Heide oder Christ? Die konfessionellen Beweggründe Chlodwigs I. für eine katholische Taufe


Seminararbeit, 2013
24 Seiten, Note: 2
Ralf Hikschl (Autor)

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Chlodwigs konfessionelle Ausgangsposition - Heide oder Christ?
2.1 Heidentum, Katholizismus und Arianismus
2.2 Die Konfessionsfrage in den Quellen

3. Chlodwigs Taufe – Credo oder Kalkül?
3. 1 Chlodwigs Taufe in den Quellen
3.1.1 Gregor von Tours
3.1.2 Avitus von Vienne
3.1.3 Nicetius von Trier
3.1.4 Fredegar-Chronik
3.2 Chlodwigs Beweggründe für eine Taufe

4. Resümee und Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der besondere Stellenwert Chlodwigs I. Vita und Herrschaft und was ihn von den übrigen Zeitgenossen abhob war die Tatsache, dass er sich als erster germanischer Herrscher hatte taufen lassen. Chlodwig, der im fünften Jahr seiner Herrschaft noch Kirchen geplündert hatte, sollte mit seiner Taufe nicht nur die Geschichte des Christentums, sondern auch die Geschichte Europas nachhaltig verändern und damit einen entscheidenden Beitrag zur Weltgeschichte leisten.

Chlodwig I. übernahm nach dem Tod seines Vaters Childerich I. 482 als junger Mann die Herrschaft der Franken. Es folgte eine machtpolitische Ausweitung des Reiches, die mit dem Sieg gegen den Gallo-Römer Syagrius[1] 486 begann und damit das ehemals um Tournai konzentrierte Herrschaftsgebiet systematisch nach Süden und Osten erweiterte. Die Feldzüge gegen die heidnischen Alemannen zwischen 496 und 506, sein Sieg über den arianischen Westgotenkönig Alarich II.[2] 507 sind Stationen seiner Herrschaft. Nach seinem Tod 511 wurde das alte Reichsgebiet erweitert und ‚zerfiel’ unter seinen Söhnen Chlodomer, Childebert und Clothar in drei Großreiche: Neustrien, Austrasien und Burgund.[3] Das Frankrenreich war zwar nicht das mächtigste, aber dennoch das langlebigste unter den Germanenreichen.[4] Vielleicht dies, weil Chlodwig das Erbe des römischen Reiches mit der neuen christlichen Religion zu vereinen wusste.

Da es keine „schriftlichen Selbstzeugnisse“[5] der Franken gibt, ist man auf einige wenige Quellen angewiesen, was eine Multiperspektivität nahezu ausschließt. Es ist wie der englische Historiker John M. Wallace-Hadrill treffend anmerkt, der „Chlodwig Gregors“[6], ob wir es wollen oder nicht. Wallace-Hadrill weist damit auf die Darstellung des Bischofs Gregor von Tours hin. Seine zehnbändige Geschichte „Decem libri historiarum“[7] ist die Hauptquelle, die uns über die Geschehnisse vor, während und nach der Taufe berichtet. Seine als „christliche Universalgeschichte und als Zeitgeschichte“[8] angelegtes Werk, die als „Historia Francorum“[9] gelesen wird, hat ein spezifisches Manko: Gregor war kein Zeitzeuge, er schrieb 70 Jahre nach den Geschehnissen. Der große zeitliche Abstand und die mündliche Tradierung der Geschehnisse lassen Zweifel über die Authentizität zu. Hinzu kommt Gregors Herangehensweise. Als Bischof von Tours und Hagiograph stilisiert er Chlodwig als den ersten Germanenherrscher, der zum Katholizismus übertritt und für das Christentum im Westen, wie Konstantin einst im Osten, kämpft. Seine Taufe habe ein „Zusammenwachsen von Franken und Römern“[10] begünstigt und beschleunigt. Nach Konstantin sei er es gewesen, der den „umfassenden Anspruch des Katholizismus“[11] eingeleitet habe. Das hatte aber auch zur Folge gehabt, dass Unterschiede und Heterodoxie, bedingt durch nationale und arianische „Systeme“ dem Ende geweiht gewesen wären.[12] In der Forschung wird reichlich Kritik an Gregor von Tours Darstellung geäußert. Fried kritisiert, dass Gregor „weitgehend auf mündliche Traditionen gestützt“ der „spezielle, christlich-typologisch entfaltete und ekklesioklogisch ausgerichtete Darstellungsziele verfolgte“.[13] Außerdem schreibt er: „Kurzum: Die „Zehn Bücher Geschichten“ Gregor von Tours bieten das turonische Erinnerungsbild am Ende des 6. Jahrhunderts über die Anfänge des christlichen Frankenreiches, den Sieg des wahren Glaubens gegen die Häresie und den Unglauben, ein knappes Jahrhundert zuvor“.[14] Alain Dierkens kritisiert Gregors dahingehend, dass er in der Chlodwig Darstellung einen „König eines von Gott auserwählten Volkes zu machen“.[15] Martina Hartmann sieht die Ereignisse in ein „theologisch-heilsgeschichtliches Konzept“ eingeordnet und gewisse „Darstellungsabsichten“ Gregors.[16] Ian Wood fordert, um Chlodwig im historischen Kontext besser verstehen zu können, Gregor von Tours Darstellung als eine Quelle zweiten Ranges zu betrachten.[17]

