Zur Durchsetzung der Abschaffung des Sklavenhandels. Die britische Abolitionsbewegung und die politische Auseinandersetzung im Parlament


Bachelorarbeit, 2017

61 Seiten, Note: 1.7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Hinführung zum Thema
1.1. Forschungsüberblick
1.2. Abolitionismus
1.3. Sklavenhandel
1.4. Sklaverei

2. Der Beginn des Abolitionismus
2.1. Die Vordenker: Quäker, Methodisten und Evangelikale
2.2. Der Anfang in England
2.3. Die Schlüsselfigur: Granville Sharp und der Fall Somerset

3. Das Ringen um ein Verbot des Sklavenhandels (1787-1792)
3.1. Thomas Clarkson und die Geburtsstunde der Gesellschaft
3.2. Kampf gegen die Sklaverei: William Wilberforce
3.3. Der Dolben Act und das Ringen um weitere Gesetze (1788-1792)

4. Probleme bei der Durchsetzung (1793-1803)
4.1. Freund oder Feind: Die Jakobiner
4.2. Verharren im Stillstand (1793-1795)
4.3. Politischer Offenbarungseid oder neue Motivation? (1796-1803)
4.4. Slave Trade Limitation Bill und Slave Carrying (1797-1799)
4.5. Trinidad und karibische Kolonien (1798-1802)

5. Die politische Realisierung zum Verbot des Sklavenhandels (1804-1807)
5.1. Motivationsschub und erste irische Abgeordnete im britischen Unterhaus.
5.2. Gesetzesvorlagen zum partiellen Verbot des Sklavenhandels (1805)
5.3. Foreign Slave Trade Bill (1806)
5.4. The humble Address to the King (1806)
5.5. Verbot des Sklavenhandels (1807)
5.6. Ausblick

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis
7.1. Quellen
7.2. Literaturverzeichnis
7.3.Internetressourcen

Einleitung

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Großbritannien, als eine der wichtigsten Seefahrer- und Handelsnationen, zur weltweit führenden Kolonialmacht mit umfangreichem Landbesitz in Indien, Westindien und Afrika. Ein zentraler Bestandteil des Britischen Empire war der profitable Sklavenhandel mit ver- sklavten und verschleppten Menschen aus Afrika, die beim Abbau von Rohma- terialien auf den Baumwoll-, Zucker-, Kaffee- und Kakaoplantagen in der Ka- ribik ausgebeutet wurden. Bis zum historischen Verbot des Sklavenhandels (nicht der Sklavenhaltung) wurden 11 Millionen afrikanische Sklaven1 im transatlantischen Sklavenhandel verschleppt und zu überseeischen Kolonien in der Karibik sowie in Nord- und Lateinamerika transportiert und versklavt.2 Großbritannien zeichnete sich im Jahr 1807 für die Verschleppung von nicht weniger als 3,5 Millionen afrikanischen Sklaven in der Karibik verantwortlich. Weitere 500.000 wurden in die dreizehn britischen Kolonien verschifft.3 Nicht einbezogen sind die Millionen von Sklaven, die dem menschenunwürdigen Transport aufgrund mangelnder Ernährung oder unhygienischer Verhältnisse zum Opfer fielen. In den 1780er Jahren, dem Höhepunkt des Sklavenhandels, setzten sich in Großbritannien4 Abolitionisten wie beispielsweise Thomas Clarkson und William Wilberforce in Abolitionismus-Bewegungen für ein Verbot des Sklavenhandels ein. Sie waren der Überzeugung, dass auch Sklaven Menschen mit Anspruch auf Recht und Freiheit seien. Die Gesetzesvorlage des Anglikaners William Wilberforce zur sofortigen Abolition stieß sowohl im britischen Parlament als auch bei britischen Reedern, Kaufleuten und Planta- genbesitzer aus den westindischen Kolonien auf erbitterten Widerstand. Ob- wohl das Begehren einer Abolition seit Jahren bekannt war, brauchte es 20 Jahre des Kampfes, bis die von William Wilberforce eingereichte Abolition Bill im britischen Oberhaus am 5. Februar mit 100 zu 34 Stimmen und am 23. Februar 1807 mit 283 zu 16 Stimmen im britischen Unterhaus verabschiedet wurde.5 Zeitgleich erlebte das Unterhaus ein außergewöhnliches Ereignis: in der vorangegangenen Debatte plädierte Sir Samuel Romilly, damaliger Solicitor General6, für die Beendigung des britischen Sklavenhandels. Am Ende seiner Rede dankte er William Wilberforce in einer emotionalen Hommage für dessen beharrlichen Einsatz zur Abschaffung des Sklavenhandels, so dass dieser von seinen Gefühlen übermannt wurde.7 Damit das Verbot im gesamten britischen Empire in Kraft treten konnte, bedurfte es noch der Zustimmung von König Georg III., die am 25. März 1807 erfolgte.8

Die Problemstellung der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit folgender Frage: Aus welchen Gründen konnte sich die von William Wilberforce einge- reichte Abolition Bill zur Abschaffung des Sklavenhandels erst nach 20 Jahren im Februar 1807 im britischen Unterhaus durchsetzen und welche Rolle spielte dabei die wirtschaftliche Entwicklung oder das politisch-gesellschaftliche Um- feld?

