Der Deutsch-Französische Krieg und dessen Rezeption in der britischen Presse


Examensarbeit, 2015
87 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Quellenbestand

2. Das europäische Mächtesystem vor dem Krieg
2.1 Die späteren Neutralen
2.1.1 Großbritanniens Europapolitik im 19. Jahrhundert
2.1.2 Russlands Umorientierung nach dem Krimkrieg
2.1.3 Österreich-Ungarns Außenpolitik vor 1870
2.2 Die Kriegsparteien
2.2.1 Französische Außenpolitik bis zur Luxemburgkrise 1867
2.2.2 Preußen und die süddeutschen Staaten: „Das Warten auf die reife Frucht“

3. Vorgeschichte des Krieges
3.1 Die Spanische Revolution von 1868 und der Thronfolgestreit
3.2 Der Weg in die Julikrise
3.3 Emser Depesche und Kriegserklärung

4. Koalitionen und Koalitionsbemühungen
4.1 Frankreichs Versuche einer Koalitionsbildung
4.2 Die Entstehung der „Neutralenliga“
4.3 Preußen und seine süddeutschen Verbündeten

5. Großbritanniens Politik zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges

6. Presse
6.1 Presse im 19. Jahrhundert
6.2 Die Times und der Manchester Guardian

7. Der Deutsch-Französische Krieg in der britischen Presse
7.1 Vertragsentwurf zwischen Preußen und Frankreich
7.2 Die ersten Schlachten des Krieges
7.3 Die Schlacht von Sedan und Revolution in Frankreich
7.4 Annexion Elsass-Lothringens als deutsches Kriegsziel
7.5 Deutsche Reichseinigung
7.6 Der lange Weg zum Waffenstillstand vom 28. Januar 1871
7.7 Vorfrieden von Versailles am 26. Februar 1871

8. Schlussbetrachtung

9. Quellen- und Literaturverzeichnis
9.1 Primärquellen
9.2 Zeitungsartikel
9.3 Sekundärliteratur

10. Anhang
10.1 Anhang (1): „Hurrah, Germania!“
10.2 Anhang (2): Summary of News. Foreign

1. Einleitung

„Newspapers are unique barometers of their age. They indicate more plainly than anything else the climate of the societies to which they belong.”1

– Francis Williams, ehemaliger Chefredakteur des Daily Herald

Ob sie die öffentliche Meinung nun widerspiegelt oder selbst formt, unumstritten ist, dass die Presse bis heute ein akkurates Abbild der Stimmung einer Gesellschaft liefert. Dies gilt umso mehr für das 19. Jahrhundert, in dem die Zeitung noch das einzige Massenmedium war. Jeder, der sich über alltägliches Geschehen jenseits seines unmittelbaren Bekanntenkreises informieren wollte, musste zur Zeitung greifen. Zeitungsarchive versetzen uns deshalb in die Lage, die Entwicklung politischer Klimata mit hoher zeitlicher Auflösung nachzuzeichnen, was ich in dieser Arbeit anhand der Berichterstattung zum Deutsch- Französischen Krieg von 1870/71 in der britischen Presse tun möchte. Mein Hauptziel wird es dabei sein, die Wahrnehmung der bedeutendsten Kriegsereignisse in der britischen Öffentlichkeit zu untersuchen, insbesondere bezüglich einer möglichen Bedrohung des europäischen Mächtegleichgewichts.

Obwohl der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 ein relativ isolierter Konflikt zwischen zwei Großmächten war, hatte er nachhaltige Auswirkungen nicht nur für die deutschen Siegerstaaten, die als geeintes Deutschland aus dem Konflikt hervorgingen, und für den Verlierer Frankreich, der als Reaktion auf die Verluste einen nachhaltigen Revanchismus entwickelte, sondern darüber hinaus auf das europäische Mächtesystem als Ganzes. Das Gleichgewicht der Mächte hatte ab seiner Formulierung als europapolitisches Grundprinzip im Wiener Vertrag von 1815 ein relativ friedliche Phase gewährleistet, die bis zum Krimkrieg von 1853-1856 währte, in dem neue, jedoch abermals relativ stabile Machtverhältnisse entstanden. Im Verlauf des Deutsch-Französischen Krieges, spätestens jedoch mit dem Friedensschluss, wurde das Prinzip des Gleichgewichts der Mächte jedoch weitgehend ausgehebelt. Die deutsche Einigung einerseits und andererseits die Demütigung Frankreichs, beispiellos in der französischen Geschichte bis dato, veränderten nicht nur die Machtrelationen, sondern schufen auch eine tiefe Feindschaft zwischen zwei europäischen Großmächten, die homöostatische Beziehungsgefüge in Europa nicht mehr zuließ, sondern das politische System erstarren ließ. Somit war mit dem Friedensschluss 1871 nicht nur ein erneuter Konflikt zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich mehr als wahrscheinlich, sondern es war auch abzusehen, dass die Lokalisation des Krieges das nächste Mal deutlich schwieriger werden könnte.

Das Prinzip des Gleichgewichts der Mächte, oder balance of power, war nicht erst auf dem Wiener Kongress entstanden, sondern schon ab dem 16. Jahrhundert ein Grundstein der britischen Außenpolitik gewesen.2 Großbritannien hatte aufgrund seiner besonderen geographischen Lage sowohl großes Interesse an ausgeglichenen Machtverhältnissen in Europa gehabt, als auch häufig eine deeskalierende oder konfliktbegrenzende Rolle unter den Großmächten eingenommen, die ihm wie natürlich zukam. Es liegt also nahe, anzunehmen, dass eine drohende Gleichgewichtsstörung im europäischen Mächtesystem der britischen Öffentlichkeit früh auffallen und sie beunruhigen sollte. Aber war dies tatsächlich der Fall? Wie war die Einstellung der britischen Öffentlichkeit zu den Kriegsparteien und wie entwickelte sie sich im Kriegsverlauf? Wie viel Bedeutung maß die britische Presse einem Mächtegleichgewicht 1870/71 überhaupt bei und inwiefern beeinflusste dies die Wahrnehmung des Kriegsgeschehens? Unterschied sich die Einschätzung der Lage in Presse und Führungsriege?

Die folgende Arbeit soll im ersten Teil einen Überblick über Entstehungsbedingungen und Vorgeschichte des Deutsch-Französischen Krieges geben und insbesondere die Machtverhältnisse ausleuchten, die bei Kriegsausbruch herrschten. Der zweite Teil beginnt mit einigen notwendigen pressegeschichtlichen Vorbemerkungen und einer kurzen Vorstellung der zwei Zeitungen, deren Berichterstattung ich exemplarisch für die britische Presse betrachten werde. Danach beginnt die chronologische Schilderung der Kriegsereignisse und -strategien in ihren wichtigsten Etappen, wobei parallel deren Rezeption in diesen zwei Zeitungen dargestellt wird. Am Ende möchte ich mich zusammenfassend der Frage zuwenden, ob, und wenn ja, ab wann die britische Presse das europäische Mächtegleichgewicht in Gefahr sah und wie stark die Beunruhigung darüber war. Ein kurzer Ausblick auf die Geschehnisse der nächsten Jahrzehnte soll klären, inwieweit diese Einschätzungen zutrafen.

