Diese Arbeit wurde im Rahmen der Übung i.G. 8.2.2.
„UE Praxisfeld Werbung: Praxisorientierte Marktkommunikation“
(609013) erarbeitet, die von Herrn Dr. Walter
Holiczki im Wintersemester 1998/99 geleitet wurde.
Unsere Aufgabenstellung war den Radiomarkt zu analysieren
und für ein (Privat)radiostation ein Werbekonzept
zu erstellen. Um dieser Aufgabenstellung gerecht zu
werden, haben wir geeignete Instrumente und Techniken
gesucht, um den Radiomarkt zu segmentieren, zu
bewerten und vor allem, um ihn zu verstehen. Im Zuge der
Recherchen sind wir auf den Begriff „Formate“ gestoßen.
Da wir beide mit diesem nichts anfangen konnten, haben
wir uns entschlossen diese Arbeit als theoretische
Grundlagenarbeit zu schreiben. Erst durch diese Arbeit ist
es uns möglich, die andere (eigentliche) Arbeit
anzufertigen. Wir hoffen, daß wir nicht übers Ziel
hinausgeschossen haben, jedoch, um unser Ziel zu
erreichen und unsere Ergebnisse es vor der Gruppe zu
präsentieren, schien uns dies unerläßlich. Diese Arbeit stellt
somit die Basis für unser Bemühen dar. Unser eigentliches
Ziel war primär unseren Kollegen ein spannendes und
interessantes Werbekonzept zu präsentieren und erst
sekundär eine positive Abschlußnote zu erhalten.
Dies ist uns wichtig festzustellen, da wir viel Energie und Zeit in
eine verständliche Aufbereitung sowie eine nachvollziehbare
Form investiert haben. Wir hoffen, wir haben
unsere Ziele erfüllt.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Diese Präsentation
2.1. Radiotest seit 2. Quartal 1998
2.2. Radiotest 2. Quartal 1998
2.3. Radiotest 3. Quartal 1998
2.4. Radiotest 4. Quartal 1998
2.5. Positionierung
2.6. Internet
3. Weitere Information!
4. Begriffe beim Radio
4.1. On-Air-Begriffe
4.2. Off-Air-Begriffe
4.3. Allgemeine Begriffe
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die theoretische Fundierung und Analyse des österreichischen Radiomarktes, um daraus ein fundiertes Werbekonzept für eine neue Radiostation zu entwickeln. Die Forschungsfrage konzentriert sich auf die Segmentierung, Bewertung und das Verständnis des Marktes sowie die Relevanz neuer Medientrends für die Konzeption.
- Analyse des österreichischen Radiomarktes (Radiotests 1998)
- Entwicklung eines Programm- und Werbekonzepts für das "Erlebnisradio Jupiter"
- Positionierung von Radiostationen in Wien
- Erhebung der Internet-Nutzung als wesentliches Element für die Konzeption
- Theoretische Aufarbeitung von Fachbegriffen aus der Rundfunk- und Medienbranche
Auszug aus dem Buch
4.3. Allgemeine Begriffe
Affinität Die Affinität zeigt die Nutzung einer Sendung oder eines Werbeblocks durch eine bestimmte Zielgruppe im Verhältnis zur Nutzung der Sendung oder des Werbeblocks durch die Gesamtzuseher. Die Affinität wird als Index ausgedrückt und anhand der Reichweite bei den Gesamtzusehern errechnet. Ein Affinitätsindex von 100 bedeutet, daß die Reichweite in der Zielgruppe genauso groß ist wie die Reichweite bei den Gesamtzusehern und die Zielgruppe die Sendung genauso stark nutzt wie die Gesamtzuseher. Ein Affinitätsindex von größer / kleiner 100 bedeutet hingegen, daß die Zielgruppe die Sendung intensiver / weniger intensiv nutzt als die Gesamtzuseher.
Beispiel: Die Reichweite bei Frauen von 12-29 Jahren beträgt bei der Sendung „Melrose Place“ 7,5%, die Reichweite in der Gesamtbevölkerung 3,4%. Das bedeutet, daß die 12-29jährigen Frauen die Sendung um 121% stärker nutzen als die Gesamtzuseher.
Break Zur Beschreibung einer Zielgruppe werden üblicherweise sozio-demographische Merkmale wie Alter, Einkommen, Haushaltsgröße etc. herangezogen. Als Break bezeichnet man jeweils eine Untergruppe eines solchen Merkmals. Wird als Merkmal beispielsweise das Alter herangezogen, so sind die Breaks die verschiedenen Altersgruppen, also 12-17 Jahre, 18-29 Jahre etc.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Einleitung in den Rahmen der Übung und Erläuterung der Motivation, die Arbeit als theoretische Grundlagenarbeit zu verfassen.
