Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Berufliche (Erst-) Eingliederung von lernbehinderten Jugendlichen

Titel: Berufliche (Erst-) Eingliederung von lernbehinderten Jugendlichen

Hausarbeit , 2003 , 24 Seiten , Note: 2

Autor:in: M. A. Sabine Wolf (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen bedeutet Integration, in der u. a. die berufliche Rehabilitation ein wichtiger Bestandteil darstellt und nicht mehr wegzudenken ist. Aber was bedeutet berufliche Rehabilitation?

Sie „umfasst alle Maßnahmen und Hilfen, die erforderlich sind, die dauerhafte Eingliederung oder Wiedereingliederung behinderter Menschen in Arbeit, Beruf und Gesellschaft“ (Bundesanstalt für Arbeit, 2002). Für diese Regelungen sind hier das Sozialgesetzbuch (SGB) III und IX maßgebend. Das SGB III beschäftigt sich mit den Regelungen zur Arbeitsförderung und das SGB IX, welches erst am 1. Juli 2001 in Kraft trat, beinhaltet Rechtsvorschriften zur Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen, einschließlich behandelt es in einem gesonderten 2. Teil das Schwerbehindertenrecht. Durch die Einführung des SGB IX haben sich für das SGB III inhaltliche Änderungen ergeben. Einige Paragraphen des SGB III wurden durch das jetzt maßgebende SGB IX aufgehoben. Mit dem SGB IX wird das Recht für behinderte Menschen auf eine neue Stufe gestellt. Es geht darum die Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Arbeitsleben behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Dieser Paradigmenwechsel stellt die bisherige Fürsorge behinderter Menschen in den Schatten.

Mit der beruflichen Rehabilitation soll eine möglichst umfassende Qualifizierung und dauerhafte Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt erreicht werden.

Trotz häufiger Diskussionen und Auseinandersetzungen über gesellschaftliche, soziale und berufliche Aussichten Behinderter, scheint dieser Bereich in der Öffentlichkeit noch weitgehend unberücksichtigt und immer noch als Tabuthema. Die Arbeitslosenzahlen sind in den letzten Jahren stetig angestiegen und damit auch das Risiko Behinderter, noch geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Die Literaturlage zur beruflichen Rehabilitation behinderter Menschen ist sehr umfänglich, als versuche man das Thema, wenn schon nicht praktisch, wenigstens theoretisch aufklärend und kritisierend zu bearbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die berufliche Ersteingliederung von Behinderten

2.1 Rehabilitationsträger für die berufliche Ersteingliederung

2.2 Aufgaben der Reha-Teams in den Arbeitsämtern

2.3 Maßnahmen der beruflichen Ersteingliederung

2.4 Rehabilitations- und Bildungseinrichtungen

3 Die berufliche Eingliederung am Beispiel lernbehinderter Jugendlicher

3.1 Begriffseingrenzung der Lernbehinderung

3.2 Ursachenforschung der Lernbehinderung

3.3 Das Lern- und Leistungsverhalten

3.4 Der berufliche Einstieg

3.5 Probleme der beruflichen Eingliederung

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Rahmenbedingungen bei der beruflichen Erstintegration von lernbehinderten Jugendlichen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Effektivität bestehender Unterstützungsmaßnahmen und der Identifizierung von Barrieren, die den Übergang von der Schule in die Berufswelt erschweren.

  • Rechtliche Grundlagen der beruflichen Rehabilitation (SGB III und SGB IX)
  • Rolle der Rehabilitationsträger und Aufgaben der Reha-Teams in Arbeitsämtern
  • Begriffsbestimmung und Ursachenforschung zur Lernbehinderung
  • Analyse des Lern- und Leistungsverhaltens sowie beruflicher Integrationsprobleme

Auszug aus dem Buch

Begriffseingrenzung der Lernbehinderung

Prof. Dr. G. Kanter und G. Scharff (2002) umschreiben den Begriff der Lernbehinderung folgendermaßen: „Lernbehinderung ist ein schlagwortartiger Sammelbegriff zur Umschreibung verschiedener Formen längerfristig erschwerten Lern- und Leistungsverhaltens“ (S. 155). Die Umschreibung als schlagwortartiger Sammelbegriff macht deutlich, dass der Begriff der Lernbehinderung im Alltagsverständnis leider oft verallgemeinert oder pauschalisiert wird. Das Gegenteil sollte aber der Fall sein, denn die Lernbehinderung ist ein eigenständiger Begriff mit klaren Inhalten und ist dadurch von anderen Formen der Lernerschwernis, insbesondere der Lernstörung abzugrenzen.