Nach wie vor werten Historiker die britische Abolition als frühen Akt des poli- tischen Widerstands. Dies gilt es, in der vorliegenden Arbeit zu überprüfen. Um Aufschluss über die Gründe zu erhalten, ist es wichtig, die Zusammenhän- ge der Ereignisse zwischen den ersten Regulierungsmaßnahmen zur Abschaf- fung des britischen Sklavenhandels (Dolben Act, 1788) und dem bedeutsamen Tag im Februar 1807 genauer zu prüfen. Das erste Kapitel widmet sich dem Forschungsstand und den wichtigsten Quellenbegriffen. Im zweiten Kapitel stehen die Vorkämpfer, die Anfänge in England sowie Graham Sharps Präze- denzfall James Somerset als Schlüsselprozess sowie erste Erkenntnisse im Blickfeld. Schwerpunkt der anschließenden drei Kapitel liegt in den Gründen für den langen Weg zur Abschaffung des britischen Sklavenhandels sowie auf den politischen Auseinandersetzungen im Parlament. Diese Kapitel sollen in Abfolge des Entwicklungsprozesses weiterhin mögliche Ursachen und Gründe für eine langfristig verzögerte Ausführung und Umsetzung aufzeigen. Das drit- te Kapitel eruiert die Schwierigkeiten des 18. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Jahrhunderts, die sich im Ringen um die Beendigung des Sklavenhandels durch die Abolitionsbewegung um Thomas Clarkson und dem Kampf von William Wilberforce in der Gesellschaft sowie beim Beginn der parlamentarischen Auseinandersetzungen in England ergaben. Die Problematik der Abolitionsbe- wegungen bei der Durchsetzung zur Abschaffung des Sklavenhandels ist The- ma des vierten Kapitels und soll aufzeigen, dass es kein leichtes Unterfangen war, sich gegen die Mehrheit der Gesellschaft zu stellen - insbesondere dann, wenn es an Mut und langem Atem mangelte. Die politische Realisierung zum Verbot des Sklavenhandels dank andauernden Aufklärungskampagnen von William Wilberforce und seinen Mitstreitern ist Gegenstand des fünften Kapi- tels. Es soll belegen, dass diese politische Entwicklung zur Abschaffung des Sklavenhandels nicht nur rein wirtschaftlichen Faktoren oder den schwinden- den politischen Einflüssen in Westindien gegenüber dem Sklavenhandel ge- schuldet war und endet mit einem Ausblick. Die Beantwortung dieser Aboliti- onshistoriographie zeigt eine Vielzahl gesellschaftlicher Entwicklungen auf. Den Abschluss bildet das sechste Kapitel mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Argumente zur Beantwortung der Eingangsfrage.

1. Forschungsüberblick und Quellenbegriffe

1.1. Forschungsüberblick

Im Kontext mit dem britischen Sklavenhandelsverbot gibt es eine Vielzahl an Publikationen, thematischen Kontroversen, analysierten Ursachen sowie kriti- schen Darstellungen und ein breites Meinungsspektrum innerhalb der Fachlite- ratur. In der Forschungsdebatte zeigt sich durch mannigfache Thesen Schwie- rigkeiten in der Aufarbeitung und Geschichtsschreibung des dunklen und men- schenunwürdigen Kapitels eines Landes - im Besonderen in Beteiligung des eigenen Landes, wie etwa innerhalb Europas. Je nach Jahrhundert erfolgte die Interpretation der britischen Abolitionismus-Historiographie mit feinen, aber doch charakterisierenden Nuancen. Sprachen die Geschichtsforscher im 19. Jahrhundert von einer segensreichen Großtat des britischen Volkes, bezeichne- te Reginald Coupland es im 20. Jahrhundert „als einen Sieg religiöser Idealis- ten und aufgeklärter Philanthropen über wirtschaftliche Interessen.“9 Max We- ber interpretiert das Sklavenhandelsverbot als eine „Verschiebung des Schwer- punktes der ökonomischen Weltherrschaft“, in der Sklavenhandel unwirtschaft- lich wurde.10 Der marxistische Eric Williams geht in seiner These einen Schritt weiter und bezeichnete es aufgrund schwindendem politischen Einfluss in Westindien „als eine zwangsläufige Folge veränderter ökonomischer Rahmen- bedingungen“, in der die kapitalistische Gesellschaft mehr Raum für ihren Freihandel sah,11 und spielt die Massenbewegung als eine „objektiv bloss ideo- logische Begleiterscheinung eines ökonomischen Wandlungsprozesses“ herun- ter.12 Die von Adam Smith angeregte These, dass freie Arbeit produktiver sei als Sklavenarbeit, fand bei den britischen Ökonomen ebenso wenig Anklang wie die, dass nur durch den ökonomischen Niedergang des britischen Systems der Sklavenplantagen eine Abolition erst möglich wurde.13 In seinem Buch „Econocide“14 (1977) widerspricht Seymour Drescher Smiths hegemonialen Thesen und konstatierte, dass es die Abolitionisten gerade in der britischen Karibik, unter fortdauernder und lukrativer Sklaverei, geschafft hatten, sich durchzusetzen. Daher sei die Abolition des Sklavenhandels das Resultat eines bewusst abgeleiteten „Econozid“.15 Diese These wird in der gegenwärtigen Forschung akzeptiert und ist unumstritten. In seinem weit gefassten Werk „A- bolition“ (2009), in dem er den britischen Abolitionisten in ihrer zunehmenden Kritik an den vorherrschenden menschenunwürdigen Zuständen der Unfreiheit zwar zustimmt, zeitgleich aber die geringen Auswirkungen auf den Sklaven- handel, einen Anstieg der Sklavenhaltung sowie nur auf Europäer und Christen gerichtete Bemühungen einer Abolition kritisiert, hält Drescher an seiner The- se fest.16 Für ihn sind die moralischen Vorstellungen der Abolitionisten für eine Beendigung des Sklavenhandels und der Sklaverei höher zu bewerten als die ökonomischen Argumente über freie Lohnarbeit.17 Zeitgleich macht er jedoch die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von 1776 für einen, wenn auch zeitweiligen, Rückschlag für die Abolitionisten-Bewegung verantwortlich. Der Unabhängigkeitskrieg habe auf beiden Seiten des Atlantiks jede abolitionisti- schen Bestrebungen überschattet.18 Obwohl faktisch die wirtschaftliche These von Webers und Williams entkräftet wurde und Drescher den politischen Ein- fluss stark hervorhebt, führen aktuellere Arbeiten in ihren Erklärungsansätzen zu Ursachen und Gründen überwiegend wirtschaftshistorische Motive an. Susanne Everett kommt zu dem Schluss, dass die Abolition des britischen Sklavenhandels nicht alleinig wegen schwindendem politischen Einfluss in Westindien motiviert war, sondern mitunter im Umdenken und in der Emanzi- pation der Gesellschaft.19 In England, das sich rege an dem transatlantischen Sklavenhandel und einem der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligte, findet in der Geschichtswissenschaft ein Diskurs darüber statt, ob die Opfer der Sklaverei zukünftig nicht mehr als Sklave (slave) sondern als ver- sklavte Person (enslaved person) zu bezeichnen seien. Während die einen Ge- schichtsforscher an dem Terminus Sklave mit der Argumentation, dieser Be- griff drücke explizit die Unmenschlichkeit der versklavten und verschleppten Menschen ohne eine persönliche Autonomie aus, festhalten wollen, sehen die Anderen darin eine Reduzierung auf das „[N]ichtmenschliche“ und einen Fort- bestand des Verbrechens der Sklaverei.20 In der dauerhaften Ausstellung „Lon- don, Sugar & Slavery“ im Museum of London Docklands, bei der man einen Blick auf Frachtverzeichnisse21 der transportierten Sklaven werfen kann, ver- weist man aus „political correctness“ auf die korrekte Bezeichnung „africans held in slavery“.22 Es gibt keinen allgemein gültigen Konsens über die britische Abolition. Nach wie vor werten Historiker die britische Abolition als frühen Akt des politischen Widerstands als auch der „grassroot“-Tradition - ein au- ßerparlamentarischer Widerstand einer Bürgergesellschaft. Aktuellere Arbeiten führen in ihren Erklärungsansätzen zu Ursachen und Gründen überwiegend wirtschaftshistorische Motive an, moralische Überzeugungen und ökonomische Interessen hingegen sind umstritten.

