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Geschlechterrollen in der Kinder- und Jugendliteratur. "Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren und die literarische Darstellung von Weiblichkeit im Kindesalter

Title: Geschlechterrollen in der Kinder- und Jugendliteratur. "Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren und die literarische Darstellung von Weiblichkeit im Kindesalter

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Wer erinnert sich nicht, wenn auch vage und verblasst, an die berühmte und preisgekrönte Kindheitslektüre Astrid Lindgrens? Was meistens in Erinnerung geblieben ist, ist das starke, eigensinnige Mädchen, das sich in der Erwachsenenwelt zu behaupten weiß und diese Welt voller Normen und Regeln auf den Kopf stellt. Die Rede ist von Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf, dem stärksten Mädchen der Welt.

Doch was macht diese extraordinäre Kinderfigur von Astrid Lindgren neben ihren physischen Kräften so besonders, wenn man bedenkt, dass ihre Mutter gestorben ist, ihr Vater selten Zuhause ist und sie sich elementar von anderen Kindern ihres Alters unterscheidet? Das Mädchen ist die Protagonistin der Trilogie "Pippi Langstrumpf", "Pippi Langstrumpf geht an Bord" und "Pippi in Taka-Tuka-Land", die trotz riskanter Abenteuer widerstandsfähige Eigenschaften aufweist und so den entwicklungsgefährdenden Lebenslagen trotzt.

Anhand von Textbeispielen wird die Problematik der Lektüre beleuchtet. Es wird aber auch aufgezeigt, wie sich Astrid Lindgren nicht nur als Autorin, sondern auch als Person des öffentlichen Lebens engagiert hat und wie die Standpunkte, die in ihrem eigenen Leben eine Rolle gespielt haben, in ihren Büchern konsequent vertreten werden. Ein Fokus liegt auf der literarischen Darstellung von Weiblichkeit und Kindern, deren Verhaltensweisen und deren Umgang mit anderen untersucht werden, die nicht dem stereotypen Frauenbild entsprechen.

Zu Beginn befinden sich ein Lebenslauf Lindgrens und die zeitgeschichtliche Einordnung der Bücher, die einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und Hintergründe der Pippi-Trilogie geben sollen. Um die Charakterisierung und Gegenüberstellung von Pippi und Annika zu veranschaulichen, wird Bezug zu den Büchern genommen. Nach einer Darstellung der wichtigsten Eigenschaften von Pippi und Annika, folgt ein Vergleich der von ihnen repräsentierten Frauenbilder, um dann auf die Problematik der Trilogie einzugehen. Das Fazit fasst kritisch die wichtigsten Aspekte zusammen und beinhaltet einen Ausblick bezüglich der Thematik der Geschlechterrollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Astrid Lindgren

3. Zeitgeschichtliche Einordnung

4. Charakterisierungen

4.1. Pippi Langstrumpf

4.2. Annika

4.3. Vergleich der repräsentierten Frauenbilder

5. Problematik in „Pippi Langstrumpf“

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Darstellung von Weiblichkeit in Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ und analysiert, inwieweit die Protagonistin und ihre Freundin Annika gängige Geschlechterrollen ihrer Entstehungszeit herausfordern oder bestätigen.

  • Literarische Analyse von Weiblichkeitsbildern in der Kinderliteratur
  • Kontrastive Untersuchung der Figuren Pippi Langstrumpf und Annika Settergren
  • Einfluss der zeitgeschichtlichen Umstände auf die Pippi-Trilogie
  • Auseinandersetzung mit antiautoritären Erziehungsidealen im Werk
  • Reflektion über Geschlechterrollen und gesellschaftliche Normen

Auszug aus dem Buch

4.1. Pippi Langstrumpf

In Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ Büchern werden die fantastischen Abenteuer von Pippi Langstrumpf und ihren Freunden, den Geschwistern Thomas und Annika Settergren beschrieben. Die Leser und Leserinnen werden von der Autorin in die Handlung eingeführt. Die Geschichten weisen in sich geschlossene Handlungen auf, die teilweise nach sich wiederholendem Muster aufgebaut sind, weshalb die folgenden Charakterisierungen nicht aufgrund von einzelner Kapitel erfolgen, sondern alle Bücher als Grundlage genutzt werden. Pippis Geschichten, die als eigenständige Erzählungen strukturiert sind, fließen in die übrigen Handlungsabläufe mit ein (vgl. Hurrelmann 1995, 77f.). Im Folgenden werden die beiden weiblichen Protagonistinnen, Pippi Langstrumpf und Annika Settergren beschrieben, miteinander verglichen und gegenübergestellt. Ziel ist es, die Bilder der Weiblichkeit herauszuarbeiten und die gegenseitige Beeinflussung darzustellen.

