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Gesundheitskompetenz als Tertiärprävention bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ II. Ansätze zur Förderung in Deutschland

Titel: Gesundheitskompetenz als Tertiärprävention bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ II. Ansätze zur Förderung in Deutschland

Bachelorarbeit , 2017 , 54 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Kristin Prüßner (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Etwa 6 Millionen Menschen leiden 2017 in Deutschland an einem Diabetes mellitus, davon werden über 90 Prozent dem Diabetes mellitus Typ II zugeordnet. Zusätzlich wird die Dunkelziffer der nicht erkannten Diabeteserkrankungen in Deutschland auf etwa 2 Millionen geschätzt. Im Zuge der Verbreitung neuer Kommunikationstechnologien, wie dem Internet, besteht heute Zugang zu einer unendlichen Zahl an Informationen. Experten wie Ärzte, Pflegepersonal oder Apotheker sind demnach nicht mehr die einzigen Quellen für gesundheitsrelevante Informationen. Für den Umgang mit Gesundheitsinformationen, Auswahl an Präventionsmaßnahmen und um Entscheidungen im Krankheitsfall treffen zu können, sind bestimmte kognitive und soziale Fähigkeiten notwendig, die als Gesundheitkompetenz bezeichnet werden. Eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz hat laut bisheriger Studien negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand, das Gesundheitsverhalten, bestimmte Risikofaktoren und die Nutzung und Kosten des Gesundheitssystems.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Bedeutung Gesundheitskompetenz für die Tertiärprävention bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ II hat und welche Ansätze zur Förderung von Gesundheitskompetenz in Deutschland bereits bestehen.
Dabei wurden unterschiedliche Ansätze zur Gesundheitskompetenz national und international dargestellt und ein Überblick über die Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen Gesundheitskompetenzlevel und Gesundheitsstatus gegeben. Abschließend wurden beispielhaft Ansätze zur Förderung von Gesundheitskompetenz, wie das Beispiel der Patientenuniversität an der Medizinischen Hochschule Hannover vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemhintergrund

2.2 Diabetes mellitus Typ II – Erkrankung und Herausforderungen

2.3 Epidemiologie und Public Health Relevanz

3. Methodik

4. Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen

4.1 Definitionen und Konzept Gesundheitskompetenz

4.2 Health Literacy Pathway Model

4.3 Zusammenhang von Gesundheitskompetenz und Gesundheitsoutcomes bei chronischen Erkrankungen

5. Typ-II-Diabetes – Therapie und Gesundheitskompetenz

5.1 Therapiekonzept bei T2DM

5.2 Kompetenzen im Umgang mit T2DM

5.3 Selbstmanagement und Empowerment

6. Förderung von Gesundheitskompetenz

6.1 Ansätze zur Förderung von Gesundheitskompetenz

6.2 Förderung der Gesundheitskompetenz älterer Menschen - IROHLA

6.3 Patientenuniversität an der Medizinischen Hochschule Hannover

7. Diskussion

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Gesundheitskompetenz in der Tertiärprävention bei Erwachsenen ab 50 Jahren mit Diabetes mellitus Typ II. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand über den Zusammenhang zwischen Gesundheitskompetenz und dem Krankheitsverlauf zu beleuchten sowie bestehende Förderansätze und deren Relevanz für das deutsche Gesundheitssystem kritisch zu diskutieren.

  • Bedeutung der Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen
  • Herausforderungen der T2DM-Therapie und Selbstmanagement
  • Zusammenhang zwischen Gesundheitskompetenz und Therapieerfolg
  • Konzepte der Gesundheitsförderung und Empowerment
  • Praxisbeispiele zur Förderung von Gesundheitskompetenz

Auszug aus dem Buch

4. Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen

Aus der Public-Health-Perspektive ist es notwendig, Gesundheitskompetenz nicht nur in Bezug auf den Einzelnen, sondern im Blick auf die Befähigung (Empowerment) für gesundheitsrelevante Entscheidungen der Gesamtbevölkerung zu betrachten (Jordan & Hoebel, 2015).

Abb. 1 zeigt, dass der Sozialstatus mit dem Health Literacy-Niveau korreliert. Von der Bevölkerungsgruppe mit einem niedrigen Sozialstatus besitzen nur 21,7 Prozent ein exzellentes oder ausreichendes Health Literacy-Niveau. Bei den Menschen mit hohem Sozialstatus haben bereits 62,2 Prozent ein exzellentes oder ausreichendes Health Literacy-Niveau (Schaeffer et al., 2017). Auch das Risiko für bestimmte chronische Erkrankungen, wie der Diabetes mellitus, ist bei Armut, also einem niedrigen Sozialstatus, erhöht (Lange, 2012).