1.2. Abolitionismus

Der Abolitionismus bezeichnet den Kampf für die Abschaffung der Sklaverei und stellt zugleich die erste große Menschenrechtsbewegung dar. Der Aus- gangspunkt des Abolitionismus lag im angloamerikanischen Raum und war zunächst im transatlantischen Netzwerk der Quäker vorzufinden.23 Die ersten, die die Sklaverei als unmenschlich anprangerten, waren eine kleine religiöse Gruppe: die Quäker in Philadelphia. Die Bewegung zur Abolition der Sklaverei hat eine ihrer Wurzeln in England. Ab etwa der zweiten Hälfte des 18. Jahr- hunderts formierten sich die ersten organisierten Proteste gegen den europäi- schen Sklavenhandel und der Sklaverei, die als ein Arbeitssystem der Kolonien verstanden wurde. In Großbritannien kam es zu „eine[r] der stärksten Massen- bewegungen der neueren Geschichte“,24 die Abolition-Movement. In diesen Bewegungen werden Strategien entwickelt, die in der Öffentlichkeit einen Wiedererkennungswert haben. Aus Abolitionismus-Bewegungen wie der 1787 aus einem Häuflein Londoner Idealisten entstandenen wuchs eine große Bür- gerrechtsbewegung, die sich the Society for Effecting the Abolition of the Afri- can Slave Trade nannte . 25 Das Siegel von Josiah Wedgewood, welches die abolitionistischen Gesinnung reflektierte und zum Symbol der Abolitionisten wurde, zeigte einen kniender Afrikaner, der flehend die in Ketten gelegten Hände hebt und von den Wörtern „bin ich nicht ein Mensch und Bruder?“ um- randet ist.26 Weitere mögliche Strategien waren der Boykott des Sklavenzu- ckers und das Sammeln von Unterschriften, die als Petitionen im britischen Unterhaus eingereicht wurden. Zu Abolitionismus-Bewegungen beigetragen hatten unter anderem die moralischen Einwände der Aufklärer und das natur- rechtliche Konzept von Freiheit und Gleichheit aller Menschen, welches bei- spielsweise von Adam Smith formuliert wurde. Ein weiterer Faktor war mitun- ter das Dogma der protestantischen Bewegungen und der Quäker (Society of Friends), laut dem die christliche Lehre im Widerspruch zur Sklaverei stehe und damit unvereinbar sei. So betrachtet scheint auf dem ersten Blick eine wirtschaftliche Abolition als zunächst unwahrscheinlich. Eine kritische Ausei- nandersetzung mit den wirtschaftlichen, den politischen und den moralisch- gesellschaftlichen Aspekten soll Aufschluss über die Gründe der Abolitions- bewegungen geben.