1.1 Forschungsstand

Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 war vor allem bis zum Ersten Weltkrieg ein beliebtes Thema historischer Ausarbeitungen. David Wetzel nennt in seiner Monographie Duell der Giganten3 eine 1898 erstellte Bibliographie, die bereits 7000 Titel zu diesem Thema beinhaltete. Auch wenn das Interesse am Deutsch-Französischen Krieg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgenommen hat, so erschienen dennoch auch in den letzten Jahren mit Wetzels Duell der Giganten (2005) sowie Duel of Nations (2012)4 oder auch mit dem Sammelband Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 (2013)5 auch neue Fachbücher zu dem Thema. Neben den eben genannten Büchern sind im Besondern die Werke Der Weg aus dem Krieg6 sowie Europa vor dem Krieg7 von Eberhard Kolb hervorzuheben, auf die ich in dieser Arbeit häufig Bezug genommen habe. Einen umfassenden Überblick über verschiedene Aspekte des 19. Jahrhunderts bietet Die Verwandlung der Welt8 von Jürgen Osterhammel.

Während die Presse eine gern genutzte Primärquelle darstellt, ist sie selbst als Gegenstand historischer Untersuchungen nicht ganz so populär. Für meine Arbeit habe ich vor allem auf Read About It! A History of the British Newspaper9 von Kevin Williams für die Geschichte der britischen Presse, sowie auf Deutsche Pressegeschichte10 von Rudolf Stöber für einen allgemeinen Überblick zurückgegriffen.

1.2 Quellenbestand

Der Quellenstand zum Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 weist ein großes Spektrum an unterschiedlichen Akten, Briefen, Telegrammen, Dokumenten und Zeitungsartikeln auf. Die für die Untersuchung in dieser Arbeit ausgewählten Zeitungen The Manchester Guardian und The Times sind in digitalen Archiven verfügbar. Das digitale Archiv der Times ist von ausgesprochen hoher Qualität und beinhaltet die Tageszeitungen von 1775 bis 1985. Bei den Ausgaben des Manchester Guardian, welche für den Zeitraum von 1791 bis 1900 verfügbar sind, stieß ich leider oft auf minderwertige Scanqualität, durch die teilweise ganze Artikel11 unleserlich waren.

Die British Documents on Foreign Affairs12 sowie Abschriften der Debatten im House of Commons und House of Lords13 waren für die Untersuchung in dieser Arbeit besonders relevant, wobei vom September 1870 bis zum Februar 1871 keine Abschriften verfügbar waren. Für die deutsche Seite habe ich vor allem auf das mehrbändige Werk Bismarcks spanische „Diversion“ 1870 und der preußisch-deutsche Reichseinigungskrieg14 von Josef Becker zurückgegriffen, welches eine umfangreiche Quellensammlung zu der Zeit von 1866 bis 1871 darstellt. Genauso wichtig für diese Arbeit war die ebenso mehrbändige Quellensammlung Otto von Bismarck - Werke in Auswahl15, aus der vor allem die Bände vier und fünf für meinen Themenkomplex relevant waren.

2. Das europäische Mächtesystem vor dem Krieg

Im 19. Jahrhundert waren die Strukturen des internationalen Machtgefüges erstaunlich stabil; in ihrem Kern hatten sie vom Ende der napoleonischen Kriege bis zum Ersten Weltkrieg bestand. Nach der jahrzehntelangen Hegemonie Frankreichs unter Napoleon Bonaparte16, die Mitteleuropa Krieg und Chaos gebracht hatte, hatte der Wiener Kongress von 1814/1517 eine neue europäische Ordnung geschaffen, welche, auf dem Gleichgewicht der Mächte beruhend, den Frieden sichern sollte. Das Prinzip bewährte sich: Großbritannien konzentrierte sich auf seine Weltpolitik, welche durch die auf dem Festland rivalisierenden kontinentaleuropäischen Mächte nicht gestört wurde. Österreich konzentrierte sich darauf, die Ausbreitung Russlands auf dem Balkan einzudämmen. Ein nach der Niederlage in den napoleonischen Kriegen nicht zu sehr geschwächtes Frankreich bildete das Gegengewicht zu Preußen.18 Diese ausgeglichenen Machtverhältnisse unter den rivalisierenden europäischen Staaten sorgten für eine fast vierzig Jahre währende Friedensphase in Europa, die erst durch den Krimkrieg im Jahr 1853 beendet wurde.19 Der Krimkrieg hatte als Krieg zwischen Russland und dem zerfallenden Osmanischen Reich begonnen. England und Frankreich griffen auf osmanischer Seite in den Krieg ein und widersetzten sich dadurch Russlands Bestrebungen der Machterweiterung. Mit dem Ende des Krimkrieges 1856 war das Gleichgewicht in Europa verändert worden. Russland büßte seine starke Rolle, welche es nach den napoleonischen Kriegen inne gehabt hatte ein, während Frankreich sich wieder als wichtige Großmacht etablieren konnte, was auch daraus ersichtlich ist, dass die Friedensverhandlungen in Paris unter Napoleons III. Leitung geführt wurden. Für das Verhältnis der Großmächte zueinander ist ebenso noch wichtig zu erwähnen, dass Russlands Beziehungen zu Österreich sich verschlechterten und die Interessenskonflikte auf dem Balkan schließlich auch zum Ersten Weltkrieg führten. Die neutrale Haltung Preußens hingegen wurde von St. Petersburg mit Wohlwollen aufgenommen, was sich auch in der Rolle Russlands im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 noch zeigen würde.20

Bevor ich zur unmittelbaren Vorgeschichte des Deutsch-Französischen Krieges komme, sollen an dieser Stelle kurz die politischen Positionen aller Großmächte vor dem Kriegsausbruch im Juli 1870 beschrieben werden. Ein besonderes Augenmerk lege ich dabei auf die Passivität von Großbritannien, da ich im Verlauf dieser Arbeit die Rezeption des Deutsch-Französischen Krieges in der britischen Presse verfolgen werde.

