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Der Begriff "Weltliteratur" nach dem Konzept von Guillén

Guilléns Konzept der "literatura del mundo" im Vergleich zum Konzept der "literaturas del mundo"

Title: Der Begriff "Weltliteratur" nach dem Konzept von Guillén

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Wünnemann (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Der Begriff "Weltliteratur", der zum ersten Mal von Johann Wolfgang von Goethe aufgegriffen worden war, ist ein häufiger und kontrovers diskutierter Gegenstand in der Literaturwissenschaft. Was bedeutet "Weltliteratur" und wie kann man diesen Begriff definieren? Diesen Fragen stellen und stellten sich viele Literaturwissenschaftler und präsentierten höchst unterschiedliche Konzepte dieses komplexen und zugleich diffusen Begriffs. Diese Arbeit stellt das Konzept des spanischen Literaturwissenschaftlers Claudio Guillén vor, diskutiert seine Grenzen und vergleicht ihn mit anderen Konzepten, die im wissenschaftlichen Diskurs vorkommen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Darstellung des Begriffs „Weltliteratur“ von Guillén

3. Grenzen und Probleme des Weltliteraturbegriffs

3.1 Das Lokale und Universale?

3.2 Das Homogene und Heterogene?

3.3 Kanon der Weltliteratur?

4. Vergleich der Konzepte „literatura del mundo“ und „literaturas del mundo“

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Claudio Guilléns Konzept der „Weltliteratur“ auseinander, reflektiert die damit verbundenen Definitionsprobleme und vergleicht diese mit dem pluralistischen Ansatz der „literaturas del mundo“, um die Komplexität und Problematik einer allgemeingültigen Definition unter Berücksichtigung von Transnationalität und Universalität aufzuzeigen.

  • Kritische Analyse von Guilléns Weltliteraturbegriff
  • Diskussion von Universalität, Lokalität und Heterogenität
  • Problematisierung der Kanonbildung in der Weltliteratur
  • Gegenüberstellung von „literatura del mundo“ und „literaturas del mundo“
  • Reflexion über Eurozentrismus und Transnationalität

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Homogene und das Heterogene

In seiner Monographie verweist Guillén im Rahmen der Weltliteraturdebatte, neben dem Lokalen und Universalen, auf eine weitere Dichotomie in diesem Zusammenhang, nämlich dem Homogenen und dem Heterogenen (vgl. Guillén 2005: 37 ff.). In der Tat spielt diese Dichotomie eine wichtige Rolle bei der Frage, inwiefern und in welchem Maße Homogenität und Heterogenität zur Definition von Weltliteratur beitragen sollte. Im Gegensatz zur eurozentrischen Perspektive, die durch ihre Natur und mit ihrer langfristigen Durchsetzung zu einer tendenziell homogeneren Weltliteratur beitragen würde, plädiert Apter für die Anerkennung einer transnationalen Literatur (vgl. Apter 2013: 2-7).

Eine von Transnationalität geprägte Weltliteratur, die die pluralistischen Verhältnisse in der Welt im Allgemeinen und in einzelnen Gesellschaften und Kulturen im Besonderen widerspiegelt, würde die tatsächlichen Verhältnisse wirklichkeitsgetreuer darstellen. Darüber hinaus würde eine Weltliteratur sowie eine Weltliteraturdebatte, die Transnationalität als einen wesentlichen Bestimmungsfaktor berücksichtigen, der Tatsache Rechnung tragen, dass nicht nur Nationalitäten eine Gesellschaft beeinflussen, sondern dass sich die Gesellschaften und ihre Individuen permanent gegenseitig beeinflussen. Heike Scharm spricht in diesem Zusammenhang davon, dass Globalisierung nicht nur als einzelnes Gesamtphänomen, sondern als polyvalentes Phänomen mit einzelnen, sich gegenseitig beeinflussenden Dimensionen betrachtet werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Begriffs „Weltliteratur“ und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung von Guilléns Konzept.

2. Die Darstellung des Begriffs „Weltliteratur“ von Guillén: Untersuchung von Guilléns Analyse dreier verschiedener Bedeutungshorizonte des Begriffs „Weltliteratur“.

