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Die Charakterisierung des Don Quijotes als Antiheld. Warum ist Don Quijote wahnsinnig?

Title: Die Charakterisierung des Don Quijotes als Antiheld. Warum ist Don Quijote wahnsinnig?

Term Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kim Linda (Author)

German Studies - Comparative Literature
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In dieser Hausarbeit soll primär den Ursprung des Wahnsinns von Don Quijote erforscht werden sowie seine antiheroischen Züge herausgearbeitet. Dabei wird sich auf den ersten Band des Don Quijote konzentriert.

Die Hausarbeit baut sich wie folgt auf: Einleitend werden die Begriffe Held und Antiheld definiert, damit Don Quijotes Charakterzüge besser zugeordnet werden können und ein Bezugspunkt gegeben ist. Fortfolgend wird an den zahlreichen Abenteuern und Geschehnissen von Don Quijote und seinem Knappen beschrieben und untersucht, warum Don Quijote so verrückt ist. Dabei bezieht sich die Arbeit auf einige Kapitel des Romans, die Don Quijotes Wahnsinn besonders hervorheben.

Anschließend wird untersucht, wo der Wahnsinn des Don Quijote seine Wurzeln trägt und inwiefern die Verweigerung gesellschaftlicher Zielsetzungen ihn im Bezug auf die damalige Epoche der Neuzeit berührt. Dazu wird die Art des Wahns diagnostiziert, indem die Wahnformen, die in der Literatur existieren, beschrieben werden. Versucht er, das Erkenntnisparadigma der Neuzeit aufzulösen, indem seine Weltanschauung veraltet bleibt und er alle Situationen wie im Mittelalter und der Renaissance interpretiert? Warum identifiziert er sich so sehr mit zurückliegenden Epochen? Trägt er einen Kampf gegen Niemanden außer sich selbst aus, weil er in der Vergangenheit gefangen ist?

Don Quijote stellt sich diversen technischen Fortschritten und Revolutionen mit Skeptizismus entgegen, obwohl er von ihnen profitiert. Deshalb wird zudem auf die wissenschaftlichen Fortschritte der Neuzeit eingegangen. Hierbei wir besonders der Frage nachgegangen, ob Don Quijote ohne die technischen Fortschritte seiner Zeit überhaupt verrückt geworden wäre, denn auf Grund des Buchdruckes war er erst in der Lage, seine Sucht nach Ritterromanen zu entwickeln und zu stillen. Vor einem abschließenden Fazit wird außerdem die Frage angesprochen, was der Zweck des Wahnes überhaupt ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Held

2.2 Antiheld

2.3 Donquichotterie und Don Quijotte

3. Hinweise auf den Wahnsinn des Don Quijote und deren Bestandteile

3.1 Wandel des Alonso Quijada

3.2 Der Ritterschlag

3.3 Die vermeintliche Hilfe durch Don Quijote

3.4 Der Kampf gegen die Windmühlen

3.5 Die geraubte Prinzessin

3.6 Das Abenteuer mit den Schafherden

3.7 Der Helm des Mambrin

3.8 Das Abenteuer mit den Löwen

3.9 Zusammenfassung

4. Der Ursprung des Wahnsinns von Don Quijote

4.1 Traditionslinien

4.1.1 Wahnpsychose

4.1.2 Wahnsimulation

4.1.3 Lob der Torheit

4.2 Epocheneinteilung

4.2.1 Wissenschaftlicher Fortschritt der Neuzeit

5. Zweck des Wahnsinns

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ursprung des Wahnsinns der Romanfigur Don Quijote sowie seine spezifischen antiheroischen Charakterzüge, um zu ergründen, warum der Protagonist in eine selbstkonstruierte Traumwelt flüchtet und an der neuzeitlichen Realität scheitert.

  • Charakterisierung von Helden- und Antiheldenbildern
  • Analyse ausgewählter Abenteuer als Beleg für den Wahnsinn
  • Untersuchung literarischer und historischer Wahnformen
  • Diskussion des Paradigmenwechsels zwischen Mittelalter und Neuzeit
  • Kritik des Autors an unreflektiertem Bücherwissen