2.1 Die späteren Neutralen

2.1.1 Großbritanniens Europapolitik im 19. Jahrhundert

Bereits seit dem ausgehenden Mittelalter hatte Großbritannien sich als Wächter des Gleichgewichts der Mächte in Europa, oder der balance of power, verstanden.21 Diese politische Strategie, deren wesentlicher Bestandteil es war, die Entwicklung einer Hegemonialmacht zu verhindern, sollte ausufernde Kriege in Europa verhindern und

Großbritanniens politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit sichern. In der Mitte des 19. Jahrhunderts musste man sich jedoch außenpolitisch nicht nur mit Europa auseinandersetzen. Großbritannien war damals das industriell am weitesten entwickelte Land der Welt und internationaler Handelsumschlagplatz. Das british empire war über den Status einer rein europäischen Macht längst hinausgewachsen und somit unterschied sich auch die Politik, welche in London betrieben wurde, in ihrem Wesen von der der Großmächte auf dem Festland. Die Probleme, denen sich Großbritannien stellen musste, lagen nicht jenseits des Ärmelkanals, sondern tausende von Kilometern entfernt. In Indien musste nach einem Aufstand im Jahre 1857/58 eine neue Verwaltungsstruktur geschaffen werden, auf Jamaika brachen 1865 soziale Unruhen aus und in Neuseeland stießen die Siedler auf den Widerstand der Ureinwohner.22

Rivalitäten mit den Großmächten auf dem Festland basierten auf den Interessenkonflikten im außereuropäischen Raum. So breitete sich das Zarenreich bedrohlich schnell im Osten aus und orientierte sich nach der Eroberung Taschkents im Jahre 1864 in Richtung Afghanistan, welches direkt an Indien grenzte.23 Auch Frankreichs Aktivitäten in Ägypten blieben nicht unbemerkt. Angesichts des Konfliktpotenzials in Übersee schenkte man den Entwicklungen in Europa selbst keine zu große Beachtung, solange Belgien, welches als Handelszentrum fungierte und somit für englische Interessen ungeheuer wichtig war, unberührt blieb und die Gefahr der Entwicklung einer Hegemonialmacht auf dem Festland nicht bestand. Der Untersekretär des Unterhauses des Parlaments William Forster24 formulierte es in einer Rede an Königin Victoria so:

„With regard to the balance of power in Europe, there never was a time when there was less danger than at present of Europe being mastered by one Power or one dynasty. All this showed that—thank Providence !—we were so placed we need not interfere in the struggle.”25

Forsters Aussage untermauert die These, dass Großbritannien keine akute Gefahr des Heranwachsens einer Hegemonialmacht sah, auch nicht was Preußen anging, und dies, obwohl die Rede am 5. Juli 1864, während des Deutsch-Dänischen Krieges, gehalten wurde.

Auch der Preußisch-Österreichische Krieg von 1866 berührte die britischen Interessen nicht. Im Gegenteil: Ein erstarktes siegreiches Preußen stellte eine Barriere zwischen den Großmächten Frankreich und Russland dar, welche zudem durch die erhöhte preußische Konkurrenz in ihren außereuropäischen Ambitionen gehemmt werden würden. Der Außenminister Edward Stanley26 beschrieb die passive Politik Großbritanniens am 20. Juli 1866 vor dem Unterhaus:

„Ours will be a pacific policy, a policy of observation rather than of action […] If North Germany is to become a single great Power, I do not see that any English interest is in the least degree affected.”27

London machte sich also keine ernsthaften Sorgen darum, dass das Gleichgewicht der Mächte, welches im englischen Interesse lag, für den Augenblick gefährdet sein könnte. Dies betonen die Aussagen von den eben zitierten Politikern, welche den zwei größten Parteien Großbritanniens, Liberal Party und Conservative Party, im 19. Jahrhundert angehörten. Dies änderte sich auch mit dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges nicht, wie ich unter Punkt 5 ausführen werde.

2.1.2 Russlands Umorientierung nach dem Krimkrieg

Neben dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 kann der Krimkrieg von 1853 bis 1856 als zweites Ereignis seit der Mitte des 19. Jahrhunderts genannt werden, welches das Mächteverhältnis entscheidend veränderte. Die Niederlage im Krimkrieg zeigte, dass Russland die führende Rolle, welche es in den napoleonischen Kriegen gespielt hatte, nicht mehr zukam. Sie offenbarte, wie rückständig das große Zarenreich war, wie schlecht seine militärische Verfassung, wie überholt seine Sozialstruktur und sein politisches System. Petersburg musste sich nach dem Krimkrieg in zweierlei Hinsicht umorientieren. Zum einen mussten diverse Reformen initiiert werden, um die Rückstände gegenüber den anderen Großmächten aufzuholen, zum anderen - und darauf soll im Folgenden eingegangen werden - musste Russland sich außenpolitisch neu aufstellen.28

Aus den Verpflichtungen des Pariser Friedens von 1856 ergab sich Russlands Verzicht auf die Beherrschung des Schwarzen Meeres, welches entmilitarisiert werden sollte. Dies verstärkte die Rivalität mit Großbritannien, welche, wie schon beschrieben, schon vorher bestand. Russland büßte ebenso die Hegemonialstellung über die Kleinstaaten auf dem Balkan ein. Das gesteigerte Interesse der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn am Balkan verstärkte für Petersburg die Notwendigkeit eines neuen Bündnispartners, welcher Frankreich oder Preußen heißen musste. Frankreich jedoch schied als Bundesgenosse aus, als Napoleon III.29 den polnischen Aufstand von 1863 unterstützte, welcher eine Wiederherstellung der polnischen Republik zum Ziel hatte, und zudem Anspruch auf Einfluss auf dem Balkan anmeldete.30 Ein Bündnis mit Preußen erschien nützlich, denn solange die deutsche Frage ungeklärt blieb, konnte Österreich-Ungarn sich nicht vollständig auf den Balkan konzentrieren. Eine geplante Militärabsprache von 1868 zwischen Preußen und dem Zarenreich sah vor, dass Preußen die Donaumonarchie bedrohen würde, falls diese auf dem Balkan militärisch aktiv würde. Russland würde im Gegenzug Österreich-Ungarn im Falle eines französischen Angriffs auf Preußen zum Stillhalten zwingen. Bismarck31 stimmte der Absprache zwar nicht zu, da er fürchtete, Russland freie Hand auf dem Balkan zu gewähren, doch Zar Alexander II. hielt sich an seine vorgeschlagenen Verpflichtungen.

2.1.3 Österreich-Ungarns Außenpolitik vor 1870

Nach der Niederlage bei Königsgrätz am 3. Juli 1866 im Zuge des Deutschen Krieges durchlief die Habsburger Monarchie einen tiefen Wandlungsprozess, im Rahmen dessen sich 1867 der österreich-ungarische Dualismus herausbildete. Kaiser Franz Joseph I.32 sowie die Führungsschichten hielten auch nach dem Ende des Deutschen Bundes an der mitteleuropäischen Orientierung fest. Als jedoch deutlich wurde, dass Preußen nicht daran interessiert war, Österreichs Interessen in den süddeutschen Staaten zu unterstützen, wandte sich die Donaumonarchie Frankreich zu.33

Nach der Luxemburgkrise von 1867, im Zuge derer Frankreich versucht hatte, das Herzogtum zu erwerben, orientierte sich auch Napoleon III. ab dem Sommer 1868 in Richtung Österreich-Ungarn.34 Die Verhandlungen über eine Tripleallianz, welche auch Italien miteinbeziehen sollte, scheiterten aber letztlich. Österreich-Ungarn, ein Vielvölkerstaat mit unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen, hatte zu wenig profranzösische Fürsprecher für eine solche Allianz. Die Deutschliberalen fürchteten Napoleons Ambitionen an der französischen Ostgrenze, welche auf territoriale Kompensationen abzielten. Auch die Ungarn hatten keinerlei Interesse an einem Bündnis mit Paris. Zum einen engagierte sich Frankreich wie schon erwähnt auf dem Balkan, einem Interessengebiet der Ungarn, zum anderen hätte ein Bündnis mit Frankreich dazu führen können, das Österreich-Ungarn seine Deutschlandpolitik wiederaufnähme, was mit einer Schwächung der osteuropäischen Orientierung einhergegangen wäre.35

Noch kurz vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges engagierte Napoleon III. sich für ein gemeinsames militärisches Vorgehen Österreich-Ungarns und Frankreichs gegen Preußen. Österreich-Ungarn wollte jedoch in einen solchen Angriffskrieg nicht einbezogen werden, denn zum einen hätte das Ansehen Wiens in den süddeutschen Staaten darunter gelitten, zum anderen fühlte sich Österreich-Ungarn militärisch nicht bereit für einen Krieg gegen Preußen und möglicherweise Russland.36 Der Kaiser Franz Joseph I. beharrte auf einer abwartenden Neutralität Österreichs im Falle eines isolierten Krieges zwischen Frankreich und Preußen.37 Wien wünschte sich ebenso eine Neutralität der süddeutschen Staaten, welche jedoch nur gegeben sein konnte, wenn Preußen der Aggressor war, da im Falle eines Angriffs durch Frankreich die Defensivverträge des Norddeutschen Bundes mit den süddeutschen Staaten in Kraft treten und diese zur militärischen Unterstützung verpflichten würden.

2.2 Die Kriegsparteien

2.2.1 Französische Außenpolitik bis zur Luxemburgkrise 1867

Frankreich betrieb im 19. Jahrhundert bis zum Deutsch-Französischen Krieg eine expansive Außenpolitik. Primäres Ziel war dabei die Ausweitung des Einflusses in Europa und Übersee und im Zuge dessen eine Revision der Regelungen des Wiener Vertrags von 1815. Napoleon III. hatte, wie bereits angesprochen, in den Krieg zwischen Russland und dem Osmanischen Reich von 1853 bis 1856 geschickt eingegriffen und damit die Stellung Frankreichs in Europa verbessert. Auch außereuropäisch verfolgte Frankreich im 19. Jahrhundert eine ehrgeizige Expansionspolitik. Dabei geriet Napoleon III. unweigerlich in Interessenskonflikte mit England, welches Ansprüche auf eine Vormachtstellung in Asien sowie Nordafrika erhob. So verschlechterten die französischen Suezkanalprojekte und die Expedition nach Syrien 1860 das Verhältnis zwischen Frankreich und England.

In den 60er Jahren folgten einige außenpolitische Rückschläge. Die Revolten in Polen 1863 unterstütze Napoleon III. tatkräftig, scheiterte aber, da sich Russland im Rahmen der Alvenslebenschen Konvention vom 8. Februar 1862 mit Preußen einigte und den Aufstand beendete. Eine weitere diplomatische Niederlage ergab sich mit dem Scheitern der französischen Kolonialbemühungen in Mexiko, wo Frankreich sich nach einem mehrjährigen Guerillakrieg schließlich 1866 gezwungen sah, seine Truppen abzuziehen.38

Den Deutschen Krieg von 1866, welcher in gewisser Weise den Weg zum DeutschFranzösischen Krieg 1870/71 ebnete, begünstigte Napoleon III., der sich dem Nationalitätsprinzip verschrieben hatte. Er ermutigte Preußen zu einer nationaldeutschen Politik, in der Überzeugung, dass Preußen auch in dem von ihm geförderten Bündnis mit Italien nicht in der Lage sein würde, Österreich militärisch zu besiegen. Er hoffte dabei, dass der Krieg sowohl Österreich als auch Preußen schwächen und dass eine Niederlage Preußens die Rolle der deutschen Mittelstaaten und damit indirekt den französischen Einfluss stärken würde. Ein militärischen Eingreifen von Frankreich in den Krieg, welcher nicht nach den Vorstellungen Napoleons III. verlief, war dabei nicht möglich, da Teile der französischen Armee in Mittelamerika und Algerien stationiert waren.39

Die Neuordnung in Norddeutschland und den Ausschluss Österreichs nahm Frankreich hin und orientierte sich politisch zunächst in Richtung Preußen. Das Vertragsangebot vom 28. September 1866 an Preußen, in dem Frankreich eine defensive und offensive Allianz anbot, stand unter der Voraussetzung der französischen Annexion Luxemburgs und Belgiens. Als Gegenleistung würde Frankreich den Zusammenschluss von Nord- und Süddeutschland akzeptieren. Die Verhandlungen blieben jedoch erfolglos, vor allem weil Wilhelm I. sich gegen die französische Annexion Luxemburgs aussprach, aber auch weil Bismarck klar war, dass eine gemeinsame Aktion Preußens und Frankreichs gegen Belgien von England nicht toleriert werden würde. Napoleon III. nahm keineswegs Abstand von seinen Annexionsplänen, beschränkte seine Gebietsansprüche jedoch auf Luxemburg, welches er von Holland kaufen wollte. Auch dieses Vorhaben scheiterte, unter anderem am Widerstand Preußens, und ging als Luxemburg-Krise in die Geschichte ein, die in einem Kongress der europäischen Großmächte in London am 11. Mai 1867 beigelegt wurde. Der Vertrag von London sah vor, dass Luxemburg neutralisiert werden sollte und Frankreich auf einen Erwerb verzichten würde.40 Frankreichs Beziehungen zu Preußen verschlechterten sich im Zuge der Luxemburgkrise dramatisch und Napoleon III. bemühte sich stattdessen ab April 1867 um ein Bündnis mit Österreich-Ungarn und Italien.

2.2.2 Preußen und die süddeutschen Staaten: „Das Warten auf die reife Frucht“

Im Jahre 1870 war Preußen auf dem Höhepunkt seiner Macht bis dato angekommen. Der Krieg gegen Österreich und seine deutschen Verbündeten von 1866, welcher bereits nach sieben Wochen in der Schlacht von Königsgrätz sein Ende fand, war ein ungeheurer Erfolg für Preußen. Österreich wurde aus dem Deutschen Bund entfernt. Die deutschen Staaten nördlich der Mainlinie wurden Teil des unter preußischer Führung stehenden Norddeutschen Bundes, während die süddeutschen Staaten mit Rücksicht auf Paris und Wien, die gleichzeitig die Rolle von Garanten übernahmen, völlig unabhängige Länder wurden. Allerdings banden sich Bayern, Baden, Hessen und Württemberg durch defensiv ausgerichtete Allianzverträge an Preußen. Darin garantierten die Unterzeichner gegenseitigen Beistand für den Fall eines französischen Angriffs. Die Wähler bekundeten ihre Zufriedenheit mit der Politik Bismarcks. Bei den konstituierenden Wahlen zum Norddeutschen Reichstag im Februar 1867 erreichten seine Unterstützer eine deutliche Mehrheit.41

