Ethik und Journalismus


Seminararbeit, 1999
35 Seiten, Note: Sehr Gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung und Problemstellung

3. Ethik im Journalismus
3.1. Der systemtheoretische Ethikansatz von R ü hl/Saxer
3.1.1. Der journalistische Ethikbedarf aus systemtheoretischer Betrachtungsweise
3.1.2. Theoretische Grundlagen einer funktional-systemrationalen Ethiktheorie
3.1.3. Kritik am systemtheoretischen Ethikansatz
3.2. Der individual-ethische Ansatz nach Boventer
3.2.1. Grundlegung einer Ethik der Verantwortung im Journalismus
3.2.2. Kritik am individual-ethischen Ansatz
3.3. Weitere Ansatzpunkte f ü r eine Ethik des Journalismus

4. Literaturverzeichnis

Abbkürzungsverzeichnis

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1. Vorwort

Diese Arbeit wurde im Rahmen der Übung 7.2. erarbeitet, die von Frau Mag. Petra Herczeg im Wintersemester 1998/99 geleitet wurde. Die Aufgabenstellung war, das selbstge- wählte Thema „Ethik und Journalismus“ wissenschaftlich zu behandeln und auszuarbeiten. Dies um es eventuell vor der Gruppe zu präsentieren (wenn wir noch Zeit dafür haben). Das Ziel meines Bemühens war im wesentlichen meinen Kollegen das überaus komplexe, jedoch spannende und packende Gebiet der Ethik im Bereich des Journalismus, das jeden später in seinem Beruf in irgendeiner Form beschäftigen wird, näherzubringen. Dies ist mir wichtig festzustellen, da wir viel Energie und Zeit in eine verständliche Aufbereitung sowie eine nachvollziehbare Form investiert habe. Ich hoffe, ich habe mein gesetztes Ziel, unsere Kollegen mit dieser Thematik vertraut zu machen, erfüllt.

2. Einleitung und Problemstellung

Was darf Journalismus? Wo liegen die Grenzen seines Handelns? Wie kann er sein Verhalten - sein Tun und Unterlassen - vor der Öffentlichkeit legitimieren? Dies sind wohl die zentralen Fragen, die eine journalistische Ethik zu beantworten hat. Es geht hier darum, den Journalismus selbst in den Mittelpunkt der ethischen Reflexion zu stellen. Diese Fragestellungen werden jeden von uns in der Realität früher oder später treffen und es bleibt uns nicht erspart, darüber nachzudenken und zumindest für uns selber Antworten parat zu haben. Diese Arbeit soll anhand von Theorien eine „rote Richtschnur“ für diese Thematik legen, die wenn nötig anhand der zusammengestellten Literatur vertieft werden kann (Bei dieser Arbeit wurde viel Energie bei der Suche der Literatur verwendet). Nach einer kurzen Einführung werden die zwei wesentlichen Theorien sowie deren Kritiken und im Anschluß weitere Konzepte dargelegt.

3. Ethik im Journalismus

Der Journalist, der Skandale aufdeckt, er, der Politiker hochlobt und wieder fallen läßt, er, der vorgibt für die Interessen der Öffentlichkeit zu sprechen - er sitzt nun selbst immer öfter auf der Anklagebank: Ob es nun die Berichterstattung des „Spiegel“ über den Tod des mutmaßlichen Terroristen Grams ist oder die tägliche Emotionalisierung von Verbrechen in Boulevardblättern, die damit das „gesunde Volksempfinden ansprechen wollen - der Journalismus ist selbst in einem gewissen Maße zum „Skandal im Skandal“ geworden. 1

Gründe für diese Entwicklung können vor allem in den folgenden Ursachen gesehen werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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die Kommerzialisierung der Mediensysteme und der damit verbundene wachsende Konkurrenzdruck haben zum Kampf um hohe Auflagezahlen Einschaltquoten und Reichweiten geführt, welche die Basis für steigende Anzeigen- und Werbeerlöse bilden;

