Existenzgründung im Luxussegment der Bekleidungsindustrie. Erstellung eines Businessplans


Hausarbeit, 2016
22 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen
2.1 Luxus
2.2 Bekleidungsindustrie

3 Businessplan

4 Vorgehensweise zum Schreiben eines Businessplans
4.1 Executive Summary
4.2 Gründer / Team / Schlüsselpersonen
4.3 Produkte und Dienstleistungen
4.4 Unternehmen und Organisationsform
4.5 Markt und Wettbewerb
4.6 Marketing und Vertrieb
4.7 Finanzplanung
4.8 Chancen und Risiken
4.9 Anlagen zum Businessplan

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

7 Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - SWOT-Analyse

Abbildung 2 - Zielsetzung und Inhalte für den Punkt "Markt und Wettbewerb"

Abbildung 3 - Liquiditätsplanung

1 Einleitung

Zur Gründung eines Unternehmens sind viele Aspekte zu betrachten, dazu braucht es ein strukturiertes Vorgehen, dass in einem Businessplan abgebildet wird. Dadurch ist er ein heutzutage nicht mehr wegzudenkendes Konzept, das in schrift- licher Ausarbeitung sehr detailliert alle wesentlichen Themen des Unternehmens- gründers veranschaulicht. Die Anwendung des Businessplans ist nicht bloß bei der Unternehmensgründung zu finden, sondern beispielsweise auch bei der Unter- nehmenserweiterung durch die Einführung einer neuen Produktlinie oder der Ak- quisition eines anderen Unternehmens. Der Businessplan stellt somit auch einen step-by-step Plan des auszuführenden Vorhabens dar, sodass er zur Überprüfung bzw. Orientierung der Vorgehensweise genutzt werden kann.

Zielsetzung der Hausarbeit ist es, den Prozess der Erstellung eines Businessplans darzulegen. Zu berücksichtigen ist, dass sich das Tätigkeitsfeld des Unternehmens im Luxussegment der Bekleidungsindustrie befinden soll.

Im zweiten Kapitel erfolgt zunächst die Definition der beiden Begriffe Luxus und Bekleidungsindustrie. Dabei wird Luxus als etwas definiert, das man sich sehn- lichst wünscht, aufgrund seiner Knappheit aber nur schwer zu bekommen ist. Die Bekleidungsindustrie ist ein mit der Herstellung und dem Vertrieb von Kleidung befasster Industriezweig.

Der darauffolgende Abschnitt befasst sich ausschließlich mit der Beschreibung des Businessplans. Zunächst erfolgt wie in dem vorherigen Kapitel eine Definition des Wortes Businessplan. Anschließend wird auf die Begriffsentwicklung und Verwendung des Businessplans eingegangen.

Im vierten Kapitel werden die verschiedenen Phasen und Aufgaben des Businessplans genauestens beleuchtet. Außerdem wird aufgeführt, weshalb und für wen es wichtig ist, einen Businessplan zu erstellen.

Im Fazit nimmt der Verfasser in Rückbezug auf die vorherigen Kapitel Stellung zu den Aufgaben des Businessplans. Geprüft werden die wesentlichen Aspekte und die Notwendigkeit eines Unternehmensplans.

2 Definitionen

2.1 Luxus

Der Begriff Luxus kommt aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt Ver- schwendung. Der Duden beschreibt den Begriff Luxus als etwas Kostspieliges, Verschwenderisches und nicht Notwendiges. Unter Luxus fallen Verhaltenswei- sen, Aufwendungen oder Ausstattungen, die über den üblichen Standard hinaus- gehen. „Luxus fasst damit Phänomene zusammen, die für einen großen Teil der Bezugsgruppe zwar erstrebenswert sind, aber nicht erreichbar.“1 Luxus wird auch als etwas Besonderes definiert. „Zu etwas Besonderem werden Dinge nicht nur wegen ihres Preises, sondern auch wegen ihrer Qualität und des Aufwands, der für die Herstellung benötigt wird oder wegen ihrer Seltenheit.“2 Betrachtet man die Aussage von Klaus-Dieter Koch, so kann Luxus lediglich dann existieren, wenn nicht jeder etwas davon hat. Dies kann aufgrund einer Produktverknappung des Herstellers oder wegen des erhöhten Preises der Fall sein. Zudem beschreibt er Luxus als „etwas, was man nicht hat, sich sehnlichst wünscht und was schwer zu bekommen ist.“3 Außerdem trifft er folgende Aussage: „Luxus kann nur existie- ren, wenn nicht alle etwas haben beziehungsweise haben können. Exklusivität entsteht durch Unerreichbarkeit.“4