Zwar ist die Taufe eine historische Begebenheit, aufgrund der mangelhaften Quellenlage aber nur sehr vage skizzierbar. Die Taufe Chlodwigs ist demnach ein ‚historiographisches’ Problem. Sie bleibt in ihren „näheren Umständen“, wie z.B. in Zeit und Ort, nicht genau ermittelbar und ‚nebulös’.[18] Zeitlich ist sie zwischen 496, dem Jahr der Alemannenschlacht und 508, dem Jahr von Chlodwigs Sieg über die Burgunder, anzusetzen.[19] Bei dem Taufort werden zwei Städte favorisiert: Tours und Reims.

Neben Gregors Darstellung existieren noch einige zusätzliche, zwar kürzere Quellen, die zur Eingrenzung des Spekulativen und zur Erweiterung der historischen Fakten beitragen können. Das sind zum einen das Glückwunschschreiben des Avitus von Vienne an den König, der ihm zu seiner Taufe gratuliert und der Brief des Bischofs Nicetius von Trier. Hinzugezogen wird auch noch die Fredegar-Chronik. Die Erarbeitung des vorliegenden Themas soll hauptsächlich auf diesen Quellen aufgebaut werden.

Trotz der unzureichenden Quellenlage, gibt es eine Vielzahl von Publikationen zu Chlodwig und seiner Zeit. Einen guten Überblick über sein Leben und seine Bedeutsamkeit bieten Arnold Angenendt[20] und Martina Hartmann[21] mit ihren Monographien. Gute Studien zu den Nachbarstämmen zur Zeit Chlodwigs bieten Reinhold Kaiser über die Burgunder[22], Eugen Ewig[23] und Patrick Geary[24] zu den Merowingern. Arnulf Krause[25] arbeitete zur Geschichte der Germanen und Ulrich Nonn[26] zu der Geschichte der Franken. Wolfram von Steinens[27] und Matthias Bechers Biographien zu Chlodwig im historischen Kontext der Merowinger[28] dienen als ausführliche Sekundärliteratur. Wobei Bechers Monographie als neuere Publikation den ersten Einstieg erleichtert. Aufsätze von Bernhard Jussen[29], Alain Dierkens[30] und Michel Rouche[31] fügen der Untersuchung wichtige Details hinzu und bieten eine neue Perspektive auf. Das Quellenmaterial, das auch als Grundlage für die Textstellen dient, wurde von Reinhold Kaiser und Sebastian Scholz aufbereitet.[32] Ihre Einleitung zu dem Thema ist sehr ausführlich und stellt die zeitgenössische Forschermeinung dar.

In der vorliegenden Arbeit geht es konkret um die Frage nach der Konfession Chlodwigs vor der Taufe, also darum ob er ein „Arianer“ oder „Heide“ gewesen war, was wie oben schon angeführt quellentechnisch schwer zu definieren bleibt. Und zweitens um mögliche Beweggründe für die Entscheidung zu einer katholischen Taufe und seiner darauffolgenden und überzeugt wirkenden Agitation als christlicher Herrscher. Dabei stellen sich folgende Fragen: War Chlodwigs Übernahme des katholischen Christentums eine religiöse Überzeugung? Wurde sie mit der Zeit immer stärker und nahm in seinem Leben größeren Raum ein? Kulminierte diese Entwicklung in einer Taufe? Oder handelte es sich um eine politisch-rationale Entscheidung eines „Warlords“, in dessen religiöser Entscheidung sich politisches Kalkül versteckte, mit der er die Religion als machtvolles Instrument zur Ausweitung seines Einflussbereiches nutzte und persönliche Einbußen in Kauf nahm?

