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Das Gruppenverhalten in einer Organisation

Título: Das Gruppenverhalten in einer Organisation

Trabajo , 2004 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sabrina von der Heide (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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In Zeiten neuer Managementmethoden gerät Teamarbeit immer häufiger in den Fokus der Managementforschung. Keine erwerbswirtschaftliche oder öffentliche Unternehmung kann von den enormen Folgen der Gruppenentstehungen auf das praktizierte Tätigkeitsfeld abstrahieren und ist faktisch verpflichtet eben jenen Gruppenbildungsprozess zu verfolgen, zu analysieren und im Rahmen ihrer gegebenen Möglichkeiten zu steuern. Vor allem Schreyögg verweist auf die Gruppe als unübersehbaren Bestandteil einer jeden Unternehmung und macht deutlich, dass die Subsumierung dieser Thematik unter den Punkt der Unternehmenssteuerung unabdingbar ist. Gerade sozio-dynamische Gruppen und deren Entstehungen und Auswirkungen auf betriebliche Prozesse geraten zunehmend in das Blickfeld der Wirtschaftswissenschaften und stellen eine hohe Herausforderung an eine sowohl gewinn- als auch sozialorientierte Unternehmensführung dar. Der Angestellte und/oder Arbeiter mit seinen individuellen Fertigkeiten und Verhaltensmustern wird heute zunehmend als Teil der Kernkompetenz der Unternehmung, den „human ressources“ gesehen, deren Vernachlässigung und Verschwendung im Rahmen der Unternehmenssteuerung pathologische Verhaltensmuster generiert und fördert, die ureigene Ziele der gewinnorientierten Unternehmung, wie zum Beispiel maximale Ausnutzung der gegebenen Ressourcen sabotieren. Aufmerksamkeit wird hier vor allem dem Einfluss von Gruppen auf den betrieblichen Leistungserstellungsprozess und den damit einhergehenden Effektivitätsverlusten oder Gewinnen gewidmet4. Unabdingbar für das Verständnis einer Gruppe ist das Erkennen der ihr inneliegenden Dynamik und die aus eben jener Analyse möglicherweise resultierenden Auswirkungen auf die betriebliche Organisation5.

Die vorliegende Arbeit gibt einen kurzen theoretischen Überblick über die Begrifflichkeiten und erläutert die Unterscheidung zwischen formellen und informellen Gruppen näher. Dem folgend werden Auswirkungen der Gruppenbildung auf Prozesse in der erwerbswirtschaftlichen Organisation aufgezeigt. Aufgrund der mannigfaltigen Phänomene, die im Prozess der Gruppenbildung beobachtbar sind, ist in diesem Zusammenhang eine kritische Würdigung unter Berücksichtigung der Implikationen für die Organisationsgestaltung angebracht und wird daher in diesem Teil der Arbeit verfolgt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Ansätze

3. Formelle und informelle Gruppen

3.1 Auswirkungen der Gruppenbildung auf die betrie blichen Prozesse

3.2 Kohäsion

3.3. Werte –und Normsystem

3.4 Rollendifferenzierung

3.4.1 Die Kommunikationsstruktur

3.5 Kollektive Handlungsmuster

3.5.1 Konformitätsdruck und Groupthink

3.5.2 Risikobereitschaft

4. Schlussbetrachtung

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Gruppenverhaltens innerhalb von Organisationen, um die Dynamiken zwischen formellen und informellen Strukturen sowie deren Einfluss auf betriebliche Prozesse zu beleuchten und für die moderne Unternehmensführung nutzbar zu machen.

  • Theoretische Grundlagen und Definitionen von Gruppen in Organisationen
  • Differenzierung zwischen formellen und informellen Gruppierungen
  • Die Bedeutung von Kohäsion, Werten und Gruppennormen
  • Einfluss von Rollendifferenzierung und Kommunikationsstrukturen
  • Kollektive Handlungsmuster, Risikobereitschaft und Phänomene wie Groupthink

Auszug aus dem Buch

3.2 Kohäsion

Eine Gruppe kann in ihrer äußeren Form entweder einen starken Zusammenhalt innerhalb der Gruppe, also eine hohe Geschlossenheit aufweisen oder aber sie besteht in ihrer Struktur eher aus einem lockeren Beieinander. Je nachdem, ob eine Gruppe stark oder weniger stark zusammenhält, kann die Effizienz bei zu lösenden Aufgabenstellungen erheblich variieren.

Der Begriff „Kohäsion“ beschreibt diese Diskrepanz im folgenden Verlauf genauer: „Kohäsion bezeichnet das Ausmaß, in dem eine Gruppe eine kollektive Einheit bildet und die einzelnen Gruppenmitglieder sich zu der Gruppe hingezogen fühlen. Mitglieder hochkohäsiver Gruppen sind bereit, sich für und in der Gruppe voll zu engagieren, Zeit und andere Ressourcen für die Gruppe einzusetzen14“. Manche Gruppenmitglieder gehen sogar soweit ihre gesamte Freizeit in diese Gruppe zu investieren, so dass die Gruppe das ganze Leben zu bestimmen scheint. Kohäsive Gruppen verleihen dem einzelnen Mitglied eine bestimmte Identität und verhelfen zu einem besseren Verständnis der Organisation und ihrer Umwelt. Vorteilhaft bei hoher Kohäsion ist z.B. die Kommunikationsbereitschaft, die Interaktion untereinander. Die Gruppenkohäsion variiert auch bzgl. der Homogenität einer Gruppe: Je homogener eine Gruppe ist, desto größer ist die Kohäsion15. Außenseiter und Neueinsteiger haben es somit schwerer sich in eine hochhomogene und somit stark kohäsive Gruppe zu integrieren. Sollte sich ein Mitglied den dominierenden Werten und Zielsetzungen der bestehenden Gruppe widersetzen, wird es zurückgewiesen oder im schlimmsten Fall sogar mit dem Ausschluss aus der Gruppe bestraft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die steigende Bedeutung der Teamarbeit in der Managementforschung und erläutert die Notwendigkeit, Gruppenbildungsprozesse zu analysieren und zu steuern.