- die zunehmenden Konzentrationsprozesse in den Mediensysteme führen zum Entstehen von immer größeren Medienorganisation derer es durch weitreichende Arbeitsteilung zu einer „Anonymisierung der Verantwortung“2 kommt;
- der Wandel des journalistischen Berufsverständnises, der dazu geführt hat, daß sich Journalisten immer mehr als „vierte Gewalt“ im Staate sehen; 3
- der steigende Aktualistätsdruck der vor allem durch Live- im Rundfunk höchste Anforderungen an die Journalisten stellt;
- die oft mangelhafte journalistische Ausbildung 4 und
- das sich verschärfende Konkurrenzdenken im Journalismus, welches sich auf die ständig wachsenden Journalistenzahlen und dem damit einhergehenden zunehmendem Druck am Arbeitsmarkt zurückführen läßt. 5

Von Bedeutung scheint auch zu sein, daß sich Kommunikation immer noch als eine ein- seitige und indirekte Form der Kommunikation vollzieht 6 und daher der einzelne Journalist mit seinem Gegenüber nicht in einem direkten, gegenseitigen und persönlichen Verhältnis in Beziehung tritt. So hat Arnold Gehlen darauf hingewiesen, daß die Massenkommunikation einer sogenannten „Fern-Ethik“ Bedarf, um der mangelnden journalistischen Verantwortung für die im Gegensatz zur persönlichen Kommunikation nicht sofort erkennbaren Handlungsfolgen und der damit verbundenen sinkenden Bereitschaft sich gegenüber nicht anwesenden Personen ethisch zu verhalten, entgegenzutreten. Auch ergaben zahlreiche empirische Untersuchungen 7 das Resultat, daß Journalisten von sich aus an den Einfluß- möglichkeiten der Massenmedien zweifeln und daher jede moralische Verantwortung für die unbeabsichtigten Folgen derer beruflichen Tätigkeit von vornherein ablehnen.

So verwundert es nicht, wenn zahlreiche Journalisten und Verleger in der zunehmenden Forderung, sowohl von im Journalismus tätigen Personen als auch von Außenstehenden, nach ethischen Grundsätzen für journalistischen Handeln nichts anderes als

- eine unzulässige Einschränkung der Pressefreiheit und
- einen nicht gerechtfertigten Eingriff in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit 8 sehen.

Durch solche Argumente kann aber die Frage nach der Legitimation journalistischen Handelns nicht beantwortet werden. Vielmehr führt die Erkenntnis, daß Menschen nicht alles machen dürfen, was sie in der Lage sind zu tun, auch im Journalismus zu der Frage nach den „Grenzen der Machbarkeit“. 9 So heiligt auch im Journalist der Zweck nicht alle Mittel, wobei sich dessen Verantwortlichkeit nicht nur auf die Berichterstattung, die stets durch Aktualität. Verantwortlichkeit und allgemeinem Informationsinteresse geprägt sein sollte, bezieht, sondern auch auf die angewandte Arbeitsmethoden bei Recherche und Informations- beschaffung. 10

Die wiedergewonnene Erkenntnis in Bezug auf die Bedeutung von Ethik als Instrument zur Steuerung gesellschaftlicher Prozesse ging von der Einsicht aus, daß weder die Politik und die staatliche Gesetzgebung noch ein allein auf wettbewerbspolitischen Bedingungen aufbauendes Marktverhalten dazu in der Lage ist, das menschliche Zusammenleben in einem erträglichen gesellschaftlichen Rahmen möglich zu machen. 11

Die Öffentlichkeit, gleichsam Zweck des journalistischen Handelns und Rechtfertigungsinstanz dieses Handelns, stellt die Grundlage für die Legitimation des journalistischen Verhaltens - des Tuns und Unterlassens - dar. Der Journalismus hat nicht mehr aber auch nicht weniger zu tun, als den einzelnen in die Lage zu versetzen, sich ethisch und moralisch verhalten zu können. Dem einzelnen Mitglied der Gesellschaft müssen die notwendigen Informationen und Argumente vermittelt werden, die dem einzelnen ermöglichen sollen, sich selbst als Handlungssubjekt und als Bestandteil der Gesellschaft zu begreifen. 12 Nur so ist es möglich der Anonymisierung der Verantwortung entgegenzutreten und die Handlungsträger für die Folgen ihrer Handlungen für die Gesellschaft, Natur, Ökonomie und den Mitmenschen verantwortlich zu machen.

