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Dualismus oder Monismus - ist es möglich, mentale Phänomene auf neuronale Prozesse zu reduzieren?

Title: Dualismus oder Monismus - ist es möglich, mentale Phänomene auf neuronale Prozesse zu reduzieren?

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabrina von der Heide (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Summary Excerpt Details

Seit jeher erscheint das Bewusstsein als etwas Mystisches, nicht Fassbares. Es mag nicht einfach sein, etwas nicht Greifbares für den Verstand greifbar darzustellen. Bewusstsein wird von den meisten Menschen immer noch getrennt vom Gehirn betrachtet und als immateriell bezeichnet, so dass in diesem Zusammenhang auch häufig der Begriff der Seele fällt. Philosophisch bzw. wissenschaftlich betrachtet, ist die Entwicklung zur Erklärung des Bewusstseins mittlerweile jedoch so weit vorangeschritten, dass es zu Zeiten der modernen Hirnforschung und der rasanten Entwicklung in Bereichen wie Neurophilosophie und –psychologie logisch sein sollte, zu denken, dass das Bewusstsein mehr ist als die Gedanken in unserem Kopf; dass es an Neuronen und an die graue Masse unter der Schädeldecke gebunden sein muss und nicht ohne diese zur Existenz gelangen könnte und auch nicht ohne diese weiterexistieren kann.
Die Bedingung zur Existenz des Bewusstseins besteht darin, dass es an das Gehirn gebunden ist und dass wir ein Körperbewusstsein besitzen, das phänomenales bzw. mentales Erleben erst ermöglicht. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geist und Gehirn

2.1 Psychophysischer Parallelismus

2.2 Interaktionistischer Dualismus

2.3 Eigenschaftsdualismus

2.4 Erklärungslückenargument

2.5 Epiphänomenalismus

3. Monistische Theorien

3.1 Cartesianischer Materialismus

3.2 Eliminativer Materialismus

3.3 Identitätstheorie

4. Phänomenales Bewusstsein

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale philosophische Forschungsfrage, ob mentales Bewusstsein und phänomenales Erleben vollständig auf neurologische Gehirnprozesse reduziert werden können oder ob dualistische Erklärungsmodelle zur Beschreibung von Geist und Gehirn weiterhin notwendig sind.

  • Grundlagen des Geist-Gehirn-Dualismus
  • Analyse verschiedener monistischer Materialismustheorien
  • Das Problem der phänomenalen Qualia
  • Grenzen der naturwissenschaftlichen Erklärbarkeit mentaler Zustände

Auszug aus dem Buch

2.5 Epiphänomenalismus

Die Theorie des Epiphänomenalismus geht von der Dominanz des neuronalen Bereichs aus und der Dependenz der mentalen Zustände und ist somit tendenziell eher materialistisch.

In seiner ursprünglichen Form ist der Epiphänomenalismus auf Thomas Huxley zurückzuführen. Demnach sind mentale Ereignisse zwar keine physischen neuronalen Zustände, aber sie treten immer gemeinsam mit bestimmten neuronalen Zuständen und Prozessen auf oder werden von diesen eben hervorgebracht. Da sie aber keine kausale Wirkung haben, wirken diese somit nicht auf die entsprechenden neuronalen Zustände zurück. Der Wirkungszusammenhang ist somit einseitig, was heißt, dass sie wirkungslose, aber automatisch auftretende Nebenprodukte, also Epiphänomene, der neuronalen Abläufe sind. „Alle unsere Bewusstseinszustände…werden unmittelbar von molekularen Veränderungen in der Hirnsubstanz verursacht. Ich glaube daher, dass es bei Menschen ebenso wenig wie bei Tieren Beweise dafür gibt, dass irgendein Bewusstseinszustand der Grund einer Veränderung in der Bewegung der Materie des Organismus ist. […]“

