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Entwicklung der Deutschen Bank zu einer internationalen Investmentbank

Title: Entwicklung der Deutschen Bank zu einer internationalen Investmentbank

Seminar Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thorsten Breitkopf (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Problemstellung

Die Deutsche Bank galt in den letzten einhundert Jahren als führende Bank in Deutschland und unter den deutschen Geschäftsbanken stets als Branchenprimus. Ihre Lage, ihr Standort und ihre Ausrichtung haben für die Volkswirtschaft der Bundesrepublik eine herausragende und prägende Bedeutung. Daher muss bei einer Betrachtung der Deutschen Bank AG stets das politische Umfeld und die verschiedenen internen und externen Kräfte betrachtet werden. Seit Anfang und Mitte der neunziger Jahre rückte das Investmentbanking immer mehr in den Fokus des Handelns der größten deutschen Bank 1. In der folgenden Seminararbeit wird betrachtet und analysiert, ob sich die Deutsche Bank tatsächlich auf dem Weg zu einer Investmentbank befindet, ob sie gar schon eine ist, oder ob sie am alten Kurs einer typisch kontinental- europäischen Universalbank festhalten wird. Die klassischen Quellen (Zeitungen, Zeitschriften etc.) wurden durch ein Interview mit dem stellvertretenden Leiter der Presseabteilung der Deutschen Bank, Herrn Dr. Ronald Weichert, ergänzt. Das Gespräch führte der Verfasser am 8. Oktober 2004.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Die Geschichte der Deutschen Bank AG im Überblick

2.1 Gründerjahre bis zum Zweiten Weltkrieg

2.2 Entwicklung in der Nachkriegszeit

2.3 Einstieg ins Privatkundengeschäft – DB wird zur Universalbank

3. Entwicklung der Aktivitäten der Deutschen Bank im Investmentbanking

3.1 Übernahme von Morgan Grenfell

3.2 Übernahme von Bankers Trust Ltd.

3.3 Das Investmentbanking der Deutschen Bank heute

4. Die Deutsche Bank – eine Investmentbank?

4.1 Die Deutsche profiliert sich als Investmentbank angelsächsischen Typs

4.2 Deutsche Bank hält an breitem Universalbankspektrum fest

4.3 Deutsche Bank im Spagat zwischen Spezial- und Universalbank

5. Die Zukunft der Deutschen Bank

5.1 Szenario 1

5.2 Szenario 2

5.3 Szenario 3

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den historischen und strategischen Wandel der Deutschen Bank von einer klassischen Universalbank hin zu einer internationalen Investmentbank. Dabei wird untersucht, inwieweit die Bank tatsächlich eine Transformation vollzogen hat oder ob sie weiterhin an einem breiten Universalbankspektrum festhält, sowie welche Herausforderungen sich durch diesen Spagat ergeben.

  • Historische Entwicklung der Deutschen Bank
  • Analyse der Investmentbanking-Aktivitäten und großer Akquisitionen (Morgan Grenfell, Bankers Trust)
  • Konfliktfeld zwischen Commercial-Banking und Investmentbanking
  • Strategische Neuausrichtung und Zukunftsszenarien
  • Bedeutung des Privatkundengeschäfts und des Heimatmarktes

Auszug aus dem Buch

3.2 Übernahme von Bankers Trust Ltd.

Die Übernahme der US-Amerikanischen Investmentbank „Bankers Trust“ wurde bei der Deutschen Bank als Paukenschlag gefeiert. „[Der] Abschluss der Übernahme von Bankers Trust [erfolgte] mit dem `Closing Day´ am 4. Juni [1999].“ Nur wenige Wochen vor Bekanntgabe der geplanten Fusion hatte der damalige Vorstandssprecher Rolf E. Breuer verkündet: „Wir brauchen nicht zu fusionieren, wir schaffen es allein. Wir haben einen starken Motor, aber wir müssen sehen, wie wir die PS auf die Straße bringen.“

Dennoch waren die Tendenzen einer stärkeren Orientierung zur Investmentbank bereits vor der Bankers Trust-Übernahme deutlich erkennbar. Die Londoner Investmentbank Morgan Grenfell (s.o.) wurde komplett in die Deutsche Bank integriert. Sie verlor nicht nur ihren traditionsreichen Namen, sondern auch ihre rechtliche Selbstständigkeit. Der Economist kritisierte damals: „Deutsche Morgan Grenfell (DMG), the investmentbanking arm, was folded into a new group just as its people thought it was starting to thrive. Old hands saw this as further evidence that Deutsche [Bank] was a serial zigzagger.”