Grundsätzlich kann in zwei divergierende Ansätze, die sich mit der Thematik der ethischen Selbstverpflichtung im Journalismus auseinandersetzen, unterschieden werden. Dies sind:

- einerseits die theoretischen Ansätze, die darauf abzielen, die journalistische Ethik und Handlungsweise in den gesamtgesellschaftlichen Kontext zu integrieren und
- andererseits der kasuistische Ansatz 13, der Fallstudien versucht, spezielle ethische der journalistischen Praxis zu lösen.

Der letztere Ansatz, die sogenannte Kasuistik, verfolgt das Ziel, professionelle Standards zu operationalisieren, die in der Ausübung der journalistischen Tätigkeit direkt angewendet werden können. 14

Im folgenden soll vor allem aber auf die unterschiedlichen theoretischen Ansätze bedacht werden, die dem Journalismus und seine gesellschaftlicher Funktionen 15 nicht isoliert von dessen betrachten sondern ihm als Bestandteil einer komplexen Gesellschaft begreifen. Im folgenden werden die beiden bedeutendsten divergierenden, im deutschen Sprachraum vertretenen, Ethikansätze - der systemtheoretische Ethikansatz von Manfred Rühl und Ulrich Saxer und der individual-ethische Ansatz, basierend auf der persönlichen Verantwortung des einzelnen, von Hermann Boventer - gegenübergestellt. Es folgt ein kurzer Überblick über weitere Ansatzpunkte, die von einer Ethik im Rahmen des Journalismus berücksichtigt werden müssen.

3.1. Der systemtheoretische Ethikansatz von R ü hl/Saxer

Die beiden Autoren gehen in dem von ihnen entwickelten Ethikansatz von der von Niklas Luhmann entwickelten funktional-strukturellen Systemtheorie 16 aus. Die funktionalstrukturelle Systemtheorie entstand als Folge der kritischen Auseinandersetzung sowohl mit der strukturell-funktionalen Systemtheorie 17 von Talcott Parson 18 als auch der allgemeinen Systemtheorie 19, wobei in Luhmanns Schriften bedeutende Einflüsse der Kybernetik 20 wie die der modernen Phänomenologie nicht zu übersehen sind. 21

Vor allem die Vernachlässigung der System/Umwelt-Beziehung durch Parson führte zur Entwicklung der funktional-strukturellen Systemtheorie, die gegenüber Parsons Sichtweise die Relation der beiden Grundbegriffe Struktur und Funktion umkehrt. Funktionen werden nun nicht mehr als eine besondere Kategorie von Wirkungen gesehen, die den Bestand sozialer Systeme durch ganz bestimmte und bestimmbare Leistungen gewährleisten sollen, sondern man geht davon aus, daß Systeme auch durch funktional-äquivalente Leistungen aufrecht- erhalten werden können. So tritt an Stelle der Bestandsformel das Axiom der Problemlösung. Jede soziale Ordnung muß deshalb bestimmte Probleme lösen, um fortbestehen zu können. 22 Selbst die Systemstruktur wird funktionalisiert, wobei deren Funktion in der Reduktion von Komplexität besteht, sodaß dadurch sinnvolles menschliches Verhalten möglich wird. Grundsätzlich ist hierbei auf eine Komplexitätsassymetrie bedacht zu nehmen, wonach bei den zugrundeliegenden dynamischen Verhältnissen zwischen System und Umwelt stets die systeminterne Komplexität als geringer, als die der sozialen Umwelt zu betrachten ist. 23 In der funktional-strukturellen Systemtheorie geht es nicht darum, daß sich Teile des Systems zu einem Ganzen verbinden und dieses durch Anpassung und Integration stabilisieren, sondern darum, daß das System durch Auseinandersetzung mit seiner Umwelt an der Generierung von Sinnzusammenhängen beteiligt ist. Systemstrukturen gewinnen Identität, nicht durch ihre innere Ordnung sondern durch ihre Abhängigkeit von der Umwelt. 24 Die Reduktion von Komplexität erfolgt doppelte Selektivität bzw. Kontingenz, was gleich- bedeutend damit ist, daß der bestehende eigene Systemzustand und die Umwelt auch anders möglich sind. 25

3.1.1. Der journalistische Ethikbedarf aus systemtheoretischer Betrachtungsweise

Rühl und Saxer führen die Zurückhaltung und auch Ablehnung sich mit Fragen einer Ethik des Journalismus und der zu befassen. auf die bisher in journalistischen Kreisen vertretenen Einstellungen zurück, die

- einerseits auf der Ansicht beruhten, daß es sich bei ethischen Normen um ein metaphysisches und damit vorwissenschaftliches Problemfeld handelt oder
- andererseits der Meinung waren, daß man Werte und Normen direkt aus anderen Disziplinen übernehmen könnte.