Patienten mit einer eingeschränkten funktionalen Gesundheitskompetenz haben unter anderem Probleme mit dem Lesen von Informationen auf Medikamentenverpackungen, Bewerten von Blutzuckerwerten, dem Lesen und Verstehen von Informationsbroschüren oder Einverständniserklärungen. Eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz kann sich aber auch auf die kommunikativen Fähigkeiten und das Einschätzen von Risikofaktoren auswirken. Aufgrund der komplexen, technischen und Selbstmanagementanforderungen an den Patienten kann eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz vor allem in der Versorgung von chronisch Kranken eine entscheidende Barriere darstellen. Mangelnde Gesundheitskompetenz ist bei Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie dem T2DM verbreitet (Schillinger, 2002). Das Gesundheitskompetenz-Niveau korreliert mit dem Gesundheitszustand: Menschen mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz haben einen schlechteren Gesundheitszustand als solche mit einem höheren Gesundheitskompetenz-Niveau (Dewalt, Berkman, Sheridan, Lohr & Pignone, 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Diabetes mellitus Typ II und der Notwendigkeit von Gesundheitskompetenz als zentralem Faktor für eine gelungene Tertiärprävention.

2. Problemhintergrund: Analyse des demografischen Wandels und der Herausforderungen, die chronische Erkrankungen an das Gesundheitssystem und die Patienten stellen.

3. Methodik: Darlegung der literaturbasierten Recherchestrategie und der wissenschaftlichen Grundlage, auf der die Arbeit aufbaut.

4. Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen: Definition der Gesundheitskompetenz und Beschreibung des Health Literacy Pathway Models im Kontext chronischer Erkrankungen.

5. Typ-II-Diabetes – Therapie und Gesundheitskompetenz: Erläuterung des Therapiekonzepts bei T2DM und die Rolle von Selbstmanagement, Empowerment und Patientenschulung.

6. Förderung von Gesundheitskompetenz: Vorstellung aktueller nationaler und internationaler Förderstrategien sowie praktischer Projekte wie der Patientenuniversität.

7. Diskussion: Kritische Reflexion der Konzepte und der aktuellen Forschungslage zur Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen.

8. Fazit: Zusammenfassendes Urteil über die Bedeutung der Gesundheitskompetenz für die Tertiärprävention und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Gesundheitskompetenz, Health Literacy, Diabetes mellitus Typ II, Tertiärprävention, chronische Erkrankungen, Selbstmanagement, Empowerment, Patientenuniversität, Gesundheitskommunikation, Therapieadhärenz, Patientenschulung, Public Health, Versorgungsqualität, Demografischer Wandel, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Gesundheitskompetenz bei der Bewältigung von Diabetes mellitus Typ II, insbesondere bei Erwachsenen ab 50 Jahren im Rahmen der Tertiärprävention.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Gesundheitskompetenz, Selbstmanagement bei Diabetes, Patienten-Empowerment, chronische Krankheitsbewältigung und die Wirksamkeit von Bildungsangeboten.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, welche Bedeutung die Gesundheitskompetenz in der Tertiärprävention bei Erwachsenen mit Typ-II-Diabetes hat und welche Förderansätze hierfür in Deutschland existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen literaturbasierten Recherche unter Einbeziehung internationaler Reviews, gesundheitswissenschaftlicher Berichte und relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Konzept der Gesundheitskompetenz, den Zusammenhang mit Diabetes-Outcomes, die Anforderungen der T2DM-Therapie und verschiedene Interventionsansätze zur Kompetenzförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Gesundheitskompetenz (Health Literacy), Diabetes mellitus Typ II, Selbstmanagement, Empowerment und Tertiärprävention.

Welche Bedeutung hat das „Health Literacy Pathway Model“ in der Untersuchung?

Das Modell dient dazu, die stufenweise Entwicklung von Gesundheitskompetenz von der Wissensaneignung bis hin zur fundierten Entscheidungsfindung im Krankheitsverlauf zu veranschaulichen.

Wie unterscheidet sich die „Patientenuniversität“ von anderen Angeboten?

Die Patientenuniversität bietet eine universitäre Gesundheitsbildung „für Jedermann“ an, die durch interaktive Lernstationen und den Verzicht auf Pharma-Finanzierung eine neutrale und patientenorientierte Wissensvermittlung fördert.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesundheitskompetenz als Tertiärprävention bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ II. Ansätze zur Förderung in Deutschland
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,0
Autor
Kristin Prüßner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
54
Katalognummer
V381078
ISBN (eBook)
9783668583221
ISBN (Buch)
9783668583238
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Health Literacy Gesundheitskompetenz Diabetes Alterung Gesundheitsorganisation Selfmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristin Prüßner (Autor:in), 2017, Gesundheitskompetenz als Tertiärprävention bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ II. Ansätze zur Förderung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381078
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Leseprobe aus  54  Seiten
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