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Kann die konstruktivistische Außenpolitiktheorie Chinas veränderte Haltung zur Umweltpolitik erklären?

Title: Kann die konstruktivistische Außenpolitiktheorie Chinas veränderte Haltung zur Umweltpolitik erklären?

Essay , 2015 , 8 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Frank Krause (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Dieses Essay beleuchtet einen möglichen Zusammenhang zwischen Chinas jüngster Umweltpolitik und der des Konstruktivismus. Dabei soll die Fragestellung untersucht werden, ob die konstruktivistische Außenpolitiktheorie Chinas veränderte Haltung zur Umweltpolitik erklären kann.

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Inhaltsverzeichnis

Kann die konstruktivistische Außenpolitiktheorie Chinas veränderte Haltung zur Umweltpolitik erklären?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die konstruktivistische Außenpolitiktheorie eine geeignete Erklärung für die jüngsten Veränderungen in der chinesischen Umweltpolitik bietet oder ob diese Entwicklungen eher durch neorealistische Erklärungsmodelle des nutzenmaximierenden Handelns beschrieben werden können.

  • Vergleich konstruktivistischer und neorealistischer Erklärungsansätze für staatliches Verhalten.
  • Analyse der Rolle von Normen, Werten und sozialer Identität in der internationalen Politik.
  • Bewertung der chinesischen Umweltpolitik vor dem Hintergrund internationaler Klimaverpflichtungen.
  • Untersuchung von Rückkopplungseffekten zwischen internationalen Strukturen und staatlichen Entscheidungen.
  • Diskussion der Konzepte "Logik der Angemessenheit" versus "Logik der Konsequenzen".

Auszug aus dem Buch

Kann die konstruktivistische Außenpolitiktheorie Chinas veränderte Haltung zur Umweltpolitik erklären?

Im Frühling diesen Jahres war in der Südwest Presse ein bemerkenswerter Satz zu lesen: „Der chinesische Premierminister Li Keqiang hat seit seiner Amtsübernahme vor zwei Jahren mehrfach versprochen, den Umwelt- und Klimaschutz in den Mittelpunkt seiner Politik zu stellen“ (Lee 2015). Eine erstaunliche Revision der bisherigen Politik, bei der Umweltschutz wohl maximal als lästige Fußnote der angestrebten wirtschaftlichen Entwicklung angesehen wurde. Sehr spannend ist die Frage der Motivation für diese neue Sichtweise. Ist es lediglich eine vernunftgeleitete Erkenntnis, dass die Kosten der Umweltschäden die Gewinne des expansiven Wirtschaftswachstums überschreiten? Handelt China also aus einer Logik der Konsequenzen heraus? Oder ist internationaler Druck, der in verschiedenen Institutionen aufgebaut wurde, und dem Schutz der Umwelt international mittlerweile einen höheren Stellenwert einräumt, dafür verantwortlich? Gibt es etwa eine Art internationaler Norm für Umweltschutz der gefolgt werden muss, und das obwohl die Kosten in umweltverträgliche Produktion den Nutzen, zumindest kurzfristig und scheinbar, übersteigen? Kann so eine Norm sogar einem so mächtigen Player wie China, dem keiner Vorschriften machen oder ihn gar sanktionieren kann, zu Entscheidungen nötigen, die er sonst nicht treffen würde?