Die beiden Autoren aber plädieren für eine Ethik des Journalismus, die „nur in den publizistischen Institutionen und Entscheidungen selbst, also letztlich im journalistischen und massenkommunikativen Handeln gesucht werden kann“26.

Ihrer Ansicht nach kann es aufgrund der Pluralisierung der Gesellschaft und der damit einhergehenden Relativierung, „die Ethik und die Moral“27 nicht geben. Vielmehr muß auf die Wandelbarkeit von Ethik in modernen Gesellschaften bedacht genommen werden, die dazu führt, daß die traditionelle Ethik außerstande ist, den Differenzierungsansprüchen heutiger Gesellschaftsordnungen vollkommen gerecht zu werden. Die Differenzierung von modernen Gesellschaften führt zur Pluralisierung der Ethik, die nun abhängig vom jeweiligen gesellschaftlichen Subsystem und deren Beziehung zur konkreten Umweltsystemen zu sehen ist. 28

Die zunehmende Pluralisierung der Gesellschaft, verbunden mit dem Entstehen von gesellschaftlichen Subsystemen und anhaltender sozialer Wandel, resultierten darin, daß die traditionellen Ethiktheorien immer weniger den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden können und es kommt immer mehr zu einem Auseinanderfallen von gelebter und bekundeter Ethik. Aufgrund der zunehmenden Komplexität moderner Gesellschaften und damit verbundenen Verlust der Einheitlichkeit ist die traditionelle Ethik außerstande in der Reduktion der Weltgesellschaft auf das „allgemeine Gute“29 zu überzeugen. Denn, so Rühl und Saxer: „Die soziale, sachliche und zeitliche Relativierung personaler und gesellschaftlicher Zusammenhänge hat auch die Idee des Guten relativiert“ und es gelingt „nur noch unter Konkretisierung sozialer, sachlicher und zeitlicher Bedingungen eine Problemlösung als „gut“ zu bewerten“30.

[...]


1 vgl. hierzu den Sonderteil „Skandale und journalistische Ethik“ in: Medium 2/89, S. 17-58.

2 Weischenberg, Siegfried: „Journalistik - Theorie und Praxis aktueller Massenkommunikation“. S. 177.

3 Persönliches Gespräch mit Günther Fehlinger.

4 Diese Aussage wurde von Herrn Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Langenbucher in der VO i.G. 1.1 getätigt und wurde damals als Begründung für das Studium der PKW angesehen, die zur Professionalisierung führen soll.

5 vgl. Pürer, Heinz: „Ethik in Journalismus und Massenkommundkation. Versuch einer Theorie-Synopse“. S. 309 weiters Weischenberg, Siegfried: „Journalistik - Theorie und Praxis aktueller Massenkommunikation“. S. 177 f.

6 vgl. im Gegensatz dazu das Handlungsmodell der Theorie des symbolischen Interaktionismus; vgl. Gottschlich, Maximilian: „Journalismus und Orientierungsverlust. Grundprobleme öffentlich-kommunikativen Handelns“. S. 47 ff; weiters die Sichtweise von Rühl, Manfred: „Journalismus und Gesellschaft“. S. 197 f.

7 vgl. Kepplinger, Hans Mathias. „Angebaßte Außenseiter. Ergebnisse und Interpretationen der Kommunikations- forschung“. In: ders. „Angepaßte Außenseiter. Was Journalisten denken und wie sie arbeiten“. S. 17 ff.

8 vgl. Haller, Michael/Holzhey, Helmut: „Die Fragen nach einer Medienethik“. In: dies. (Hrsg.). „Medien-Ethik“. S. 10 f; weiters auch Ulrich, Peter: „Die neue Sachlichkeit oder: Wie kann die Unternehmensethik betriebswirtschaftlich zur Sache kommen“. S. 414 f.

9 vgl. Boventer, Hermann. „Pressefreiheit ist nicht grenzenlos“. S. 41.

