Konzeption eines nachhaltigen Alumni-Projektes am Fachbereich Betriebswirtschaft der Fachhochschule Jena


Seminararbeit, 2004

16 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Situationsanalyse und aktueller Stand
1.1. Die Identifikation der Studenten mit der FH Jena (Fachbereich BW)
1.2. Das Image der FH Jena (Fachbereich BW)
1.3. Der Servicegedanke an der FH Jena (Fachbereich BW)
1.4. Die Studienorganisation am Fachbereich BW
1.5. Außeruniversitäre Aktivitäten
1.6. Strategische Positionierung des Fachbereiches BW

2. Aktueller Stand der Alumni-Arbeit am Fachbereich BW

Literaturverzeichnis

1. Situationsanalyse und aktueller Stand

In diesem Kapitel soll auf die momentane Situation der FH Jena und im Besonderen auf die des Fachbereiches Betriebswirtschaft, im Hinblick auf die Einführung eines gut strukturierten und nachhaltigen Alumni-Netzwerkes eingegangen werden. Es wird aufgezeigt, welche Kriterien und Anforderungen dafür erfüllt sein müssen und in Ansätzen, welche Dienstleistungen die Lehranstalt seinen Alumni für ein funktionierendes Netzwerkes bieten sollte. Die folgenden sechs Unterpunkte erscheinen mir fundamental wichtig, für eine Umsetzung des geplanten Vorhabens.

Um einen Eindruck der aktuellen Situation des Fachbereiches BW in dieser Arbeit vermitteln zu können, habe ich mehrere Interviews mit Kommilitonen geführt und auch eigene Erfahrungen in meine Arbeit mit einfließen lassen. Um eine detaillierte Beurteilung der bestehenden strategischen Probleme des Fachbereiches vornehmen zu können und Ansatzpunkte für Lösungen zu finden, müsste die systematische Qualitätssicherung, die an deutschen Hochschulen seit 1994 in Form der Evaluation der Lehre ihre Anwendung findet, durchgeführt werden.[1] Das vom Wissenschaftsrat empfohlene System ist die interne und externe Evaluation. Die interne Evaluation besteht dabei aus einer systematischen Bestandsaufnahme und Analyse der Lehre und des Studiums durch den Fachbereich beziehungsweise der Fakultät und endet mit einem schriftlichen Bericht (Selbstreport). Auf dieser Basis findet in einem zweiten Schritt eine Vor- Ort- Begutachtung durch externe, das heißt nicht der jeweiligen Hochschule angehörenden Experten statt, die ihre Erkenntnisse und Empfehlungen wiederum in einem schriftlichen Abschlussbericht niederlegen. Anschließend wird in der Regel zwischen betroffenem Fachbereich und Hochschulleitung ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der auch konkrete Zwischenschritte und Termine für die Umsetzung enthalten sollte.[2] Die interne Beurteilung haben wir in den von uns gestalteten Alumni-Fragebogen mit einfließen lassen, dessen Auswertung im dritten Teil dieser Seminararbeit ausgewertet wurde. Die in diesem Kapitel verwendeten Daten, zur externen Evaluierung des Fachbereiches Betriebswirtschaft sind zum Teil aus der Zeitschrift Stern spezial (Campus und Karriere) entnommen.

1.1. Die Identifikation der Studenten mit der FH Jena (Fachbereich BW)

Die Stadt Jena ist auf Grund ihrer langen Hochschulgeschichte deutschlandweit als Studenten- bzw. Universitätsstadt bekannt. Allerdings ist dem Großteil der Bevölkerung nur die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) ein Begriff. Die Existenz der FH Jena ist jedoch nur Wenigen bekannt. Somit fehlt es der FH Jena an überregionaler Bekanntheit und Akzeptanz. Dies ist einerseits darauf zurück-zuführen, dass die Fachhochschule erst seit 1991 besteht und es in so kurzer Zeit schwierig ist, sich einen „Namen“ zu machen. Andererseits steht sie auch im Schatten der FSU, die allein schon durch ihre größere Anzahl von Studenten und ihr längeres Bestehen die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Dies können sehr triftige Gründe für eine mangelnde Identifikation der Studenten mit ihrer Fachhochschule sein. Da das Ansehen, sowie die Reputation in der Öffentlichkeit und natürlich auch in der Wirtschaft wichtige Gründe sind, sich für eine Hochschule zu entscheiden, und je mehr die Studenten vom guten Ruf und Image der eigenen Bildungsanstalt überzeugt sind, desto stärker ist die Identifikation mit dieser. Aus diesem Grund sollte es eine Hauptaufgabe der FH Jena sein, durch Marketingmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit ihr Image zu verbessern.

Grundvoraussetzung für ein starkes Corporate Identity ist selbstverständlich auch, dass sich die Studenten wohl fühlen und dass ihre Wünsche und Bedürfnisse bei den Planungen und Entscheidungen der Verantwortlichen berücksichtigt werden. Dies wird aber nur funktionieren, wenn bei den Hochschulen ein Sinneswandel eintritt und sie sich nicht mehr nur als öffentliche Einrichtung verstehen, sondern auch als Dienstleister, der um seine Kunden (Studenten) kämpfen muss. Ein Anreiz für die Hochschulen besteht aber nur dann, wenn sie im freien Wettbewerb untereinander stehen würden und nicht, wie es momentan noch der Fall ist, die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zum größten Teil entscheidet, an welchem Ort der zukünftige Student sein Studium zu absolvieren hat. Momentan steigen die Studentenzahlen in den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten zwar noch, aber bei der auch in diesem Sektor schwierigen Arbeitsmarktlage ist davon in den kommenden Jahren nicht unbedingt auszugehen. Denn die Wirtschaftskrise geht auch an den Betriebswirten nicht ganz spurlos vorüber – insgesamt waren im Jahr 2003 circa drei Prozent der Absolventen ohne Job.[3] Die Abb.1 zeigt, dass die Zahl der arbeitssuchenden BWL-Absolventen in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1 Arbeitslosenzahlen bei Wirtschaftswissen-schatsabsolventen

