Eine kritische Quellenanalyse zum herodoteischen Periander und seinem Verhältnis zum korinthischen Volk. Eine Tyrannenherrschaft


Quellenexegese, 2017
21 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff und Konzept der Tyrannis

3. Periander von Korinth und seine Tyrannenherrschaft

4. Eine kritische Betrachtung zum herodoteischen Periander
4.1. Ährengleichnis des Periander (5,92 ζ)
4.2. Periander und sein Verhältnis zum korinthischen Volk (5,92 η)
4.3. Frage nach der Beurteilung der Tyrannis

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die archaische Tyrannis1 entstand Mitte des 7. Jahrhunderts in der großen Stadt Korinth im Nordosten der Peleponnes, als Kypselos die Bakchiaden gewaltsam und brutal vertrieb, kam es im Zuge dessen zu seiner Machtergreifung.2 Seine Herrschaft dürfte auf die überwiegende Unterstützung der indigenen Aristokraten gestoßen sein, die nach dem Sturz der Bakchiaden über wesentlich größere Freiheiten und Möglichkeiten zur Selbstinszenierung und Vermehrung des eigenen Ansehens bestimmen konnten.3 Im Gegensatz zu anderen Tyrannen konnte er auf eine Leibwache zum Schutz seiner Person verzichten und sich auf seine engsten Vertrauten verlassen.4 Kypselos starb nach dreißigjähriger Herrschaft.5 Ihm folgte sein Sohn Periandros auf den Thron, welcher jenen Führungsanspruch vermacht bekommen hatte.6

Aufgrund dieser Rechtmäßigkeit wurde er mit einem starken aristokratischen Widerstand konfrontriert.7 Er galt in der Antike als Prototyp des grausamen Tyrannen, der seine Herrschaft nur gewaltsam durch Bestechung, Korruption, Überwachung und Terror behaupten konnte. Herodot beschrieb in seinen Historien eine anfängliche Toleranz, welche sich durch das freundschaftliche Verhältnis zum Tyrannen von Milet, Thrasybulos, gegenteilig veränderte: „ So zeigt er offen all sein W ü ten gegen seine Mitb ü rger, was Kypselos noch vers ä umt hatte bei Hinrichtung und Verbannung, holte er nach “ .8 In Korinth soll er durch Luxusgesetze die Selbstinszenierung anderer Adelsfamilien systematisch eingeschränkt haben.9 Zur Sicherung seiner Herrschaft habe er zusätzlich ein Versammlungsverbot erlassen und den Zugang der Bürger zum städtischen Zentrum beschränkt.10 Allerdings gab es daneben immer auch wesentlich positivere Urteile über ihn.11 Immerhin wurde er gelegentlich zu den Sieben Weisen gezählt.12 Außenpolitisch und militärisch hatte Periander einige Erfolge zu verzeichnen: Er führte die Kolonisationspolitik fort und es gelang ihm, Korkyra zurückzugewinnen.13 In einem Konflikt zwischen Athen und Mytilene auf Lesbos wurde er zum Schiedsrichter berufen, sodass er in weitem Umfeld ein beträchtliches Ansehen gehabt haben muss.14 Er galt als großer Baumeister seiner Zeit, wodurch eine Akzeptanz seiner Herrschaft selbst festgemacht werden kann. Unter seiner Leitung sollen Tempel, ein Brunnenhaus und ein gepflasterter Weg errichtet worden sein. Hinzu kommt, dass in seine Regierung die Blütezeit Korinths fiel.15 Nach dem Tode des Periander übernahm sein Neffe Psammetichos die Herrschaft. Er wurde jedoch nach nur drei Jahren durch eine Adelsverschwörung gestürzt.16 Nach dem Sturz des letzten Tyrannen erfolgte ein gewisser Institutionalisierungsschub.17 An die Stelle der Tyrannis trat erneut eine Oligarchie.18