1.3. Sklavenhandel

Der Sklavenhandel ist geprägt von der Ausbeutung der versklavten und ver- schleppten Bewohner des zentralen, südlichen und westlichen Afrikas nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus am 12. Oktober 1492.27 Er ist geprägt von Rassismus, der Kapitalisierung menschlicher Körper sowie vom Widerstand gegen die Sklaverei. Der Sklavenhandel und die Sklaverei ist keine Erfindung des europäischen Kolonialismus; sie war in der gesamten antiken Welt eine fest verwurzelte Einrichtung auf unterschiedlichen Transportwegen. Durch die transatlantische Ausprägung nahm sie ein fundamental menschen- verachtendes Ausmaß an. Der Terminus Sklavenhandel impliziert jegliche Art des Transport und Handel von Sklaven sowie daraus entstehende Kapitalbil- dung.28 Der Sklavenhandel und die Sklaverei nahmen immer größere Dimensi- onen an und waren fortan nicht mehr nur auf den atlantischen Raum begrenzt. Nicht unwichtig waren hier die europäischen Handelsinteressen in der Zeit der Kolonialisierung vom 16. bis 19. Jahrhundert in Indien und Fernost. Nachdem die Europäer Amerika für sich beanspruchten und besiedelten versklavten sie zunächst das indigene Volk29 fast bis zur gänzlichen Ausrottung und besonnten sich dann auf das Einsetzen von Schwarzafrikaner. England beteiligte sich rege an der Versklavung der Schwarzafrikaner und transportierte Millionen von Sklaven über den transatlantischen Sklavenhandel nach Nordamerika und in die britische Karibik. Auf den Sklavenschiffen auf kleinsten Raum zusammen- gepfercht beförderten die Händler ihre menschliche Ware. Nicht selten kam es zu Todesfällen der versklavten Afrikaner, die man achtlos über Bord warf.30 Die für die britischen, niederländischen und portugiesischen Kolonien ver- schifften Sklaven mussten auf den Baumwoll-, Zucker-, Kaffee- und Kakao- plantagen harte Arbeit verrichten. Reflektiert man kritisch bereits Geschriebe- nes, so mutet es schon paradox an, dass die Engländer der Sklaverei nicht wi- dersprachen, obwohl sie im Mittelalter der Knechtschaft ablehnend gegenüber standen und auch die christliche Gleichheit vor Gottes Augen verherrlichten. Statt aus der Unterdrückung zu lernen, stieg England in den recht profitablen transatlantischen Sklavenhandel ein und transportierte Millionen von Schwarz- afrikanern.

1.4. Sklaverei

Rückblickend in die Historie der Sklaverei zeigt sich, dass die Entdeckung und Kolonialisierung Amerikas der Sklaverei eine ungekannte Dimension gab. Eine Reflexion über die eigenen versklavten ethnischen Gruppen der Unfreien setzte in England ab dem 15. Jahrhundert ein. Für das Gefühl, von Geburt an frei zu sein, brauchte es fast zwei weitere Jahrhunderte. Doch statt aus der Unterdrü- ckung zu lernen, stieg England in den recht profitablen transatlantischen Skla- venhandel ein, transportierte Millionen von Schwarzafrikanern und machte sich eines schweren Verbrechens an der Menschlichkeit schuldig. Die Natur der Freiheit beanspruchte man eher für sich als für Angehörige außereuropäi- scher Ethnien und Kulturen. Sklaven sind Menschen, die aus unterschiedlichen Ideologien heraus der Gewalt anderer Menschen unterliegen, oder anders for- muliert: Sklaven waren gezwungen, ihre Arbeitskraft, Dienstleistungen und Körper für Sklavenhalter und -eigentümer zur Verfügung zu stellen.31 Je Epo- che und historischer Kontext galt der Sklave rechtlich als eine Sache ohne Freiheit, Rechte und von der Religion, Gesellschaft und Politik ausgegrenzt. Ziel der Freiheitsberaubung von Menschen durch Sklaverei, Zwangsarbeit oder Leibeigenschaft war zumeist das Ausbeuten unfreier Arbeit. In der Haltung und Nutzung der Sklaven wurde eher in streng ökonomischen Kategorien ge- dacht. Für den Sklavenhalter kam es billiger, sich nach einigen Jahren einen unverbrauchten Sklaven „liefern“ zu lassen, als in eine gute Versorgung zu investieren. Die Sklaven wurden unter menschenverachtenden Zuständen ge- halten. Statt humanitären Verständnisses begegnete die Gesellschaft den Skla- ven, die nicht ihrer Rasse, Religion oder Herkunft waren, mit Ablehnung, Aus- grenzung, Verachtung, Vorverurteilung, Gewalt sowie mit bewusster Verlet- zung derer Rechte. Beleuchtet man dies genauer, lässt sich schlussfolgern, dass menschliche Wertvorstellungen wie Menschlichkeit, Toleranz, Feingefühl und Akzeptanz des Andersartigen eher zur Emanzipation und zum Verständnis im Umgang mit den Sklaven in der Gesellschaft beigetragen hätte. Susanne Eve- rett schildert in ihrem Buch „Geschichte der Sklaverei“ detailliert Folter- und Bestrafungsmethoden. Nicht jeder von Sklaven angestrebter Widerstand oder Aufstand mündete in einem gewalttätigen Akt. Sklaven verkörperten lebendes Kapital und so wurden flüchtende Sklaven gar per Inserat gesucht.32 Wählte ein Sklave zur Auflehnung gegen den Sklavenhalter die Flucht oder begann gar Selbstmord, so entstand für den Sklavenhalter oder Besitzer ein finanzieller Schaden. Die Verfehlung der zumeist erfolglosen Flucht blieb nicht lange ge- waltfrei und wurde, je nachdem in welcher Kolonie ein Sklave lebte, zur Ab- schreckung der anderen Sklaven umgehend öffentlich mit harter körperlicher Bestrafung bis hin zum Tod beantwortet.33 Als offener Kritiker des Sklaven- handels führte William Wilberforce den Kampf zur Abschaffung des Sklaven- handels und der Befreiung der Sklaven an. Gleich welche Epoche, der Skla- venhandel und die Sklaverei nahm zumeist ein fundamental entmenschlichen- des Ausmaß an, bei dem die „Unterwerfenden“ der Gewalt anderer Menschen unterlagen. Während die Sklavenhändler sich durch Ausbeutung der Sklaven lukrative Einnahmen sicherten, erfuhren die Sklaven Leid und Schmerz.