Zuerst soll auf Chlodwigs Konfession bzw. Religion, also auf seine Ausgangsposition in den Quellen eingegangen und die Geschichte des Arianismus kurz dargestellt werden. Danach soll das Taufgeschehen in den Quellen herausgestellt werden. Am Ende werden religiöse und politische Beweggründe gegenüber gestellt. Die Arbeit schließt mit einem Resümee und Fazit ab.

2. Chlodwigs konfessionelle Ausgangsposition - Heide oder Christ?

War Chlodwig ein „Heide“ oder „Christ“? Wenn Chlodwig schon Christ war, welcher Spezialform des Christentums war er verhaftet? Diese heikle Frage stellt sich, wenn man die Tatsache der Taufe Chlodwigs untersuchen möchte und nach den Beweggründen einer Taufe sucht, die in Anbetracht der geo-politischen Lage zu Konflikten hätte führen können. Nicht nur weil die Frage nach seiner früheren Konfession unbeantwortet geblieben ist, sondern weil sie helfen könnte auch die Umstände der Taufe besser zu verstehen. So wäre ein ‚Wechsel’ vom christlichen Arianismus wieder zum christlichen ‚Katholizismus’ etwas anderes, als der Wechsel vom Heidentum zu einer monotheistischen Religion – in diesem Fall mit trinitarischem Charakter. Welche konfessionellen Ausgangspositionen, Grundlagen und Möglichkeiten konnte Chlodwig also haben, als er sich zu einer katholischen Taufe entschloss?

2.1 Heidentum, Katholizismus und Arianismus

Seit der Völkerwanderung waren die Franken Heiden gewesen, durch Gebietsausweitungen, Eheschließungen und Beziehungen zu den Nachbarstämmen jedoch in Kontakt mit zwei Ausprägungen des Christentums gekommen: dem Arianismus und dem Katholizismus.

Der Arianismus, zu dem die Westgoten, Ostgoten, Burgunder und Langobarden ab Mitte des 4. Jahrhunderts, also lange vor dem Konzil von Nicäa, übergetreten waren[33], wurde mehrheitlich auf alle Parteien des nicht-nicänischen Glaubensbekenntnisses angewendet, also auf eine Ausrichtung, die sich gegen das katholische Glaubensbekenntnis wendete und damit als „häretisch“ galt.[34] Obwohl es per se keine geschlossene Gemeinschaft bzw. Partei gab, waren damit Gruppen gemeint, die in den „trinitätstheologischen Streit“ des 4. Jahrhunderts verwickelt waren. Der Streit hatte die gesamte Kirche im Römischen Reich beschäftigt.[35] Die Quellenlage zu dem Arianismus ist lückenhaft. Lediglich die Schriften des ’Antiarianers’ Athanasius sind erhalten.[36]

Seinen Ursprung hat der Begriff in der antiken Person Arius. Arius, ein Presbyter in der Baukalskirche zu Alexandria, wurde aufgrund seiner Lehren der Häresie bezichtigt und 318 seines Amtes enthoben. Arius geriet in den theologischen Konflikt, bei dem es um das „Verhältnis Christi als des Gottessohnes zum Gottvater“[37] ging. Arius interpretierte die Existenz von Jesus Christus, im Unterschied zur Auffassung der katholischen Kirche, als „Geschöpf des Vaters“.[38] Arius sah in der Annahme, dass Gott ewiger Vater sei und einen ewigen Sohn haben musste, eine Gefährdung der „Einzigartigkeit Gottes“. Diese Lehre von zweien in „Ewigkeit notwendiger Wesen“ hieß für Arius die „göttliche Natur zu teilen und somit wie ein materiell Seiendes zu betrachten“. Jesus sei weder eine Art aus dem „Wesen des Vaters“, noch ein „Teil Gottes“, sondern er existiere als „unabhängiges Subjekt“ abhängig und bedingt vom „Willen“ Gottes. Jesus sei also nicht ewig und auch nicht Gottes Sohn oder Gott selbst, dürfe aber auf biblischer Grundlage als „Gott“[39] bezeichnet werden, weil er u.a. dem Abbild des wahren Gottes entspreche.[40]