In antiken Quellen beschäftigen sich Autoren wie Archilochos, Aristoteles und Herodot mit der Tyrannis selbst.19 Was die Quellenlage zur archaischen Tyrannis angeht, existieren kaum schriftliche Zeugnisse aus dieser Zeit.20 Trotz alledem erscheint die Quellenlage vielseitig, wobei des Öfteren die Glaubwürdigkeit des Verfassten in Frage gestellt werden muss, nicht auch zuletzt, weil mehrere hundert Jahre zwischen dem Ereignis und der Quelle liegen können. Oftmals hat ein Autor von einem anderen Autoren abgeschrieben oder eine Geschichte wurde gegenteilig beschrieben. Der älteste Bericht über die Tyrannis von Korinth stammt von Herodot, der hundert Jahre später schrieb und sich auf mündliche Überlieferungen stützen musste. In seiner Erzählung schilderte er die Struktur der am Isthmus gelegenen Polis sowie den Orakelspruch betreffend der Tochter von Amphions, namens Labda.21 Zudem verstärkte und nannte er weitere Quellen, die auf konkrete Ereignisse anspielen. Letztendlich behandelt diese Arbeit aber vordergründig die Rahmenhandlung, die Rede des Sosikles vor dem Peloponnesischen Bund, unter welcher die Kypselidenherrschaft ihre negative Darstellung fand.22 Die im Werk Herodots bewahrten Überlieferungen bilden die primären Quellen zum Problem der Älteren Tyrannis.23

Da es in der Forschung an einer umfassenden Darstellung und einer Systematik bisher gefehlt hat, sind die allgemeinen Überlegungen zur Entstehung, Charakter und Bedeutung der archaischen Tyrannis kaum ausreichend begründet und konsequent durchdacht. Die in dem bisherigen wissenschaftlichen Diskurs entwickelten Hauptthesen stehen weiterhin gleichberechtigt nebeneinander.24 Als Grundlage meiner Arbeit dienen zwei Werke, denen ich in Aufbau und Quellenverwendung größtenteils folgen möchte.25 Eine ausführliche quellenkundliche und theoretische Auseinandersetzung mit Herodot stellt die Untersuchung von Michael Stahl aus dem Jahre 1983 dar. Nach Auswertung der entsprechenden Herodotpassagen hat sich in der Forschung überwiegend die Auffassung herausgebildet, seine Position gegenüber den einzelnen Tyrannen ginge nicht immer mit seiner Sicht von Tyrannis als solcher konform.26 Die Forschung hat bislang die Frage nach der Beurteilung der Tyrannis durch Herodot folgendermaßen beantwortet: „ In der Bewertung einzelner Tyrannen durchaus ambivalent, in der allgemeinen Einstellung gegen ü ber der Tyrannis deutlich negativ “ 27. Seither zeichnete sich eine doppelte und in der Beurteilung grundsätzliche Tradition über die korinthischen Tyrannen ab.28 Michael Stahl widerlegt diese Forschungsthese und stellt zugleich weitere Thesen auf, indem er behauptet, folglich sei die moralische Schlechtigkeit zum Problem der Macht geworden und eine Verkehrung der natürlichen Ordnung sei eingetreten.29 Es stellt sich in diesem Zusammenhang nun die Frage, wie sich das Verhältnis zu seinem Volk verändert und welche Konsequenzen die korinthische Tyrannis mitsich bringt.

Bei der Hausarbeit liegt folgender Aufbau zugrunde: als Erstes wird eine Begriffs- und Konzeptanalyse der Tyrannis durchgeführt, um eine grundsätzliche Beurteilung der Tyrannis vorzunehmen. Im Folgenden sollen die Anfänge der Tyrannenherrschaft des Periander beleuchtet werden. Zum einen werden die Machtübernahme, und zum anderen die Maßnahmen zur Herrschaftssicherung, welche zur Stablisierung jener Macht führten, behandelt. Die Arbeit legt ihren Schwerpunkt auf das Ährengleichnis des Periander (5,92 ζ). Bei der Untersuchung wird besonders dem Verhältnis von Periander und seinem korinthischen Volk (5,92 η) nachgegangen, auch die Frage nach der Beurteilung der Tyrannis durch Herodot wird thematisiert. Anschließend werden die zentralsten Untersuchungsergebnisse in einem resümierenden Fazit zusammengefasst sowie die obige Fragestellung beantwortet.

