher verwahren. Vor allem in Verbindung mit dem Internet ist dem Teilen translokal keine Grenzen gesetzt. Durch genormte Formate sind Dateien dann hier auch meist unter allen Computersystemen kompatibel.

4. Digitale Medien

Als digitale Medien werden zum einen Medien bezeichnet die zur Kommunikation von digitalen Inhalten dienen, zum anderen fasst der Begriff alle technischen Geräte mit ein, die zur Digitalisierung, Speicherung, Bearbeitung und Darstellung von digitalen Inhalten dienen. Hierbei stellen Bits (Maßeinheit für Datenmengen) die Grundessenz aller Inhalte dar und werden in Rahmen eines bestimmten Formates von Datenverarbeitungssytemen interpretiert. Mit der Zeit haben sich bestimmte Standartformate etablieren können: bei Audiodaten sind beispielsweise MP3 und WAV-Formate beliebt, bei Videodaten ist es AVI und MPEG, bei Bildern JPEG und PNG und bei Textdateien PDF und DOCX. Diese Standardisierung beugt Kompatibilitätsproblemen vor und macht es möglich, dass Software-Entwickler Programme auf den Markt bringen, welche alle mit den selben Dateiformaten arbeiten. Formate dienen aber auch zu Komprimierung von Dateien. In Zeiten fortschreitender Vernetzung und Breitband-Nutzung, haben verlustbehaftete Kompressionsverfahren wie das MP3 immer stärker an Bedeutung gewonnen. Hierbei orientiert man sich an der menschlichen Wahrnehmung und codiert nicht wahrnehmbare Frequenzbereiche und übertönte Teile erst garnicht (vgl. Malaka/Buß/Hussmann, 2009, S. 140). Dadurch wird die Dateigröße und Qualität auf eine nicht hörbare Weise erheblich gesenkt, was somit auch zu einem schnelleren Datenverkehr führt.

4.1 Vorteile

Die Nutzung von digitalen Medien bringen uns, im Vergleich zu den analogen Medien, eine Fülle von Vorteilen, auf die nicht mehr verzichtet werden kann. Digitale Inhalte können ohne Verschleißerscheinungen beliebig oft wiedergegeben und kopiert werden, während analoge Inhalte sich mit jedem Duplikat qualitätstechnisch weiter vom Original entfernen. Übertragungen durch das Internet ziehen meist keinerlei Verfälschungen mit sich und erlauben es translokal und schnell Inhalte zu kommunizieren. Durch entsprechende Schnittstellen ist auch ein Austausch zwischen Computersystemen und Alltagsgeräten wie Digitalkameras und MP3- Player möglich. Während analog meist noch spezifische technische Geräte seitens der Produktion und Rezeption benötigt werden, sind wir heute in der Lage, mit unseren Computern, Smartphones oder ähnlichem jegliche Medieninhalte universell wiederzugeben, bearbeiten, erstellen und zu teilen. Hierbei ist auch der Mobilitätsfaktor sehr wichtig, da in Kombination mit dem Internet fast überall Inhalte abgerufen werden können. Zu Zeiten von E-Books, Playlisten und Onlinestreams ist es nicht mehr unbedingt erforderlich Bücher, Musik und Filme zuhause zu lagern. Bereits im Jahr 2004 hat bspw. Google "(...) damit begonnen, systematisch die Bestände bekannter Bibliotheken einzuscannen und diese im Internet für die Volltextsuche und zur Anzeige bereitzustellen.

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Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Digitalisierung und digitale Medien. Vor- und Nachteile
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,4
Autor
Jahr
2012
Seiten
9
Katalognummer
V379545
ISBN (eBook)
9783668564862
ISBN (Buch)
9783668564879
Dateigröße
996 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
digitale medien, digitalisierung
Arbeit zitieren
Yilmaz Diskaya (Autor), 2012, Digitalisierung und digitale Medien. Vor- und Nachteile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379545

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