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Die Außenpolitik der Bush-Adminstration - Neocons auf dem Vormarsch

Title: Die Außenpolitik der Bush-Adminstration - Neocons auf dem Vormarsch

Term Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Michael Meurer (Author)

Politics - Region: USA
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Keine Frage beschäftigt die Weltöffentlichkeit in Sachen Außenpolitik mehr als welche, die das Verhalten der aktuellen Regierung der USA aufwirft. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 überschlugen sich offensichtlich die Ereignisse. Unter der Regierung von George W. Bush schien sich eine großgewachsene Hegemonialmacht, gestärkt durch den Sieg im kalten Krieg gegen die Sowjetunion, unilateralistischer zu verhalten als je zuvor. Die Vereinten Nationen wurden ignoriert in der Frage des Angriffskrieges gegen Afghanistan; noch rigoroser schien das Verhalten der USA im Konflikt mit dem Irak zu sein: Gegen den Willen der westlichen Freunde Deutschland und Frankreich, das „old Europe“, fand eine Invasion in den Irak statt - erneut nicht UN-mandatiert. Viele Politikwissenschaftler spekulieren, wie sich das Verhalten der Bush-Administration in ihrer 2. Amtsperiode manifestieren wird. Dabei ist ein Fall, den Experten voraussagten, bereits eingetreten: Der Außenminister Colin Powell, der als Realist dem Multilateralismus am ehesten zugetan ist, wird ab Januar 2005 durch eine treue Anhängerin Bush’s ersetzt: Condoleeza Rice. Die vorliegende Arbeit soll Erklärungsansätze finden, wie es zu dieser Form der Außenpolitik kommen konnte. Dazu werden zunächst die wichtigsten politischen Strömungen innerhalb der USA dargelegt mit einem Schwerpunkt auf den Neokonservatismus. Dieser scheint eine wichtige Rolle in der Philosophie der aktuellen Außenpolitik der Bush-Administration zu spielen. Hierbei wird auch auf die Rolle der Think Tanks eingegangen, die scheinbar einen wesentlichen Einfluss auf Entscheidungen des Präsidenten haben. Der letzte Teil der Arbeit „Die Außenpolitik der Hegemonialmacht USA - Unilateralismus und Willkür?“ legt die operativen, entscheidenden außenpolitischen Handlungen dar, die mit der Idee des Neokonservatismus absolut einher zu gehen scheinen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Außenpolitik: Begriff, Abgrenzung und Ziele

3. Ideologische Vorgaben und ihre Bedeutung für die Außenpolitik der USA

3.1 Realismus

3.2 Liberalismus

3.3 Neokonservatismus

4. Außenpolitik der Hegemonialmacht USA – Unilateralismus und Willkür?

4.1 Das Ende des Multilateralismus

4.2 Der Afghanistan-Krieg

4.3 Der Irak-Krieg

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erklärungsansätze für die unilateralistische Ausrichtung der US-Außenpolitik unter der Regierung von George W. Bush nach den Ereignissen vom 11. September 2001. Dabei wird insbesondere der Einfluss neokonservativer Ideologien und deren Umsetzung durch einflussreiche Think Tanks analysiert, um zu verstehen, wie diese Denkmuster die außenpolitischen Entscheidungen der Administration maßgeblich prägten.

  • Politische Grundströmungen der USA (Realismus, Liberalismus, Neokonservatismus)
  • Die Rolle und der Einfluss von Think Tanks auf die US-Regierung
  • Analyse der US-Außenpolitik unter George W. Bush
  • Hintergründe und Durchführung der Kriege in Afghanistan und im Irak
  • Kritische Betrachtung des Unilateralismus und seiner Folgen für die internationale Ordnung

Auszug aus dem Buch

3.3 Neokonservatismus

Wohl keine der bisher angesprochenen Ideologien bzw. Philosophien verfügen über derartige Aktualität in den USA und in der politisch intellektuellen Szene – gerade auch in Deutschland wegen seiner divergenten Ansicht, den Irak-Konflikt im Vorfeld diplomatisch zu lösen - wie es die des Neokonservatismus derzeit mit sich bringt. Als wesentlicher Grund dafür gilt die besonders kritische Hinterfragung der momentan unilateral geführten Außenpolitik der Vereinigten Staaten.