2. Begriff und Konzept der Tyrannis

Der Begriff Tyrannis umschreibt eine Herrschaftsform der griechischen Antike, welche seit dem 7. Jahrhundert in Quellen als Regierungssystem beschrieben wird.30 Bis in den späten Hellenismus hinein werden Tyrannen in griechischen Poleis erwähnt.31 Eine Tyrannis beschränkte sich auf das Einflussgebiet einer Polis und resultierte oftmals aus Konflikten und Spannungen zwischen den führenden Familien einer Polis.32 Die Erfahrung der Tyrannis wird als Neuregelung der Machtverhältnisse innerhalb der Polis verstanden, da der Tyrann die geltende Polisordnung zerstörte.33 Mit der Herrschaft des Kypselos über Korinth begann die Epoche der archaischen Tyrannis, welche lediglich eine autoritäre Alleinherrschaft bezeichnete. Generell wird hier zwischen der ä lteren und der j ü ngeren Tyrannis unterschieden.34

Der Tyrannisbegriff ist in seinen verschiedenen Herleitungen ambivalent und hat im Laufe der Jahrhunderte eine Wandlung auf mehreren Ebenen erfahren.35 Was eigentlich den Inhaber eines griechisch-antiken Ausnahmeamtes bezeichnete, ist heute zu einer Herabwürdigung des Charakters eines Menschen geworden. Interessant bei den Diskussionen um das Wort Tyrann ist seine in heutiger Zeit immer negativ konnotierte Bedeutung. Dabei ist allein schon die Frage bemerkenswert, wieso es überhaupt zu einer fast durchweg negativ-anekdotenhaften Überlieferung gekommen war, wenngleich nicht alle antiken Autoren ein negatives Gesamtbild der Tyrannen zeichneten.36 Der Begriff Tyrannis wurde zum Synonym für all die Ängste, die eine aristokratische Gesellschaft stets plagten. Aus diesem Grund wird von einer Instrumentalisierung des Tyrannis- Begriffs gesprochen. Barceló macht dies am Beispiel des Ährengleichnisses fest.37 Der Historiker definiert die Staatsform der Tyrannis in dieser Weise:

„Mit Tyrannis bezeichnet man nicht nur jeden beliebigen Typus eines Machthabers, sondern Tyrannis wird auch Synonym für die entartete Monarchie. Gleichzeitig wird sie als Negation der Isonomie zum Symbol für Demokratiefeindlichkeit. Parallel dazu erfolgte die Projektion dieses Tyrannisbegriffes auf die Vergangenheit der archaischen Zeit, da es keine Belege dafür gibt, dass Potentaten wie Kypselos oder Peisistratos den Zeitgenossen als Tyrannen galten.“38

Nach de Libero zeigt sich die archaische Tyrannis als eine „ genuin aristokratische Herrschaftsform “.39 Des Weiteren stellte sie ein Paradoxon dar, weil der Tyrann den Standesgenossen das gemeinsame adelige Fundament entzog, obwohl die Tyrannis ihre Legitimation durch den Bezug auf adelige Werte fand. Dieser Widerspruch bewirkte den Zusammenbruch eines aristokratischen Selbstverständnisses. Somit bewirkte der Siegeszug der Tyrannis gleichzeitig die Brüchigkeit der Adelsgesellschaft.40

Zu den Charakteristika einer Tyrannis gehörten „ die beneidenswerte Stellung, der sagenhafte Reichtum, glanzvoller Luxus, milit ä rische Leistungen, G ö ttergunst und Ruhm, aber auch Machtbessenheit, Besitzgier, Extravaganz des Alleinherrschers und die Missgunst der Mitmenschen. “ 41

Berve wies dem Wort Tyrann eine negative Bedeutung zu, indem er unter anderem den Aspekt der Hybris und die Ungesetzlichkeit der Tyrannis erwähnt:

„Tyrann ist ein adeliger Herr, dessen Gier nach Reichtum und Herrschaft ihn dazu verführt, das Gemeinwesen zu vergewaltigen, über seine Mitglieder hemmungslos zu gebieten und sie brutal zu knechten. Sein leidenschaftliches Verlangen lässt ihn die Grenzen nicht sehen, die dem Menschen gesetzt sind; er verfällt der Hybris. Einer rechten Ordnung des öffentlichen Lebens (Eunomié) steht er mit seinem radikalen Egoismus als Feind entgegen. Seine Herrschaft ist ungesetzlich, daher wird ihn wie alle, welche die ehrwürdigen Satzungen missachten, Dike42, die Wahrerin des Rechtes, treffen.“43

Anhand von Handlungen einzelner Tyrannen lassen sich Hybris- und Hochmutsphänomene festmachen. Diese Selbstüberhebung verschiedener Tyrannen über die äußere Ordnung kann historisch nachgewiesen werden.44 Dabei werden die Taten des Periander als Steigerung der hybrischen Tendenzen des Kypselos angesehen. Herodot beschrieb dieses Phänomen im fünften Buch seiner Historien.45 Die Hybris der Macht wird in der Tragödie als Begleiterscheinung der Tyrannis gesehen.46

Aus dieser recht kurzen Diskussion ist deutlich erkennbar, welche Tragweite die Bedeutung und Verwendung des Begriffs Tyrann hat. Im Folgenden soll nun erläutert werden, wie Periander seine Macht erhalten und verwendet hat, sodass ihn sämtliche antike Geschichtsschreiber als Tyrann bezeichneten.

3. Periander von Korinth und seine Tyrannenherrschaft

Bevor sich der ausführlichen Analyse des herodoteischen Periander und seinem Verhältnis zum Volk gewidmet wird, findet zuerst noch eine Darstellung seiner wichtigsten Maßnahmen zur Herrschaftssicherung statt.

Als der Begründer der Tyrannis, Kypselos, seine Tyrannis errichtete, sprach man noch von einer Usurpation, da der Vorgang auf gewaltsame Art und Weise geschah.47 Bei seinem Sohn Periander fiel dieser Aspekt weg, da er als rechtmäßiger Erbe an die Herrschaft gelangt sei.48 Herakleides beschrieb diesen Vorgang der Machtübernahme wie folgt: „ Periander primus rempublicam immutavit, satellitium sibi sumens, neque in urbe vivere plebi permittens, servosque alere et deliciari prohibens [...]. “ 49 Periander musste nach seiner Machtübernahme in Korinth einen Weg finden, diesen Führungsanspruch zu verteidigen und zu erhalten, was im Folgenden beschrieben werden soll. Um die Tyrannis langfristig zu erhalten, musste er sich Mitteln bedienen, die nur durch die Schaffung von Gesetzen machbar waren. Seine Angst gestürzt zu werden, hat Aristoteles mit folgenden Worten auf den Punkt gebracht:

„Dass man die hervorragenden Männer nicht aufkommen lässt und die selbstbewussten auf die Seite schafft, keine Tischgenossenschaften, keine Klubs, keine Bildungsbestrebungen, noch sonst dergleichen duldet, sondern alles zu verhüten trachtet, woraus zweierlei, Selbstgefühl und wechselseitiges Vertrauen zu entspringen pflegt; dass man ferner keine Gesellschaften oder auch nur geselligen Zusammenkünfte aufkommen lässt, kurz alles tut, damit alle einander möglichst unbekannt bleiben.“50

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ließ Periander keinen Korinther ohne seine Erlaubnis in der Stadt wohnen.51 Des Weiteren verbot er dem Volk sich dem Nichtstun und der Faulheit hinzugeben. Folglich untersagte er den Bürgern sich Sklaven zu halten, und fand für all diejenigen, die gerade nichts zu tun hatten, eine neue Beschäftigung.

[...]


1 Zur Periodisierung der archaischen Zeit und der gesamten griechischen Geschichte, siehe Stahl, M., Gesellschaft und Staat, Bd. 1, Paderborn u.a. 2003, S. 11ff. Zur Entstehung der archaischen Tyrannis: Welwei, K.-W., Die griechische Polis. Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit, Stuttgart 1988, S. 98f.

