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Weltmarkt Privathaushalt. Zwischen partnerschaftlicher Gleichverteilung und der Umverteilung zwischen Frauen

Title: Weltmarkt Privathaushalt. Zwischen partnerschaftlicher Gleichverteilung und der Umverteilung zwischen Frauen

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 2,00

Autor:in: Anna Mindlina (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Immer mehr wird der Privathaushalt zum Weltmarkt. Dienstmädchen, Kindermädchen, Haushaltshilfen, Putz- und Pflegekräfte übernehmen heute in zunehmendem Maße die Versorgungsarbeit in privaten Haushalten.

Doch aus welchem Grund erfolgt die Zunahme der Dienstmädchen- Beschäftigungen? Ist es eine Strategie einheimischer berufstätiger Frauen, die sich ihrer häuslichen Arbeit entledigen wollen? Einheimische Frauen nehmen immer mehr an dem Arbeitsmarkt teil, doch die von der Gesellschaft zugeschriebene Zuständigkeit für Haus- und Sorgearbeit bleibt weiterhin bestehen. Teilweise sind die beiden Bereiche Karriere und Haushalt- und Sorgearbeit nicht miteinander in Einklang zu bringen, aus diesem Grund kommt es zu einer sogenannten "Arbeitsteilung unter Frauen".

Das gesellschaftliche Phänomen der Dienstmädchen ist durch die Globalisierung und Internationalisierung zu einem sehr komplexen Thema geworden, das nur schwer konkret zu beantworten ist. Eher umfasst dieses Thema einen sehr breiten Themenkomplex. Zum Beispiel ist „...bekannt, dass die Beschäftigten zu mehr als 90% Frauen sind. Die ‚Dienstmädchen‘ von heute sind oft Migrantinnen“, und aus dieser Tatsache heraus bildet sich der Themenkomplex der feminisierten Migration, ebenso wie der Themenkomplex der irregulären Arbeitsverhältnisse, der Umverteilung der Haushaltsarbeit zwischen den Frauen und vieles mehr.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Privathaushalt als Weltmarkt für weibliche Arbeitskraft

2.1 Die Feminisierung der Migration

2.2 Zielort der feminisierten Migration: Privathaushalt

3. Partnerschaftliche Gleichverteilung? Zur Realität der Globalisierung von Haushalts- und Sorgearbeit

3.1 Die Umverteilung der Haushaltsarbeit

3.2 Die Umverteilung der Sorgearbeit - Care Workers als Familienersatz

4. Alltagsabhängigkeiten zwischen Frauen

4.1 Die Notwendigkeit von ausländischen Haushaltshilfen

4.2 Zur Alltagsvergessenheit der Männer

5. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, inwieweit die zunehmende Verlagerung von Haushalts- und Sorgearbeit auf meist migrantische Frauen das Ideal einer partnerschaftlichen Arbeitsteilung in Deutschland verdrängt und welche gesellschaftlichen, ökonomischen und geschlechterkonstruierenden Strukturen diesen Prozess befördern.

  • Phänomen der feminisierten Migration und deren Ursachen.
  • Wandel des Privathaushalts zum globalen Arbeitsmarkt.
  • Diskrepanz zwischen politischem Anspruch auf Gleichstellung und gelebter Alltagspraxis.
  • Rolle von geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktstrukturen und fehlenden Betreuungseinrichtungen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Die Feminisierung der Migration

„In zahlreichen internationalen Studien ist in den vergangenen Jahren festgestellt worden, dass sich die Migration ‚feminisiert‘“ (Lutz 2005, S. 66).

Die unterschiedlichsten Phänomene haben dazu geführt Migration als feminisiert zu bezeichnen. Zum einen ist der Anteil der Migrantinnen gestiegen und hat im Durchschnitt den Anteil der Männer nicht nur erreicht, sondern überholt. In den Philippinen liegt der weibliche Wanderungsanteil bei 70% (vgl. ebd.).