Quelle: Stern spezial (Campus und Karriere) 2004

Nun eine weitere, nicht unproblematische Gegebenheit, die die FH Jena mit allen FH`s teilt. Fachhochschulen werden oft als Hochschulen zweiter Klasse betrachtet. Das liegt unter anderem an den unterschiedlichen Einstiegsgehältern für Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten mit identischem Abschluss, wie z.B. das Diplom. Anhand der Abb.2 kann man sehr gut erkennen, dass der Universitätsabschluss den Arbeitgebern circa 3000€ pro Jahr mehr Wert ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2 Einstiegsgehälter für Absolventen der Wirtschaftswissen-schaften

Quelle: Geva Institut 2002

Und dies, obwohl der Abschluss an einer FH nicht minderwertig, sondern nur von anderer Art ist. Besonders zu erwähnen sei hier sicherlich der stärkere Praxisbezug und die in der Regel kürzere Studiendauer.

Ein weiterer Nachteil gegenüber Universitäten, ist bei Fachhochschulen der anonyme Name, aus dem nur der Standort der Bildungseinrichtung ersichtlich ist. Diesem abzuhelfen ist allerdings unmöglich, da laut Hochschulgesetz Fachhochschulen keinen weiteren Namenszusatz, außer eben den Namen der jeweiligen Stadt oder Region in der sie sich befinden, verwenden dürfen. Im Gegensatz dazu, gibt die ebenfalls in Jena ansässige Universität durch ihren Namensgeber „Friedrich Schiller“, ihren Studenten allein durch den weltweit bekannten Namen eher das Gefühl von Zusammengehörigkeit untereinander und Zugehörigkeit zu ihrer Hochschule.

Eine Möglichkeit die Identifikation mit der FH Jena bzw. dem Fachbereich zu erhöhen, wären intensive Merchandising-Aktivitäten. Ein guter Anfang sind da die vom Studentenrat angebotenen T-Shirts mit dem FH Logo, oder die Idee aus dem Fachbereich Sozialwesen, wo es für Studienanfänger eine Tasse mit dem Logo der Fachhochschule gibt.

In derartige Tätigkeiten sollte mehr investiert werden, um die bereits bestehenden Programme zu ergänzen und auszuweiten.

1.2. Das Image der FH Jena (Fachbereich BW)

Wie bereits angesprochen ist der Fachbereich BW, auf Grund des relativ kurzen Bestehens der FH Jena, noch mit dem Aufbau eines eigenen Images beschäftigt. Problematisch erscheint mir hier die stärkere Ausrichtung und größere Aufmerksamkeit der FH Jena auf die technischen Studiengänge.

Allerdings wird sich aus finanzieller Sicht gut um den Fachbereich BW gekümmert, was man unter anderem anhand der neuen und fortschrittlichen Ausstattung, z.B. in den PC-Pools erkennen kann. Dies trifft aber für alle Fachbereiche zu und ist durch die erst vor kurzer Zeit beendete Grundsanierung zu begründen. Nichts desto trotz ist dies sicherlich für viele zukünftige Studenten ein Grund ihr Studium an der FH Jena zu beginnen, da mit dem richtigen Equipment eine professionelle Arbeit möglich ist und man auch besser auf zukünftige Tätigkeiten in der Wirtschaft vorbereitet wird. Denn es ist davon auszugehen, dass vor allem in den großen Unternehmen, mit der neuesten Technik gearbeitet wird. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass der Fachbereich BW durch mehrere Projekte, mit zum größten Teil ortsansässigen Unternehmen seinen Praxisbezug hervorhebt. Besonders stark finden diese Kooperationen in den Schwerpunktfächern Marketing und Personalwirtschaft Anwendung, wie z.B. im Marktforschungsprojekt des sechsten Semesters. Des Weiteren werden Planspiele angeboten, um Einblicke in den Ablauf und die Organisationsstrukturen von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zu erhalten.

[...]


[1] Vgl. Chalvet ,Veronique u. Rohwedder, Uwe (2003) S.6

[2] Vgl. Chalvet, Veronique u. Rohwedder, Uwe (2003) S. 11/12

[3] Vgl. Stern spezial , ohne Verfasser (04/2004) S.163

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Konzeption eines nachhaltigen Alumni-Projektes am Fachbereich Betriebswirtschaft der Fachhochschule Jena
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena
Veranstaltung
Dienstleistungökonomie
Note
1,7
Autor
Jahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V37980
ISBN (eBook)
9783638371803
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In dieser Arbeit geht es um die Einführung eines Alumni-Netzwerkes an der Fachhochschule Jena. Das Augenmerk liegt besonders auf wichtigen Kriterien die erfüllt sein müssen, damit ein Alumni-Konzept von den Studenten angenommen wird.
Schlagworte
Konzeption, Alumni-Projektes, Fachbereich, Betriebswirtschaft, Fachhochschule, Jena, Situationsanalyse, Allgemeinen, Fachbereiches, Speziellen, Dienstleistungökonomie
Arbeit zitieren
Sebastian Eckhardt (Autor), 2004, Konzeption eines nachhaltigen Alumni-Projektes am Fachbereich Betriebswirtschaft der Fachhochschule Jena, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37980

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