Das Schulsystem im 19. Jahrhundert. Humboldt und das Bildungssystem in der Zeit der Aufklärung

Ein Überblick


Hausarbeit, 2011
14 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeit der Aufklärung

3. Wilhelm von Humboldt und seine pädagogischen Leitgedanken

4. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Beschäftigt man sich mit der Bildung zur Zeit der Aufklärung und dem darauffolgenden 19. Jahrhundert, so stellt man fest, dass man sich zu dieser Zeit auf gedanklichem Neuland befand. Neue Theorien entstanden, staatliche Systeme wurden umstrukturiert, es wurden Verwaltungsstellen eingerichtet, die vorher nicht existierten und Personen, die der Aufklärung wohlgesinnt waren, bekamen die Möglichkeit an der Umformung des Bildungssystems aktiv teilzunehmen. So gab es viele intellektuelle Vertreter, wie Rousseau oder Humboldt, die sich dieser Aufgabe annahmen und eine (Aus-) Bildung für alle zu schaffen versuchten. Dieser Gedanke der allgemeinen Menschenbildung war sehr fortschrittlich und eines der Hauptanliegen der Aufklärungszeit und so bildeten sich verschiedene Interessengrupen heraus.

Aus diesem Grund soll es in der vorliegenden Arbeit um die epochalen Gedanken sowie Vertreter dieser Zeit gehen, aber auch im speziellen um Wilhelm von Humboldt, der mit seinen bildungstheoretischen Schriften als auch mit den von ihm eingeleiteten Reformen ein Wegbereiter für die neue Bildung war und dessen Gedanken noch heute zum Teil aktuell sind.

Darum lautet die Frage meiner Arbeit: Welche gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten machten es Humboldt und Ähnlichdenkenden möglich, ein neues Bildungssystem zu etablieren und welche bildungstheoretischen Grundsätze verfolgte Humboldt bei der Umsetzung? Zur Beantwortung dieser Frage beziehe ich mich hauptsächlich auf Monografien, aber auch auf einen wissenschaftlichen Artikel von Wulf. Die Literatur zu dem Thema der Bildungspolitik im 18. und 19. Jahrhundert ist allgemein sehr umfassend und reicht von älteren bis hin zu aktuellen Arbeiten. Aufgrund der immerwährend angestrebten Verbesserung des Bildungssystems ist eine Weiterforschung auf dem Gebiet vorangegangener Systeme sehr wahrscheinlich.

2. Zeit der Aufklärung

Jede Epoche hatte auch ein sogenanntes Aufklärungszeitalter. Die Menschen der Antike wurden von Sokrates zur Vernunft erzogen, die des Mittelalters von den Dialektikern. Doch die Neuzeit zeichnet sich so stark durch den Gedanken der Vernunft aus, dass daraus eine geistige Bewegung der Aufklärung entstanden ist, die sich in ganz Europa ausbreitete und alle Lebensbereiche beeinflusste. 1

Da die Aufklärung danach strebte, ein Weltbürgertum zu errichten, war es wichtig, das Menschengeschlecht insgesamt zum Fortschritt zu bewegen. Das ist allerdings nur möglich, wenn Wissen erweitert wird und Bildung und Erziehung gefördert werden. Deshalb zeichnet sich das Aufklärungszeitalter durch einen ungemeinen pädagogischen Enthusiasmus aus. Die pädagogischen Programme der Aufklärungszeit verfolgten mehrere Ziele. Zum Einen gab es die Forderung nach einer vernünftigen Erziehung, die in zweckmäßig eingerichteten Schulen stattfinden sollte. Damit wollte man keinesfalls eine Wiederherstellung eines alten Konzepts, das durch den Glauben beeinflusst ist, sondern man forderte Rationalismus, welcher von Descartes und Bacons sowie durch die Erfolge in Mathematik und Naturwissenschaften geprägt war. Um es so auszudrücken, wollte man nicht Glaube und Tradition fördern sondern stattdessen Argumentation und Einsicht. Hier wird das Verlangen nach der Freiheit von Kritik deutlich sowie das Bedürfnis von der Vernunft uneigeschränkt Gebrauch zu machen.2 Ziel der Bildung war es außerdem, eine Institutionalisierung des öffentlichen, staatlich regulierten Schulsystems zu schaffen.

Die daraus entstehende pädagogische Bewegung war der Philanthropismus. Sie breitete sich ins Gesamtdeutschland aus.3 Das Ziel der Philanthropen war es, den Rationalismus und Naturalismus in die Erziehung einfließen zu lassen. Diesbezüglich lag die Betonung auf einer freien Entfaltung und die Konstituierung einer dafür zweckmäßigen Umwelt. Sie forderten außerdem die Nähe zur Natur und schrieben dem Spiel und der Leibes- und Sexualerziehung eine große Bedeutung zu. Ihr Hauptziel lag dabei in der Steigerung der Berufstüchtigkeit. Die große Idee der Philanthropen war die Gemeinnützigkeit, also die Brauchbarkeit des Menschen im Sozialverband.

[...]


1 Hamann, S. 55 f.

2 Baumgart, S. 11 f.

3 Hamann, S. 56

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Das Schulsystem im 19. Jahrhundert. Humboldt und das Bildungssystem in der Zeit der Aufklärung
Untertitel
Ein Überblick
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V381363
ISBN (eBook)
9783668580664
ISBN (Buch)
9783668580671
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schulsystem, jahrhundert, humboldt, bildungssystem, zeit, aufklärung, überblick
Arbeit zitieren
Doreen Miersch (Autor), 2011, Das Schulsystem im 19. Jahrhundert. Humboldt und das Bildungssystem in der Zeit der Aufklärung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381363

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