Mit vollständigem Namen heißt die neunjährige Protagonistin der Bücher Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf (vgl. Edström 1997, 106). Die Namensgebung mit den zahlreichen Phantasienamen spiegelt sich in dem Selbstentwurf als Prinzessin und stärkstem Mädchen der Welt wider. Der Vorname Pippi bedeutet auf Schwedisch so viel wie „verrückt“ (vgl. Surmatz 2002, 83). Pippi lebt zusammen mit dem kleinen Affen „Herrn Nilsson“ und dem Schimmel „Kleiner Onkel“ in der Villa Kunterbunt, von wo aus sie in vielen Geschichten Unruhe und Aufsehen in der schwedischen Stadt verursacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Pippi-Trilogie ein und definiert den Fokus auf die literarische Darstellung von Weiblichkeit sowie die gesellschaftliche Rolle von Astrid Lindgren.

2. Astrid Lindgren: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg der Autorin nach und beleuchtet die Entstehungsgeschichte der Pippi-Bücher sowie ihr antiautoritäres Engagement.

3. Zeitgeschichtliche Einordnung: Die historischen Hintergründe der Nachkriegszeit werden analysiert, um den Kontrast zwischen traditionellen Erziehungsidealen und Lindgrens Werk herauszuarbeiten.

4. Charakterisierungen: Hier werden die Hauptfiguren Pippi und Annika detailliert beschrieben und ihre gegensätzlichen Identitäten sowie Frauenbilder verglichen.

5. Problematik in „Pippi Langstrumpf“: Das Kapitel untersucht kritisch die inhaltlichen Veränderungen vom „Ur-Pippi“-Manuskript zum publizierten Buch sowie Debatten über Rassismus und politische Anspielungen.

6. Fazit: Die wichtigsten Ergebnisse werden zusammengefasst und die Bedeutung von Pippi Langstrumpf als revolutionäre Figur der Kinderliteratur gewürdigt.

7. Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche im Rahmen der Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur aufgeführt.

Schlüsselwörter

Astrid Lindgren, Pippi Langstrumpf, Geschlechterrollen, Weiblichkeit, Kinderliteratur, Emanzipation, Antiautoritäre Erziehung, Mädchenliteratur, Annika Settergren, Frauenbild, Identität, Soziale Normen, Kindheitslektüre, Literaturanalyse, Schwedische Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die literarische Darstellung von Weiblichkeit in der Pippi-Langstrumpf-Trilogie von Astrid Lindgren unter Berücksichtigung von Geschlechterrollen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Charakterisierung der Protagonistinnen Pippi und Annika, der historische Kontext der Nachkriegszeit und die Analyse von Rollenkonformität sowie Emanzipation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, herauszuarbeiten, wie Astrid Lindgren durch die Figur der Pippi Langstrumpf traditionelle Stereotype bricht und ein alternatives Frauenbild entwirft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung von Primärtexten und einschlägiger Sekundärliteratur basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Lebenslauf der Autorin, der zeitgeschichtlichen Einordnung, der Charakterisierung von Pippi und Annika sowie einer kritischen Reflexion der Problematik im Werk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Astrid Lindgren, Geschlechterrollen, Emanzipation, Pippi Langstrumpf und Kinderliteratur.

Warum wird Annika als Kontrastfigur zu Pippi eingeführt?

Annika repräsentiert das bürgerlich erzogene, angepasste Mädchen ihrer Zeit und verdeutlicht durch diesen Kontrast die revolutionäre und nonkonformistische Natur von Pippi Langstrumpf.

Wie veränderte sich die Darstellung von Pippi vom Manuskript zum Buch?

Die ursprüngliche „Ur-Pippi“ war autoritärer und distanzierter gegenüber Kindern; diese Züge wurden für die Buchfassung deutlich abgemildert, um die Geschichte für Kinder zugänglicher zu machen.

Warum gilt die Pippi-Trilogie als ein umstrittenes Kinderbuch?

Die Debatte entzündet sich an verschiedenen Aspekten wie beispielsweise den politischen Anspielungen, der Kritik am Erziehungswesen oder heute nicht mehr zeitgemäßen Bezeichnungen für Ethnien.

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Details

Title
Geschlechterrollen in der Kinder- und Jugendliteratur. "Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren und die literarische Darstellung von Weiblichkeit im Kindesalter
College
University of Paderborn
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V380627
ISBN (eBook)
9783668582682
ISBN (Book)
9783668582699
Language
German
Tags
geschlechterrollen kinder- jugendliteratur pippi langstrumpf astrid lindgren darstellung weiblichkeit kindesalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Geschlechterrollen in der Kinder- und Jugendliteratur. "Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren und die literarische Darstellung von Weiblichkeit im Kindesalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380627
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