Ziel dieser Arbeit ist es, mit Hilfe der Darstellungen von den Zusammenhängen zwischen Rassismus und institutioneller Diskriminierung, sowie der Anomietheorie und dem Ansatz der Antidiskriminierungspädagogik, Antworten auf die Frage zu finden, warum es von Nöten ist, dass sich die Interkulturelle Pädagogik im Besonderen mit der Bildungsbenachteiligung auseinandersetzt.
Dafür wird zunächst in Kapitel zwei der Zusammenhang von Rassismus und institutioneller Diskriminierung dargestellt, um anschließend den Unterschied direkter und indirekter institutioneller Diskriminierung zu erläutern. Desweiteren beschäftigt sich Kapitel 2.2 mit den Überlegungen Robert K. Mertons zur Anomie und stellt einen Zusammenhang zur institutionellen Diskriminierung her. Kapitel zwei stellt somit zusammenfassend die Grundlage für die Überlegungen in Kapitel drei zum Fokus der Interkulturellen Pädagogik auf die Bildungsbenachteiligung dar. Für die Suche nach den Ursachen der Bildungsbenachteiligung wird sich an der Antidiskriminierungspädagogik von Arnd Michael Nohl bedient. Abschließend findet sich in Kapitel vier eine Hypothese über die Folgen der Bildungsbenachteiligung anhand der zuvor dargestellten institutionellen Diskriminierung und der Theorie des anomalen Verhaltens.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Zusammenhang von Rassismus und institutioneller Diskriminierung
2.1 Direkte und indirekte institutionelle Diskriminierung
2.2 Die Anomietheorie nach Robert Merton und der Zusammenhang zur institutionellen Diskriminierung
3. Der Fokus Interkultureller Pädagogik auf Bildungsbenachteiligung
4. Abschließende Hypothese
5. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Warum befasst sich die Interkulturelle Pädagogik mit Bildungsbenachteiligung?
Sie untersucht, wie strukturelle Barrieren und Diskriminierung den Bildungserfolg von Menschen mit Migrationshintergrund behindern und sucht nach Wegen zur Chancengleichheit.
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter institutioneller Diskriminierung?
Direkte Diskriminierung erfolgt durch explizite Regeln, während indirekte Diskriminierung durch neutral scheinende Vorschriften entsteht, die bestimmte Gruppen in der Praxis benachteiligen.
Welchen Beitrag leistet die Anomietheorie von Robert Merton?
Mertons Theorie hilft zu erklären, wie der Widerspruch zwischen gesellschaftlichen Zielen und fehlenden legalen Mitteln (durch Diskriminierung) zu abweichendem Verhalten führen kann.
Was ist das Ziel der Antidiskriminierungspädagogik nach Arnd Michael Nohl?
Sie zielt darauf ab, die Ursachen von Benachteiligung im Bildungssystem zu identifizieren und pädagogische Strategien zu entwickeln, die Diskriminierung aktiv entgegenwirken.
Wie hängen Rassismus und institutionelle Diskriminierung zusammen?
Rassismus bildet oft die ideologische Basis, die sich in institutionellen Abläufen verfestigt und so zu einer systematischen Benachteiligung bestimmter Gruppen führt.
Welche Hypothese stellt die Arbeit über die Folgen der Bildungsbenachteiligung auf?
Die Arbeit postuliert, dass anhaltende Bildungsbenachteiligung durch institutionelle Hürden zwangsläufig zu sozialer Instabilität und anomalem Verhalten führt.
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- Anna Hümmecke (Author), 2016, Bildungsbenachteiligung als Thema der Interkulturellen Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381453