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Das Sprachspiel Wittgensteins. Begriff, Familienähnlichkeiten und Regeln

Titel: Das Sprachspiel Wittgensteins. Begriff, Familienähnlichkeiten und Regeln

Hausarbeit , 2015 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Melanie Schneider (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Wittgenstein ist ein Philosoph, der sich vor allen Dingen dem Sprachgebrauch zuwandte. Er war der Auffassung, dass wir unsere Sprache falsch gebrauchen. Darin sah er auch das Hauptproblem in seinen philosophischen Untersuchungen. Er hatte den Verdacht, ,,daß viele Probleme der Philosophie im Grunde Verknotungen des Denkens, Selbstfesselung, Verschlingungen und gordische Knoten der Sprache [sind]“ .
Der zentrale Aspekt in eben jenen philosophischen Untersuchungen ist der des ,,Sprachspiels“. Wittgenstein möchte anhand eben jenes, eine gewisse Klarheit in den philosophischen Problemen schaffen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich nun mit eben jenem ,,Sprachspiel“. Dazu ist es unablässig, den Grundgedanken zu verstehen und die Voraussetzungen zu klären, denn eine konkrete Definition will und kann Wittgenstein nicht geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff des „Sprachspiels“

2.1. Der Begriff im „Blauen Buch“

2.2. Der Begriff im „Braunen Buch“

2.3. Der Begriff in den „Philosophischen Untersuchungen“

2.3.1. Merkmale und Definition des Sprachspielbegriffs

2.3.2. Gebrauch und Bedeutung

2.4. Die primitive Form des Sprachspiels

2.5. Das Sprachspiel als Ganzes der Sprache

3. Das Sprachspiel und Familienähnlichkeiten

4. Das Sprachspiel und die Regeln

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den zentralen Begriff des „Sprachspiels“ im Werk Ludwig Wittgensteins, insbesondere in den „Philosophischen Untersuchungen“, um dessen Bedeutung für das Verständnis von Sprache als handlungsgebundene Praxis zu klären.

  • Analyse des Sprachspielbegriffs in den Vorläuferwerken („Blaues“ und „Braunes Buch“)
  • Untersuchung des Verhältnisses von Sprachgebrauch und Bedeutung
  • Erarbeitung der Rolle von Regeln und Familienähnlichkeiten in Wittgensteins Sprachphilosophie
  • Darstellung des Sprachspiels als Teil eines komplexen Gesamtsystems der Sprache

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Begriff im „Blauen Buch“

Das blaue Buch entstand in den Jahren 1934 bis 1935 als Vorlesungsdiktat an Wittgensteins Studenten und wurde erst später veröffentlicht. Wie bereits erwähnt, taucht der Begriff „Sprachspiel“ im blauen Buch auf. Wittgenstein führt dazu an:

„ Ich werde in Zukunft immer wieder deine Aufmerksamkeit auf das lenken, was ich Sprachspiele nennen werde. Das sind einfachere Verfahren zum Gebrauch von Zeichen als jene, nach denen wie Zeichen in unserer äußerst komplizierten Alltagssprache gebrauchen. Sprachspiele sind die Sprachformen, mit denen ein Kind anfängt, Gebrauch von Wörtern zu machen. Das Studium von Sprachspielen ist das Studium primitiver Sprachformen oder primitiver Sprachen. […]. Wenn wir solche einfachen Sprachformen untersuchen, dann verschwindet der geistige Nebel, der unsern gewöhnlichen Sprachgebrauch einzuhüllen scheint. […] Wir sehen, daß wir die komplizierten Formen aus den primitiven zusammensetzen können, indem wir nach und nach neue Formen hinzufügen.“

Wir sehen hier, dass Wittgenstein „primitive“ Sprachspiele mit den Sprachformen eines Kindes gleichsetzt und dass es sich dabei um die ursprüngliche Form unserer Sprachverwendung handelt. Was bedeutet, dass Sprachspiele, theoretisch, vereinfachte Verwendungen unserer Alltagssprache sind. Allerdings unterscheiden sich diese Sprachformen nicht zwingend von unserer Alltagssprache. Sie haben für die Philosophie jedoch den Vorteil, dass die einzelnen Elemente leichter zu betrachten sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Wittgensteins Fokus auf den Sprachgebrauch ein und benennt das „Sprachspiel“ als zentrales Konzept zur Klärung philosophischer Missverständnisse.

2. Der Begriff des „Sprachspiels“: Dieses Kapitel erläutert die Genese des Sprachspielbegriffs über das „Blaue“ und „Braune Buch“ bis hin zu den „Philosophischen Untersuchungen“ und beleuchtet die primitive Form sowie die Gesamtheit der Sprache.

3. Das Sprachspiel und Familienähnlichkeiten: Der Autor arbeitet Wittgensteins Konzept der Familienähnlichkeiten heraus, um zu zeigen, dass Begriffe durch netzartige Ähnlichkeiten und nicht durch essenzielle Merkmale verbunden sind.

4. Das Sprachspiel und die Regeln: Dieses Kapitel untersucht die Funktion und Begrenztheit von Regeln innerhalb von Sprachspielen und klärt, inwiefern das Befolgen einer Regel eine Praxis darstellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Sprachspieltheorie als methodische Disziplin zusammen, die hilft, die Komplexität unserer Alltagssprache zu erfassen.

Schlüsselwörter

Sprachspiel, Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, Gebrauchstheorie, Sprache, Familienähnlichkeiten, Regeln, Bedeutung, Alltagssprache, Sprachphilosophie, primitive Sprache, Sprachgebrauch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Sprachphilosophie Ludwig Wittgensteins, speziell mit der Bedeutung und Funktion seines zentralen Begriffs „Sprachspiel“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Gebrauch von Sprache, die Theorie der Sprachspiele, der Begriff der Familienähnlichkeiten sowie die Rolle von Regeln in sprachlichen Handlungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Grundgedanken hinter Wittgensteins Sprachspielbegriff zu explizieren und aufzuzeigen, wie dieser zur Klärung philosophischer Probleme beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Textanalyse der Primärquellen Wittgensteins sowie deren Einordnung in den fachwissenschaftlichen Diskurs durch Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung des Sprachspielbegriffs, dessen Abgrenzung als „primitive Sprache“, die Theorie der Familienähnlichkeiten sowie die Bedeutung von Regelstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachspiel, Sprachgebrauch, Familienähnlichkeiten, Bedeutung und Regeln definiert.

Wie vergleicht Wittgenstein die Sprache mit einer Stadt?

Wittgenstein nutzt das Bild einer alten Stadt mit ihrem historischen Zentrum und neuen Vororten, um die komplexe, gewachsene Struktur der Sprache und das Nebeneinander verschiedener Sprachsysteme zu veranschaulichen.

Warum lehnt Wittgenstein eine feste Definition für das „Sprachspiel“ ab?

Aufgrund der „Familienähnlichkeiten“ ist das Sprachspiel kein Begriff mit scharfen Grenzen, sondern ein Begriff mit verschwommenen Rändern, der sich einer starren Wesensdefinition entzieht.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Sprachspiel Wittgensteins. Begriff, Familienähnlichkeiten und Regeln
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Note
1,0
Autor
Melanie Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V381133
ISBN (eBook)
9783668580565
ISBN (Buch)
9783668580572
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sprachspiel wittgensteins begriff familienähnlichkeiten regeln
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Schneider (Autor:in), 2015, Das Sprachspiel Wittgensteins. Begriff, Familienähnlichkeiten und Regeln, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381133
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Leseprobe aus  22  Seiten
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