Nachdem Konstantin I. zum Alleinherrscher im Römischen Reich aufgestiegen und aus dem Imperium Romanum ein „Imperium Christianum“[41] geworden war, ordnete er 325 die berühmte Bischofssynode zu Nicäa an. Konstantin versuchte die theologischen Streitfragen, die letztlich auch politische Wellen schlugen, zu unterbinden und seiner Herrschaft eine religiöse und politische Einheit zu geben.[42] Das Römische Reich bekannte sich nun offiziell zur Wesenseinheit von Vater und Sohn. Ergo wurden die Lehren von Arius verurteilt und er selbst in das Exil nach Illyrien verbannt. Die Bischöfe, die ihm anhingen, wurden des Amtes enthoben. Auf dem Konzil von 335, der Synode von Tyros, wurde Arius, im völligen Gegensatz zum Konzil von Nicäa, als rechtgläubig erklärt, starb aber 336, ohne dass er von dem Bischof von Konstantinopel, wie Konstantin angeordnet hatte, wieder in die Kirchengemeinschaft aufgenommen wurde.[43] Bis zum Konzil von Konstantinopel 381 blieb die Situation angespannt und de facto ungelöst, als man sich auf eine neue Auslegung ,nämlich der „einen Wesenheit Gottes in drei gleichbeschaffenen Personen (Vater, Sohn und Heiligen Geist)“[44], einigte. Im Osten des Römischen Reiches war der Arianismus praktisch kein ernst zu nehmendes Thema mehr. Der Katholizismus hatte sich durchgesetzt und verfestigt, während im Westen bis in das 6. Jahrhundert die Konflikte anhielten. Der Grund dafür waren die westgotischen Völker, die das nicht-nicänische, also das arianische Christentum angenommen hatten.[45] Wenn also zu Zeiten Chlodwigs im Westen der Arianismus und Katholizismus noch rivalisierten, welcher Glaubensrichtung war er dann zugetan und was bewog ihn dazu, sich entgegen der arianischen Könige um ihn herum demonstrativ durch die Taufe den Katholizismus anzunehmen?

2.2 Die Konfessionsfrage in den Quellen

Es gibt einige wenige Quellen mit der das historische Geschehen der Konfessionsfrage und Taufe rekonstruieren lassen. Diese sind wie in der Einleitung aufgeführt wurden die Darstellungen von Gregor von Tours, Nicetius von Triers, Avitus von Vienne und die Fredegar-Chronik, die entsprechend der Fragestellung nun geprüft werden sollen.

In der Darstellung Gregors ist nicht nur das Taufgeschehen enthalten, sondern auch eine Art Dialog, der den früheren Glauben Gregors tangiert. Wie wir aus Gregors Darstellung entnehmen können spricht Chlodwig im Dialog mit Chrodechilde von „Deus“ wenn es sich um den christlichen Gott von Chrodechilde handelt und „deorum meorum“, wenn es um seinen Gott geht.[46] Außerdem berichtet Gregor wie Remigius von Reims versuchte Chlodwig zu bekehren. Chlodwig, so lässt Gregor Remigius sprechen, solle an den wahren Gott („Deum verum“) glauben und die „Götzen verwerfen“ („idola neglegerit“).[47] Gregor hätte er als überzeugter Katholik, schließlich war er auch Bischof, nicht ausgelassen hier eine Überlegenheit des Katholizismus über den Arianismus zu ‚beweisen’. Die Quelle deutet also eher auf ein Heidentum Chlodwigs hin, als auf eine christliche Konfession, wie dem Arianismus oder Katholizismus. Außerdem hätte Gregor Chlodwig in dem Schlachtgeschehen nicht derartig sprechen lassen. Denn trotz bedeutender Unterschiede, wie z.B. der Trinitätslehre, hätte Gregor Chlodwig immer noch zu dem ‚einen’, christlichen Gott sprechen lassen und die Geschichte anders aufbauen müssen. Es ist vielmehr die Erkenntnis des eigenen, falschen Glaubens als die Erkenntnis der falschen Auslegung in derselben Religion. Ein weiteres Indiz, das für das Heidentum von Chlodwig spricht.