Desweiteren ist der Anteil, der allein migrierenden Frauen enorm angestiegen, ebenso wie der Anteil der nicht dokumentierten Migrantinnen. Zum anderen bezieht sich die Migration vorrangig auf drei Tätigkeitsbereiche, wie Haushaltsarbeit, Gastronomie und Prostitution, wobei die Haushaltsarbeit, gesellschaftlich, weltweit den wichtigsten Bereich darstellt (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema des Privathaushalts als globaler Arbeitsmarkt und Darstellung der zentralen Forschungsfrage zur Verdrängung der partnerschaftlichen Arbeitsteilung.

2. Privathaushalt als Weltmarkt für weibliche Arbeitskraft: Analyse der feminisierten Migration und Erläuterung, warum der Privathaushalt zum primären Zielort dieser Migrationsströme geworden ist.

3. Partnerschaftliche Gleichverteilung? Zur Realität der Globalisierung von Haushalts- und Sorgearbeit: Untersuchung der Umverteilung von Haus- und Sorgearbeit zwischen Frauen und der Rolle von Care-Arbeitskräften als Familienersatz.

4. Alltagsabhängigkeiten zwischen Frauen: Erörterung der Notwendigkeit ausländischer Haushaltshilfen sowie eine kritische Betrachtung der Alltagsvergessenheit von Männern.

5. Schluss: Zusammenführung der Erkenntnisse und Fazit, dass die geschlechtshierarchische Arbeitsteilung tief in der gesellschaftlichen Struktur verankert bleibt.

Schlüsselwörter

Feminisierte Migration, Privathaushalt, Haushaltsarbeit, Care-Arbeit, Globalisierung, geschlechtshierarchische Arbeitsteilung, Doing-Gender, Migrantinnen, partnerschaftliche Arbeitsteilung, Geschlechtergerechtigkeit, Lohnschere, soziale Absicherung, Reproduktionsarbeit, Familienersatz, Alltagsabhängigkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich der Privathaushalt zu einem globalen Markt für weibliche Arbeitskraft entwickelt hat und warum dies die Vision einer partnerschaftlichen Arbeitsteilung in Deutschland zunehmend in Frage stellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Feminisierung der Migration, die globale Umverteilung von Sorge- und Haushaltsarbeit sowie die Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Frauen unterschiedlicher Herkunft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit die Auslagerung von Haushalts- und Familienarbeit auf migrantische Arbeitskräfte dazu führt, dass die gesellschaftlich angestrebte partnerschaftliche Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen an Bedeutung verliert.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur (z. B. Rerrich, Lutz, Karakayali) und ergänzt diese durch die Analyse gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und Strukturdaten.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil beleuchtet die Ursachen der feminisierten Migration, die ökonomischen und sozialen Hintergründe für die Beschäftigung von Haushaltshilfen sowie die politische und strukturelle Stagnation der Geschlechtergerechtigkeit.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Globalisierung, Doing-Gender, Reproduktionsarbeit und die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und sozialer Realität beschreiben.

Warum spielt die Theorie des "Doing-Gender" für die Autorin eine zentrale Rolle?

Das Konzept des Doing-Gender erklärt, warum Haushaltsarbeit weiterhin als weibliche Kernaufgabe wahrgenommen wird und die Umverteilung dieser Arbeit auf andere Frauen keine Störung der bestehenden Geschlechterordnung hervorruft.

Wie unterscheidet sich die Situation in Deutschland laut Autorin von anderen Ländern wie Schweden?

Deutschland stützt laut der Autorin durch steuerpolitische Maßnahmen und fehlende Betreuungsinfrastruktur eher ein traditionelles Rollenmodell, während in Schweden politische Maßnahmen frühzeitig geschlechtergerechte Strukturen gefördert haben.

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Details

Title
Weltmarkt Privathaushalt. Zwischen partnerschaftlicher Gleichverteilung und der Umverteilung zwischen Frauen
College
University of Kassel
Grade
2,00
Author
Anna Mindlina (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V381089
ISBN (eBook)
9783668576766
ISBN (Book)
9783668576773
Language
German
Tags
Geschlechterverhältnisse Frauen Ungleichheit Männer Umverteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Mindlina (Author), 2016, Weltmarkt Privathaushalt. Zwischen partnerschaftlicher Gleichverteilung und der Umverteilung zwischen Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381089
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