2. Theoretische Ansätze: Es erfolgt eine Abgrenzung des allgemeinen Gruppenbegriffs von der Definition im sozio-dynamischen und betriebswirtschaftlichen Kontext.

3. Formelle und informelle Gruppen: Das Kapitel untersucht die Entstehung und Funktion von bewusst geplanten formellen Gruppen sowie die aus individuellen Bedürfnissen resultierenden informellen Gruppierungen.

3.1 Auswirkungen der Gruppenbildung auf die betrie blichen Prozesse: Hier werden die Voraussetzungen für funktionale Teamarbeit sowie die Vor- und Nachteile gruppenorientierter Organisationsformen dargelegt.

3.2 Kohäsion: Dieses Kapitel definiert den Zusammenhalt innerhalb einer Gruppe und dessen Auswirkungen auf Effizienz und individuelle Identitätsbildung.

3.3. Werte –und Normsystem: Es wird analysiert, wie akzeptierte Verhaltensstandards innerhalb einer Gruppe entstehen und deren Einhaltung sanktioniert wird.

3.4 Rollendifferenzierung: Dieses Kapitel beschreibt die Rollenstruktur innerhalb einer Gruppe, die aus Spezialisierungen resultiert und die soziale Struktur definiert.

3.4.1 Die Kommunikationsstruktur: Hier werden verschiedene Kommunikationsnetzwerke innerhalb einer Gruppe und deren Einfluss auf Machtpotentiale und Status untersucht.

3.5 Kollektive Handlungsmuster: Das Kapitel thematisiert die direkte oder indirekte Beeinflussung von kollektiven Entscheidungsprozessen.

3.5.1 Konformitätsdruck und Groupthink: Die Untersuchung befasst sich mit den negativen Folgen hoher Kohäsion, wie dem Verlust an Realitätsnähe und kreativem Denken.

3.5.2 Risikobereitschaft: Es wird beleuchtet, warum Gruppen tendenziell risikofreudiger entscheiden als Einzelpersonen und welche Auswirkungen dies auf Innovationsprozesse hat.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit, das Wissen um Gruppendynamiken in die Personalführung und Weiterbildung zu integrieren.

Schlüsselwörter

Gruppenverhalten, Organisation, Betriebswirtschaft, Formelle Gruppen, Informelle Gruppen, Kohäsion, Gruppennormen, Rollendifferenzierung, Kommunikationsstruktur, Konformitätsdruck, Groupthink, Risikobereitschaft, Unternehmensführung, Teamarbeit, soziale Dynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Verhalten von Gruppen in erwerbswirtschaftlichen Organisationen und beleuchtet, wie Gruppenstrukturen entstehen und welche Auswirkungen diese auf betriebliche Prozesse haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Unterschiede zwischen formellen und informellen Gruppen, der Einfluss von Kohäsion und Normen sowie die Effekte von Kommunikation und Rollenverteilung innerhalb betrieblicher Einheiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Dynamiken in Gruppen zu schaffen, damit Führungskräfte diese besser steuern können, um betriebliche Leistungsziele zu erreichen und pathologische Entwicklungen zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die zentrale managementtheoretische und sozialpsychologische Konzepte der Gruppenforschung zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung von Gruppentypen, die Untersuchung von Kohäsion und Normsystemen, die Analyse der Rollen- und Kommunikationsstrukturen sowie die kritische Betrachtung kollektiver Handlungsmuster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gruppenverhalten, formelle/informelle Organisation, Kohäsion, Gruppennormen, Groupthink, Risikoschub und Unternehmensführung.

Was versteht die Autorin unter dem Phänomen „Groupthink“?

Groupthink beschreibt einen kollektiven, eindimensionalen Denkstil in stark kohäsiven Gruppen, der dazu führt, dass die Realitätswahrnehmung eingeschränkt wird und die Qualität von Entscheidungen deutlich abnimmt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen formellen und informellen Gruppen für Unternehmen wichtig?

Formelle Gruppen sind produktivitätsorientiert durch die Organisation vorgegeben, während informelle Gruppen spontan aus persönlichen Bedürfnissen entstehen; das Erkennen beider Strukturen ist für eine effektive Personalführung essenziell.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Gruppenverhalten in einer Organisation
Universidad
Free University of Berlin
Curso
Theorie und Praxis der Organisation
Calificación
1,7
Autor
Sabrina von der Heide (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
18
No. de catálogo
V37998
ISBN (Ebook)
9783638371957
ISBN (Libro)
9783638782104
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gruppenverhalten Organisation Theorie Praxis Organisation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sabrina von der Heide (Autor), 2004, Das Gruppenverhalten in einer Organisation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37998
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