Diese Ausarbeitung ist grundsätzlich in vier Gliederungspunkte unterteilt, welche dem Leser ein klares Verständnis des Aufbaus aufzeigen sollen. Das Ziel und die Absicht des Videos ist es, dem Lehrer ein unterstützendes Hilfsmittel zur Vermittlung der Grundfähigkeiten und Grundfertigkeiten zu bieten.
Die Einbindung dieser Art von Unterrichtsvermittlung bietet nicht nur den Lehrern die Möglichkeit, ihren Unterricht flexibler und anschaulicher zu verwirklichen, sondern vielmehr wirkt es sich positiv auf die Schülermotivation aus. Ein abwechslungsreicher Unterricht, welcher verschiedene Hilfsmaterialien, wie beispielsweise den Einsatz von visuellen Medien integriert, ermöglicht den Schülerinnen und Schülern ein besseres Verständnis der Bewegungsaufgabe. Ziel der Entwicklung der Lehr-, Lernvideos als auch der Ausarbeitung soll sein, dass auch Sportlehrer-/innen mit wenig Erfahrung im Bereich des Handballs, die Gelegenheit geboten wird, den theoretischen und praktischen Inhalt des Sports angemessen zu vermitteln.
Zu Beginn der Arbeit wird der theoretische Aspekt des sportmotorischen Lernens genauer beleuchtet und der Prozess und Ablauf verdeutlicht. Im zweiten Teil folgt eine Beschreibung des fachwissenschaftlichen Hintergrundes, sodass neben den Bewegungsaufgaben auch die Aspekte des Regelwerkes und die Anwendung auf den Sportunterricht in der Schule dargelegt werden. Der dritte inhaltliche Gliederungspunkt befasst sich mit der Begründung des Inhalts des Lehr-/Lernvideos. Hierbei wird die methodische und didaktische Begründung genauer betrachtet, sodass man abschließend mit dem vierten Punkt, der Entwicklung der Trainingspläne für die Klassenstufen 5-7 und 8-10, die Arbeit abschließen kann. Die Trainingspläne stellen kein verpflichtendes Schema dar, sondern sind vielmehr als Wegweiser und mögliche Optionen gedacht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Sportmotorisches Lernen
3 Fachwissenschaftlicher Hintergrund Handball
4 Begründung der Inhalte der Lehr-/ Lern-Videos
5 Literaturverzeichnis
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und methodisch-didaktische Einbettung eines Lehr-Lernvideos, das Sportlehrkräften als unterstützendes Hilfsmittel bei der Vermittlung von Handball-Grundfertigkeiten dient. Die Forschungsabsicht liegt darin, auch fachfremden Lehrern einen flexiblen und motivierenden Unterrichtseinstieg zu ermöglichen, indem die Komplexität der Sportart durch didaktische Reduktion und moderne Medien an den Leistungsstand der Schüler angepasst wird.
- Grundlagen des sportmotorischen Lernens und deren Anwendung im Sportunterricht.
- Vermittlungsmethoden (direkte vs. indirekte Spielmethode) zur Handball-Einführung.
- Modifikation von Regeln, Spielfeldgrößen und Gruppierungen für den Schulsport.
- Einsatz neuer Medien zur Steigerung der Schülermotivation und Selbststeuerung.
Auszug aus dem Buch
2 Sportmotorisches Lernen
Im Allgemeinen wird das motorische Lernen als ein Prozess bezeichnet, in welchem geschickten Handlungen durch Übung und Erfahrung neu erlernt werden. Es spiegelt das direkte Ergebnis von Training wieder. Grundlegend wird eine dauerhafte Veränderung von Bewegungsstrukturen erlangt, woraus folgt, dass eine Veränderung des motorischen Verhaltens erzielt wird.
Im motorischen Lernprozess sollen gewisse Bewegungshandlungen und motorische Fähigkeiten geschult werden. Im weiteren Sinne geht es hierbei um die Aneignung der motorischen Handlungsfähigkeit und um die grundsätzliche Ausprägung des sportmotorischen Könnens. Generell ist der motorische Lernprozess an Merkmale wie den Übungsprozess und die dauerhafte Veränderung der Bewegungsgestaltung gebunden.
