Der Schwarze Tod. Die Pest als Wendepunkt in der Geschichte des Mittelalters


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
29 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ein Überblick - die Pest und ihre Geschichte

3. War die Pest die Pest?

4. Der Streit um die Mortalität

5. Ein weiterer Faktor

6. Die Forschungskontroverse

7. Auswirkungen der Pest

8. Schlusswort

9. Karten

10. Quellen- und Literaturverzeichnis

11. Abbildungs- und Kartennachweise

1. Einleitung

Der Schwarze Tod[1] mit seiner ersten großen Welle zwischen den 1348er und 1351er Jahren fällt in eine Zeit die auch als die Große Krise des Mittelalters bezeichnet wird. Eine Zeit in der unter anderem die immer schlechter werdenden klimatischen Bedingungen für Hunger und Elend sorgten. So fand die Krankheit idealen Nährboden um ihre Opfer heimzusuchen und millionenfachen Tod in ganz Europa zu bringen. Aber es sollte nicht bei einer Welle bleiben. Speziell bis zum Ende des 14. Jahrhunderts aber auch immer wieder in den nächsten Jahrhunderten suchte die Seuche in immer neuen Wellen die Menschen in den unterschiedlichsten Regionen, auch solche die bisher verschont geblieben waren, auf. In den Gebieten in denen die Pest auftauchte verursachte sie nicht nur Tod und Krankheit, sondern löste in den Menschen ein sehr direktes Bewusstsein für das Memento Mori aus, in dessen Folge nicht selten alle moralischen und strukturellen Regeln über Bord geworfen wurden.

Ob die Auswirkungen dieser Seuche mit ihren Millionen von Toten so nachhaltig die gesamte Struktur des Mittelalters gestört haben, dass von einer Zäsur oder gar dem Ende des Mittelalters gesprochen werden kann, wird schon jahrelang kontrovers in der Forschung diskutiert.

Diese Hausarbeit stellt kurz die Geschichte der Pest vor, möchte aber auch zeigen, wie unscharf mit dem Pestbegriff in dieser Zeit umgegangen wurde und welche Gründe es noch für einen möglichen gesellschaftlichen Zusammenbruch gab. In diesem Zusammenhang ist es unumgänglich sich weiter mit der Mortalitätsrate und der demografischen Entwicklung die jene Seuche zu verantworten haben soll, auseinander zu setzen, steht diese doch in direktem Zusammenhang mit der Dimension möglicher nachhaltiger Auswirkungen. Auf eine genauere Betrachtung der hochinteressanten Erklärungsmodelle für den Schwarzen Tod sowie dessen Behandlungsmethoden der Zeitgenossen muss aufgrund des begrenzten Umfanges an dieser Stelle leider verzichtet werden.[2] Weiter kann bedauerlicherweise auch nicht auf sehr spannende Einzelereignisse oder spezielle Entwicklungen wie z.B. in England eingegangen werden oder auf den mit der ersten Pestwelle oft in Zusammenhang gebrachten Judenpogrom.[3] Es soll vielmehr die Frage im Vordergrund stehen, ob es tatsächlich zu einer Zäsur nach dem Schwarzen Tod kam und wenn ja, ob ursächlich der Schwarze Tod dafür herangezogen werden darf.

Hierbei möchte diese Arbeit auch den Möglichkeitsspielraum für eine Interaktion der einzelnen Rahmenbedingungen, sowohl zwischen verschiedenen Krankheiten, als auch zwischen Krankheit und ungünstigen Klimabedingungen aufzeigen und der These Platz einräumen, dass es wohl zu nachhaltigen Veränderungen während der Mitte des 14. Jahrhunderts kam, aber diese sicher nicht alleinig der Pest zuzuschreiben sind und das diese Wandlungen nicht so gravierend waren um damit das Ende des Mittelalters einzuläuten.

Was diese Arbeit nicht zu leisten vermag, ist eine umfassende und abschließende Darstellung der Pest von ihrem Anfang bis zum heutigen Tag. Viel zu umfangreich und teilweise auch zu umstritten ist hier der Forschungsstand, um im sehr begrenzten Rahmen einer solchen Arbeit zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Weiter kann an dieser Stelle auch nicht auf die vielfältigen Auswirkungen in einzelnen Teilbereichen der Krankheit, vom Stand und der Entwicklung medizinischer Behandlung bis hin zu Auswirkungen in dogmatischen Fragen, um nur zwei zu nennen, eingegangen werden.