Tatsächlich darf durchaus gesagt werden, dass nicht zuletzt durch die jetzt schon über 25 Jahre lang stattfindenden Klimakonferenzen der Umwelt- bzw. insbesondere der Klimaschutz in der Welt zu einer international anerkannten Norm aufgestiegen ist. Selbst, oder vielleicht sogar gerade, freiwillige Verpflichtungen zum Klimaschutz haben viele der internationalen Akteure dazu gebracht, klimaschützendes Verhalten als richtiges, als angemessenes Verhalten wahrzunehmen. Bereits an dieser Stelle kommen die Grundzüge der konstruktivistischen Außenpolitiktheorie zum Vorschein. Diese kritisiert nämlich das Konzept der neorealistischen und der liberalen Theorien, bei denen für die Akteure lediglich der nutzenmaximierende homo oeconomicus angenommen werden kann. Dass also auch Staaten mit ihrer (Außen-)Politik nur nach eigennützigen, rationalen Gesichtspunkten agieren. Unter Beachtung dieses Theorieansatzes scheint kaum ein Land einen Grund zu haben, den Umweltschutz zu verbessern und damit möglicherweise seinen Wirtschaftsstandort zu schwächen.

Zusammenfassung der Kapitel

Kann die konstruktivistische Außenpolitiktheorie Chinas veränderte Haltung zur Umweltpolitik erklären?: Der Text analysiert die Motivation Chinas, seinen Fokus auf den Umweltschutz zu legen, und stellt dabei konstruktivistische Theorien der neorealistischen Perspektive gegenüber.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Neorealismus, Außenpolitik, China, Umweltschutz, Klimaschutz, Normen, Logik der Angemessenheit, Nutzenmaximierung, Internationale Beziehungen, Anarchie, Soziale Struktur, Politische Theorie, Wertediskussion, Klimakonferenzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die konstruktivistische Außenpolitiktheorie die jüngste Kursänderung der chinesischen Regierung in Umwelt- und Klimaschutzfragen plausibel erklären kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die theoretische Gegenüberstellung von Konstruktivismus und Neorealismus sowie die Frage, wie internationale Normen das Verhalten mächtiger Akteure wie China beeinflussen können.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob Chinas neues Bekenntnis zum Umweltschutz als Ausdruck einer normgerechten Entscheidung (gemäß Konstruktivismus) oder als rationale Kosten-Nutzen-Rechnung (gemäß Neorealismus) gewertet werden sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse angewandt, bei der politikwissenschaftliche Konzepte zur Außenpolitik auf ein aktuelles Fallbeispiel (Chinas Klimapolitik) appliziert und kritisch hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Normen, der Rolle von Sozialisationsprozessen sowie der Frage der Spezifizität von Normen für die Handlungslogik von Staaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Konstruktivismus, Außenpolitik, internationale Normen und Chinas Umweltpolitik definieren.

Inwiefern spielt der "homo oeconomicus" eine Rolle in der Argumentation?

Das Modell des nutzenmaximierenden homo oeconomicus dient als neorealistischer Gegenentwurf zur konstruktivistischen Annahme, dass Staaten durch Werte und soziale Normen bestimmt werden.

Warum spielt die "Spezifizität einer Norm" eine so große Rolle für Chinas Verhalten?

Der Autor argumentiert mit Jeffrey Legro, dass eine hohe Spezifizität einer Norm den Spielraum für Akteure verringert, da abweichendes Verhalten leichter als Normverletzung identifiziert und sanktioniert werden kann.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Erklärungsstärke des Konstruktivismus?

Der Autor schließt, dass der Konstruktivismus zwar Veränderungen erklären kann, im Fall Chinas jedoch Gefahr läuft, Verhaltensweisen lediglich im Nachhinein durch Normen zu begründen, die auch rein rational-egoistisch erklärt werden könnten.

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Details

Title
Kann die konstruktivistische Außenpolitiktheorie Chinas veränderte Haltung zur Umweltpolitik erklären?
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Proseminar: Internationale Beziehungen 1: Grundlagen
Grade
1,0
Author
Frank Krause (Author)
Publication Year
2015
Pages
8
Catalog Number
V381412
ISBN (eBook)
9783668580749
ISBN (Book)
9783668580756
Language
German
Tags
Konstruktivismus IB Umweltpolitik China
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Krause (Author), 2015, Kann die konstruktivistische Außenpolitiktheorie Chinas veränderte Haltung zur Umweltpolitik erklären?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381412
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