Die Klärung, was es mit dem Begriff „Neokonservatismus“ auf sich hat und welche Bedeutung er für die Außenpolitik der USA hat, benötigt gerade auch aufgrund der oben genannten Tatsache eine etwas ausführlichere Erläuterung.

Falsch ist die Annahme, man könne Neokonservatismus und Konservatismus in den USA in einen „Topf“ werfen. Denn ein wesentliches Merkmal der konservativen Ideologie ist der Isolationismus – ein Punkt der im direkten Gegensatz zu den Forderungen der Anhänger des Neokonservatismus steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den drastischen Wandel der US-Außenpolitik nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und stellt die Forschungsfrage nach den ideologischen Hintergründen dieser neuen, unilateralen Strategie.

2. Außenpolitik: Begriff, Abgrenzung und Ziele: Dieses Kapitel definiert Außenpolitik als grenzüberschreitendes Handeln und stellt fünf bedeutende theoretische Ansätze zur Bewertung außenpolitischen Verhaltens vor.

3. Ideologische Vorgaben und ihre Bedeutung für die Außenpolitik der USA: Es werden die zentralen Strömungen Realismus, Liberalismus und Neokonservatismus analysiert, wobei letzterer als maßgebliche Philosophie für die Bush-Administration identifiziert wird.

4. Außenpolitik der Hegemonialmacht USA – Unilateralismus und Willkür?: Das Kapitel beleuchtet das Ende des Multilateralismus und untersucht die praktische Umsetzung der neokonservativen Agenda durch die Kriege in Afghanistan und im Irak.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Rolle der Think Tanks und neokonservativen Akteure zusammen und stellt eine düstere Prognose über die Fortdauer einer unilateralen US-Politik.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, USA, Neokonservatismus, Unilateralismus, Bush-Administration, Think Tanks, Irak-Krieg, Afghanistan-Krieg, Realismus, Liberalismus, Hegemonialmacht, George W. Bush, Internationale Politik, Multilateralismus, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die ideologischen Wurzeln und die praktische Umsetzung der US-Außenpolitik unter Präsident George W. Bush, insbesondere im Kontext des Übergangs zu einer unilateralistischen Strategie nach 2001.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die theoretischen Strömungen der US-Außenpolitik, die Rolle neokonservativer Denkfabriken und die konkreten Fallbeispiele der Einsätze in Afghanistan und im Irak.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Erklärungsansätze für die radikale Abkehr vom Multilateralismus zu finden und aufzuzeigen, wie neokonservative Ideen die Regierungsentscheidungen beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Einordnung und Analyse politischer Ideologien in Kombination mit einer empirischen Betrachtung außenpolitischer Ereignisse und personeller Strukturen der Bush-Administration.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Realismus, Liberalismus und Neokonservatismus sowie die operative Analyse des außenpolitischen Verhaltens der USA, insbesondere im Hinblick auf ihre militärischen Interventionen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neokonservatismus, Unilateralismus, Hegemonialmacht und Think Tanks definiert.

Welche Rolle spielen die Think Tanks konkret im Entscheidungsprozess?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Think Tanks wie das „Project for the New American Century“ nicht nur politische Theorien entwerfen, sondern durch personelle Verflechtungen in der Regierung direkten Einfluss auf die Umsetzung außenpolitischer Handlungen ausüben.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Neokonservatismus und klassischem Konservatismus?

Der Autor stellt klar, dass beide nicht synonym zu verwenden sind, da der klassische US-Konservatismus stark isolationistisch geprägt ist, während der Neokonservatismus eine aktive, oft militärische Gestaltung der Weltordnung anstrebt.

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Details

Title
Die Außenpolitik der Bush-Adminstration - Neocons auf dem Vormarsch
College
University of Cologne
Grade
1,5
Author
Michael Meurer (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V38016
ISBN (eBook)
9783638372114
Language
German
Tags
Außenpolitik Bush-Adminstration Neocons Vormarsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Meurer (Author), 2004, Die Außenpolitik der Bush-Adminstration - Neocons auf dem Vormarsch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38016
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