Vielmehr möchte diese Hausarbeit auf die hochinteressante Fragestellung aufmerksam machen, ob und inwieweit der Schwarze Tod und seine Auswirkungen die Gesellschaft fundamental verändert haben und ob diese Veränderungen gar bis in die heutige Zeit hineindiffundieren.

Die Forschungslage zu diesem Thema ist nicht nur außerordentlich umfangreich, sondern daneben auch immer wieder auffallend umstritten. So finden sich in der umfassenden Literatur alle erdenklichen Möglichkeiten, ob oder wie sehr, der Schwarze Tod die Gesellschaft veränderte. Von Vertretern wie David Herlihy, der nach der Pest eine völlig Verwandlung Europas postulierte[4], bis hin zu der These Manfred Vasolds[5], der eine völlige Umkehrung der Idee dahin, dass die Pest nur eine von vielen Einflüssen in der Zeit der großen Krise gewesen sei und somit weitgehend bedeutungslos für die weitere Geschichte der Menschen gewesen wäre, sind hier die beiden Pole der verschiedensten Lehrmeinungen zu finden. Die Schwierigkeit einer klaren Beantwortung liegt nicht zuletzt in einer sehr differenzierten Quellenlage. Zwar haben zahlreiche Berichte der Zeitgenossen den Weg zu uns gefunden, doch lassen zum einen die Angaben, gerade im Hinblick auf Zahlenangaben Zweifel aufkommen, zum anderen können wir nur darüber spekulieren, ob aus Gegenden über die wir keine Berichte über die Pest haben, diese auch dort tatsächlich nicht stattgefunden hat oder ob wir lediglich keine Quellen darüber besitzen. Auch sind viele Berichte der Zeitgenossen nicht unmittelbar, sondern oft mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte nach dem sie heimgesucht worden sind niedergeschrieben. Andere Quellen die direkt während der großen Seuche verfasst wurden sind häufig deutlich spürbar unter dem Eindruck der Furcht entstanden, so dass auch diese Zeugnisse mit kritischer Distanz betrachtet werden müssen.

Weiter muss stellenweise auch ein gefärbtes Bild beim Umgang mit diesen Quellen in der Literatur angenommen werden. So gibt es von marxistischer Theorie[6] bis zu malthusianischen[7] Interpretationen viel Spielraum in denen die Nachlässe der Zeitgenossen in der Forschung gelesen wurden.

2. Ein Überblick - die Pest und ihre Geschichte

Das Auftreten der Pest in der Mitte des 14. Jahrhunderts war möglicherweise nicht der erste Besuch der Seuche in Europa. Bereits im 6. Jahrhundert berichtet der Chronist Prokop von Symptomen einer massenhaft auftretenden Krankheit, die denen des Schwarzen Todes von 1348 bis ins Detail gleichen.[8] Andere Berichte über Seuchen die bis in die Antike reichen, können nicht mit Sicherheit der Pest wie wir sie unter dem Schwarzen Tod verstehen zugeordnet werden. Unter dieser Seuche verstehen wir heute die nach dem Entdecker des Pestbazillus benannte Yersinia bzw. Pasteurella Pestis. Alexandre Yersin, ein Schweizer Bakteriologe, fand erst 1894, während einer Epidemie in Hongkong den Erreger.[9]