Hätte der Epiphänomenalismus Recht, so geschähe alles ohne Bewusstsein. Selbst die Sprache mit ihren mentalen Ausdrücken, selbst die Reden über Existenz und Wesen mentaler Ereignisse wären ohne jeden Einfluss von Mentalem entstanden. Alles geschähe ohne die mindeste Einwirkung von Bewusstsein. Diese Theorie postuliert die totale und durchgängige Erklärung der Erscheinungen nach physikalischen und chemischen Gesetzen. Huxley stützt sich darauf, dass es keinen Beleg für einen Einfluss mentaler Zustände auf Gehirnprozesse gebe. Das Bewusstsein könne nur dann wirksam werden, wenn es eine Art Lücke in der Abfolge physischer Prozesse gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Reduzierbarkeit von Bewusstsein auf neurologische Prozesse und führt in die behandelten dualistischen und monistischen Positionen ein.

2. Geist und Gehirn: In diesem Kapitel werden klassische dualistische Ansätze wie der Substanz-, Eigenschafts- und interaktionistische Dualismus sowie das Erklärungslückenargument und der Epiphänomenalismus erläutert.

3. Monistische Theorien: Dieses Kapitel behandelt materialistische Positionen, darunter den cartesianischen Materialismus, den eliminativen Materialismus und die Identitätstheorie.

4. Phänomenales Bewusstsein: Dieses Kapitel widmet sich der speziellen Problematik des subjektiven Erlebens („Qualia“) und der Frage, warum dieses aus der Erste-Person-Perspektive bisher schwer naturwissenschaftlich erklärbar ist.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und konstatiert, dass bisher keine der untersuchten Theorien das Gehirn-Bewusstsein-Problem vollständig und widerspruchsfrei lösen kann.

Schlüsselwörter

Bewusstsein, Gehirn, Dualismus, Monismus, Materialismus, Qualia, Identitätstheorie, Phänomenales Erleben, Neurophilosophie, Epiphänomenalismus, Neuronale Prozesse, Geist, Alltagspsychologie, Mentale Zustände

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von mentalen Bewusstseinszuständen zu physischen Prozessen im Gehirn.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Abgrenzung und mögliche Identität von geistigen und materiellen Entitäten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob eine Reduktion des Bewusstseins auf neurologische Abläufe wissenschaftlich haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Analyse, die verschiedene Bewusstseinstheorien systematisch darstellt und kritisch vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit dualistischen Theorien, monistisch-materialistischen Modellen und der spezifischen Problematik phänomenaler Zustände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Qualia, Identitätstheorie, Reduktionismus und Neurophilosophie definiert.

Was versteht man unter dem cartesianischen Theater?

Es ist eine Metapher von Dennett, die die (von ihm abgelehnte) Vorstellung kritisiert, es gäbe einen zentralen Ort im Gehirn, an dem alle Wahrnehmungen zusammenlaufen.

Wie unterscheidet sich der eliminative Materialismus von anderen Modellen?

Diese Position geht davon aus, dass Begriffe der Alltagspsychologie in Zukunft vollständig durch präzise neurobiologische Erklärungen ersetzt werden müssen.

Warum wird das Erklärungslückenargument als so wichtig erachtet?

Es betont die Schwierigkeit, warum rein physische Beschreibungen des Gehirns nicht erklären können, warum und wie sich mentale Zustände subjektiv „anfühlen“.

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Details

Title
Dualismus oder Monismus - ist es möglich, mentale Phänomene auf neuronale Prozesse zu reduzieren?
College
Free University of Berlin  (Philosophisches Institut, Habelschwerdter Allee 30)
Grade
2,0
Author
Sabrina von der Heide (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V37997
ISBN (eBook)
9783638371940
ISBN (Book)
9783638782098
Language
German
Tags
Dualismus Monismus Phänomene Prozesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina von der Heide (Author), 2005, Dualismus oder Monismus - ist es möglich, mentale Phänomene auf neuronale Prozesse zu reduzieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37997
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