Work and Travel in Australien. Tourismus, Verlauf, Chancen und Risiken für Reisende


Seminararbeit, 2017
20 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Work- and Travel- Tourismus
2.1 Definitionen
2.2 Zielgruppen
2.3 Entwicklung

3. Work- and Travel Verlauf
3.1 Benchmarkanalyse - Anbieter in Deutschland
3.2 Voraussetzungen
3.3 Typische Work- and Travel Routen
3.4 Hostels

4. Chancen & Risiken für Work- and Travel-Reisende in Australien
4.1 Chancen
4.2 Risiken

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

In wie weit der Tourismus in einem bestimmten Land erfolgreich ist, hängt unter anderem von der dort herrschenden Politik ab. Um den Tourismus also erfolgreich zu machen, müssen tourismusfreundliche Rahmenbedingungen gegeben sein und auch die touristische Infrastruktur sowie eine Tourismusförderung sollten pro-touristisch vorhanden sein.1 Dies gilt auch für den Work- and Travel-Tourismus in Australien.

In dieser Seminararbeit werden zu Beginn die Definitionen von Work- and Travel sowie dem Tourismus dargestellt. Eine Analyse der Zielgruppen findet im Anschluss statt. Auch die Entwicklung des Work- and Travel bzw. des Backpackertourismus in Australien wird ab Ende der 1970er Jahre erläutert.

Das dritte Kapitel dieser Arbeit handelt vom Verlauf des Work- and Travel in Australien. Zu Beginn des Kapitels werden anhand einer Benchmarkanalyse der Anbieter in Deutsch- land, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der drei wichtigsten Work- and Travel Or- ganisationen deutlich gemacht. Nach der Analyse folgt die Beschreibung der Vorausset- zungen, die für einen Work- and Travel-Reisenden gegeben sein müssen. Das Kapitel endet mit der Beschreibung der typischen Work- and Travel Route in Australien und er- klärt die Wichtigkeit der beliebtesten Backpackerunterkunft, den Hostels.

Im vierten Kapitel werden sowohl die Chancen, als auch die Risiken, die auf einen Workand Travel-Reisenden zukommen, analysiert.

Diese Seminararbeit endet im letzten Kapitel mit dem Fazit.

2. Work- and Travel- Tourismus

2.1 Definitionen

„Work and Travel“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „arbeiten und reisen“.2

Nach der Organisation „AIFS“ wird „Work and Travel“ als eine Entdeckungsreise in einer neuen Welt definiert, bei der man mit dem Rucksack unterwegs ist und Jobs bei Gelegenheit unter der Reise annimmt. Während der Reise entdecken die Reisenden sich selbst und lernen und denken anders als im normalen Alltag.3

Dem Begriff Tourismus können alle Handlungen und Erscheinungen, welche mit dem Verlassen seines alltäglichen Umfelds zu tun haben und einen Aufenthalt in einer anderen Destination beinhalten.4

2.2 Zielgruppen

Als Work- and Travel-Tourist reist man mit dem Rucksack durch eine bestimmte Destina- tion. Daher fällt diese Art des Reisens, neben dem Arbeiten, auch unter die Rubrik des „Backpacking“. Touristen dieses Segmentes suchen während ihrer Reise nach Risiko und Gefahr bei Aktivitäten an der frischen Luft. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Backpacking auch von anderen Arten des Tourismus, welche einen besonderen Fokus auf die Umgebung legen, nicht aber auf ein erhöhtes Risiko während der Reise. Des Weiteren liegt das Sammeln von Erfahrungen während der Aktivitäten beim Backpackingtouris- mus im Fokus und touristische Produkte wie z.B. Hotels und Restaurants rücken dabei in den Hintergrund.5

Zu den Backpackertouristen in Australien zählen laut Australiens „Bureau of Tourism Research“ Menschen mit einem Mindestalter von 15 Jahren, welche während Ihrer Reise mindestens eine Nacht in einem Hostel verbringen.6 Backpacker möchten ein authentisches Australien erleben und sich von anderen Touristen hinsichtlich der Erfahrungen abgrenzen. Am wichtigsten ist ihnen der Kontakt mit den Bewohnern Australiens.7 Der Großteil aller Backpacker ist unter 30 Jahre alt und besitzt ein hohes Bildungsniveau. Bereits viele Länder besucht zu haben ist kein ausschlaggebender Punkt sich für eine Reise als Backpacker zu entscheiden.8

Im Allgemeinen ist zu erkennen, dass Backpacker ihre Reise als eine Auszeit während ihres Lebensweges sehen. Daher befinden sich die meisten der Backpacker in der Zeit zwischen Schule und Universität, zwischen Universität und Berufsleben oder zwischen zwei verschiedenen Jobs.9 Der Anteil an Männern und Frauen verteilt sich in etwa gleichmäßig auf die Gesamtheit der Backpacker.10

2.3 Entwicklung

Backpacking gehört zum Abenteuer Tourismus. Generell ist das Segment des Abenteu- ertourismus ein wachsender Zweig und seit Ende der 1970er Jahre konnte ein Anstieg im Verkauf der Magazine für spezielle Backpackerausrüstung verzeichnet werden. Die Regi- onen Nordamerika sowie Australien und Asien standen auch hier schon deutlich an der Spitze der Nachfrage.11

