[...] Das Ziel der nachfolgenden Studie ist es, die Einführung eines gut strukturierten und nachhaltigen Alumni-Netzwerkes an der FH Jena zu unterstützen. Dies soll unter anderem auf der Grundlage der ausgewerteten Fragebögen geschehen. Zunächst einmal sollte die Bekanntheit des Alumni-Begriffs sowie die Bekanntheit des Netzwerkes an der Fachhochschule Jena ermittelt werden. Weitere Unterziele sind, eine fachhochschul- und studentengerechte Kontaktgestaltung aufzubauen, die Zufriedenheit mit (und an der) FH Jena festzustellen, sowie die Ansprüche an ein Alumni-Netzwerk der zukünftigen Mitglieder abzuleiten. Im Fragebogen wurden denkbare Leistungen des Netzwerkes aufgelistet, um auf Grund der Antworten, die wichtigsten Leistungen zu selektieren und eine Rangfolge aufzustellen. Weiterhin erwartet sich die FH Jena das Einbringen eigener Leistungen der Alumni, in verschiedenster Art und Weise. Entscheidend für die Alumni-Arbeit ist es zudem, Kenntnisse über die Zahlungsbereitschaft der Absolventen, Studenten und Unternehmen zu erlangen. Der letzte Schwerpunkt bei der Befragung lag auf der Kontakterhaltung der Absolventen zur FH Jena bzw. den Fachbereichen im Allgemeinen sowie mit Kommilitonen und Professoren im Einzelnen. Die zuvor beschriebenen Ziele und die dazugehörigen Auswertungen der Studie sind im Gliederungspunkt vier ausführlich beschrieben. Mehrere gute Gründe gaben Anlass ein solches Projekt ins Leben zu rufen. Zum einen ist da die unsichere finanzielle Zukunft des Bildungssektors in Deutschland ganz allgemein und die der Hochschulen im Speziellen. Immer öfter wird über immense Kürzungen in diesem Sektor seitens der Regierung gesprochen. Zum anderen auf Grund der leeren Kassen des Bundes und der Länder wird es in den nächsten Jahren darauf hinaus laufen, dass sich die höheren Bildungseinrichtungen zu einem immer größer werdenden Teil aus eigenen Mitteln finanzieren müssen. Eine Lösung dieses Problems sollen die zur Diskussion stehenden Studiengebühren sein. Die Einführung der Gebühr in Thüringen in Höhe von 500€ ist aktuell nur für „Langzeitstudenten“ zum Wintersemester 2004/2005 vorgesehen. Allerdings wird bereits bundesweit über eine allgemeine, für alle Studenten ab dem ersten Semester, fällige Studiengebühr diskutiert. Das Problem hierbei ist jedoch, dass die Gelder mit sehr großer Wahrscheinlichkeit gar nicht in voller Höhe den Hochschulen, wie vorgesehen, zugute kommen, sondern direkt in die jeweiligen leeren Länderkassen fließen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Vorgehensweise
1.2. Definition des Begriffs Alumni und seine historische Entwicklung
1.3. Zahlen und Fakten zur FH Jena
1.4. Allgemeine statistische Daten der Erhebung
1.5. Geografische Verteilung der Absolventen nach Wohnsitz
2. Situationsanalyse
2.1. Situationsanalyse der Alumni-Arbeit an der FH Jena
2.2. Aktueller Stand der Alumni-Arbeit speziell am Fachbereich BW
3. Vorbild für ein erfolgreiches Alumni-Netzwerk am Beispiel der Universität Mannheim
3.1. Akzeptanz bei den Studenten
3.2. Organisation, Aufbau und Aufgaben des Netzwerkes
3.3. Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge im Vergleich
4. Ausgewählte Ergebnisse der statistischen Erhebung bei Absolventen und Studenten der FH Jena
4.1. Bekanntheit des Alumni-Begriffs und des Netzwerkes
4.2. Kontaktgestaltung
4.3. Zufriedenheit mit (und an) der FH Jena
4.4. Ansprüche an ein Alumni-Netzwerk
4.5. Eigene Leistungen für das Alumni-Netzwerk
4.6. Mitgliedschaft und Zahlungsbereitschaft
4.6.1. Mitgliedschaft
4.6.2. Zahlungsbereitschaft
4.7. Kontakterhaltung der Absolventen zur Fachhochschule Jena
4.8. Kritische Würdigung
5. Handlungsempfehlungen für die Konzeption eines Alumni-Netzwerkes
5.1. Organisation und Aufbau
5.1.1. Zentrale oder Dezentrale Organisation
5.1.2. Rechtsform
5.1.3. Konzept und Aufgaben
5.2. Finanzierung
5.3. Leistungen
5.3.1. Erwartete Leistungen von einem Alumni-Netzwerk
5.3.2. Einbringen eigener Leistungen in ein Alumni-Netzwerk
5.3.3. Sonstige Leistungen der Fachhochschule Jena
5.3.3.1. Sonstige Leistungen für Studenten
5.3.3.2. Sonstige Leistungen für Absolventen
5.4. Kommunikation
5.5. Ziele
6. Fazit
6.1. Zusammenfassung der brisantesten Erkenntnisse der Befragung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Einführung eines strukturierten und nachhaltigen Alumni-Netzwerks an der Fachhochschule Jena zu unterstützen, indem Präferenzen, Wünsche und die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppen (Studenten und Absolventen) analysiert werden, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Konzeption abzuleiten.