2. Der Beginn des Abolitionismus

2.1. Die Vordenker: Quäker, Methodisten und Evangelikale

Der Ursprung der Bewegung gegen die Sklaverei lässt sich in Großbritannien im 17. und 18. Jahrhundert in zwei gesellschaftlichen Strömungen ausmachen: Die Aufklärung und der Pietismus, eine religiöse Reformbewegung im konti- nentaleuropäischen Protestantismus34. Im Verständnis dafür, dass die Natur der Freiheit und die Natur der Menschen nicht mit Sklaverei vereinbar sei und ihnen der moralische und religiöse Rückhalt sowie das Glaubensverständnis innerhalb in der anglikanischen Staatskirche fehlte, schlossen sich im 18. Jahr- hundert die Quäker, Methodisten und Evangelikale auf Basis menschlicher Ideale und neuer Auffassungsgabe der Ethik zur Erweckungsbewegung zu- sammen.35 Da die Quäker eine gewichtige Rolle in der britischen Abolitions- kampagne einnehmen, sollen hier die Quäker im Besonderen hervorgehoben werden. In Zeiten großer politischer Umwälzungen entstand im Jahr 1650 in England die Religi ö se Gesellschaft der Freunde (Religious Society of Friends).36 Die Quäker pflegten eine individualisierende Auffassung, solange man nach einem Leben ohne Sünde strebe, und glaubten zeitgleich an die fun- damentale Gleichheit aller Christen. Sie lehnten deshalb beispielweise Kir- chenabgaben, Gewalt und Unterwerfungsrituale ab.37 Als erste religiöse Ge- meinschaft sprachen sich die Quäker als Gegner der Sklaverei aus, während andere religiöse Gemeinschaften die Sklaverei als notwendiges Übel abtaten. Eine kritische Stimme fand sich in einem der Begründer, George Fox. Bereits 1657 verwies er die afrikanischen und indianischen Sklaven haltende Quäker in Übersee darauf, dass vor Gott alle gleichgestellt wären.38 1671 predigte Fox zu den Sklaven und setzte nach, indem er die Sklavenhalter aufforderte, den Skla- ven das Christentum zu lehren und sie nach treuem Dienst in die Freiheit zu entlassen.39 Eine weitere kritische Stimme war der irische Quäker William Edmundson, der die Sklaverei gar als Sünde erklärte.40 Bereits 1688 gab es mit der von Francis Daniel Pastorius entworfenen und von drei weiteren Quäker unterzeichneten Germantown Qu ä ker Petition gegen Sklaverei die erste religi- öse Protestschrift, die sich gegen eine afrikanisch-amerikanische Sklaverei aussprach:41

„Nun wenngleich sie schwarz sind, dürfen wir uns nicht vorstellen, dies gäbe uns eine grössere Berechtigung, sie zu versklaven, als wenn sie Weisse wären.“42

Der Anstieg der versklavten Schwarzafrikaner führte unter den Quäkern zu- nächst zum Verlust an Mut und Entschlossenheit, bis sie 1727 eine erneute Resolution gegen den Sklavenhandel lancierten.43 Weitere Eckdaten, die ent- scheidend beigetragen hatten, sind das Essay (1754), das die Sklavenhaltung als Sünde ansah, der Beschluss, der den „Freunden“ bei anhaltender Sklaven- haltung mit Ausschluss aus den Mitgliederversammlungen drohte (1758), der Beschluss, der bei Zuwiderhandlung Enteignung und Ausschluss aus Leitungs- funktionen vorsah (1774) und das Jahr 1780, in dem es an Anthony Benezet oblag, das erste Abolitionsgesetz der USA durch die Legislative von Penn- sylvania zu bringen.44 Die von Anthony Benezet verfasste Studie Some Histo- rical Account of Guinea (1771) war einer der Anstöße, die zu einer umfangrei- cheren Agitation gegen die Sklaverei führte.45 Mit Blick auf „den moralischen Charakter der kolonialen Institutionen und imperiale[n] Praktiken“ während der amerikanischen Revolution 1776 findet sich hier eine weitere Beeinflus- sung auf den britischen Abolitionismus.46 Vereine wie der 1787 gegründete Philadelphia Society for Promoting the Abolition of Slavery unter Benjamin Franklin setzten sich für die freiwillige Entlassung der Sklaven in Freiheit ein.47 Ab den 1790er Jahre wurden auch hier die Stimmen für eine vorzeitige Beendigung des Sklavenhandels lauter. Der Verlauf der Anti-Sklaven- Bewegung in den unabhängigen Vereinigten Staaten ist nicht Bestandteil dieser Arbeit. Betrachtet man das Eruierte, lassen sich die Gründe für eine Befürwor- tung der Abolition vorwiegend auf die Rückbesinnung des christlichen Ur- sprungs eingrenzen, in dem die Natur der Freiheit und die Natur der Menschen nicht neben der Sklaverei existieren können. Obwohl die Quäker sich offen als Gegner der Sklaverei zu erkennen gaben und von ihren Mitgliedern eine ge- schlossene Folgsamkeit erwarteten, war die Wirkung zu Beginn der Aboliti- onsbewegung zunächst verhalten.

