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Die Inka. Das Mythengeflecht als System der Macht

Title: Die Inka. Das Mythengeflecht als System der Macht

Term Paper , 2017 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Philosophy Beyond Occidental Tradition
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Diese Arbeit beschäftigt sich nun mit den Strategien der Inka zur Erhaltung und Ausweitung von Macht. Dabei wird sie sich vor allem, neben der angewandten Strategie der Reziprozität bei der Eroberung eines Volkes, mit der Bedeutung des Mythos' bei den Inka befassen.

Genauer gesagt stehen hier zum einen der Entstehungsmythos der Inka sowie der Mythos der huaca selbst – der übernatürlichen Wesen – und deren Ursprungsmythos im Mittelpunkt. Beide Mythen werden in der Folge dargestellt und erläutert. Anschließend wird schließlich gezeigt, welche Bedeutung diese Mythen für die Inka, nicht nur für deren Selbstverständnis, sondern vielmehr für deren Ausweitung und Sicherung der Macht, gehabt haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Vorwort

2) Die Inka als Nachkommen der Sonne

2.1) Das System der Abstammungsgruppe der Inka

2.2) Der Abstammungsmythos als Instrument der Macht

3) Die Bedeutung der huaca

3.1) Der Entstehungsmythos der huaca

3.2) Die Verehrung der huaca

4) Macht durch das Mythengeflecht

4.1) Der Sonnenkult

4.2) Die Relevanz der Verwandtschaft zu den huaca

5) Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Mythengeflechts der Inka als zentrales Instrument zur Machtsicherung und -ausweitung im andinen Raum. Dabei wird analysiert, wie die Inka durch die mythologische Herleitung ihrer göttlichen Abstammung von der Sonne und ihre Verwandtschaft zu heiligen Wesen (huaca) ihr Herrschaftssystem legitimierten und unterworfene Völker in eine hierarchische Ordnung integrierten.

  • Ursprungsmythen als Instrumente zur Legitimierung von Herrschaftsansprüchen.
  • Das System der Abstammungsgruppen und die Rolle der Schwesternheirat.
  • Die Bedeutung und Verehrung von huaca in der andinen Kosmologie.
  • Die strategische Nutzung des Sonnenkults und die Inkorporation lokaler Religionen.
  • Machtstrukturen durch genealogische Verbindungen zu übernatürlichen Mächten.

Auszug aus dem Buch

2.2) Der Abstammungsmythos als Instrument der Macht

Wie bereits oben zu erkennen ist und weiter unten noch näher besprochen wird, dient der Abstammungsmythos der Inka als ein Instrument der Macht, denn „eine enge Verbindung zu einem wichtigen übernatürlichen Wesen zu behaupten mochte ein ideologisches Mittel sein, um militärische und diplomatische Machstrategien zu ergänzen.“ Sie gaben vor, vom Sohn – Manco Capac – und der Tochter – Mama Oclo – der Sonne abzustammen und sahen sich deshalb als Kinder von dieser. Da die Sonne schließlich als der – oder als ein – Schöpfer bei den Inka galt, hoben sich dieselben mit Hilfe dieses Mythos‘, von der Sonne abzustammen, selbst über den Menschen empor und gaben vor, ebenfalls ein Teil von übernatürlichen Wesen zu sein. Aufgrund dessen, dass das Inkareich eine immens große Fläche und demnach schließlich auch verschiedenste Gruppen, Völker und Ethnien umfasst hatte, war es für die Inka von höchster Wichtigkeit, ein Instrument der Macht zu entwickeln, das auch ohne Gewalt das Volk zusammenhält; und dieses haben sie eben im Mythos, in der Verbindung und Beziehung der Inka zur Sonne, entdeckt.