- Analyse des Ist-Zustands der Alumni-Arbeit an der FH Jena.
- Benchmarking anhand des Alumni-Netzwerkes der Universität Mannheim.
- Statistische Auswertung der Bedarfe und Erwartungen der Hauptzielgruppen.
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Organisation, Finanzierung und Leistungen.
- Identifikation von Kommunikations- und Bindungsstrategien zur Steigerung der Identifikation.
Auszug aus dem Buch
1.2 Definition des Begriffs Alumni und seine historische Entwicklung
Das Wort Alumnus (männlich, Plural Alumni) stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet „Zögling“, „Genährter“. In der heutigen Zeit wird mit dem Begriff Alumnus ein Absolvent der Hochschule oder einer ähnlichen Bildungseinrichtung bezeichnet. Die weibliche Bezeichnung heißt Alumna (Plural Alumnae). Synonyme für Alumni / Alumnae sind Absolvent(inn)en, ehemalige Studierende, Studienabgänger(innen).
Mit der Gründung von Alumni-Organisationen wird der Austausch von wissenschaftlicher Theorie, aktueller Lehre und Berufspraxis verfolgt. Dem entsprechend sind die Ziel- und Ansprechgruppen Professoren, Absolventen, Studierende, Vertreter von Unternehmen und Personen, die dieses Ziel unterstützen wollen. Eine Alumni-Vereinigung ist ein Netzwerk, in dem fachbezogenes und nicht-fachbezogenes Wissen, Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht werden können. Ebenfalls sollen mit Hilfe dieses Netzwerkes Kooperationen und Geschäftsbeziehungen realisiert, sowie Möglichkeiten zur individuellen und kollektiven Weiterbildung geschaffen werden. Somit kann eine Alumni-Organisation einer Universität, Fachbereichen bzw. Fakultäten, den Absolventen, den Studenten und Vertretern der Wirtschaft nutzen und eine Brücke zwischen Universität und Wirtschaft darstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Projekts, der Zielsetzung sowie der Bedeutung von Alumni-Netzwerken für Hochschulen in Zeiten knapper öffentlicher Kassen.
2. Situationsanalyse: Status Quo der derzeitigen Alumni-Aktivitäten an der FH Jena, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ansätze in den einzelnen Fachbereichen.
3. Vorbild für ein erfolgreiches Alumni-Netzwerk am Beispiel der Universität Mannheim: Untersuchung der Erfolgsfaktoren des AbsolventUM e.V. als Modellcharakter für die FH Jena.
4. Ausgewählte Ergebnisse der statistischen Erhebung bei Absolventen und Studenten der FH Jena: Analyse der empirischen Daten hinsichtlich Bekanntheit, Zufriedenheit, Ansprüchen und Zahlungsbereitschaft.
5. Handlungsempfehlungen für die Konzeption eines Alumni-Netzwerkes: Konkrete Empfehlungen zur Organisation, Finanzierung, Leistungsgestaltung und Kommunikation.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und der brisantesten Erkenntnisse aus der Befragung.
Schlüsselwörter
Alumni-Netzwerk, FH Jena, Absolventen, Studenten, Alumni-Arbeit, Fachbereich Betriebswirtschaft, Friendraising, Fundraising, Kontaktgestaltung, Identifikation, Mitgliedschaft, Zahlungsbereitschaft, Konzeption, Networking, Praxisorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Projektarbeit untersucht die Voraussetzungen und Möglichkeiten für den Aufbau eines Alumni-Netzwerkes an der Fachhochschule Jena, um die Bindung zwischen Hochschule und ehemaligen Studierenden zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Analyse des Ist-Zustands, die Identifikation von Erwartungen an ein solches Netzwerk, die Finanzierungsmodelle und die organisatorische Einbettung in die Hochschulstruktur.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Hauptziel ist die Unterstützung der Einführung eines nachhaltigen Alumni-Netzwerkes durch die Ableitung konkreter Konzepte, die auf den Wünschen und Präferenzen der Zielgruppen basieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Projektgruppe führte eine primäre Datenerhebung durch, bei der vier verschiedene Fragebögen (an Studenten und Absolventen des Fachbereichs BW sowie an der restlichen FH) eingesetzt wurden, ergänzt durch Literaturrecherchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Situationsanalyse, einem Benchmarking am Vorbild der Uni Mannheim, der detaillierten Auswertung der statistischen Erhebung und der Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Alumni-Netzwerk, Identifikation, Kontaktmanagement, Praxisorientierung und Finanzierung von Hochschulprojekten aus.
Warum ist das "Friendraising" für die FH Jena wichtiger als das reine Fundraising?
Da der Aufbau eines Netzwerks langfristig angelegt ist, steht der Aufbau persönlicher Kontakte ("Friendraising") als Basis für künftiges Engagement und Kooperationen vor dem direkten finanziellen Ertrag ("Fundraising").
Welches Fazit ziehen die Autoren bezüglich der organisation der Alumni-Arbeit?
Die Autoren empfehlen eine dezentrale Organisation in den Fachbereichen, ergänzt durch eine zentrale Datenbankverwaltung, da Absolventen eine stärkere Bindung zum jeweiligen Fachbereich aufweisen.
- Citar trabajo
- Sebastian Eckhardt (Autor), Karin Danz (Autor), Peggy Schütze (Autor), Claudia Kraus (Autor), 2004, Alumni-Netzwerk an der FH Jena, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38027