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Die Bourdieu Habitualisierung von Beger und Luckmann. Die soziale Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit

Ein Theorienvergleich

Title: Die Bourdieu Habitualisierung von Beger und Luckmann. Die soziale Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit

Term Paper , 2017 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Paul Weinheimer (Author)

Sociology - Basics and General
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In einer Wachstumsgesellschaft, welche stets auf der Suche nach größerer Effizienz ist, müssen Handlungen immer weiter routiniert werden um höhere Leistung an anderer Stelle zu gewährleisten. Viele Dinge in der alltäglichen Welt sind so geschmückt von institutionalisiertem Verhalten, als auch mit Prozessen, die man tut, weil sie als normal und vernünftig gelten. So wird nach und nach unsere direkte Umwelt zu einem System von sozial Konstruierter Wirklichkeit die uns als ein bestehendes Netz von Objektivität erscheint. Die Frage und Analyse dieses Prozesses soll in Form eines Vergleiches das Thema dieser Arbeit bilden. Peter L. Berger und Thomas Luckmann analysieren in ihrem 1969 erschienen Werk „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ das die Grundprozesse einer sozialen Wirklichkeit beleuchtet soll. Der Prozess der Institutionalisierung bildet einen Teil ihres Werkes, welcher Gesellschaft als eine objektive Wirklichkeit beschreibt. Auch Pierre Bourdieu der als einer der renommiertesten Soziologen des 20. Jahrhunderts gilt beschäftigte sich mit der Frage nach dem Einfluss von sozialen Faktoren für eine gesellschaftliche Ordnung. Aus diesem Grunde entwickelte er anhand des sozialen Feldes und der Dimension des Habitus, ein Konzept, welches die unsichtbaren Beziehungen der einzelnen Akteure in einem dialektischen Prozess aufzeigen sollte. Es geht Bourdieu unteranderem darum Praktiken zu Analysieren welche als vernünftig gelten ohne durch eine bestimmte von von vernünftigen Kalkül geleitet zu sein. In der folgenden Arbeit soll nun untersucht werden, inwiefern man das Habituskonzept nach Bourdieu mit dem Institutionalisierungsprozess von Berger und Luckmann vergleichen kann. Insbesondere geht es darum, Parallelen und Unterschiede herauszuarbeiten um eine Mögliche Kombination der Theorien aufzuzeigen oder die Grenzen der Vereinbarkeit klar zu machen. Zunächst soll die Methodik, um einen sozialwissenschaftlichen Vergleich durchzuführen erörtert werden. Anschließend wird die Theorie von Berger und Luckmann skizziert wobei, es vor allem um den Prozess der Institutionalisierung gehen soll. Im Weiteren soll auf Bourdieus Theorie eingegangen werden, bei dem die Begrifflichkeiten des sozialen Raumes sowie das Habitus Konzept im Vordergrund stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodisches Konzept

3. Berger und Luckmann

3.1 Wissen

3.2 Institutionalisierungsprozess

4. Bourdieu

4.1 Sozialer Raum

4.2 Habitus Konzept

5. Parallelen der beiden Ansätze

6. Unterschiede der beiden Ansätze

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Institutionalisierungsprozess nach Berger und Luckmann mit dem Habituskonzept von Pierre Bourdieu zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der theoretischen Fundierung gesellschaftlicher Ordnung aufzuzeigen und deren Komplementarität zu prüfen.

  • Sozialkonstruktivistische Grundprozesse bei Berger und Luckmann
  • Die Bedeutung von Wissen und Institutionalisierung
  • Struktur und Praxis im Habituskonzept von Bourdieu
  • Der soziale Raum als analytische Kategorie
  • Dialektik von Struktur und handelndem Subjekt

Auszug aus dem Buch

3.2 Institutionalisierungsprozess

Berger und Luckmann beschreiben die Gesellschaft als eine objektive Wirklichkeit, die sich durch ihre „objektive Faktizität“ (Berger; Luckmann 1969, s.20) auszeichnet. Dabei steht die objektive Faktizität für eine soziale Welt, die konstruiert wird und trotz dessen als eine unabhängige Gegebenheit erscheint (vgl. ebd.). Es geht somit um die Frage, wie ein subjektiv gemeinter Sinn eine objektive Faktizität erreicht und wie diese eine gesellschaftliche Ordnung konstituiert (vgl. ebd, s.55). Zunächst legen Berger und Luckmann dar, dass die gesellschaftliche Ordnung nicht von Natur aus, als gegeben anzunehmen ist, sondern durch soziokulturelle Faktoren bestimmt wird (vgl. ebd., s.52). Der Prozess der Institutionalisierung wird somit als Antwort nach der Möglichkeit für Stabilität innerhalb gesellschaftlicher Strukturen untersucht (vgl. Endress 2012, s.126).