Ein zweites Manko der Aussage der Definition besteht darin, dass durch diese Nicht-Differenzierung die Lernbehinderung in ihrer Bedeutung "falsch“ verstanden und damit auch angewandt wird. Es wäre korrekt "Lernbeeinträchtigungen“ als Oberbegriff zu verwenden, da diese einerseits die Lernstörungen und andererseits die Lernbehinderungen beinhalten. Dabei wird die Lernbehinderung wie schon gesagt durch Kanter und Scharff (2002) als eine „Umschreibung verschiedener Formen längerfristig erschwerten Lern- und Leistungsverhaltens“ (S. 155) charakterisiert. Die Lernstörung hingegen äußert sich "nur“ zeit- und teilweise durch leichtere Formen von Lernschwierigkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der beruflichen Rehabilitation behinderter Menschen ein und erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das SGB III und IX.

2 Die berufliche Ersteingliederung von Behinderten: Dieses Kapitel beschreibt die Zuständigkeiten der Rehabilitationsträger sowie die spezifischen Maßnahmen und die Rolle der Arbeitsämter bei der beruflichen Integration.

3 Die berufliche Eingliederung am Beispiel lernbehinderter Jugendlicher: Hier wird der Fokus auf die spezifische Gruppe der Lernbehinderten gelegt, wobei Begriffe, Ursachen, das Leistungsverhalten und Einstiegshürden in das Berufsleben analysiert werden.

4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse und diskutiert notwendige Ansätze, um die Integration und Selbstbestimmung lernbehinderter Jugendlicher durch moderne Lernformen und gezielte Förderung zu verbessern.

Schlüsselwörter

Berufliche Rehabilitation, Lernbehinderung, Ersteingliederung, SGB IX, Arbeitsmarkt, Förderschule, Berufsausbildung, Reha-Teams, Lernstörung, Ausbildungsbegleitende Hilfen, Berufsbildungswerk, Integration, Berufsvorbereitung, Leistungsverhalten, Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Belegarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der beruflichen Ersteingliederung von Menschen mit Behinderungen, mit einem speziellen Fokus auf lernbehinderte Jugendliche und deren Zugang zum Arbeitsmarkt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die gesetzlichen Grundlagen (SGB III/IX), die Aufgaben der Rehabilitationsträger, die pädagogische Einordnung von Lernbehinderungen sowie die praktischen Hürden beim beruflichen Einstieg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die berufliche Rehabilitation lernbehinderter Jugendlicher effektiver gestaltet werden kann, um deren dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Aufarbeitung, die auf Fachliteratur, amtlichen Statistiken und gesetzlichen Regelungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des allgemeinen Rehabilitationssystems und eine vertiefende Analyse des Lern- und Leistungsverhaltens sowie der spezifischen Problemlagen von Lernbehinderten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie berufliche Rehabilitation, Lernbehinderung, Integration, SGB IX und Berufsvorbereitung definiert.

Warum wird Lernbehinderung als „schlagwortartiger Sammelbegriff“ bezeichnet?

Laut den Autoren wird der Begriff im Alltag oft unpräzise verwendet, obwohl er eigentlich eine spezifische Form längerfristig erschwerten Lernverhaltens bezeichnet.

Welche Rolle spielt die Schule für das Entstehen einer Lernbehinderung laut Schmutzler?

Schmutzler argumentiert, dass Lernbehinderungen auch durch ein „Versagen der Schule“, etwa durch mangelnde Differenzierung oder zu große Klassen, mit beeinflusst werden können.

Warum haben Lernbehinderte oft Probleme beim Berufseinstieg?

Die Anforderungen an Ausbildungsplätze sind gestiegen, und viele Lernbehinderte stoßen beim Arbeitseinstieg auf unerwartete Belastungen oder Qualifikationsdefizite, die eine abgeschlossene Berufsausbildung erschweren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Berufliche (Erst-) Eingliederung von lernbehinderten Jugendlichen
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Rehabilitationspädagogik
Note
2
Autor
M. A. Sabine Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
24
Katalognummer
V381201
ISBN (eBook)
9783668578586
ISBN (Buch)
9783668578593
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beruf Eingliederung berufliche Eingliederung Rehapädagogik Lernbehinderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Sabine Wolf (Autor:in), 2003, Berufliche (Erst-) Eingliederung von lernbehinderten Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381201
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum