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Auslegung und Deutung des ersten Schöpfungsberichts

Titel: Auslegung und Deutung des ersten Schöpfungsberichts

Hausarbeit , 2014 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Valerie Schmidt (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit bietet eine Analyse und eine systematische Deutung des Schöpfungsberichtes.

Der Schöpfungsbericht in Gen 1 ist eine eigentümliche Mischung von Theologie und Naturwissenschaft. Theologisch vermittelt der priesterliche Zeuge, dass Gott ewig, allmächtig und gütig ist. Er war da, bevor die Zeit begann. Er hat die Welt und alles auf der Welt geschaffen, durch seinen Segen macht er Menschen und Tiere fruchtbar und schenkt ihnen das Leben. Naturwissenschaftlich ist der Bericht in seinen genauen Klassifizierungen. Es wird unterschieden zwischen Gras und Kraut, das Samen bringt, sowie zwischen Bäumen, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Die Tiere werden unterschieden nach Vögeln, Wasser- und Landtieren. Den Lichtern am Himmel weist er die Funktion der Kalenderbestimmung zu.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einordnung

2. Analyse

1,1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

1,2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

1,3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

1,4-5 Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

1,6-8 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.

1,9-10 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, daß man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war.

1,11-13 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

1,14-19 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, daß sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, daß sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.

1,20-23 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

1,24-25 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.

1,26-28 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.

1,29-30 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber

1,31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

2,1-3 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden.

2,4a So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden.

3. Systematische Deutung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den priesterschriftlichen Schöpfungsbericht in Genesis 1 einer tiefgehenden theologischen und methodischen Analyse zu unterziehen, um die Weltanschauung und das Gottesbild dieses Textes zu erschließen.

  • Theologische Analyse des priesterschriftlichen Schöpfungsverständnisses
  • Verhältnis von Schöpfung, Ordnung und menschlichem Herrschaftsauftrag
  • Untersuchung der Gottesebenbildlichkeit des Menschen
  • Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Klassifizierungsansätzen im biblischen Kontext
  • Deutung der Schöpfungsgeschichte im Spannungsfeld zwischen Urgeschichte und Wirklichkeitsverständnis

Auszug aus dem Buch

1,3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

Gottes Wort bricht das Urschweigen. Der Herr offenbart sich und der eigentliche Schöpfungsvorgang beginnt. Gott spricht und es geschieht. Die unbedingte Souveränität des Schöpfungsbefehls ist das Gegenteil von Kampf. Keine Macht stellt sich dem Herrn entgegen. Dem heutigen Leser mag es unschlüssig erscheinen, dass P die Erschaffung des Lichts der Erschaffung der Gestirne voranstellt. Ohne das Licht wäre jedoch seine Anordnung in ein Sieben-Tage-Schema unmöglich. Erst muss die Grundordnung der Zeit geschaffen werden, damit am nächsten Tag die räumliche Welt geschaffen werden kann. Die Frage, ob Gott die Welt aus dem Nichts geschaffen hat, ist dem Text nicht gemäß. Erst griechisches Denken hat den Begriff der creatio ex nihilo ins Judentum gebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einordnung: Dieses Kapitel verortet den Schöpfungsbericht in Genesis 1 im priesterlichen Kontext des Judentums und beleuchtet die Bedeutung von Unterscheidung, Ordnung und priesterlicher Theologie.

2. Analyse: In diesem Hauptteil wird der biblische Schöpfungsbericht Vers für Vers exegtisch untersucht, wobei theologische Leitaussagen wie die Souveränität Gottes und der Segen herausgearbeitet werden.

3. Systematische Deutung: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse systematisch und diskutiert das Verhältnis zwischen Schöpfungsglauben, Weltverständnis und der Bestimmung des Menschen.

Schlüsselwörter

Priesterschrift, Genesis 1, Schöpfung, Gott, Ebenbildlichkeit, Herrschaftsauftrag, Urflut, Sieben-Tage-Schema, Segen, Theologie, Weltordnung, priesterlicher Zeuge, Schöpfungsbericht, Anthropologie, Gottesbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt eine exegetische und systematische Auseinandersetzung mit dem priesterschriftlichen Schöpfungsbericht in Genesis 1.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen gehören das Verständnis von Gottes Schöpfungshandeln, die Strukturierung der Schöpfungswoche, die Bedeutung des Segens sowie die Stellung des Menschen als Ebenbild Gottes.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, die spezifische Theologie des priesterlichen Autors und seine Sicht auf die Welt als geordnete Schöpfung Gottes präzise herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt historisch-kritische Methoden und eine systematisch-theologische Reflexion, um den Text im Kontext altorientalischer Traditionen und moderner Fragen zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil bietet eine detaillierte, versweise Analyse des Schöpfungsberichts von den ersten Worten bis hin zum Ruhetag Gottes.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schöpfung, priesterlicher Zeuge, Ebenbildlichkeit, Herrschaftsauftrag, Urflut und die Ordnung der Zeit.

Wie interpretiert der Autor das Schöpfungsgeheimnis?

Der Text betont, dass die Schöpfung für den Autor wie eine verschlossene Tür bleibt, die ehrfürchtig bewahrt werden muss und sich nicht vollständig durch menschlichen Verstand erklären lässt.

Welche Bedeutung hat das otiositas-Motiv in diesem Zusammenhang?

Das otiositas-Motiv unterstreicht, dass Gott nach Abschluss der Schöpfung in eine Ruhe eintritt, die das Werk als einmalig kennzeichnet und von der laufenden Geschichte abhebt, ohne jedoch einen Rückzug Gottes zu implizieren.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auslegung und Deutung des ersten Schöpfungsberichts
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,0
Autor
Valerie Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V381295
ISBN (eBook)
9783668579699
ISBN (Buch)
9783668579705
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Genesis 1 Schöpfung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Valerie Schmidt (Autor:in), 2014, Auslegung und Deutung des ersten Schöpfungsberichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381295
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Leseprobe aus  14  Seiten
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