2.2 Bekleidungsindustrie

„Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist ein traditionsreicher Zweig des verar- beitenden Gewerbes in Deutschland.“5 Die frühere Unterscheidung zwischen den beiden Sektoren ist veraltet, da heutzutage die Übergänge zwischen den beiden Sektoren fließend verlaufen. Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist in dem pro- duzierenden Gewerbe einzuordnen. Dabei erfolgt die Konfektionierung aus texti- len Flächen wie Gespinsten, Geweben oder Gewirken aus synthetischen, tieri- schen oder natürlichen Fasern6 und anderen industriellen Erzeugnissen, wie z.B.

Knöpfen, Reißverschlüssen oder formgebenden Teilen.7 Ein nachhaltiger Struk- turwandel der Bekleidungsindustrie ist seit der 1970er festzustellen. So wurden zunächst einzelne Produktionsstufen nach Südeuropa verlagert und später in die noch kostengünstigeren Gebiete in Süd-Ostasien. Mittlerweile existiert kaum noch ein Unternehmen in Mitteleuropa, in dem ein Produkt vom Rohstoff bis zum End- produkt produziert wird. Bekleidung wird heutzutage überwiegend arbeitsteilig und internationalisiert gefertigt.8 „Die Bekleidungsindustrie ist nach dem Ernäh- rungsgewerbe die zweitgrößte Konsumgüterbranche in Deutschland.“9 Zudem stellte sie sich als eine der ersten Industriezweige, der Herausforderung der Globa- lisierung.10

3 Businessplan

Der Businessplan ist ein unentbehrlicher Bestandteil der Unternehmensgründung. Man fertigt einen umfassenden Konspekt des unternehmerischen Vorhabens an. Dieser beinhaltet die Idee des Gründers, die notwendigen Strategien und Aufga- ben und stellt diese in Relation zueinander. Im wesentlichen ist er die Zusammen- führung der Unternehmensidee, der Strategien, der abteilungsübergreifenden Auf- gaben in dem relevanten Markt, der Zukunftsprojektion und die Zusammenfas- sung verschiedener Teilpläne.11 Er dient unterschiedlichen Adressaten dazu, die Realisierbarkeit seiner Idee zu überprüfen und ist zum anderen erster Bestandteil des Controllings. Diesbezüglich nützt der Businessplan beispielsweise der Erstel- lung der Planungsrechnungen, welche später als Grundlage der Soll-Ist- Vergleiche das Betriebsergebnis reflektiert. Des Weiteren legt der Businessplan sowohl für die Unternehmensführung bereits bestehender Unternehmen, als auch für neugegründete Unternehmen „die Methode fest, eine bestimmte Tätigkeit über einen bestimmten künftigen Zeitraum vorzunehmen.“12 Er stellt somit nicht bloß eine Momentaufnahme dar. „Bei der Unternehmensplanung ist es wie bei einer Reise. Der Plan ist der Ausgangspunkt. [...] Mit einem guten Unternehmensplan wissen Sie, wo Sie gestartet sind, wohin Sie unterwegs sind und wie Sie dorthin kommen.“13 Aufgrund dessen ist es wichtig, ihn regelmäßig an die Entwicklungen und Veränderungen anzupassen. Bislang ist die inhaltliche Vorgabe noch frei zu gestalten, dennoch haben sich bestimmte Mindestinhalte etabliert. Diese werden nahezu ausnahmslos als Grundbausteine eines Businessplans verwendet und schaffen die Voraussetzung für den Vergleich zu anderen Unternehmensgründun- gen.14 Der Umfang des Plans richtet sich nach dem Vorhaben und den Besonder- heiten. Man differenziert an dieser Stelle beispielsweise zwischen Kleinstgewer- ben, regional agierenden Unternehmen und Großunternehmen. Je nach Größen- ordnung sollte der Umfang zwischen fünf und 40 Seiten liegen.15 Bei die Kom- plexität ist zu beachten, dass der Businessplan auch für einen technischen Laien verständlich ist.16 Bevor man mit der schriftlichen Ausarbeitung beginnt, sollte die Geschäftsidee, welche das Produkt oder die Dienstleistung beschreibt, detailliert und objektiv analysiert werden. Unachtsamkeiten sollten grundsätzlich vermieden werden und bei Identifizierung schnellstmöglich behoben werden, zwecks der ansonsten auftretenden Lücken im Businessplan.