Der Institutionalisierungsprozess beginnt bei Berger und Luckmann mit der Habitualisierung (vgl. Miebach 2013, s.366). Jede Handlung birgt das Potenzial der Gewöhnung, welches zu einer Einsparung von Kraft und einer immer stärker werdenden Routine führt (vgl. Berger; Luckmann 1969, s.56). Die so entstehenden Routinehandlungen betreffen Denk- und Handlungsmuster und werden als Habitualisierung von Handlungen erfasst (vgl. Endress 2012, s.133). Die Ausführung solcher Handlungen geschehen somit nach einer gewissen Zeit unbewusst (vgl. Berger; Luckmann 1969, s.57). Habitualisierung fungiert außerdem als das Bindeglied zwischen der Externalisierung, welche die Entäußerung des Menschen in die Welt beschreibt, und der Institutionalisierung, welche als Resultat die Institution aufweist und so ein Teil der sozialen Wirklichkeit darstellt (vgl. Endress 2012, s.126).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die Zielsetzung, durch einen Theorienvergleich zwischen Berger & Luckmann und Bourdieu die Konstruktion gesellschaftlicher Ordnung zu untersuchen.

2. Methodisches Konzept: Hier wird das methodische Vorgehen dargelegt, das primär auf einer Konfrontation der Theorien basiert, um Parallelen und Differenzen ohne Konkurrenzanalyse herauszuarbeiten.

3. Berger und Luckmann: Dieses Kapitel widmet sich der Interpretation der Wissenssoziologie bei Berger und Luckmann, insbesondere der Rolle von Wissen und dem Institutionalisierungsprozess.

4. Bourdieu: Dieser Abschnitt erläutert die Theorie Bourdieus, mit Fokus auf den sozialen Raum, das Kapital und das Habituskonzept als Bindeglied zwischen Struktur und Praxis.

5. Parallelen der beiden Ansätze: Das Kapitel vergleicht die dialektischen Prozesse der beiden Ansätze und arbeitet Gemeinsamkeiten in Bezug auf soziokulturelle Ursachen gesellschaftlicher Ordnung heraus.

6. Unterschiede der beiden Ansätze: Hier werden die methodischen Differenzen, insbesondere zwischen der dispositionellen Handlungstheorie Bourdieus und dem sozialkonstruktivistischen Prozessansatz von Berger und Luckmann, erörtert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass trotz grundlegender Unterschiede in der Konzeption eine Komplementarität der Theorien für die Analyse sozialer Wirklichkeit denkbar ist.

Schlüsselwörter

Soziale Konstruktion, Institutionalisierung, Habitus, Bourdieus Theorie, Berger und Luckmann, Sozialer Raum, Wissenssoziologie, Dialektik, Habitualisierung, Objektive Faktizität, Sozialisation, Handlungstheorie, Soziale Ordnung, Theorievergleich, Dispositionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem theoretischen Vergleich zwischen dem sozialkonstruktivistischen Ansatz von Berger und Luckmann und dem Habituskonzept von Pierre Bourdieu.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Entstehung sozialer Ordnung, die Rolle von Wissen, der Prozess der Institutionalisierung sowie die Konzepte des sozialen Raumes und des Habitus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Parallelen und Unterschiede zwischen beiden theoretischen Ansätzen herauszuarbeiten, um die Möglichkeiten einer kombinierten theoretischen Betrachtung sozialer Wirklichkeit zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des Theorienvergleichs, bei dem Begriffe und Konzepte beider Ansätze präzisiert und im Rahmen einer Konfrontation zueinander in Bezug gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Theorien von Berger und Luckmann (Wissen, Institutionalisierung) sowie Bourdieu (sozialer Raum, Habitus) und deren anschließenden Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Konstruktion, Institutionalisierung, Habitus, Wissen, Sozialer Raum, Dialektik und Handlungstheorie.

Inwiefern unterscheiden sich die Ansätze in ihrer Herangehensweise an Bewusstsein?

Berger und Luckmann integrieren das Bewusstsein des Subjekts stärker in ihren Prozessansatz, während der Habitus bei Bourdieu oft durch Imitation und unbewusste Dispositionen geprägt ist.

Ist eine Kombination der beiden Theorien laut Fazit sinnvoll?

Das Fazit deutet an, dass eine Komplementarität besteht, da beide Theorien das externalisierende Subjekt mit der sozialen Welt verbinden, was ein Zusammenspiel von Habitus und Institutionalisierung nahelegt.

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Details

Title
Die Bourdieu Habitualisierung von Beger und Luckmann. Die soziale Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit
Subtitle
Ein Theorienvergleich
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
Paul Weinheimer (Author)
Publication Year
2017
Pages
15
Catalog Number
V381067
ISBN (eBook)
9783668577244
ISBN (Book)
9783668577251
Language
German
Tags
Bourdieu Habitualisierung Berger und Luckmann Internalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Weinheimer (Author), 2017, Die Bourdieu Habitualisierung von Beger und Luckmann. Die soziale Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381067
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