10 vgl. Ruß-Mohl, Slephan/Seewald, Berthold: „ Die Diskussion über journalistische Ethik in Deutschland - eine Zwischenbilanz“. In: Haller, Michael/Holzhey, Helmut (Hrsg.). „Medien-Ethik“. S. 25.

11 vql. ebenda, S. 26 f.

12 Hasler, Ludwig. „Die Tugend des Unterlassens“. In: Haller, Michael/Holzhey, Helmut (Hrsg.): „Medien-Ethik“. S. 214 f.

13 Einen Überblick über verschiedene in der Literatur vertretene kasuistische Ansätze bietet Wild, Claudia: „Ethik im Journalismus“. S. 136-141. Eine Einführung in diese Thematik liefern unter anderem Christians, Clifford G.: „Media Ethics. Cases and Moral Reasoning“.

14 vql. Weischenberq, Siegfried: „Journalistik - Theorie und Praxis aktueller Medienkommunikation“. S. 204.

15 vgl. i.G. 1.1.

16 vgl. dazu vor allem Luhmann, Nicklas „Einführende Bemerkungen zu einer Theorie symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien“, S. 236 - 255; ders.: „Handlungstheorie und Systemtheorie“. Weiters vor allem dessen Hauptwerk „Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie“.

17 Das Hauptaugenmerk bei der strukturell-funktionalen Systemtheorie liegt vor allen auf der Bestandserhaltung und Regulierung des Systems. Die Funktionen von Handlungsmustern innerhalb des Systems werden vor allem hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Erhaltung des Systems betrachtet. Folglich ist der Strukturbegriff dem Funktionsbegriff vorgeordnet. Die strukturell-funktionale Systemtheorie neigt dazu, systeminterne Leistungen, das Systemüberleben, die Integration von Teil- und Subsystemen sowie die Harmonisierung von Interaktionen innerhalb des Systems in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung zu stellen. Dies resultiert in einer statischen Auffassung von Systemen, welche die System/Umwelt-Relationen dabei weitgehend außer ach lassen. Vgl. dazu Rühl, Manfred: „Systemdenken und Kommunikationswissenschaft“. In: Gottschlich, Maximilian (Hrsg): „Forschung - Theorieentwicklung und Problemperspektiven“. S. 46 ff.

18 vgl. dazu vor allem sein Hauptwerk; Parson, Talcott: „Zur Theorie sozialer Systeme“ herausgegeben und eingeleitet von Jensen, Stefan.

19 Vgl. Rühl, Manfred: „Systemdenken und Kommunikationswissenschaft“. S 44 ff.

20 Unter Kybernetik ist die von Norbert Wiener entwickelte Lehre zu verstehen, mittels derer man mit Hilfe von

formalen mathematischen Methoden die grundlegenden Strukturen und. Funktionen von überwiegend selbstgesteuerten Regelsystem untersuchen kann. Damit in einem dynamischen System Gesetzmäßigkeiten abgeleitet werden können, bedarf es vor allem bei Regelungs- und informationellen Prozessen mindestens eines Rückkopplungskreises innerhalb des kybernetischen Systems. Vgl. dazu Elser, Michael: „Enzyklopädie der Philosophie“. S. 195.

21 vgl. Rühl, Manfred: „Journalismus und Gesellschaft“. S. 182 ff.

22 vgl. Rühl, Manfred: „Systemdenken und Kommunikationswissenschaft“. S. 49 ff.

23 vgl. Rühl, Manfred: „Journalismus und Gesellschaft“. S. 185.

24 vgl. Rühl, Manfred: „Systemdenken und. Kommunikationswissenschaft“. S. 53.

25 vgl. Faulstich, Werner: „Medientheorien - Einführung und Überblick“. S. 155.

26 Rühl, Manfred und Saxer, Ulrich: „25 Jahre Deutscher Presserat“. S. 472.

27 ebenda, S. 475.

28 vgl ebenda, S. 478.

29 ebenda, S. 486.

30 ebenda, S. 478.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Ethik und Journalismus
Hochschule
Universität Wien  (Publizistik- und Kommunikationswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar iG 7.2
Note
Sehr Gut
Autor
Jahr
1999
Seiten
35
Katalognummer
V3797
ISBN (eBook)
9783638123471
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Journalismus
Arbeit zitieren
MMag. Philipp Kaufmann (Autor), 1999, Ethik und Journalismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3797

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Titel: Ethik und Journalismus


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