2 Arist. pol. 5, 1310 b 23ff. Kypselos beseitigte die bisher herrschende Oligarchie. Vgl. dazu: Barceló, P., Basileia, Monarchia, Tyrannis. Untersuchungen zu Entwicklung und Beurteilung von Alleinherrschaft im vorhellenistischen Griechenland, Stuttgart 1973, S. 155.

3 de Libero, L., Die archaische Tyrannis, Stuttgart 1996, S. 144.

4 Arist. pol. 1315b 25ff. (ed. v. E. Rolfes).

5 Herodot 5,92 (übers. u. ed. v. J. Feix); Nikolaos von Damaskos, FgrHist 90 F 57,8 (übers. v. C.M. Fauber), in: http://www.classics.uiuc.edu/fauber/HIST202/files/nikdam.pdf (01.08.2017).

6 Berve, H., Die Tyrannis bei den Griechen. 1. Bd., München 1967, S. 19.

7 de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 151.

8 Hdt. 5,92.

9 Herakleides FHG 2, F 5, S. 213 (ed. v. T. Müller).

10 Ebd.; Schachermeyr, F., RE XIX , 1 (1937), S. 715; Gehrke, H.-J./ Schneider, H. (Hg.), Geschichte der Antike. Ein Studienbuch, Stuttgart u.a. 2006, S. 133.

11 Zur positiven Perianderbeurteilung siehe: Berve, Die Tyrannis bei den Griechen, S. 19f.

12 Vgl. hierzu: Snell, Bruno, Leben und Meinungen der Sieben Weisen, München 1971, S. 7-13. Er zählte zu den Sieben Weisen, wurde jedoch später durch Myson aus Chen ersetzt.

13 In Hdt. 3,52f. erzählt er, dass die Insel unter Periander ganz unter die Kontrolle der Korinther gelangt sei. Nikolaos von Damaskos, FgrHist 90 F 57,7 berichtet: Viele Bakchiaden flohen bei der Machtübernahme des Periander nach Korkyra und ließen sich dort nieder. In FgrHist 90 F 59,2 soll Periander die Bewohner Korkyras selbst niedergeschlagen haben und dabei fünfzig Männer getötet haben.

14 Hdt. 5,95; vgl. Diogenes Laertius, 1,74 (übers. u. ed. v. O. Apelt).

15 Zur Außenpolitik der Kypseliden vgl.: Berve, Die Tyrannis bei den Griechen, S. 20f.; 526f.

16 Nikolaos von Damaskos, FgrHist 90 F 60,1.

17 Vgl. dazu: Stein-Hölkeskamp, Elke, Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer, München 2015, S. 274.

18 Gehrke/Schneider, Geschichte der Antike, S. 134; Berve, Die Tyrannis bei den Griechen, S. 25.

19 Eine mögliche Auswahl: Archil. frg. 19; frg. 23, 17-21 (übers. v. M.-L. West). Aristoteles Pol. III, 6-8; Hdt. 5,78; 5,92.

20 Zur Quellenlage der archaischen Tyrannis siehe: de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 11.

21 Hdt. 5,92, 2-3.

22 Ausführlicher wird dies diskutiert bei: Vivienne J. Gray: Herodotus and Images of Tyranny: The Tyrants of Corinth, The American Journal of Philology, Vol. 117, No. 3 (Autumn, 1996), S. 361-389.

23 Stahl, Tyrannis und das Problem der Macht, S. 202.

24 de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 17. Als Grund gibt de Libero die fehlende Systematik an.

25 Stahl, Tyrannis und das Problem der Macht. Die Geschichten Herodots über Kypselos und Periander von Korinth, Hermes 111 (2): 202-220 (1983); de Libero, L., Die archaische Tyrannis, Stuttgart 1996. Obwohl nicht jede Auffassung miteinander übereinstimmt, ergänzen sich diese Werke und lassen somit ein Urteil zu.