Der Weg zur nationalen Einheit in Form der kleindeutschen Lösung, d.h. unter Ausschluss Österreichs, schien frei zu sein. Preußen hatte die Rivalität mit Österreich zu seinen Gunsten beendet und ein weiterer Krieg mit Österreich schien nach der verheerenden Niederlage unwahrscheinlich. Allerdings war auch klar, dass Frankreich eine Ausdehnung des Norddeutschen Bundes über den Main hinaus nicht freiwillig hinnehmen würde. Zu groß erschien Paris der damit verbundene Machtgewinn Preußens auf der einen wie der eigene Machtverlust in Europa auf der anderen Seite. Ein innerdeutsches Problem für die nationale Einheit stellte die Situation in den süddeutschen Staaten dar. Vor allem Partikularisten, Ultramontane und Fürsten, aber auch Teile der vor allem katholischen Bevölkerung fürchteten den Verlust der Souveränität durch ihre Einbeziehung in den weitgehend protestantischen Norddeutschen Bund. Bei den Wahlen zum Deutschen Zollverein 1868 wurde die verbreitete Skepsis genauso deutlich wie gravierende Unterschiede zwischen den souveränen süddeutschen Staaten. In Hessen und Baden siegten die Anhänger der Einheit deutlich, während Sie in Württemberg und Bayern genauso deutlich verloren. Insgesamt war der Widerstand gegen Preußen-Norddeutschland und eine nationale Einheit im Süden jedoch groß und so erscheint die These, Bismarck habe den Krieg gegen den alten Gegner Frankreich begonnen, um die nationale Einigung zu beschleunigen, indem er die aus diesem Krieg resultierende nationale Erregung ausnutzte, plausibel.42 Ein Erlass an den Gesandten Werthern-München von Bismarck vom 26.2.1869 bekräftigt diese These:

„[…] Daß die deutsche Einheit durch gewaltsame Ereignisse gefördert werden würde, halte auch ich für wahrscheinlich. Aber eine ganz andere Frage ist der Beruf, eine gewaltsame Katastrophe herbeizuführen, und die Verantwortlichkeit für die Wahl des Zeitpunkts. Ein willkürliches, nur nach subjektiven Gründen bestimmtes Eingreifen in die Entwicklung der Geschichte hat immer nur das Abschlagen unreifer Früchte zur Folge gehabt; und daß die deutsche Einheit in diesem Augenblicke keine reife Frucht ist, fällt meines Erachtens in die Augen. […] Wir können die Uhren vorstellen, die Zeit geht aber deshalb nicht rascher, u[nd] die Fähigkeit zu warten, während die Verhältnisse sich entwickeln, ist eine Vorbedingung practischer [sic!] Politik.“43

Dieser Brief spiegelt Bismarcks Politik sehr gut wider. Bismarck wollte die nationale Einheit nicht verfrüht forcieren. Zwar sah er einen Krieg prinzipiell als probates Mittel zur Reichseinigung an, betonte jedoch die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts. Einen Krieg hielt er zudem nur dann für zu gewinnen, wenn abzusehen wäre, dass die großen Flügelmächte England und Russland neutral blieben würden. Konkret hieß das: Preußen durfte keinesfalls als der Aggressor dastehen.

Im Februar 1870 lehnte Bismarck den Antrag Badens, Mitglied des Norddeutschen Bundes zu werden, ab, um Frankreich nicht zu verärgern und die Bestimmungen des Prager Friedens nicht zu brechen. Diese Rücksicht auf Frankreich und Österreich-Ungarn erscheint unaufrichtig, denn nach der Ablehnung des Badischen Beitrittsantrags begann Bismarck eine Kampagne mit dem Ziel, Leopold von Hohenzollern auf den spanischen Thron zu setzen. Dass dies zu Spannungen mit Frankreich führen würde, welche eventuell in einem Krieg münden konnten, war offenkundig.44 Entscheidend für Bismarck war es, die defensiv ausgerichteten Bündnisse mit den süddeutschen Staaten in einem Krieg gegen Frankreich nutzen zu können. Dazu musste Frankreich aber Preußen den Krieg erklären. Eine Gelegenheit, Frankreich dazu zu provozieren, bot sich durch die spanische Thronfolgefrage.

3. Vorgeschichte des Krieges

Nachdem die politische Situation aller Großmächte vor dem Krieg kurz geschildert wurde, geht es nun um die unmittelbare Vorgeschichte des Krieges. Die Kausalkette hinter einem bestimmten geschichtlichen Ereignis lässt sich grundsätzlich beliebig weit zurückverfolgen, wobei die einzelnen Kettenglieder umso schwerer auszumachen sind, je weiter man zurückgeht. In dieser Arbeit soll die Vorgeschichte des Deutsch-Französischen Krieges nur soweit behandelt werden, wie sie für den Kriegsverlauf und dessen Rezeption in der britischen Presse unmittelbar relevant ist. Ich werde deshalb in diesem Teil am Streit um die Thronfolge in Spanien als Auslöser dieses Konfliktes ansetzen, wohlwissend, dass damit die Gründe des Deutsch-Französischen Krieges nicht annähernd erschöpfend erfasst werden können.

3.1 Die Spanische Revolution von 1868 und der Thronfolgestreit

Spanien, einstige Weltmacht, hatte ab 1834 unter der Herrschaft von Isabella II.45 stetig weiter an Macht verloren. Während andere Länder Europas sich wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell weiterentwickelten, stagnierte das Königreich und wurde von innerer Uneinigkeit, sozialen Spannungen, Anarchie und Zerfall geplagt.46 Es war zu einer Macht zweiten Ranges geworden.

Napoleon III. verfolgte in seinen letzten beiden Jahren als Kaiser eine interventionistische Politik gegenüber Spanien aus zweierlei Gründen: Zum einen, um die Gefahren einer Revolution in Spanien einzudämmen, zum anderen, um die eigene Position im Falle eines Konflikts mit Preußen zu stärken, indem er sicherzustellen suchte, dass Spanien Frankreich gegenüber freundlich gesinnt war. Sollte es zum Krieg mit Preußen kommen, wäre so immerhin die südwestliche Grenze ungefährdet und die freie Bewegung der Flotte im Atlantik sowie im Mittelmeerraum sichergestellt, vorausgesetzt, Großbritannien bliebe neutral.47

Napoleons Befürchtung bezüglich der spanischen Instabilität bewahrheitete sich rasch: Die dortige Krise mündete im September 1868 in einer Revolution, im Rahmen derer Isabella II. aus dem Hause Bourbon von führenden Offizieren der spanischen Armee abgesetzt und eine provisorische Regierung unter Juan Prim48 und Francisco Serrano49 eingesetzt wurde. Die aussichtslose Lage für die ehemalige Führung beschreibt ein Korrespondent der London Times vor Ort wie folgt:

„[…] It is evident the Government has lost its senses no less than its force, and, were it to attempt resistance or repression, there are many thousands of people in the streets ready for the barricades.”50

Isabella II. blieb nichts anderes als die Flucht nach Paris, hatte sie dort doch immerhin Verbündete, nämlich Napoleon III. und dessen Frau Eugénie51.

