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Die neurophysiologische Behandlung nach Vojta. Ein Ansatz zur Frühförderung von Kindern mit Entwicklungsstörungen

Titel: Die neurophysiologische Behandlung nach Vojta. Ein Ansatz zur Frühförderung von Kindern mit Entwicklungsstörungen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 20 Seiten , Note: 2

Autor:in: M. A. Sabine Wolf (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit erfährt der Leser zu Beginn etwas über die Person, den Sammler, wie sich Vaclav Vojta selbst immer nannte, und dessen Leben. Danach wird erläutert, welche Besonderheiten und Eigenschaften die Vojta-Therapie mit sich bringt. Im darauf folgenden Teil wird die Entwicklung dieser Therapieform beschrieben. Der fünfte Teil stellt die Zielgruppen und Anwendungsbereiche der Vojta-Therapie dar. Die Beschreibung der Therapieform selbst, bildet den sechsten Teil der Ausführungen. Im siebenten Punkt dieser Arbeit werden verschiedene Kritikpunkte der Therapie nach Vojta dargestellt. Das Fazit wird diese Arbeit abrunden und gewonnene Ergebnisse vortragen.

Man muss kritisieren, dass gerade in den letzten Jahren rund um die Vojta-Therapie literarisch nicht viel passiert ist. Viele Werke und Veröffentlichungen über die Vojta-Therapie sind in einem nicht nur alten, sondern vor allem desolaten Zustand. Zudem sind diese Berichte nur sehr knapp bemessen. Dies könnte daran liegen, dass immer mehr alternative Therapien bevorzugt angewandt werden. Auch wenn die Vojta-Therapie ein abgeschlossenes System darstellt und es eigentlich "nichts mehr zu sagen gibt", so sollten dennoch literarische Aktualisierungen oder Überblicke nicht das Problem darstellen. Ein Kritikpunkt an dem in Zukunft noch besser gearbeitet werden sollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vojta´s Leben

3 Die Entwicklung der Vojta-Therapie

4 Theorie- und Grundpositionen

5 Anwendungsbereiche der Vojta-Therapie

6 Die Umsetzung der Vojta-Therapie

6.1 Das Reflexkriechen

6.2 Das Reflexumdrehen

7 Kritikpunkte der Vojta-Therapie

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die neurophysiologische Behandlung nach Vojta als präventiven und therapeutischen Ansatz in der Frühförderung von Kindern mit Entwicklungsstörungen. Dabei wird die wissenschaftliche Fundierung der Reflexlokomotion analysiert und kritisch hinterfragt.

  • Biografischer Hintergrund und Lebensweg von Prof. Vaclav Vojta
  • Grundlagen der Entwicklungskinesiologie und Reflexlokomotion
  • Indikationsspektrum und klinische Anwendungsbereiche der Therapie
  • Methodische Durchführung von Reflexkriechen und Reflexumdrehen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Wirksamkeit, Ethik und Patientenautonomie

Auszug aus dem Buch

6.1 Das Reflexkriechen

Die Ausgangslage ist die Bauchlage des Säuglings. Der Kopf wird passiv in Längsrichtung zum Körper gelegt und um etwa 30° zur Seite gedreht. Die Körperhälfte der das Gesicht zugewandt nennt man Gesichtsseite, die gegenüberliegende nennt man Hinterhauptseite. Entsprechend ergibt sich eine Unterscheidung in Gesichtsarm und Gesichtsbein sowie Hinterhauptarm und Hinterhauptbein.

Reizpunkte in Verbindung mit den Winkelstellungen der Extremitäten und des Kopfes, starten den motorischen Ablauf des Kriechvorganges mit seinen muskulären Aktivitäten. Beim neugeborenen Kind genügt eine einzige Zone, um den gesamten Vorgang auszulösen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen müssen mehrere Zonen miteinander kombiniert werden. Die Kombination mehrerer Zonen, ihre Auslösung über eine bestimmte Dauer und ein Widerstand gegen die entstehenden Bewegungsabläufe führen zu einer Verstärkung der Reaktionen.

Die Extremitäten übernehmen hierbei bewegende und stützende Funktionen, die ebenfalls beim Krabbeln oder Gehen zu beobachten sind. Vor allem durch die stützende Funktion der Extremitäten kommt es zu einer Vorwärtsbewegung des gesamten Rumpfes. In der therapeutischen Anwendung des Reflexkriechens wird nicht der gesamte Bewegungsablauf zugelassen, z. B. wird der Kopfdrehung ein Widerstand entgegengesetzt, um die Reaktionen an den Extremitäten und am Rumpf zu verstärken. Dadurch kommt es zu einer massiven Aktivität der gesamten Körpermuskulatur, die zu Aufrichtvorgängen des Rumpfes führt, und damit eine Vorbereitung auf höhere Fortbewegungsmuster wie Krabbeln oder Gehen darstellt. Die Aktivität der Bauchmuskulatur hat Auswirkungen auf die Funktion der inneren Organe, die Beckenbodenmuskulatur bis hin zur Schließmuskulatur von Blase und Darm. Im Bereich des Kopfes kommt es zu Augenbewegungen, Schluckbewegungen und Bewegungen von Zunge und Kiefer, die für den Kauvorgang von Wichtigkeit sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Frühförderung als präventives System ein und stellt das Ziel vor, die Vojta-Therapie als therapeutischen Ansatz bei motorischen Störungen zu beleuchten.

