In dieser Arbeit wird ein Zeitungskommentar mit Karikatur analysiert. Kriterien, die dabei betrachtet werden sind unter anderem die Textualitätskriterien, die Kohäsion, die Kohärenz und die Intertextualitätskriterien.
Zudem wird beleuchtet, warum es sich beim analysierten Text um die Textsorte Kommentar handelt. Damit einher wird auch behandelt, wie der Informationsfluss im Kommentar funktioniert. Abschließend wird eine Textevaluation durchgeführt, die unter anderem aufzeigt, welche typischen Elemente des Kommentars wirklich vorhanden sind.
Inhaltsverzeichnis
Textualitätskriterien
Kohäsion
Kohärenz
Intertextualität und Textsorte
Textaufbau
Kontext des Textes und Informationsfluss
Textevaluation und Verbesserungsvorschläge
Rhetorische Stilmittel und Effektivität
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen Zeitungskommentar anhand textlinguistischer Kriterien systematisch zu analysieren. Dabei steht die Untersuchung der Textualität, insbesondere der Kohäsion und Kohärenz, sowie die Wechselwirkung zwischen dem geschriebenen Text und einer beigefügten Karikatur im Fokus der Forschungsfrage.
- Analyse textueller Konstitutionsmerkmale (Kohäsion und Kohärenz)
- Untersuchung der multimodalen Gestaltung durch Text-Bild-Verknüpfung
- Evaluation der Textsortenspezifik eines Zeitungskommentars
- Ermittlung des Informationsflusses und der thematischen Entfaltung
- Analyse rhetorischer Stilmittel zur Meinungsbildung
Auszug aus dem Buch
Kohäsion
Die Kohäsion ist ein Teil der Textualitätskriterien, die dazu beitragen, dass ein Text als Text wahrgenommen wird.
Aufgrund der Vielfältigkeit der Kohäsionsmittel sollen nur einige wenige aufgezählt werden und anhand von Beispielen aus dem Zeitungskommentar „Kreml kämpft um vergangene Größe“, aus dem Standard, erläutert werden.
Rekurrenz
Als erstes soll die Rekurrenz erklärt werden. In diesem Fall wird ein und dasselbe Lexem in einem Text immer wieder aufgenommen. In Bezug auf das Sprachliche beziehungsweise auf das Stilistische ist diese Form der Kohäsion nicht optimal, sorgt aber für Präzision und Eindeutigkeit. Dies ist auch der Grund dafür, dass sie besonders in Fachtexten sehr beliebt ist. (vgl. Busch/Stenschke 2014, S. 238)
Zusammenfassung der Kapitel
Textualitätskriterien: Dieses Kapitel definiert, was einen Text konstituiert und führt die zentralen Kriterien wie Sprachlichkeit, Kohäsion und Kohärenz ein.
Kohäsion: Hier werden grammatische Verknüpfungsmittel wie Rekurrenz, Substitution und Pro-Formen anhand des analysierten Zeitungskommentars praktisch erläutert.
Kohärenz: Dieses Kapitel widmet sich dem inhaltlich-thematischen Zusammenhang und analysiert Schlüsselwörter, Themenhierarchie und die thematische Entfaltung im Kommentar.
Intertextualität und Textsorte: Es wird untersucht, wie der Text mit anderen Textmustern verknüpft ist und inwiefern er Merkmale der Textsorte Kommentar mit denen eines Berichts vermischt.
Textaufbau: Dieser Abschnitt beleuchtet die multimodale Kommunikation, insbesondere das Zusammenspiel von Sprache und Bild (Karikatur), sowie das Konzept des Textdesigns.
Kontext des Textes und Informationsfluss: Es wird analysiert, in welchem kommunikativen Kontext der Kommentar verfasst wurde und wie Informationen strategisch zur Meinungsbildung eingesetzt werden.
Textevaluation und Verbesserungsvorschläge: Die Autorin kritisiert die Informationsdichte des Textes und bemängelt das Fehlen eines klaren Appells, was den Kommentar von typischen Vertretern seiner Gattung unterscheide.
Rhetorische Stilmittel und Effektivität: Das abschließende Kapitel untersucht rhetorische Figuren wie Personifikation und Metaphern und deren Wirkung auf den Leser.
Schlüsselwörter
Textlinguistik, Kohäsion, Kohärenz, Intertextualität, Multimodalität, Zeitungskommentar, Rekurrenz, Substitution, Themenentfaltung, Bildpragmatik, Textsorte, Diskursanalyse, Russland, Rhetorik, Semiotik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse eines aktuellen Zeitungskommentars zur russischen Außenpolitik inklusive einer begleitenden Karikatur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit untersucht textlinguistische Kernbereiche wie die syntaktische Verknüpfung (Kohäsion), den inhaltlichen Zusammenhang (Kohärenz) sowie die Wirkung von Bildern in journalistischen Texten (Multimodalität).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Qualität und Struktur des Kommentars zu evaluieren und aufzuzeigen, wie sprachliche Mittel und bildliche Darstellungen zur Bedeutungskonstruktion und Meinungsbeeinflussung beitragen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden klassische textlinguistische Analyseverfahren angewandt, darunter der themenanalytische Dreischritt nach Busch/Stenschke sowie Ansätze aus der Bildpragmatik und Semiotik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der textuellen Kohäsionsmittel, die thematische Analyse, die Einordnung in die Textsorte sowie die Untersuchung der Text-Bild-Verknüpfung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kohäsion, Kohärenz, Multimodalität und Textsortenanalyse bestimmt.
Warum spielt die Karikatur eine so wichtige Rolle im Text?
Die Autorin argumentiert, dass die Karikatur nicht nur Interesse weckt, sondern durch die spezifische Beschriftung und Darstellung eine semantische Aufladung erfährt, die den politischen Gehalt des Kommentars stützt.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Textqualität?
Die Autorin kritisiert, dass der untersuchte Kommentar zu faktenlastig ist und die für die Textsorte charakteristische subjektive Meinungsbildung sowie der abschließende Appell zu kurz kommen.
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- Janine Kermec (Author), 2017, Analyse eines Zeitungskommentars mit Karrikatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381054