Frankreich verlor durch diese Revolution einen Alliierten, während Preußen vom Wechsel der Regierung nur profitieren konnte. Bismarck drückte es in einem Telegramm an das Außenministerium vom 15. Oktober 1868 folgendermaßen aus:

„[…] Ich bitte Seiner Majestät dem Könige dahin wirken zu wollen, daß wir die neue spanische Regierung auf das freundlichste und zuvorkommendste behandeln. Selbst wenn dieselbe nicht von Dauer sein sollte, ist für uns maßgebend, daß die gestürzte Regierung uns feindlich war, die jetzige dagegen uns freundlich ist.“52

Preußen war der neuen spanischen Regierung also wohlgesinnt. Napoleon III. dagegen unterstützte die bourbonische Königin und riet ihr dazu, eine Armee königstreuer Truppen aufzustellen und mit deren Hilfe den Thron zurückzuerobern.53 Ein Problem hierbei war die Uneinigkeit der Anhänger der Krone. Isabellas Unterstützer setzten sich aus dem Klerus sowie dem größten Teil des Adels zusammen. Der bourbonische Adel war jedoch in zwei Gruppen gespalten: die Isabelinos, also Isabellas Anhänger, und die Alfonsinos, die die Bildung eines neuen Regimes unter ihrem Sohn Alfons54 forderten. Napoleon III. hoffte, die Übergangsregierung unter Prim davon überzeugen zu können, Alfons als Regenten einzusetzen, weil er noch zu jung zum Regieren war. In einem Brief an den französischen Botschafter Mercier in Madrid formulierte der König seinen Plan wie folgt:

„ […] Now hazard has given a young prince, the prince of Asturias, on whose head rest the rights of the monarchy. He is of an age when his personal opinions cannot count, and can be brought up with modern views far from flatterers and intrigues. His age permits a regency, which would probably be held by those men who have pledged most to the revolution.”55

Im Februar 1869 beauftragte Napoleon III. einen Juan Prim nahestehenden Spanier damit, ihm den Vorschlag zu unterbreiten, Alfons zum Regenten zu ernennen, bis dieser mündig wäre. Frankreich würde im Gegenzug die Unterstützung Isabellas II. aufgeben und die neue Regierung Spaniens unter Alfons als Titularkönig vollständig unterstützen. Prim lehnte ab und machte außerdem klar, dass er alles daran setzen würde, zu verhindern, dass die Bourbonen jemals nach Spanien zurückkehrten.56 Der spanische Thron blieb also vakant. Neben weiteren Kandidaten tauchte im Laufe der folgenden Monate ein Name immer häufiger auf und erregte Besorgnis auf französischer Seite: Leopold von Hohenzollern57.

3.2 Der Weg in die Julikrise

Leopold von Hohenzollern gehörte der römisch-katholischen Konfession an und war mit dem französischen Kaiser näher verwandt, als mit Wilhelm I58. Napoleon III. ließ die preußische Regierung jedoch bereits im Frühjahr 1869 wissen, dass Frankreich ein Mitglied der preußischen Königsfamilie auf dem spanischen Thron nicht zulassen könne. Einen direkten Kontakt von Frankreich zu Leopold von Hohenzollern gab es dabei nicht.59 Mit dem Scheitern der Kandidatur des Herzogs von Genua am 2. Januar 1870 kam Leopold von Hohenzollern wieder ins Spiel. Juan Prim schrieb am 17. Februar an Leopold und bot ihm die spanische Krone an. Außerdem verfasste er Briefe an Bismarck, Wilhelm I., sowie an Fürst Karl Anton, Prinz Leopolds Vater. Bismarck erhielt den Brief von Prim am 26. Februar 1870 und befasste sich intensiv mit der Frage der Thronkandidatur. In einem Immediatsschreiben an den König Wilhelm I. vom 9. März 1870 plädierte Bismarck dafür, dass Leopold von Hohenzollern den Thron annehmen solle:

„[…] Die Annahme der spanischen Königskrone durch einen Prinzen aus E.M. erlauchtem Hause würde die vorhandenen Sympathien zwischen zwei Nationen stärken, welche ausnahmsweise in der glücklichen Lage sind, keine streitigen Interessen zu haben. […] Wenn während eines Krieges zwischen Deutschland

und Frankreich Verhältnisse obwalten, […], wo eine Allianz der lateinisch- katholischen Mächte in Aussicht stand, und wenn auf der andern Seite in solchem Falle man sich eine Regierung in Spanien vorstellt, welche mit Deutschland sympathisiert, so würde sich der Unterschied zwischen beiden Situationen […] immerhin auf ein bis zwei französische Armeekorps beziffern lassen.“60

Dieses Schreiben markiert den Anfang von Bismarcks Einsatz für die Thronkandidatur des Prinzen von Hohenzollern. Bismarck hebt in diesem langen, hier nur im Auszug zitierten Brief die Vorteile eines Preußen wohlgesinnten Regimes in Spanien hervor, ohne dabei auf die Gefahren der Spannungen mit Frankreich einzugehen. Im Gegenteil argumentiert Bismarck recht spekulativ dafür, dass ein Krieg mit Frankreich drohen könnte, lehne man die Thronkandidatur ab, denn die revolutionären Bewegungen in Spanien könnten auf Frankreich übergreifen und so den Kaiser zum Friedensbruch drängen.61 Um Wilhelm I. zu überzeugen, verschleierte Bismarck gezielt die Gefahren, die mit der Inanspruchnahme des spanischen Throns einhergehen würden. Dennoch wollte der König Leopold nicht den Befehl erteilen, den Thron anzunehmen und billigte Bismarck stattdessen zu, seine Argumente beim Treffen mit der Familie der Hohenzollern am 15. März 1870 darzulegen. Doch obwohl Bismarck die Mehrheit der Teilnehmer, darunter Roon und Moltke, überzeugen konnte, entschied Wilhelm I. sich letztendlich dagegen. Karl Anton und Leopold legten jedoch großen Wert darauf, im Einvernehmen mit dem König zu handeln.62 Am 20. April 1870 sandten Leopold und sein Vater der spanischen Regierung einen Brief, in dem sie das Thronangebot ablehnten.63

Bismarck war enttäuscht, doch nicht vollends entmutigt. Er entsandte seinen Mitarbeiter Lothar Bucher nach Madrid, der dort Kontakt mit Juan Prim aufnehmen und so dafür sorgen sollte, dass das Thronangebot an Leopold aufrechterhalten werden würde. Bismarck selbst bemühte sich parallel dazu, die Hohenzollern zur Annahme der Krone, notfalls ohne Zustimmung des Königs, zu überreden. Schließlich war es am 19. Juni 1870 soweit. Leopold und Karl Anton stimmten dem spanischen Thronangebot zu und auch Wilhelm I. akzeptierte die Thronannahme widerwillig auf Drängen von Bismarck.64 In einem Brief an Karl Anton, dem ein knappes Telegramm mit der Zustimmung zu der Kandidatur vorausgegangen war, drückte Wilhelm I. aus, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen war:

„Ich habe sie [die Zustimmung] mit schwerem Herzen gegeben […] Es ist für mich ein recht schmerzliches Gefühl, in einer so wichtigen Angelegenheit nicht freudig einstimmen zu können.“65