2.2. Der Anfang in England

Obwohl die Quäker innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft ein ausreichendes Sammelsurium an Schriften vorweisen konnten, war die Wirkung zu Beginn der Abolitionsbewegung zunächst verhalten. Dank ihres transatlantischen Netzwerkes zeigten sich die Quäker in der Anti-Sklavenbewegung engagiert.48 Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts etablierten sich die Abolitionis- ten zu einer politisch relevanten Bewegung in England.49 Anthony Benezet war der festen Überzeugung, Sklavenhandel und Sklavenbesitz sollten sowohl bei den Quäkern als auch im gesamten Britischen Empire verboten werden, und korrespondierte 1772, zum Zeitpunkt des Somerset-Falls, mit Granville Sharp. Während Sharp Benezet dazu riet, sich in dieser Angelegenheit direkt an den König zu wenden anstatt indirekt die Autorität des Parlamentes über die briti- schen Kolonien zu billigen, blieb seine Anfrage bei der britischen Regierung ungehört.50 In Großbritannien sorgte unterdessen die Verteilung von Benezets Studie durch Graham Sharp51 und John Wesley52 - methodistische Erwe- ckungsprediger - zunächst für Unruhe. 1774 veröffentliche James Wesley sein Pamphlet Thoughts Upon Slavery, in dem er die Methode der Sklavenbeschaf- fung und deren Transport sowie die Brutalität auf den Schiffen und auf den Plantagen rechtlich, moralisch und als unchristlich verurteilte.53 In Überzeugung, dass die Sklaverei nicht mit christlichen Werten vereinbar sei, kam es 1783 auf einer Londoner Versammlung der Quäker zur Gründung der ersten Anti-Sklaverei-Gesellschaft. Hilfreich zu diesem Zeitpunkt waren die Unab- hängigkeit der USA und der Verlust der englischen Kolonien in Amerika.54 Im Glauben, der Sklavenhandel umfasse auch die Sklaverei, strebten die Abolitio- nisten zunächst eine Abolition des Sklavenhandels an. Nach englischem Gesetz war die Sklaverei in Großbritannien erlaubt. Quäker, Methodisten, Evangelika- ler, Dichter und Philosophen, so beispielsweise der liberale Ökonom und Auf- klärer Adam Smiths (1776), der eine Abschaffung der Sklaverei für kaum mög- lich hielt, erhoben immer lauter ihre kritischen Stimmen.55 Die bisherige Öf- fentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Gesellschaft über den entmensch- lichten Umgang mit dem Sklaven verlief zunächst recht verhalten. In Mitten der langsam bildenden Abolitionismus-Bewegung gegen Versklavung und Sklavenhaltung tat sich der englische Beamte Granville Sharp als Schlüsselfi- gur hervor. Granville Sharp brachte den Fall des Sklaven James Somerset an das King`s Bench unter dem Vorsitz von Lord Mansfield, was sich als erste erfolgreiche Kampagne der Abolitionisten erwies. Die Auswirkungen waren sogleich der Beginn der britischen Abolitionsbewegung und sollen im weiteren Verlauf des Kapitels näher begründet werden.

2.3. Die Schlüsselfigur: Granville Sharp und der Fall Somerset

Das erste prägende Erlebnis hatte Granville Sharp 1765. Sharp lebte im Haus sei-nes als Arzt tätigen Bruder William, der armen Menschen kostenlos medi- zinische Hilfe zuteilwerden ließ. Vor der Praxis stieß er auf einen schwarzen, fast zu Tode geschlagenen und misshandelten Sklaven: Jonathan Strong.56 Tief getroffen über die Brutalität die dem Sklaven widerfahren war nahm sich Sharp gemeinsam mit seinem Bruder dessen Pflege an. Es brauchte zwei Jahre, bis Strong sich davon erholte.57 Nach zwei Jahren und im Glauben, sein Sklave wäre damals nach seinem brutalen Übergriff mit der Pistole in der Gosse zu Tode gekommen, entdeckte Strongs Besitzer David Lisle sein ehemaliges Ei-

[...]


1 Der Begriff „Sklaven“ wird in dieser Arbeit geschlechtsneutral verwendet.

2 Aauf einzelne Schiffspassagen sind keine Dokumente überliefert. Vgl. Frank, Andrew K.: The Routledge Historical Atlas of the American South. 1999, S. 23.

3 Vgl. Osterhammel, Jürgen und Petersson, Nils: Geschichte der Globalisierung: Dimensionen, Prozesse, Epochen, 2003, S. 48.