Durch die Integration rückte der 1997 zum Vorstandssprecher ernannte Breuer den ganzen Konzern ein Stück weiter in Richtung Investmentbank. Ein weiterer Schritt lässt diesen Schluss zu: Breuer fasste die Geschäftsfelder der Großkunden, die meist gewichtige Kreditnehmer der Bank waren, mit dem des Investmentbanking zusammen. Von Analysten, Mitarbeitern und Journalisten wurde der Schritt damals so aufgefasst, dass der Geist des Investmentbanking im klassischen Kreditgeschäft Einzug finden solle. An die Spitze setzte er gleich zwei Köpfe: Ronaldo Schmitz und den heutigen Vorstandssprecher Josef Ackermann. Ihre Herkunft: Das Investmentbanking. Bis heute ist die herausragende Position der Investmentbanker in der Deutschen Bank erkennbar. Auch die Ernennung Breuers zum Vorstandssprecher konnte als Zeichen einer Orientierung hin zur Investmentbank aufgefasst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Problemstellung und die methodische Vorgehensweise der Untersuchung vor, die den Wandel der Deutschen Bank analysiert.

2. Die Geschichte der Deutschen Bank AG im Überblick: Zeichnet die historische Entwicklung der Bank von der Gründung 1870 bis zum Einstieg in das Privatkundengeschäft nach.

3. Entwicklung der Aktivitäten der Deutschen Bank im Investmentbanking: Analysiert den Fokus auf das Investmentbanking durch bedeutende Übernahmen wie Morgan Grenfell und Bankers Trust.

4. Die Deutsche Bank – eine Investmentbank?: Untersucht die strategische Positionierung der Bank und den internen Konflikt zwischen Investmentbanking und Universalbank-Ansatz.

5. Die Zukunft der Deutschen Bank: Entwirft drei hypothetische Szenarien für die zukünftige Entwicklung und strategische Ausrichtung der Bank.

6. Fazit: Bewertet die strategische Entwicklung kritisch und erörtert die Notwendigkeit von Fusionen für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Deutsche Bank, Investmentbanking, Universalbank, Akquisition, Bankers Trust, Morgan Grenfell, Josef Ackermann, Rolf E. Breuer, Strukturwandel, Bankensektor, Kapitalmarkt, Finanzstrategie, Privatkundengeschäft, Asset Management, Fusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht den Transformationsprozess der Deutschen Bank von einer traditionellen Universalbank hin zu einer international ausgerichteten Investmentbank seit den 1990er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung, die Auswirkungen strategischer Unternehmenskäufe, die interne Organisationsstruktur sowie die Herausforderungen des Spagats zwischen Commercial- und Investmentbanking.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse, ob sich die Deutsche Bank erfolgreich zu einer Investmentbank entwickelt hat oder ob sie weiterhin als Universalbank agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf einem Interview mit einem Vertreter der Presseabteilung der Deutschen Bank, um den aktuellen Status quo zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Historie, die Integration von zugekauften Investmentbanken, die aktuelle strategische Ausrichtung unter dem Vorstand sowie verschiedene Zukunftsszenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Investmentbanking, Universalbank, Deutsche Bank, Strategie, Akquisitionen, Kapitalmarktaktivitäten und Rentabilität.

Wie wurde die Übernahme von Bankers Trust bewertet?

Die Übernahme wird kritisch betrachtet; sie brachte zwar kurzfristig Größe, wurde aber aufgrund hoher Kosten, Integrationsproblemen und der strategischen Neuausrichtung in der Öffentlichkeit und Fachpresse kontrovers diskutiert.

Wie positioniert sich die Deutsche Bank aktuell laut dem Pressesprecher?

Die Bank sieht sich laut Dr. Ronald Weichert weiterhin als Universalbank mit mehreren tragenden Säulen, wobei die Wachstumsschwerpunkte unter anderem im Asset Management und im Privatkundengeschäft liegen.

Warum gibt es interne Spannungen in der Deutschen Bank?

Die Spannungen resultieren aus dem Konflikt zwischen der Investmentbanking-Sparte, die renditeorientiert agiert, und den Traditionalisten, die das Universalbankmodell und den deutschen Heimatmarkt betonen.

Was sind die Kernaussagen zu den Zukunftsszenarien?

Die Arbeit diskutiert verschiedene Möglichkeiten, darunter Übernahmen oder Fusionen, betont jedoch, dass ohne eine strategische Entscheidung über den Heimatmarkt und die Ausrichtung der Bank die internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährdet sein könnte.

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Details

Title
Entwicklung der Deutschen Bank zu einer internationalen Investmentbank
College
University of Marburg
Course
Strukturwandel im Bankensektor
Grade
2,0
Author
Thorsten Breitkopf (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V38175
ISBN (eBook)
9783638373272
Language
German
Tags
Entwicklung Deutschen Bank Investmentbank Strukturwandel Bankensektor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Breitkopf (Author), 2004, Entwicklung der Deutschen Bank zu einer internationalen Investmentbank, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38175
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