26 Stahl, Tyrannis und das Problem der Macht, S. 202.

27 Ebd., S. 203.

28 Ebd., S. 212.

29 Ebd., S. 214ff. Siehe Kapitel 4.2. in der vorliegenden Arbeit.

30 Der Begriff wird Mitte des 7. Jahrhundert v. Chr. als erstes bei Archilochos von Paros in Zusammenhang mit dem Lyderkönig Gyges erwähnt: Archil., frg. 22 (übers. v. Ernst Diehl). Vgl. dazu: de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 23.

31 Gehrke, H.-J., Geschichte des Hellenismus, München 2008, S. 72.

32 de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 412f.

33 Barceló, Basileia, Monarchia, Tyrannis, S. 156f.; Stahl, S. 214.

34 Die ältere Tyrannis bzw. archaische Tyrannis umfasst einen Zeitraum von circa 150 Jahren, von der Mitte des 7. Jahrhunderts bis Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. Die Jüngere Tyrannis bildet die Zeit vom frühen 5. Jahrhundert v. Chr. bis in die hellenistische Zeit im 4. Jahrhundert v. Chr. Siehe hierzu: Berve, Die Tyrannis bei den Griechen, S. 10f.; Cobet, Justus, Tyrannis, in: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, Bd. 12/1, Stuttgart/Weimar 2002, Sp. 948-950.

35 Einer der ersten Wandel lässt sich bei Aristoteles festmachen. Er hat den Tyrannisbegriff als Abgrenzung gegenüber gesetzmäßigen Formen der Alleinherrschaft verwendet. Siehe dazu: Barceló, Basileia, Monarchia, Tyrannis, S. 269.

36 Aufgrund der ambivalenten Überlieferung ist es schwierig zu entscheiden, welche Charakterattribute als tugenhaft oder moralisch verwerflich gelten. Insgesamt lässt sich die Überlieferungsgeschichte des Begriffs schwer rekonstruieren.

37 Barceló, Basileia, Monarchia, Tyrannis, S. 158.

38 Ebd., S. 182.

39 de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 412.

40 Ebd., S. 134; 400ff.

41 Zu den Attributen einer Tyrannis vgl.: de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 37.

42 Das moralische Konzept der Dike greift, wenn jemand der Hybris verfällt. Vgl. hierzu: de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 33.

43 Berve, Die Tyrannis bei den Griechen, S. 3.

44 Der Begriff des Hochmutes nach Aristoteles: Nach Aristoteles, Arist. eth. Nic. 1123a 34; 1124b 5-7 (übers. v. Eugen Rolfes u. bearb. v. Günther Bien), ist der Hochmut erstrebenswert.

45 Insgesamt drei Geschichten bestätigen diese Vermutung über Periander: Thrasybulos und Periander im Ährengleichnis (Hdt. 5,92), Periander hat aufgrund seiner Frau Melissa die Frauen der Korinther beraubt (Hdt. 5,92) sowie die Entführung der dreihundert Jünglinge vornehmer Familien (Hdt. 3,48-53).

46 Fahr, H., Herodot und Altes Testament, Frankfurt u.a. 1971, S. 36f.

47 Vgl.: de Libero, Die archaische Tyrannis, S. 141; Barceló, Basileia, Monarchia, Tyrannis, S. 152.

48 Berve, Die Tyrannis bei den Griechen, S. 19.

49 Herakleides, FHG 2, F 5, S. 213.

50 Arist. pol. 1213 a 41-1313 b 4.

51 Anm. 49.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Eine kritische Quellenanalyse zum herodoteischen Periander und seinem Verhältnis zum korinthischen Volk. Eine Tyrannenherrschaft
Hochschule
Universität zu Köln  (Abteilung für Alte Geschichte)
Veranstaltung
Das archaische Griechenland. Die Entstehung der Polis.
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V380954
ISBN (eBook)
9783668580503
ISBN (Buch)
9783668580510
Dateigröße
596 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Archaik Tyrannis Korinth Periander Griechenland Polis
Arbeit zitieren
Laura Sophie Kersch (Autor), 2017, Eine kritische Quellenanalyse zum herodoteischen Periander und seinem Verhältnis zum korinthischen Volk. Eine Tyrannenherrschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380954

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