2 Vojta´s Leben: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg von Professor Vaclav Vojta nach, von seinem Studium in Prag über seine Emigration bis hin zu seinen wissenschaftlichen Auszeichnungen.

3 Die Entwicklung der Vojta-Therapie: Hier wird beschrieben, wie Vojta durch systematische Beobachtungen an CP-Kindern die Reflexlokomotion entdeckte und zur Basis für die Entwicklungskinesiologie machte.

4 Theorie- und Grundpositionen: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Basis der Vojta-Therapie als standardisiertes, krankengymnastisches Behandlungskonzept, das bei Säuglingen und anderen Patientengruppen Anwendung findet.

5 Anwendungsbereiche der Vojta-Therapie: Es wird dargelegt, dass das Fortbewegungsprinzip altersunabhängig bei einer Vielzahl von Indikationen, von neurologischen Störungen bis hin zu orthopädischen Fehlbildungen, eingesetzt wird.

6 Die Umsetzung der Vojta-Therapie: Das Kapitel beschreibt die zwei zentralen Bahnungssysteme der Therapie, das Reflexkriechen und das Reflexumdrehen, als Mittel zur Aktivierung natürlicher Bewegungsmuster.

6.1 Das Reflexkriechen: Dieser Unterpunkt detailliert die Ausgangslage, die Reizpunkte und die therapeutische Anwendung beim Reflexkriechen.

6.2 Das Reflexumdrehen: Hier werden die beiden Phasen des Reflexumdrehens beschrieben, die als physiologische Bewegungsabläufe aus der Rückenlage in das Krabbeln führen.

7 Kritikpunkte der Vojta-Therapie: Diese kritische Betrachtung setzt sich mit ethischen Bedenken, der Belastung für das Kind und der wissenschaftlichen Beweisbarkeit der Therapie auseinander.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Wirksamkeit bei spezifischen Störungen und reflektiert die Rolle der Therapie im Kontext aktueller Alternativen.

Schlüsselwörter

Vojta-Therapie, Frühförderung, Reflexlokomotion, Entwicklungskinesiologie, Zerebralparese, motorische Störungen, Physiotherapie, Säuglingsbehandlung, Reflexkriechen, Reflexumdrehen, neurologische Rehabilitation, Posturale Aktivität, Indikationen, Prävention, Bewegungsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Vojta-Therapie als einem spezialisierten Behandlungsansatz zur Frühförderung von Kindern mit motorischen Entwicklungsstörungen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Biografie des Gründers Vaclav Vojta, die theoretische Basis der Reflexlokomotion, die praktische Umsetzung der Übungen sowie eine kritische Würdigung der therapeutischen Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten der Vojta-Therapie darzustellen und dabei sowohl ihre rehabilitativen Erfolge als auch ihre methodischen Grenzen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung des Vojta-Konzepts, ergänzt durch die wissenschaftliche Reflexion der therapeutischen Durchführung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Person Vojta, die Herleitung des Therapieprinzips, die detaillierte Beschreibung der Anwendungstechniken (Reflexkriechen und Reflexumdrehen) sowie die Gegenüberstellung von Wirksamkeit und Kritik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Typische Charakteristika sind Reflexlokomotion, Frühförderung, motorische Entwicklung, krankengymnastische Intervention und entwicklungskinesiologische Diagnostik.

Inwiefern spielt die Elternbeteiligung bei Vojta eine Rolle?

Die Einbindung der Eltern ist essenziell, da diese die Übungen erlernen, um sie dem Kind zu Hause im täglichen Umfeld eigenständig zu ermöglichen.

Warum wird die Therapie heute teilweise kontrovers diskutiert?

Kritikpunkte sind insbesondere der hohe emotionale Stress für das Kind, der manipulative Charakter des Festhaltens und die Frage nach der wissenschaftlichen Validität des Nutzens in allen Indikationsbereichen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die neurophysiologische Behandlung nach Vojta. Ein Ansatz zur Frühförderung von Kindern mit Entwicklungsstörungen
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Erziehungswissenschaft)
Note
2
Autor
M. A. Sabine Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
20
Katalognummer
V381202
ISBN (eBook)
9783668580305
ISBN (Buch)
9783668580312
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Voita Therapie Frühförderung Kinder Entwicklungsstörung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Sabine Wolf (Autor:in), 2003, Die neurophysiologische Behandlung nach Vojta. Ein Ansatz zur Frühförderung von Kindern mit Entwicklungsstörungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381202
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Leseprobe aus  20  Seiten
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