Welk (2010) erklärt die Entwicklung im Backpackertourismus als Verwandlung vom Hip- pie Image zum profitablen Zweig der australischen Tourismuswirtschaft.12 Das Land je- doch gilt als sehr jung hinsichtlich des Tourismusaufkommens, sodass erst ab etwa 1980 Entwicklungen in diesem Bereich gefördert wurden. Ab diesem Zeitpunkt sollen staatli- che Einrichtungen sich mit Ökotourismus, Landtourismus sowie Tourismus in die Gebiete der Aborigines beschäftigen. Ebenfalls soll der Tourismus international stärker beworben werden und auch die australische Bevölkerung soll ein stärkeres Bewusstsein für den Tourismus bekommen.13 Im Jahr 1984 wurde dann erstmals die Millionengrenze an ausländischen Besuchern im Land überschritten. Über 100000 Touristenankünfte aus Deutschland wurden erstmals im Jahr 1993 verbucht.14

Bereits 1995 konnte eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Touristen von etwa 30 Tagen festgestellt werden.15 Im selben Jahr wurde erstmals eine Strategie entwickelt, mit dessen Hilfe der Backpackertourismus im Land gefördert werden sollte. Diese Stra- tegie nennt sich „National Backpacker Tourism Development Strategy“ und war weltweit die erste dieser Art. Die Entwicklung dieser Strategie erfolgte durch australische Touris- musforscher. Diese Tourismusforscher stuften den Backpacker-Tourismus in Australien bereits zu dieser Zeit als ökonomisch sehr vorteilhaft ein. Aufgrund der Strategie konnte ein internationales Backpackerwachstum von jährlich 160000 im Jahr 1994 auf jährlich 485000 im Jahr 2004 festgestellt werden.16 1998 steht Australien auf Platz zehn der Län- der, welche am meisten am Tourismus verdienen.17 Ab dem Jahr 2004 sind zehn Prozent aller Touristenankünfte Backpacker18, während dieser Anteil Mitte der 90er Jahre bei nicht einmal fünf Prozent lag.19

Nicht jeder Backpacker in Australien ist allerdings Work and Travel-Tourist. Dies kann an der Anzahl der von Australien ausgestellten Working-Holiday-Visa festgestellt werden. Von den laut Jarvis und Peel (2008) aufgezeigten 485000 Backpackern im Jahr 200420 sind in den Jahren 2003 und 2004 nach Wilson, Richards und Macdonnell (2008) insgesamt 93760 Working-Holiday Visas ausgestellt worden.21

Von den 93760 ausgestellten Working-Holiday Visas in den Jahren 2003 und 2004, gingen ca. 35000 in das Vereinte Königreich, ca. 12000 nach Irland und jeweils ca. 10000 nach Japan und Deutschland. Deutschland ist daher 2004 das viertwichtigste Land für den australischen Work-and Travel-Tourismus.22

2014, das Jahr mit den doppelten Abiturjahrgängen, brachte Australien einen Boom an Einreisenden. Das Land verzeichnete 6,7 Millionen internationale Gästeankünfte und rund ein Zehntel der Ankünfte sind jedes Jahr Backpacker. Allein diese zehn Prozent der Reisenden bringen in Australien jedes Jahr Einnahmen von rund 3,5 Milliarden australi- schen Dollar.23

Der ökonomische Vorteil von geschaffenen Arbeitsplätzen und generiertem Einkommen in den Hostels, durch Backpackertouristen wird in der größten Stadt Australiens, Sydney, deutlich.24 Hier stieg die Anzahl der Hostels von Null im Jahr 1988 auf 114 im Jahr 2008 in Sydney und unmittelbarer Nähe.25

[...]


1 Vgl. Oppitz 2000, S. 9

2 www.leo.org [20.11.2016]

3 Vgl. AIFS 2016, S.12

4 Vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de [20.11.2016]

5 Vgl. Hall 1992, S.144

6 Vgl. Wilson; Richards; Macdonnell 2008, S. 202

7 Vgl. ebenda, S. 203

8 Vgl. Paris 2010, S.47

9 Vgl. Cohen 2010, S.79

10 Vgl. http://www.australien-info.de/daten-besucher.html [29.11.2016]

11 Vgl. Hall 1992, S.143f.

12 Vgl. Welk 2010, S.169

13 Vgl. Oppitz 2000, S.27f.

14 Vgl. Löffer; Grotz 1995, S.306f.

15 Vgl. ebenda.

16 Vgl. Jarvis; Peel 2008, S.157

17 Vgl. Oppitz 2000, S. 13

18 Vgl. Wilson; Richards; Macdonnell 2008, S.202

19 Vgl. http://data.worldbank.org/indicator/ST.INT.ARVL?locations=AU [11.12.2016]

20 Vgl. Jarvis; Peel 2008, S.157

21 Vgl. Wilson; Richards; Macdonnell 2008, S.204

22 Vgl. Wilson; Richards; Macdonnell 2008, S.204

23 Vgl. http://www.australien-info.de/daten-besucher.html [10.12.2016]

24 Vgl. Wilson; Richards, Macdonnell 2008, S.199

25 Vgl. ebenda, S.206

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Work and Travel in Australien. Tourismus, Verlauf, Chancen und Risiken für Reisende
Hochschule
Hochschule München
Veranstaltung
Touristische Geographie
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V379808
ISBN (eBook)
9783668570870
ISBN (Buch)
9783668570887
Dateigröße
454 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Work and Travel, Australien, Chancen und Risiken für Reisende, Benchmarkanalyse Anbieter, Tourismus
Arbeit zitieren
Bachelor Ariane Zinneker (Autor), 2017, Work and Travel in Australien. Tourismus, Verlauf, Chancen und Risiken für Reisende, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379808

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