Am 2. Juli 1870 verkündete Prim dem französischen Botschafter in Madrid das Ergebnis der Verhandlungen mit dem Hause Hohenzollern, in der Hoffnung, dass Frankreich die Entscheidung hinnehmen würde. Das Bekanntwerden der Thronkandidatur Leopolds kam für Paris zwar nicht gänzlich überraschend, waren doch schon vorher Gerüchte darüber im Umlauf gewesen, sorgte aber nichtsdestotrotz für Unmut und das Aufkommen antipreußischer Stimmung. Weite Teile der Öffentlichkeit sowie die kaiserliche Regierung vermuteten eine Intrige Preußens gegen Frankreich hinter der Hohenzollernkandidatur. Auf Anfragen der französischen Regierung zu der Rolle Preußens bei der Kandidatur reagierte Berlin leugnend.66

Frankreich war nun in einer schwierigen Lage. Es besaß eigentlich keinen Anspruch darauf, die Nachfolge der spanischen Krone zu bestimmen und Preußen, welches offiziell keinen Kandidaten unterstützte oder bevorzugte, wurde von der Weltöffentlichkeit keinesfalls als Aggressor wahrgenommen. Die französische Regierung beschloss in einer Sitzung am 6. Juli 1870 eine offensive Strategie, welche sich auf die Annahme verließ, man habe die Unterstützung von Österreich-Ungarn und Italien sicher. Allerdings basierte diese auf einer Fehlinterpretation der Zusicherungen, die Österreich und Italien nach dem Scheitern der Verhandlungen zur Tripleallianz gemacht hatten, welche sich aber lediglich auf das Einholen der französischen Zustimmung vor Verhandlungen mit Dritten bezogen hatten, nicht auf militärische Unterstützung im Kriegsfall.67 Diese Fehleinschätzung sowie die irrtümliche Hoffnung auf die Neutralität der süddeutschen Staaten im Falle eines Krieges mit Preußen führten dazu, dass die französische Regierung ihre Lage falsch beurteilte und überaggressiv agierte.

So verkündete der französische Außenminister Gramont68 am selben Tag in einer Rede vor dem Corps Législatif, dass Frankreich keinen Hohenzollernprinzen auf dem spanischen Thron dulden werde. Wenn die Kandidatur nicht zurückgenommen werde, wisse die Regierung ihre „Pflicht ohne Zaudern und ohne Schwäche zu erfüllen“.69 Diese Rede markiert einen entscheidenden Punkt im Verlauf der Zuspitzung des Konflikts. Nicht nur sprach Gramont eine offene Drohung gegen Preußen aus, was in den europäischen Kabinetten negativ aufgenommen wurde und Frankreich zum Aggressor machte, sondern er machte diesen harten Kurs auch unumkehrbar. Frankreich konnte nach einer derartigen öffentlichen Positionierung nicht mehr von den getätigten Aussagen Abstand nehmen, ohne dem eigenen Prestige Schaden zuzufügen. Auch die antipreußische Stimmung in der Bevölkerung wurde durch diese Äußerungen weiter angeheizt. Ein Korrespondent des Manchester Guardian beschreibt das Stimmungsbild wie folgt:

„The Spanish question is the all-absorbing topic here, and the public feeling is generally extremely bitter against Prussia. […] The great majority of the press regard the recent declaration of the Duke of Gramont as a patriotic expression of national feeling against the encroachment and intrigues of Prussia.”70

Bismarck, der ruhig auf das Bekanntwerden der Kandidatur von Leopold in Frankreich reagiert und vorgeschlagen hatte, die Hohenzollern sollten sich mit Napoleon III. in Verbindung setzen und sich einigen71, nutzte das aggressive Vorgehen von Gramont nun geschickt aus. Seinem Botschafter in London telegrafierte er am 7. Juli 1870 die Position Preußens in folgenden Worten:

„Wir haben […] kein Interesse, uns in spanische Angelegenheiten zu mischen, und ist Preußen bei Sache unbeteiligt [Thronkandidatur].

[...]


1 Williams, Francis, The Right to Know: The Rise of the World Press, London 1969. S. 1.

2 Pirenne, Jacques, The Tides of History: From the Expansion of Islam to the Treaties of Westphalia II, London 1963. S. 429.

3 Wetzel, David, Duell der Giganten: Bismarck, Napoleon III. und die Ursachen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71, Paderborn 2005.

4 bisher nicht ins Deutsche übersetzt

5 ebd.

6 Kolb, Eberhard, Der Weg aus dem Krieg: Bismarcks Politik im Krieg und die Friedensanbahnung 1870/71, München 1990.

7 Kolb, Eberhard (Hrsg.), Europa vor dem Krieg von 1870: Mächtekonstellation - Konfliktfelder - Kriegsausbruch, München 1987.

8 Osterhammel, Jürgen, Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009.

9 Williams, Kevin, Read All About It!: A History of the British Newspaper, London, New York, Routledge 2010.

10 Stöber, Rudolf, Deutsche Pressegeschichte, Konstanz 2005.

11 siehe Anhang (2) für ein Beispiel

12 Bourne, Kenneth and Watt, D. C. (Hrsgg.), British Documents on Foreign Affairs - reports and papers from the Foreign Office confidential print.: Part I - from the Mid-Nineteenth Century to the first World War Bd. 35, Bethesda 1991.

13 unter http://hansard.millbanksystems.com/ verfügbar

14 Becker, Josef (Hrsg.), Spanische "Diversion", "Emser Depesche" und Reichsgründungslegende bis zum Ende der Weimarer Republik: 12. Juli 1870 - 1. September 1932 Bd. 3, Paderborn, München, Wien, Zürich 2007.

15 Rein, Gustav A., Schüßler, Wilhelm, Scheler, Eberhard, Milatz, Alfred and Buchner, Rudolf (Hrsgg.), Otto von Bismarck - Werke in Auswahl: Die Reichsgründung - Zweiter Teil: 1866-1871 Bd. 8, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1968.

16 Bonaparte, Napoléon, französischer General, Revolutionär und Kaiser, *15. August 1769, 5. Mai 1821.

17 Der Wiener Kongress folgte dem Ende der Koalitionskriege gegen Napoleon Bonaparte und ordnete die politische Landkarte neu.

18 Canis, Konrad, Bismarcks Außenpolitik 1870-1890: Aufstieg und Gefährdung, Paderborn, München, Wien, Zürich 2008. S. 5-6.

19 Osterhammel, Jürgen 2009, S. 674.

20 Kagarlitsky, Boris, Empire of the Periphery: Russia and the World System, London 2008. S. 198-200.

21 Pirenne, Jacques 1963, S. 429.

22 Alter, Peter, Weltmacht auf Distanz. Britische Außenpolitik 1860-1870, in: E. Kolb (Hrsg.), Europa vor dem Krieg von 1870: Mächtekonstellation - Konfliktfelder - Kriegsausbruch, München 1987, S. 77-79.

23 Alter, Peter 1987, S. 80.

24 Forster, William Edward, englischer Politiker und Mitglied der Liberal Party, *11. Juli 1818, 6. April 1886.

25 Forster, William, 5.7.1864, Commons Debates - Hansard (Online Ressource).

26 Stanley, Henry Edward, englischer Politiker, Mitglied der Conservative Party und Außenminister von 1866- 1868, sowie von 1874-1878, *21. Juli 1826, 21. April 1893.