Auch bei Avitus von Vienne sieht das Bild ähnlich aus. Avitus erwähnt an keiner Stelle die Rolle der Schlacht oder die Bemühungen Chrodechildes um die Taufe. Die Entscheidung sich taufen zu lassen sei vielmehr in der Intelligenz Chlodwigs zu suchen.[48] Dennoch ist zu Beginn die Rede von „Anhängern“ gewisser „schismatische Ansichten“, die die „Schärfe“ des Geistes Chlodwigs in „Dunkelheit“ gehüllt hätten, mit „Behauptungen, die in ihren Vermutungen unterschiedlich, in ihrer Vielzahl verschieden und in ihrer Wahrheit bezüglich des christlichen Namens nichtig“ gewesen seien.[49] Hier ist gewiss vom Arianismus die Rede, weil es um die „veritate Christiani nominis“, also um die Wahrheit des christlichen Namens geht, also nicht um ein gottloses Heidentum. Ob der Ausdruck „in Dunkelheit hüllen“ hier gleichbedeutend ist mit der Überzeugung und Anhängerschaft eines nichtkatholischen Christentums, bleibt fraglich. Aber diese Darstellung Avitus’ tendiert stärker zum Arianismus, als zum Heidentum als bei Gregor. Nochmal prüfen ob die Darstellung auf den Arianismus oder auf das Heidentum schließen lässt.

Im Vergleich zu Chlodwig hatte der Burgunderkönig Gundobad, trotz intensiver Bemühungen und Korrespondenz mit Avitus, nicht konvertiert und blieb bis zum Tod Arianer.[50]

[...]


[1] Syagrius war nach der Niederlage zu Alarich geflohen. Chlodwig ließ ihn ausliefern und töten. S. dazu Chlodwig, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 2, Sp. 1863.

[2] Geary, Patrick J., Europäische Völker im frühen Mittelalter, Frankfurt a.M. 2002, S. 133-135. Obwohl Chlodwig mit seiner Taufe das römische ‚Erbe’ fortführen sollte, kämpfte er im Kampf gegen Alarich auch gegen ein römisches Kontingent, das loyal zu Alarich hielt. Ein Beispiel dafür, wie weitreichend Politik von einzelnen Personen und Bündnissen abhing. S. dazu Geary, Europäische Völker, S. 146.

[3] Geary, Europäische Völker, S. 154.

[4] Kaiser, Reinhold; Scholz, Sebastian, Quellen zur Geschichte der Franken und der Merowinger, Stuttgart 2012, S. 36.

[5] Ebenda, S. 13.

[6] vgl. dazu Ebenda, S. 23.

[7] Gregorius, historiarum libri decem, hier nach der Ausgabe von Scholz und Kaiser zitiert und in den übrigen Fußnoten entsprechend weitergeführt und auch als ‚Scholz’ angegeben.

[8] Scholz, S. 13.

[9] Ebenda.

[10] Geary, Europäische Völker, S. 153.

[11] Rouche, Michel: Die Bedeutung der Taufe Chlodwigs, in: Welk von, Karin; Wieczorek, Alfried, Die Franken. Wegbereiter Europas, Darmstadt 1996, S. 197.

[12] vgl. dazu Rouche, S. 197.

[13] vgl. dazu: Fried, Schleier der Erinnerung, Grundzüge einer historischen Memorik, München 2004, S.335.

[14] Fried, S. 343;

[15] Dierkens, Alain: Die Taufe Chlodwigs, in: von Welk, Karin; Wieczorek, Alfried, Die Franken. Wegbereiter Europas, Darmstadt 1996, S. 183-191. hier: S. 184.

[16] Hartmann, Martina, Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger, Darmstadt 2003, S. 43.

[17] S.dazu Wood, Ian, The merovingian kingdoms, 450-751, London 1994, S. 42; vgl. dazu auch Krause, Arnulf, Geschichte der Germanen, Frankfurt a.M., 2002, S. 197; Becher, Matthias, Chlodwig I., der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt, München 2011, S. 200.

[18] Angenendt, Arnold, Das Frühmittelalter, Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart 1990, S. 170.