2. Diese Präsentation: Überblick über die Dokumente der Arbeit und Zusammenfassung der Marktanalyse des Radiotests von 1998.
2.1. Radiotest seit 2. Quartal 1998: Kurze Einführung in die Analyse der Radiotests des Jahres 1998.
2.2. Radiotest 2. Quartal 1998: Analyse des ersten Quartals nach Einführung des Privatradios mit Fokus auf die dominante Marktstellung des ORF.
2.3. Radiotest 3. Quartal 1998: Untersuchung der Marktentwicklung bei steigender Anzahl an Privatsendern und Bestätigung der Erfolge öffentlich-rechtlicher Radios.
2.4. Radiotest 4. Quartal 1998: Analyse der Marktdaten des vierten Quartals und Beobachtung der Markführerschaft von Ö3.
2.5. Positionierung: Darstellung der Positionierung der Radiostationen in Wien anhand von Grafiken.
2.6. Internet: Analyse der Internetnutzung in Österreich und deren Bedeutung für die Radiokonzeption.
3. Weitere Information!: Auflistung der beigefügten Unterlagen und Quellen.
4. Begriffe beim Radio: Zusammenfassung wesentlicher Fachbegriffe aus den Bereichen On-Air, Off-Air und allgemeiner Medienterminologie.
4.1. On-Air-Begriffe: Definition spezifischer Begriffe für den Sendebetrieb.
4.2. Off-Air-Begriffe: Definition betriebswirtschaftlicher und organisatorischer Begriffe.
4.3. Allgemeine Begriffe: Erläuterung allgemeiner medienspezifischer Kennzahlen und Methoden.
Schlüsselwörter
Radiomarkt, Österreich, ORF, Privatradio, Radiotest, Marktanteil, Reichweite, Zielgruppe, Internet-Nutzung, Mediaplanung, Positionierung, Rundfunk, Werbekonzept, Affinität, Teletest.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entstand im Rahmen einer Übung zur marktbezogenen Radiokommunikation und fungiert als theoretische Grundlage für die Entwicklung eines Werbekonzepts für eine fiktive Radiostation.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse des österreichischen Radiomarktes, der medienwissenschaftlichen Definition von Fachbegriffen und der Untersuchung der Internetnutzung im Kontext von Radioangeboten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Erstellung einer theoretischen Basis, um den Radiomarkt fundiert segmentieren und verstehen zu können, was die notwendige Voraussetzung für die Ausarbeitung eines Werbekonzepts darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine deskriptive Analyse der Radiotest-Daten des Jahres 1998 sowie eine Literaturanalyse zur Internetnutzung und zur Definition radiospezifischer Fachterminologie durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Auswertung der Quartalsberichte des Radiotests 1998, eine grafische Darstellung zur Positionierung von Radiosendern in Wien sowie ein ausführliches Glossar der Fachbegriffe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Radiomarkt, ORF, Privatradio, Reichweite, Marktanteil, Zielgruppenanalyse und Mediaplanung.
Wie verhält sich die Reichweite von Ö3 im Vergleich zu den privaten Sendern im Jahr 1998?
Die Analysen zeigen, dass Ö3 seine Marktführerschaft auch nach dem Markteintritt privater Konkurrenten konstant behaupten konnte und in vielen Zielgruppen mehr als doppelt so hohe Marktanteile erreichte wie alle Privatsender zusammen.
Welche Relevanz hat das Internet für das im Konzept entworfene "Erlebnisradio Jupiter"?
Das Internet wird als essenzielles Element und "interessantestes Medium" angesehen, wobei die Autoren auf Basis von Studien die Relevanz für Radiostationen prüfen und Trends wie Internet-Radio in ihre Konzeption integrieren wollten.
Warum ist die Arbeit als "theoretische Grundlagenarbeit" deklariert?
Da die Autoren bei der Marktanalyse auf Begriffe wie "Formate" stießen, die ihnen unbekannt waren, entschlossen sie sich, diese Arbeit primär der theoretischen Fundierung zu widmen, um darauf aufbauend das eigentliche Konzept erstellen zu können.
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- MMag. Philipp Kaufmann (Author), Manfred Juraczka (Author), Angelika Obermayr (Author), 2000, Analyse des Radiomarktes und Erstellung einer Werbekonzeption für eine (Privat)radiostation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3801