Auszug aus dem Buch

3.4 Der Kampf gegen die Windmühlen

Ein neues Schild und ein ehrenwerter Knappe mit einem Esel komplettieren Don Quijote in seinem Ritterdasein. Der Ritter und sein Knappe Sancho Pansa ziehen los, um das Abenteuer zu suchen. Sie sehen dreißig oder vierzig Windmühlen, die Don Quijote als dreißig Riesen wahrnimmt. Auch Sancho Pansas Aufklärung, dass es sich um Windmühlen handele, sind vergeblich. Don Quijote attackiert die Windmühlen, wobei sein Speer zerbricht und er mit seinem Pferd durch die Luft gewirbelt wird. Er ist nun überzeugt, dass ein Zauberer die Riesen in Windmühlen verwandelt hat, damit er sie nicht besiegen kann und keinen Ruhm erntet.14 Die Ritterlektüre determiniert die Wahrnehmung des Don Quijote, er konstruiert seine eigene Wirklichkeit, die von der empirischen Realität signifikant abweicht und daher zu ständigen Fehldeutungen führt. Er erwartet aufgrund seiner Kenntnisse der Ritterbücher ein Abenteuer mit Riesen und zwingt es durch seine analogiestiftende, deutende Phantasie herbei15 Die Zauberer haben zwei Funktionen für Don Quijote, sie stellen einerseits die Kluft zwischen Wahrnehmung und Urteilen dar, andererseits dienen sie als moralisch gesehene Wesen, die die Harmonievorstellung stören.16

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung des Romans und definiert die Fragestellung bezüglich des Wahnsinns und der Antihelden-Eigenschaften des Protagonisten.

2. Definitionen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten Held, Antiheld und Donquichotterie theoretisch hergeleitet und voneinander abgegrenzt.

3. Hinweise auf den Wahnsinn des Don Quijote und deren Bestandteile: Dieses Kapitel analysiert diverse Schlüsselszenen des ersten Bandes, um die Symptomatik und die Realitätsflucht des Don Quijote zu belegen.

4. Der Ursprung des Wahnsinns von Don Quijote: Das Kapitel beleuchtet verschiedene wissenschaftliche und literarische Erklärungsansätze für den Wahn, inklusive der Epochenbetrachtung.

5. Zweck des Wahnsinns: Es wird untersucht, welche Intention Cervantes mit der Darstellung eines geistig verwirrten Protagonisten verfolgte, insbesondere im Hinblick auf Medienkritik.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass der Wahn aus der Diskrepanz zwischen mittelalterlichem ritterlichen Codex und neuzeitlicher Realität resultiert.

Schlüsselwörter

Don Quijote, Antiheld, Wahnsinn, Cervantes, Literaturwissenschaft, Ritterromane, Realitätsflucht, Paradigmenwechsel, Mittelalter, Neuzeit, Wahnformen, Medienkritik, Rittertum, Phantasie, Charakterwandlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Charakterisierung von Don Quijote als Antiheld und untersucht die Ursachen sowie die Funktion seines Wahnsinns im gleichnamigen Roman von Miguel de Cervantes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen Held und Antiheld, die psychologische Einordnung des Wahnsinns und die historische Verortung des Protagonisten im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu begründen, warum Don Quijote wahnsinnig ist und wie Cervantes durch diese Figur die Kritikfähigkeit der Leser anstrebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturstudie sowie die Analyse relevanter Textstellen aus dem ersten Band des Romans unter Einbeziehung literaturwissenschaftlicher Interpretationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Definition, eine detaillierte Auswertung zentraler Abenteuer und eine wissenschaftliche Untersuchung der Wahnursprünge (Traditionslinien und Epocheneinteilung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Don Quijote, Antiheld, Wahnsinn, Ritterromane, Realitätsflucht und die Diskrepanz zwischen Mittelalter und Neuzeit.

Wie unterscheidet sich Don Quijote vom klassischen Helden?

Im Gegensatz zum Helden, dessen Qualität sich durch kühne Taten und kollektive Ideale definiert, scheitert Don Quijote regelmäßig und flüchtet in eine konstruierte Traumwelt, da er an den realen Gegebenheiten scheitert.

Welche Rolle spielen die Ritterromane für den Wahnsinn?

Sie sind der Auslöser des Wahns; durch das exzessive Lesen und die Übertragung der dort beschriebenen Welt auf die eigene Realität verliert Don Quijote den Bezug zur objektiven Wirklichkeit.

Welchen Zweck verfolgt Cervantes mit der Darstellung des Wahns?

Cervantes nutzt Don Quijote als Negativbeispiel, um die Leser zur kritischen Auseinandersetzung mit Inhalten zu ermahnen und vor unreflektiertem „Bücherwissen“ zu warnen.

Warum ist die Epocheneinteilung für das Verständnis wichtig?

Die Einteilung hilft zu verstehen, dass Don Quijotes Wahn aus der Spannung zwischen veralteten ritterlichen Werten des Mittelalters und dem neuen, technisierten Erkenntnisparadigma der Neuzeit entsteht.

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Details

Title
Die Charakterisierung des Don Quijotes als Antiheld. Warum ist Don Quijote wahnsinnig?
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Die Moderne zwischen Heroismus und Antiheroismus)
Grade
2,0
Author
Kim Linda (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V380525
ISBN (eBook)
9783668571426
ISBN (Book)
9783668571433
Language
German
Tags
Quichotterie Wahn Wahnform Erkenntnisparadigma technischer Fortschritt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kim Linda (Author), 2014, Die Charakterisierung des Don Quijotes als Antiheld. Warum ist Don Quijote wahnsinnig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380525
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