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Der Osmanische Harem des 18.Jahrhunderts. Die Haremserlebnisse von Lady Mary Montague und Lady Elizabeth Craven

Titel: Der Osmanische Harem des 18.Jahrhunderts. Die Haremserlebnisse von Lady Mary Montague und Lady Elizabeth Craven

Hausarbeit , 2016 , 9 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Abubaker Aslamzada (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Hausarbeit zeigt einen Einblick in die Osmanischen Harems des 18.Jahrhunderts - ein Ort, der kaum erforscht war, weil nur sehr wenigen Fremden Zutritt gewährt wurde. Als Grundlage dienen zwei Reiseberichte, der der Lady Montague und der Lady Craven, welche im Orient herumgereist sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Harems

3. Haremsbilder europäischer Frauen in ihren Reiseberichten

3.1 Lady Mary Montagu

3.2 Lady Elizabeth Craven

3.3 Vergleich der beiden Haremsbilder

4. Fazit/Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild des Harems in europäischen Texten des 18. Jahrhunderts. Anhand der Reiseberichte von Lady Mary Montagu und Lady Elizabeth Craven wird analysiert, wie zwei unterschiedliche europäische Frauen den osmanischen Harem wahrnahmen, welche Rolle die Subjektivität der Autorinnen bei der Beschreibung des Fremden spielte und inwieweit diese Berichte ein verzerrtes oder spezifisches Bild prägten.

  • Analyse des Haremsbegriffs und seiner kulturellen Einordnung im 18. Jahrhundert.
  • Kontrastive Untersuchung der Reiseerfahrungen von Lady Mary Montagu und Lady Elizabeth Craven.
  • Untersuchung des Einflusses persönlicher Intentionen und aristokratischer Erziehung auf die Reiseberichte.
  • Diskussion der Bedeutung von Subjektivität in historischen Augenzeugenberichten.
  • Vergleich der Wahrnehmung der orientalischen Frauen und des Harem-Alltags.

Auszug aus dem Buch

3.1 Lady Mary Montagu

Im Jahr 1689 wurde sie in London als Tochter des späteren Herzogs von Kingston geboren. Früh eignete sie sich selbst viel Wissen durch die umfassende Bücherei ihres Vaters an. Sie genoss eine gewisse Freiheit und Unabhängigkeit, welche sich besonders darin zeigte, dass sie gegen den Willen ihres Vaters das spätere Mitglied des Unterhauses Edward Wortley Montagu heiratete. Durch ihn zog sie nach London und knüpfte erste Kontakte mit der kulturellen Elite des damaligen Englands. Nachdem ihr Ehemann zum Gesandten Konstantinopels ernannt wurde, reiste sie mit ihm und ihrem Sohn mehr als ein Jahr durch den Balkan in das Osmanische Reich und zurück.

Auf dieser Reise schrieb Lady Mary Montagu viele Briefe an verschiedenste Adressaten aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Die Briefe wurden jedoch viel später erst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Agnieszka Brockmann ist der Meinung, dass obwohl ein Briefwechsel nur zwischen Angehörigen und Freunden stattfand, Lady Mary Montagu trotzdem die Intension hatte, dass ihre Schriften irgendwann der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Um diese These zu untermauern nennt Brockmann zwei Punkte: Zum einen gab Lady Mary Montagu ihr gesamtes Tagebuch einem Freund mit der Bitte es zu veröffentlichen und zum Anderen pflegte sie nie über sich selbst oder über ihre Familie zu schreiben, obwohl dies bekanntermaßen bei privaten Briefen üblich ist. Da sie im Jahre 1717 zu den ersten westlichen Augenzeugen gehörte, die einen Osmanischen Harem besuchen konnten und davon berichteten, war ihr Haremsbild eines der Gründe für die Beliebtheit ihrer Schriften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsthema ein, benennt die untersuchten Primärquellen von Lady Mary Montagu und Lady Elizabeth Craven und erläutert die methodische Herangehensweise unter Berücksichtigung der Subjektivität von Reiseberichten.

2. Definition des Harems: Dieses Kapitel klärt die etymologische Herkunft und die koranische Verwendung des Begriffs „Haram“ und beschreibt die reale sowie gesellschaftliche Funktion des Harems im Osmanischen Reich.

3. Haremsbilder europäischer Frauen in ihren Reiseberichten: Dieser Hauptteil analysiert die individuellen Wahrnehmungen der beiden Autorinnen, wobei die offene, wertschätzende Haltung von Lady Mary Montagu der eher distanzierten und kritischen Sichtweise von Lady Elizabeth Craven gegenübergestellt wird.

4. Fazit/Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Reiseberichte trotz ihrer subjektiven Natur unverzichtbare Quellen sind, um intime Einblicke in historische Lebenswelten wie den Harem zu gewinnen.

Schlüsselwörter

Harem, Osmanisches Reich, Reisebericht, Lady Mary Montagu, Lady Elizabeth Craven, Orient, Subjektivität, Frauenbilder, Kulturvergleich, Aufklärung, Reisebeschreibung, Islam, gesellschaftliche Wahrnehmung, 18. Jahrhundert, Fremdwahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung des osmanischen Harems in europäischen Reiseberichten des 18. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Definition des Harems, die Rolle des weiblichen Blicks in der Reiseliteratur sowie der Vergleich zwischen den individuellen Reiseerfahrungen zweier aristokratischer Autorinnen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie stark die Subjektivität der Reisenden die Darstellung fremder Kulturen beeinflussen kann und welche Unterschiede sich in den Haremsbildern von Montagu und Craven manifestieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse von Primärquellen (Reisebriefen und -berichten) unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Definition des Harems sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Reiseerfahrungen von Lady Mary Montagu und Lady Elizabeth Craven im osmanischen Kontext.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie „Harem“, „Subjektivität“, „Reiseliteratur“, „Kulturvergleich“ und „Orient“ charakterisieren.

Warum wurde Lady Elizabeth Craven als Gegenposition zu Lady Mary Montagu gewählt?

Die Autorin wählte Lady Craven als Kontrast, da sie sich in ihrem Auftreten, ihrer sozialen Interaktion und ihrer Bewertung der osmanischen Lebensweise stark von der offeneren Lady Montagu unterscheidet.

Welches Fazit zieht die Autorin zum Thema des „islamischen Schleiers“?

Interessanterweise bewerten beide untersuchten Autorinnen den Schleier nicht als bloßes Unterdrückungssymbol, sondern erkennen in ihm eine Form der sozialen Errungenschaft und des Schutzes für die Frau.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Osmanische Harem des 18.Jahrhunderts. Die Haremserlebnisse von Lady Mary Montague und Lady Elizabeth Craven
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Neuere Geschichte
Note
2,5
Autor
Abubaker Aslamzada (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
9
Katalognummer
V380440
ISBN (eBook)
9783668570832
ISBN (Buch)
9783668570849
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Harem Osmanisches Reich Sultan Lady Montague Lady Craven Reiseberichte Neuere Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Abubaker Aslamzada (Autor:in), 2016, Der Osmanische Harem des 18.Jahrhunderts. Die Haremserlebnisse von Lady Mary Montague und Lady Elizabeth Craven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380440
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Leseprobe aus  9  Seiten
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