27 Stanley, Edward, 20.7.1866, Commons Debates - Hansard (Online Ressource).

28 Beyrau, Dietrich, Russische Interessenzonen und europäisches Gleichgewicht 1860-1870, in: E. Kolb (Hrsg.), Europa vor dem Krieg von 1870: Mächtekonstellation - Konfliktfelder - Kriegsausbruch, München 1987, S. 65-67.

29 Bonaparte, Louis-Napoléon, Kaiser Frankreichs von 1852 bis 1870 als Napoleon III., *20. April 1808, 9. Januar 1873.

30 Beyrau, Dietrich 1987, S. 68-71.

31 Bismarck, Otto Eduard Leopold von, deutscher Politiker und Reichskanzler des Norddeutschen Bundes von 1867 bis 1871, sowie erster Reichskanzler des Deutschen Reiches von 1871 bis 1890, *1. April 1815, 30. Juli 1898.

32 Joseph I., Franz, österreichischer Politiker und Kaiser von Österreich von 1848 bis 1916, *18. August 1830, 21. November 1816.

33 Lutz, Heinrich, Außenpolitische Tendenzen der Habsburger Monarchie von 1866 bis 1870: "Wiedereintritt in Deutschland" und Konsolidierung als europäische Macht im Bündnis mit Frankreich, in: E. Kolb (Hrsg.),

34 siehe u.a Mosse, Werner E., The European Powers and the German Question 1848-1871: With Special Reference to England and Russia, New York 1981. S. 262-270.

35 Lutz, Heinrich 1987, S. 12.

36 Ohnezeit, Maik, Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71: Vorgeschichte, Ursachen und Kriegsausbruch, in: J. Ganschow, O. Haselhorst und M. Ohnezeit (Hrsg.), Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71: Vorgeschichte - Verlauf - Folgen, Graz 2013, S. 41.

37 Lutz, Heinrich 1987, S. 14.

38 Sieburg, Heinz-Otto, Geschichte Frankreichs, Stuttgart, Berlin, Köln, Kohlhammer 1989. S. 330.

39 Sieburg, Heinz-Otto 1989, S. 335.

40 Radewahn, Wilfried, Europäische Fragen und Konfliktzonen im Kalkül der französischen Außenpolitik vor dem Krieg von 1870, in: E. Kolb (Hrsg.), Europa vor dem Krieg von 1870: Mächtekonstellation - Konfliktfelder - Kriegsausbruch, München 1987, S. 42-44.

41 Badsey, Stephen, The Franco-Prussian War 1870-1871, Oxford 2003. S. 19.

42 Wetzel, David 2005, S. 80-81.

43 Bismarck, Otto von, Erlaß an Werthern-München: Deutsche Einheit reifen lassen (Konzept Bucher), in: G.A. Rein, W. Schüßler, E. Scheler, A. Milatz und R. Buchner (Hrsg.), Otto von Bismarck - Werke in Auswahl: Die Reichsgründung - Zweiter Teil: 1866-1871, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1968, S. 309.

44 Wetzel, David 2005, S. 84-85.

45 Isabella II., María Luisa, Königin Spaniens von 1833 bis 1868, *10. Oktober 1830, 10. April 1904.

46 Wetzel, David 2005, S. 51.

47 Smith, Willard A., Napoleon III and the Spanish Revolution of 1868, in: The Journal of Modern History, 25, Nr. 3 (1953), S. 212.

48 Prim, Juan, spanischer General und Politiker, *12. Dezember 1814, 30. Dezember 1870.

49 Serrano, Francisco, spanischer General und Politiker, *18. Dezember 1810, 26. November 1865.

50 The Revolution in Spain. in: The Times (3 Oct. 1868), Nr. 26246, S. 9.

51 de Montijo, Eugenie, Ehefrau von Napoleon III. und Kaiserin Frankreichs von 1853 bis 1870, * 5. Mai 1826, 11. Juli 1920.

52 Bismarck, Otto von, Telegramm an das Außenministerium: Gute Beziehungen zur neuen spanischen Regierung (Konzept Bismarck-Bohlen), in: G.A. Rein, W. Schüßler, E. Scheler, A. Milatz und R. Buchner (Hrsg.), Otto von Bismarck - Werke in Auswahl: Die Reichsgründung - Zweiter Teil: 1866-1871, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1968,, S. 269.

53 Smith, Willard A. 1953, S. 216.

54 Alfonso XII., Francisco, Sohn Isabellas II. und König von Spanien von 1874 bis 1885, *28. November 1857, 30. Dezember 1885.

55 Smith, Willard A. 1953, S. 216-217.

56 Wetzel, David 2005, S. 56-57.

57 Hohenzollern, Leopold von, Fürst von Hohenzollern 1885 bis 1905, Anwärter auf spanische Krone und somit eine der Schlüsselfiguren, wenn auch in passiver Form, im Konflikt um die Thronfolge Spaniens, *22. September 1835, 8. Juni 1905.

58 Wilhelm I., Friedrich Ludwig von Preußen, König von Preußen seit 1861, sowie erster Deutscher Kaiser ab 1871, *22. März 1797, 9. März 1888.

59 Wetzel, David 2005, S. 93.

60 Bismarck, Otto von, Nr. 195, in: J. Becker (Hrsg.), Der Weg zum spanischen Thronangebot: Spätjahr 1866 - 4. April 1870, Paderborn, München, Wien, Zürich 2003, S. 344-345.

61 Bismarck, Otto von 2003, S. 348.

62 Ohnezeit, Maik 2013, S. 51.

63 Wetzel, David 2005, S. 95-97.

64 Ohnezeit, Maik 2013, S. 52-53.

65 Wilhelm, Friedrich Ludwig von Preußen, Nr. 588, in: J. Becker (Hrsg.), Aus der Krise der kleindeutschen Nationalpolitik in die preußisch-französische Julikrise 1870: 5. April 1870 - 12. Juli 1870, Paderborn, München, Wien, Zürich 2003, S. 328-329.

66 Ohnezeit, Maik 2013, S. 58.

67 Ohnezeit, Maik 2013, S. 59.

68 Gramont, Antoine Alfred, französischer Botschafter und Außenminister vom 15. Mai bis zum 9. August 1870, einer der wichtigsten Akteure im Vorfeld des Deutsch-Französischen Krieges, * 14. August 1819, 17. Januar 1880.

69 Ohnezeit, Maik 2013, S. 59-60.

70 Latest News. in: Manchester Guardian (9 Jul. 1870) S. 9.

71 Ohnezeit, Maik 2013, S. 60.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten

Details

Titel
Der Deutsch-Französische Krieg und dessen Rezeption in der britischen Presse
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Historisches Institut)
Note
1,2
Autor
Jahr
2015
Seiten
87
Katalognummer
V381094
ISBN (eBook)
9783668583825
ISBN (Buch)
9783668583832
Dateigröße
1329 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutschland, Frankreich, Medien, Berichterstattung, deutsch französischer Krieg
Arbeit zitieren
Igor Dukhovny (Autor), 2015, Der Deutsch-Französische Krieg und dessen Rezeption in der britischen Presse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381094

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