4 Vorgehensweise zum Schreiben eines Businessplans

4.1 Executive Summary

Mit der Zusammenfassung sollte man sich ausführlich beschäftigen, da mögliche Investoren diese immer als erstes lesen Der erste eindruckt; überzeugt werden Gelingt es nicht, die Investoren von seiner Geschäftsidee und dem Vorhaben zu überzeugen, so wird es schwer Investitionen zu erhalten. Impliziert werden die Kernpunkte der Unternehmensgründung. Auf keinen Fall fehlen sollten die Idee und die Firma. Des Weiteren ist es wichtig, den relevanten Markt zu benennen und auf welche Wettbewerber man treffen wird. Außerdem ist die Vetriebsstrate- gie aufzuführen. Diese ist von hoher Bedeutung, denn „eine gute Vertriebsstrate- gie gibt den am Vertriebsprozess direkt und indirekt beteiligten Personen konkrete Antworten auf folgende Frage: Was (Produkt/Leistung) verkaufen wir wem (Ziel- kunden) mit welchen Argumenten (Positionierung) wie (Vertriebsweg) zu wel- chen Konditionen (Preis)? Bleibt eine der sich hinter dieser Frage verbergenden Teilfragen unbeantwortet, ist die Strategie ineffektiv.“17 Obendrein sind die Kom- petenzen des Managements relevant und deshalb aufzuzeigen. Zudem ist es für die Investoren essenziell, dass man die Lösung des Finanzierungsbedarfs themati- siert.18 Zum Ende sollten die Chancen und Risiken kurz und prägnant benannt werden.19

4.2 Gründer / Team / Schlüsselpersonen

In diesem Abschnitt sollen das Management-Team und die Schlüsselpersonen vorgestellt werden. Diesem Thema wenden sich viele Investoren nach der Sum- mary zu, „denn sie wollen wissen, ob in dem Unternehmer-Team das Know-how für ein aussichtsreiches Unternehmen vorhanden ist.“20 Darum ist es äußerst wich- tig, bei der Darstellung ausführlich auf diese beiden Aspekte einzugehen. Deshalb sollen die Qualifikationen, „vor allem Alter, Ausbildung, unternehmensspezifi- sche Fertigkeiten und besondere Eigenschaften, die der Unternehmung hilfreich sein können“21

[...]


1 https://www.ihk- pots- dam.de/produktmarken/GRUeNDUNG/GRUeNDUNGSBASICS/Businessplan_Von_der_Idee_zur_detai llierten_Planung/2339652

2 (Tenzer, 2009), S.173

3 (Koch, 2013), S. 351

4 (Koch, 2013), S. 359

5 (Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie)

6 (Statista), vgl. Bekleidungsindustrie

7 (Paul, 2008), vgl. S. 13

8 (WÖRTERBUCH DEUTSCH, 2016), vgl. ; (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) vgl.; (Statista), vgl.

9 (Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie)

10 (Statista), vgl.

11 https://www.ihk- potsdam.de/produktmarken/GRUeNDUNG/GRUeNDUNGSBASICS/Businessplan_Von_der_Idee_zur_d etaillierten_Planung/2339652 , vlg.

12 (Stutely, 2007), S.34

13 (Stutely, 2007), S. 35

14 (Vogelsang, Prof. Dr. Fink, & Baumann, 2013), vgl. S. 325-326

15 (Shepherd, Ettenson, & Crouch, 2000), vgl. S. 450

16 (Dr. Schüppen & Tominski, 2003), vgl. S. 13

17 (http://www.business-wissen.de/artikel/vertriebsstrategie-entwickeln-auf-die-richtigen-fragen-kommt-es- an/)

18 (Dowling & Drumm, 2002), vgl. S. 219-225

19 (Dr. Schüppen & Tominski, 2003), vgl. S. 14

20 (Dr. Schüppen & Tominski, 2003), S.16

21 (Dr. Schüppen & Tominski, 2003), S. 16

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Existenzgründung im Luxussegment der Bekleidungsindustrie. Erstellung eines Businessplans
Hochschule
EBC Hochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V379725
ISBN (eBook)
9783668566521
ISBN (Buch)
9783668566538
Dateigröße
1232 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Businessplan, Business, Luxus, Existenzgründung, Fashion, Bekleidungsindustrie, Mode, wie schreibe ich einen businessplan, Vorgehensweise, Executive summery
Arbeit zitieren
Jonas Herlach (Autor), 2016, Existenzgründung im Luxussegment der Bekleidungsindustrie. Erstellung eines Businessplans, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379725

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