Diese Ausarbeitung behandelt das Thema „Die traditionelle Kleinfamilie“.
Dabei möchte ich zunächst versuchen eine Definition des Begriffes “Familie“ zu finden und zu beantworten, ob es überhaupt die Familie gibt. Anschließend werde ich einen historischen Rückblick auf die Familie werfen, ihre Entwicklung im Laufe der Jahre aufzeigen, um zuletzt einen eventuellen Funktionsverlust bzw. Funktionsentlastung festzustellen.
Zum Schluß der Hausarbeit wage ich einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Definition Familie
2. Historische Entwicklung der Familie
2.1. Die vorindustrielle Großfamilie
2.2. Industrialisierung
2.2.1. Die Arbeiterfamilie
2.2.2. Die bürgerliche Familie
2.3. Die heutige Familie
3. Funktionsverlust und -entlastung
4. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel der Kleinfamilie sowie die damit einhergehenden Veränderungen ihrer gesellschaftlichen Funktionen. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit von einem tatsächlichen Funktionsverlust gesprochen werden kann oder ob eine strukturelle Funktionsentlastung vorliegt, die neue Lebensformen ermöglicht.
- Historische Transformation von der Großfamilie zur Kleinfamilie
- Einfluss der Industrialisierung auf die bürgerliche und Arbeiterfamilie
- Soziologische Definitionsproblematik des Familienbegriffs
- Analyse von Funktionswandel und Entlastungsprozessen
- Ausblick auf zukünftige Entwicklungen partnerschaftlicher Lebensformen
Auszug aus dem Buch
2.1. Die vorindustrielle Großfamilie
Es handelte sich bei dieser Form um eine erweiterte Lebensgemeinschaft, die alle in einem Haus lebenden Personen umfaßt. In der Regel gehörten dazu drei Generationen. das heißt, Großeltern, Eltern und Kinder zählten dazu. Hinzu kam dann noch das Gesinde.
Für diese Großfamilie war also „ein Zusammenleben in der ganzen Sippe“ charakteristisch(Bahrt: Wandlungen in der Familie. in: Claessens, Milhoffer (1980): Familiensoziologie- Ein Reader als Einführung, S.144).
Da die Familie auch eine Art der Arbeitsorganisation darstellte, wie die Integration des Gesindes - oder bei Handwerkern Gesellen und Lehrlinge - zeigte, kam der “Arbeit“ im weitesten Sinne eine große Bedeutung zu; sie war das verknüpfende Glied.
Das heißt, die räumliche und soziale Einheit von Wohn- und Arbeitsstätte war entscheidend. So war die Familie eher eine “Produktionsgemeinschaft“ als eine gefühlsmäßig verwandtschaftliche Verbindung.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Kleinfamilie und skizziert den Aufbau der Untersuchung von der Begriffsfindung über den historischen Rückblick bis hin zur Funktionsanalyse.
1. Definition Familie: In diesem Kapitel wird die Schwierigkeit beleuchtet, einen allgemeingültigen Begriff für Familie zu finden, da sich Definitionen historisch gewandelt haben und zwischen sozialer und biologischer Komponente differenzieren.
2. Historische Entwicklung der Familie: Das Kapitel zeichnet mittels Typisierungen die Entwicklung von der vorindustriellen Großfamilie über die Einflüsse der Industrialisierung bis hin zur heutigen Pluralität der Lebensformen nach.
3. Funktionsverlust und -entlastung: Es wird kritisch diskutiert, ob der Wandel der Familienleistung als bloßer Funktionsverlust oder als sinnvolle Funktionsentlastung zugunsten der privaten Qualität zu werten ist.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass die klassische Kleinfamilie an Bedeutung verliert, was jedoch Raum für neue, partnerschaftlich orientierte Lebensentwürfe schafft.
Schlüsselwörter
Kleinfamilie, Großfamilie, Industrialisierung, Funktionswandel, Funktionsentlastung, Kernfamilie, Soziologie, Lebensformen, Privatsphäre, Familiensoziologie, historischer Wandel, Produktionsgemeinschaft, Partnerschaft, Haushaltsgemeinschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die soziologische Entwicklung der traditionellen Kleinfamilie und untersucht, wie sich ihre Struktur und ihre Funktionen über verschiedene Epochen hinweg verändert haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Schwerpunkte liegen in der historischen Typisierung der Familie, der Trennung von Arbeits- und Lebenswelt sowie der Debatte um Funktionsverlust versus Funktionsentlastung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den historischen Wandel der Familie aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen, ob die Veränderung der Familienleistungen negativ als Verlust oder positiv als Entlastung zu bewerten ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der soziologischen Typisierung, um verschiedene Epochen und Familienformen anhand von Realtypen vergleichbar und analysierbar zu machen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die vorindustrielle Großfamilie, die Auswirkungen der Industrialisierung auf die Arbeiter- und bürgerliche Familie sowie die heutige Pluralität an Lebensformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Funktionswandel, industrielle Transformation, Lebensformen, Kernfamilie und soziologische Typisierung charakterisieren.
Inwiefern hat die Industrialisierung das Familienbild verändert?
Die Industrialisierung führte durch die räumliche Trennung von Wohn- und Arbeitsort dazu, dass sich die Familie aus der Produktionsgemeinschaft zur abgekapselten Privatsphäre wandelte.
Was unterscheidet eine "Funktionsentlastung" von einem "Funktionsverlust"?
Während Funktionsverlust eine bloße Einbuße an Aufgaben impliziert, beschreibt Funktionsentlastung eine gezielte Abgabe institutioneller Pflichten zugunsten einer höheren Qualität und Freiwilligkeit im Familienleben.
Warum ist eine exakte Definition von Familie so schwierig?
Die Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass Familie historisch sehr unterschiedliche Formen hervorgebracht hat und heute sowohl rechtliche als auch soziale oder rein emotionale Kriterien zur Abgrenzung herangezogen werden.
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- Anonym (Author), 2001, Die traditionelle Kleinfamilie – Aufgaben und Lebensweisen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3806