3. Grenzen und Probleme des Weltliteraturbegriffs: Kritische Reflexion zentraler Kriterien wie Kanonisierung sowie Referenzgrößen und deren Problematiken.

3.1 Das Lokale und Universale?: Diskussion der Spannung zwischen dem Lokalen und dem Universalen sowie der Problematik einer polaren Darstellung.

3.2 Das Homogene und Heterogene?: Analyse der Rolle von Homogenität und Heterogenität bei der Definition von Weltliteratur sowie der Relevanz transnationaler Ansätze.

3.3 Kanon der Weltliteratur?: Untersuchung der Notwendigkeit und Problematik einer Kanonbildung sowie der Frage nach objektiven Kriterien.

4. Vergleich der Konzepte „literatura del mundo“ und „literaturas del mundo“: Gegenüberstellung der beiden Konzepte zur Einordnung der literarischen Verhältnisse und zur Vermeidung eurozentrischer Perspektiven.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion über die Vielfältigkeit und Problematik des Begriffs „Weltliteratur“ sowie die Bedeutung von Transnationalität für eine zukünftige Literaturdebatte.

Schlüsselwörter

Weltliteratur, Claudio Guillén, Literatura del mundo, Literaturas del mundo, Transnationalität, Eurozentrismus, Kanonbildung, Universalität, Lokalität, Homogenität, Heterogenität, Literaturwissenschaft, Globalisierung, Bedeutungshorizonte, Literaturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Weltliteraturbegriffs, insbesondere unter Bezugnahme auf das Konzept von Claudio Guillén und dessen Abgrenzung zu anderen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Problematik des Eurozentrismus, die Spannung zwischen dem Lokalen und Universalen, die Frage der Kanonisierung und die Bedeutung transnationaler Perspektiven.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Komplexität und Problematik der Definition von „Weltliteratur“ aufzuzeigen und durch einen Vergleich mit dem Konzept der „literaturas del mundo“ alternative, pluralistische Sichtweisen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die auf der Reflexion und Diskussion existierender theoretischer Konzepte und fachspezifischer Debatten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Guilléns Verständnis von Weltliteratur, diskutiert methodische Grenzen (wie Lokalität/Universalität und Homogenität/Heterogenität) und vergleicht verschiedene Konzepte der Weltliteratur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Weltliteratur, Transnationalität, Eurozentrismus und Literaturvergleich charakterisiert.

Inwiefern spielt der Eurozentrismus eine Rolle für Guilléns Überlegungen?

Die Arbeit zeigt auf, dass viele Ansätze der Weltliteraturdebatte durch eine westliche Perspektive geprägt sind, was Guillén und Kritiker wie Apter zur Hinterfragung dieser dominanten Sichtweise veranlasst.

Warum ist die Kanonbildung laut Autor problematisch?

Die Kanonbildung ist problematisch, da keine objektiven Kriterien für die Auswahl existieren und die Gefahr besteht, dass partikulare (oft ökonomische) Interessen die Auswahl dominieren, anstatt literarischen Wert abzubilden.

Was unterscheidet „literatura del mundo“ von „literaturas del mundo“?

„literatura del mundo“ fokussiert oft auf eine universale Gesamtschau, während das Konzept der „literaturas del mundo“ stärker die Vielfalt und die pluralistischen, transnationalen Verhältnisse zwischen verschiedenen Literaturen betont.

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Details

Title
Der Begriff "Weltliteratur" nach dem Konzept von Guillén
Subtitle
Guilléns Konzept der "literatura del mundo" im Vergleich zum Konzept der "literaturas del mundo"
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,7
Author
Christoph Wünnemann (Author)
Publication Year
2017
Pages
16
Catalog Number
V380422
ISBN (eBook)
9783668571143
ISBN (Book)
9783668571150
Language
German
Tags
weltliteratur guillén literatura del mundo Begriffskonzepte für Weltliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Wünnemann (Author), 2017, Der Begriff "Weltliteratur" nach dem Konzept von Guillén, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380422
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