4 Am 1. Mai 1707 vereinten sich England und Schottland durch den Act of Union zum König- reich Großbritannien. England übernahm die Schulden Schottlands. Bei Belangen, die nur England als ein eigenständiges Land betrifft, wird folgend England verwendet. Für Belange des Königreichs Großbritanniens folgend Großbritannien. Vgl. Riley, P. J.: Act of Union 1707. IN: The English Historical Review, Band 84, Nr. 332. University Oxford Press: Juli 1969, S. 523-524. Die Urkunde mit den Articels of Union with Schottland 1707. IN: The National Ar- chives. http://www.nationalarchives.gov.uk/pathways/citizenship/rise_parliament/docs/articles_union. htm (abgerufen am 10.07.2017).

5 Vgl. Blackburn, Robin: The Overthow of Colonial Slavery 1776-1848.Verso: London, New York, 1988, S. 314.

6 1806 wurde Samuel Romilly member of the House of Commons und Solicitor General, ein stellvertretender Generalstaatsanwalt. Romilly war Unterstützer der Abolitionsbewegung und Gegner der Todesstrafe. Mehr zu seinem Leben und Wirken in Memoirs of the Life of Sir Sam- uel Romilly by Himself; with a Selection from his Correspondence. Edited by his son. 3. Vols 2 ed. London, 1840. Vgl. Journal Article: Sir Smauel Romilly and the Abolition of Capital Pun- ishment. IN: Social Service Review. Vol. 5, No. 2 (Jun. 1931). University of Chicago Press, pp. 276-296. https://www.jstor.org/stable/30009703?seq=1#page_scan_tab_contents (abgeru- fen am 09.04.2017).

7 Vgl. Brycchan, Carey: William Wilberforce. http://www.brycchancarey.com/abolition/wilberforce.htm (abgerufen am 09.04.2017)..

8 Vgl. ebd. (abgerufen am 09.04.2017)

9 Wirz, Albert: Sklaverei und kapitalistisches Weltsystem. Frankfurt am Main; 1984, S. 186f. Vgl. weitergehend Coupland, Reginald: The British anti-slavery movement. London: 1933.

10 Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der Sozialökonomik, Bd. 3. Tübingen: 1922, S. 429.

11 Wirz: Sklaverei, S. 190. Vgl. weitergehend Eric Williams: Capitalism and slavery. New York: 1961.

12 Berding, Helmut: Die Ächtung des Sklavenhandels auf dem Wiener Kongress 1814/15. IN: Historische Zeitschrift, Bd. 219 (Oct. 1974), S.265-289, hier: S. 272.

13 Vgl. Osterhammel, Jürgen: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München: Beck, 2009, S. 1194. Vgl. Smith, Adam. Der Wohlstand der Nationen. Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen. Aus dem Englischen übertragen von Horst Claus Recktenwald, 8. Aufl. München: 1999, S. 70.

14 Drescher, Seymour: Econocide: British slavery in the Era of Abolition, Pittsburg: University Press, 1977. Aktuell 2. Auflage: Chapel Hill: University of North Carolina, 2010.

15 Vgl. Wirz: Sklaverei, S 191f. Vgl. Ward, John Robert.: The Profitabillity of Sugar Panting in the British West Indies 1650-1834. IN: The Economic History Review, Vol. 31, No. 2, 2. Mai 1978, S. 197-213.

16 Vgl. Drescher, Seymour: A History of Slavery and Antislavery. Cambridge: Cambridge University Press, 2009, S. 245-414.

17 Vgl. ebd. S. 415-462.

18 Vgl. ebd. S. 112.

19 Vgl. Everett, Susanne: Geschichte der Sklaverei. Augsburg: Weltbild Verlag, 1998.

20 Vgl. Waldmann, Katy: Slave or Enslaved Person? http://www.slate.com/articles/life/the_history_of_american_slavery/2015/05/historins_debate_ whether_to_use_the_term_slave_or_enslaved_person.html?wpsrc=sp_all_native_by-section (abgerufen am 16.04.2017). Ebd. auch für voran gegangenen Absatz.

21 Die Ausstellung beinhaltet seltene Frachtdokumente über den Sklaventransport von Thomas Mills und dessen Sohn. Vgl. Spicer, Graham. http://www.culture24.org.uk/places-to- go/london/art42073 (abgerufen am 13.04.2017).

22 Vgl. Waldmann, Katy: Slave or Enslaved Person? http://www.slate.com/articles/life/the_history_of_american_slavery/2015/05/historins_debate_ whether_to_use_the_term_slave_or_enslaved_person.html?wpsrc=sp_all_native_by-section (abgerufen am 17.04.2017).

23 Vgl. Anstey, Roger: The Atlantic Slave Trade and British abolition 1760-1810. Aldershot Neudruck 1992, S. 200-2003. Vgl. Drescher, Seymour: Capitalism and Antislavery: British Mobilization in Comparative Perspective: The Second Anstey Memorial Lectures in the University of Kent at Canterbury: 1984, Basingstoke u.a. 1986, S. 61-64.

24 Berding: Die Ächtung, S. 271.

25 Gesellschaft für die Abschaffung des afrikanischen Sklavenhandels. Vgl. Hochschild: Sprengt die Ketten. S. 118-120

26 Vgl. Hochschild: Sprengt die Ketten, S. 157.

27 Christoph Columbus wird nicht nur im gleichen Atemzug mit der Entdeckung Amerikas in Verbindung gebracht sondern vor allem mit der Ausrottung der Indianer und dem brutalen und skrupellosen Sklavenhandel mit den Eingeborenen aus Afrika.