Hirtz definiert Motorisches Lernen wie folgt:
„Motorisches Lernen ist der zielgerichtete Übungsprozess des Vorbereitens, Erlernens, Festigens und Anwendens von Bewegungshandlungen bzw. motorischen Fertigkeiten sowie des Aneignens der komplexen motorischen Handlungsfähigkeit.“
Kurz gesagt befasst es sich mit einer überdauernden Veränderung von internalen Bewegungsstrukturen nach der Anwendung von diversen Übungsprozessen, welche Auswirkungen auf das Bewegungsverhalten haben. Betrachtet man sich die Praxis des Sports, so wird jedoch deutlich, dass wenn ein Sportler eine Sportart neu erlernen möchte, er sich vorerst wenig Gedanken über motorisches Lernen macht. Der Wunsch ist, dass ein Experte, übertragen auf den Schulbetrieb, die Lehrkraft, den Schülerinnen und Schülern das gewünschte Ziel möglichst einfach und reduziert erklärt. Hieraus resultieren die Fragen: Wie werden Bewegungen optimal erlernt und wie können diese gesteuert und kontrolliert werden?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Zielsetzung des Studienprojekts, ein Lehr-Lernvideo als Hilfsmittel für den Handballsportunterricht zur Verfügung zu stellen und methodisch-didaktische Grundlagen zu vermitteln.
2 Sportmotorisches Lernen: Dieses Kapitel definiert den Prozess des motorischen Lernens und stellt die Phasen der Bewegungsentwicklung sowie deren Bedeutung für das Training dar.
3 Fachwissenschaftlicher Hintergrund Handball: Hier werden die historische Entwicklung und die Regeln des Handballs beleuchtet sowie konkrete Modifikationen für den Schulsport vorgeschlagen.
4 Begründung der Inhalte der Lehr-/ Lern-Videos: Dieses Kapitel begründet den Einsatz neuer Medien im Unterricht und erläutert, wie das Videomaterial die Lehrkraft bei der Wissensvermittlung unterstützt.
5 Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Ausarbeitung verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Grundlagen aufgelistet.
Schlüsselwörter
Handball, Schulsport, Lehr-Lernvideo, motorisches Lernen, Spielmethode, Bewegungslehre, Didaktik, Sportunterricht, Medieneinsatz, Grundfertigkeiten, Techniktraining, Schülerorientierung, Handballregeln, Kleingruppen, Motivation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und dem Einsatz eines Lehr-Lernvideos für den Handballunterricht in der Schule, um Lehrkräften ein praktisches Werkzeug an die Hand zu geben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die sportmotorische Theorie, didaktische Vermittlungsansätze im Handball sowie die praktische Umsetzung durch Medienintegration.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Einstieg in den Handballsport für Schüler durch Vereinfachungen und visuelle Unterstützung zu erleichtern und auch fachfremden Lehrern die Vermittlung der Sportart zu ermöglichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es wird auf sportwissenschaftliche Theorien zum motorischen Lernen (z.B. nach Schnabel/Meinel) und methodische Konzepte zur Spielvermittlung (direkte vs. indirekte Methode) zurückgegriffen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Theorie der motorischen Lernphasen, die Anpassung der Spielstruktur auf das Schulumfeld und die spezifische Begründung für die Auswahl der Videoinhalte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Kernbegriffe sind Handball, Sportunterricht, Lehrvideo, motorisches Lernen, Spielmethodik und motivierende Unterrichtsgestaltung.
Wie unterscheidet sich die direkte von der indirekten Spielmethode im Handball?
Die direkte Spielmethode führt die Lernenden direkt an das reduzierte Wettkampfspiel heran, während die indirekte Methode eher technische und taktische Schwerpunkte durch kleinschrittige Spielreihen fokussiert.
Warum ist die Identifikation mit den Darstellern im Video laut Autoren wichtig?
Durch den Einsatz gleichaltriger Darsteller wird die Hemmschwelle gesenkt und die Motivation gesteigert, da die Schüler das Gefühl erhalten, die gezeigten Bewegungen (wie den Sprungwurf) ebenfalls erlernen zu können.
Welche Rolle spielt die Regelanpassung im Schulsport laut den Autoren?
Regelanpassungen wie die Reduktion von Spielfeldgröße, Spieleranzahl und Spielzeit dienen dazu, die Komplexität des Handballs zu verringern und einen flüssigeren Einstieg für Anfänger zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Kristin Kuhn (Autor:in), Phillip Thiel (Autor:in), 2017, Lehr-Lern-Video für die Einführung in den Handballsportunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380595