Dabei haben sie aber den verschiedenen eroberten Völkern den Glauben an ihre Götter gelassen, um das System zu stabilisieren und den anderen Völkern eine gewisse Freiheit zu lassen; jedoch stand der Sonnengott an höchster Stelle. Das heißt die unterworfenen Völker und das Inkareich verband vor allem ein gemeinsamer Glaube. Wurde ein Volk oder eine Dorfgemeinschaft, auch ayllu genannt, erobert, sandten die Inka Amtsträger aus Cuzco in die eroberten Gebiete und ließen den Anführer des eroberten Gebietes kommen. Anschließend erfolgte ein Ritual zur Aufnahme in das Inkareich. Dabei wurden Geschenke zwischen dem Stammesführer und dem Inkaherrscher ausgetauscht und die Stammesführer mussten ihre Autonomie aufgeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Vorwort: Dieses Kapitel führt in die historische Bedeutung der Inka ein und umreißt die zentrale Forschungsfrage nach der Nutzung von Mythen als Instrument zur Erhaltung und Ausweitung von Macht.

2) Die Inka als Nachkommen der Sonne: Hier werden die Ursprungslegenden der Inka erläutert und dargestellt, wie durch die Abstammung vom Sonnengott Inti ein exklusiver Status als Herrscher etabliert wurde.

3) Die Bedeutung der huaca: Dieses Kapitel definiert huaca als heilige Wesen oder Orte und untersucht deren Entstehungsmythen sowie die damit verbundene Pflicht zur rituellen Verehrung und Opfergabe.

4) Macht durch das Mythengeflecht: Der Hauptteil analysiert die strategische Anwendung des Sonnenkults und die Verwandtschaftsbeziehungen zu den huaca, um Machtansprüche gegenüber eroberten Völkern zu festigen.

5) Nachwort: Das Fazit fasst zusammen, dass das Mythengeflecht in Kombination mit dem Prinzip der Reziprozität das fundamentale Konstrukt zur langfristigen Stabilität des Inkareiches darstellte.

Schlüsselwörter

Inka, Mythos, Machtsicherung, Sonnengott, Inti, huaca, Abstammungsmythos, Herrschaftssystem, Pachacamac, Anden, Rituale, Opfergaben, Reziprozität, Inkareich, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Seminararbeit untersucht die Bedeutung und Funktion mythologischer Erzählungen im Inka-Reich, insbesondere wie Mythen als ideologische Instrumente zur Sicherung und Ausweitung politischer Macht eingesetzt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Abstammungsmythos der Inka, die Verehrung der huaca, der Sonnenkult sowie die Strategien der Machtausübung durch religiöse Vereinnahmung und genealogische Identifikation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Mythengeflecht der Inka es ermöglichte, sich als übernatürliche Wesen zu positionieren, um Gehorsam zu erzwingen und ein riesiges, heterogenes Reich strukturell zusammenzuhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und Auswertung existierender wissenschaftlicher Literatur und Überlieferungen zur Inkakultur, um Zusammenhänge zwischen Mythologie und Staatsstruktur herzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Abstammungssysteme der Inka, die Definition und Bedeutung der huaca sowie der Prozess der Implementierung eines übergeordneten Glaubenssystems (Sonnenkult) als Machtinstrument detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Inka-Mythologie, Machtsicherung, huaca, Abstammungsmythos und das sozio-religiöse Geflecht des Inkareiches charakterisieren.

Welche Rolle spielt der Sonnengott Inti für die Machtstellung der Inka?

Inti fungiert als göttlicher Ahnherr, durch dessen Abstammung sich die Inka-Herrscher vom gemeinen Volk abheben und eine quasi-göttliche, übernatürliche Stellung einnehmen konnten.

Warum war die Verehrung der huaca strategisch wichtig?

Indem die Inka ihre Verwandtschaft zu den huaca betonten, konnten sie sich genealogisch mit den heiligen Orten und Objekten verbinden, die von unterworfenen Völkern bereits verehrt wurden, und sich so als zentrale Autorität etablieren.

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Details

Title
Die Inka. Das Mythengeflecht als System der Macht
College
University of Vienna
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V380309
ISBN (eBook)
9783668568259
ISBN (Book)
9783668568266
Language
German
Tags
inka mythengeflecht system macht mythos pachacamac huaca sonnenkult südamerika geschichte philosophie identität lateinamerika sonne kultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Die Inka. Das Mythengeflecht als System der Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380309
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