28 Vgl. Zeuske, Michael und Reichmuth, Stefan: “Sklaverei”, IN: Enzyklop ä die der Neuzeit, Bd. 12, Hrsg. Friedrich Jaeger. Springer-Verlag: Stuttgart, S. 83.

29 Früher bezeichnete man die indigenen Völker als Ureinwohner, Eingeborene oder Naturvolk und assoziiert damit eine eher primitive und unterentwickelte Lebensweise.

30 1781 kam es auf dem Sklavenschiff Zong bei der Überfahrt nach Jamaika zum Massaker. Die Besatzung warf wegen befürchteter Wasserknappheit 142 zum Verkauf anstehenden Sklaven über Bord. Vgl. Hochschild, Adam: Sprengt die Ketten: Der entscheidende Kampf um die Abschaffung der Sklaverei. Stuttgart: Klett-Cotta, 2007, S. 101ff.

31 Vgl. Zeuske/Reichmuth: Sklaverei, S. 87.

32 Hier findet sich eine Zeitung mit Inseraten der Sklavengesuche. Britisch Library, UK: Ja- maican newspaper „The Royal Gazette“. http://www.bl.uk/learning/timeline/item104712.html (abgerufen am 02.05.2017)

33 Vgl. Everett: Geschichte, S. 82f.

34 Vgl. Brecht, Martin (Hrsg.): Geschichte des Pietismus (Das 17. und frühe 18. Jahrhundert, Bd. 1). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1993, S. 2.

35 Vgl. Berding: Die Ächtung, S. 271.

36 Vgl. Meissner, J./ Mücke, U./ Weber, K.: Schwarzes Amerika: Eine Geschichte der Sklaverei. München: C. H. Beck, 2008, S. 179f.

37 Vgl. ebd. S. 179f. Vgl. Kircheisen, Inge: Gegen den Sklavenhandel und Sklaverei. Die britische Abolitionsbewegung im 18. und 19. Jahrhundert. IN: Geschichte lernen: Geschichtsunterricht heute (73), 2000, S. 36-42, hier S. 41.

38 Vgl. Gerbner, Katharine: We are against the Traffik of men-body. IN Pennsylvania History: A Jou, hier S. 154.

39 Vgl. ebd. S. 180.

40 Vgl. Meissner/Mücke/Weber: Schwarzes Amerika. S. 180.

41 Die Petitionsschrift ging vergessen bevor man sie 1844 fand und in der Schrift „The Friend“ veröffentlichte. Vgl. Gerbner: We are against the Traffik of men-body, S. 150.

42 Everett. Geschichte. S. 134.

43 Vgl. Wirz: Sklaverei, S. 188

44 Anthony Benezet war Sohn hugenottischer Eltern, der aus Frankreich über London nach Philadelphia emigrierte. Vgl. Meissner/Mücke/Weber: Schwarzes Amerika. S.180f. Vgl. Wirz: Sklaverei, S. 188.

45 Vgl. Brycchan, Carey: Anthony Benezet. http://www.brycchancarey.com/abolition/benezet.htm (abgerufen am 25.4.2017).

46 Die amerikanische Revolution führte zur Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Vgl. Brown, Christopher Leslie: Moral Capital: Foundations of British Abolitionism. Chapel Hill: NY, 2006. S. 27.

47 Vgl. Blackburn: The Overthow, S. 120f.

48 Vgl. Anstey: Slave Trade, S. 200-2003. Vgl. Drescher: Antislavery, S. 61-64.

49 Vgl. Wirz: Sklaverei, S. 188.

50 Vgl. Anstey: Slave Trade, S. 245f.

51 Vgl. Brycchan, Carey: Granville Sharp. http://www.brycchancarey.com/abolition/sharp.htm (abgerufen am 26.04.2017).

52 Als Gegner der Sklavenhaltung rief James Wesley die Gläubiger zur Rückkehr zum Evangelismus auf. Vgl. Brycchan, Carey: James Wesley. http://www.brycchancarey.com/abolition/wesley.htm (abgerufen am 26.04.2017).

53 Vgl. ebd. (abgerufen am 26.04.2017).

54 Vgl. Meissner/Mücke/Weber: Schwarzes Amerika,. S.182f.

55 Vgl. Wirz: Sklaverei, S. 188.

56 Vgl. Günther, Heide: Historisches Kalenderblatt: Das Ende des transatlantischen Sklaven- handels. IN: MenschenRechtsMagazin: Informationen, Meinungen, Analysen, Hrsg. Von Menschenrechtszentrum der Universität Potsdam. Universitätsverlag Potsdam: Potsdam, 12.2007, Heft 1, S. 133. Vgl. Brycchan: Granville Sharp (abgerufen am 26.04.2017).

57 Vgl. Günther: Historisches Kalenderblatt, S. 133.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten

Details

Titel
Zur Durchsetzung der Abschaffung des Sklavenhandels. Die britische Abolitionsbewegung und die politische Auseinandersetzung im Parlament
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1.7
Autor
Jahr
2017
Seiten
61
Katalognummer
V380654
ISBN (eBook)
9783668573765
ISBN (Buch)
9783668573772
Dateigröße
848 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sklaverei, Slave Trade William Wilberforce
Arbeit zitieren
Jennifer Reber (Autor), 2017, Zur Durchsetzung der Abschaffung des Sklavenhandels. Die britische Abolitionsbewegung und die politische Auseinandersetzung im Parlament, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380654

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