[19] vgl. dazu Rouche, S. 192-199, hier S. 192. Nach Darstellung Scholz vertreten Weiss, Wood und Dierkens das spätere Taufdatum also nach 500. Scholz selbst tendiert zu dem Datum zwischen 469-499, das in Anlehnung an Spencer als „wahrscheinlich“ bezeichnet wird. Vgl. dazu Scholz, S. 56.

[20] Angenendt, Arnold, Das Frühmittelalter, Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart 1990.

[21] Martina Hartmann, Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger, Darmstadt 2003.

[22] Kaiser, Reinhold, Die Burgunder, Stuttgart 2004.

[23] Ewig, Eugen, Die Merowinger und das Frankenreich, Stuttgart 2006.

[24] Geary, Patrick J., Die Merowinger, Europa vor Karl dem Großen, München 2004.

[25] Krause, Arnulf, Geschichte der Germanen, Frankfurt a.M. 2002.

[26] Nonn, Ulrich, Die Franken, Stuttgart 2010.

[27] von den Steinen, Wolfram, Chlodwigs Übergang zum Christentum, Darmstadt 1963.

[28] Becher, Matthias, Chlodwig I., der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt, München 2011.

[29] Jussen, Bernhard, Chlodwig und die Eigentümlichkeiten Galliens. Ein Warlord im rechten Augenblick, in: Mischa Meier (Hrsg.), Sie schufen Europa. Historische Portraits von Konstantin bis Karl dem Großen, München 2007, S. 141–155.

[30] Dierkens, Alain: Die Taufe Chlodwigs, in: Von Welk, Karin; Wieczorek, Alfried (Hrsg.), Die Franken, Wegbereiter Europas, Darmstadt 1996, S. 183-191.

[31] Rouche, Michel: Die Bedeutung der Taufe Chlodwigs, in: von Welk, Karin; Wieczorek, Alfried, Die Franken. Wegbereiter Europas, Darmstadt 1996, S. 192-199.

[32] Kaiser, Reinhold; Scholz, Sebastian, Quellen zur Geschichte der Franken und der Merowinger, Stuttgart 2012.

[33] Die männlichen Angehörigen der burgundischen „Königsfamilie“ bekannten sich zum Arianismus. Das burgundische Volk hingegen war seit dem 5. Jahrhundert katholisch. Der Burgunderkönig Gundobad selbst war mit Caratene, einer Katholikin verheiratet. Die Alemannen waren Heiden. vgl. dazu Becher, S. 147-148; Der Arianismus sollte sich am längsten bei den Langobarden erhalten. vgl. dazu Arianismus, in: Brockhaus Enzyklopädie, 17. völlig neubearbeitete Auflage, 1. Band A-ATE, S. 711.

[34] Theologische Realenzyklopädie, Bd. III, hrsg, von: Gerhard Müller, Horst Balz, u.a Anselm von Laon – Aristoteles/Aristotelismus, Berlin u.a. 1978, Sp. 984; Die Westgoten versuchten ihren Arianismus sogar durch eine Verhinderung der Eheschließung zwischen Goten und Römern zu bewahren. S. dazu Geary, Europäische Völker, S. 146.

[35] Brockhaus, S. 693.

[36] Ebenda, S. 694.

[37] Ebenda, S. 711.

[38] Ebenda, S. 711.

[39] TRE, Bd.3, Sp. 983.

[40] vgl. dazu auch Becher, S. 146.

[41] Scholz, S. 38.

[42] vgl. dazu TRE, Bd. 3, Sp. 986.

[43] TRE, Bd. 3, Sp. 982.

[44] Brockhaus, S. 711.

[45] TRE, Bd. 3, Sp. 986.

[46] Scholz, S. 142.

[47] Ebenda, S. 144.

[48] Wood, S. 44-45.

[49] Scholz, S. 104.

[50] Kaiser, S. 154. S. dazu auch Kaiser Fußnote 5.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Heide oder Christ? Die konfessionellen Beweggründe Chlodwigs I. für eine katholische Taufe
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2
Autor
Jahr
2013
Seiten
24
Katalognummer
V380927
ISBN (eBook)
9783668578463
ISBN (Buch)
9783668578470
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heide, christ, beweggründe, chlodwigs, taufe
Arbeit zitieren
Ralf Hikschl (Autor), 2013, Heide oder Christ? Die konfessionellen Beweggründe Chlodwigs I. für eine katholische Taufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380927

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