Um auch spätere Ausführungen besser nachvollziehen zu können, soll an dieser Stelle zuerst ein äußerst rudimentärer Abriss über die Pathophysiologie der Pest erfolgen. Der Erreger benötigt einen Hauptwirt, meist kleine Nagetiere wie Ratten oder Mäuse. Der von Yersin entdeckte Bazillus wird dann durch den Biss eines Ratten- oder Pestflohs (Xenopsylla cheopis) auf andere Nagetiere übertragen. Problematisch ist dieser Ablauf wenn ein Floh sich Hausratten als Opfer aussucht und diese somit in die unmittelbare Nähe des Menschen gelangen. Weiter wird speziell dem Xenopsylla cheopis auch eine gewisse Menschenaffinität nachgesagt.[10] Spätestens aber, wenn die Ratte dann an dem Erreger stirbt, sucht der Floh einen neuen Wirt und gelangt über diesen Weg auch auf den Menschen. Da aber auch der Menschenfloh (Pulex irritans) den Bazillus weiterträgt, steht einer Seuche nicht mehr viel im Wege. Weiter kann diese Form der Krankheit dann auch direkt über Blutkontakt z.B. durch Wunden übertragen werden. Diese Form der Übertragung führt bei dem Infizierten dann zur „Klassischen“ Beulenpest (Bubonenpest) welche oft nach 1-4 Tagen erste Anzeichen erkennen lässt und bereits nach 6-7 Tagen zum Tod führen kann. Dabei verfärbt sich die infizierte Stelle blau-schwarz[11] und die zuständigen Lymphknoten schwellen extrem an. Falls keine Besserung eintritt, was auch nur selten der Fall war, durchbricht der Erreger die Lymphbarriere und gelangt in die Blutbahn. Wird bei dem Todgeweihten dann auch noch die Lunge befallen sprechen wir heute von einer Lungenpest. Dieses hat zum einen eine enorme Mortalitätsrate zur Folge und zum anderen kann nun auch noch der Erreger über Tröpfcheninfektion, also wie bei einer Erkältung, über die Luft übertragen werden, was naturgemäß die Ausbreitung noch enorm beschleunigt und weiterhin bei Ansteckung direkt zur Lungenpest führt.[12] Relative Einigkeit herrscht in der Forschung über den Weg den der Schwarze Tod nach Europa genommen hat. Sein erstes Auftreten war wahrscheinlich in der Gegend um den Balchaschsee in Zentralasien zum Anfang der 1340er Jahre. Von dort beschritt er wohl seinen Weg im Jahre 1346 über das Kaspische Meer zu den Nordufern des Schwarzen Meeres und breitete sich weiter nach China und nach Ost-Europa aus, wo er 1347 durch Belagerung der Tataren unter denen die Pest ausbrach, auf die Stadt Caffa[13] auf der Krim, zur damaligen Zeit eine Handelsniederlassung der Genuesen, traf. De Mussi berichtet wie die aus der Stadt flüchtenden genuesischen Händler die Seuche nach Italien brachten:

So gelangte man aus der erwähnten Stadt Caffa mit einigen Schiffen, welche von zwar noch lebenden, aber bereits mit der Seuche infizierten Seeleuten gesteuert wurden, nach Genua, mit anderen nach Venedig, mit wieder anderen in weitere Regionen der Christenheit.[…] [14]

Von diesen Städten aus, suchte die Krankheit in den nächsten drei Jahren über die See- und Handelswege fast alle Bereiche des europäischen Kontinentes heim. Dabei darf allerdings nicht der Eindruck entstehen, die Seuche hätte lediglich in dieser Zeit gewütet und wäre dann wieder auf dem Rückzug gewesen. Im Gegenteil, die Zeitgenossen sprachen von „ magna mortalitas", dem „ Großen Sterben “, welches Menschen aller Bevölkerungsgruppen von nun an in immer neuen Wellen heimsuchte. Die Seuche wurde endemisch und war seit Mitte des 14. Jahrhundert ständiger Begleiter der Mitmenschen bis weit in die nächsten Jahrhunderte hinein, aber auch in der Frühen Neuzeit trat sie immer wieder aufs Neue in Erscheinung[15] und auch wenn in Europa heute die Pest besiegt zu sein scheint, gibt es immer wieder vereinzelte Fälle von kleineren Ausbrüchen irgendwo auf dem Planeten.[16]

3. War die Pest die Pest?

Wenn der Schwarze Tod einen Wendepunkt in der Geschichte darstellen soll, muss naturgemäß zuerst darüber Klarheit herrschen, ob die verheerende Seuche während der Mitte des 14. Jahrhunderts auch tatsächlich dem oben beschriebenen Pestbazillus Yersinia bzw. Pasteurella Pestis zugeordnet werden kann.

Diese Frage wird immer wieder in der Forschung kontrovers diskutiert. Besonders Manfred Vasold, dessen Thesen später nochmals genauer überprüft werden, geht dieser Frage in „Die Pest - Ende eines Mythos“ nach. Und in der Tat ist diese scheinbar so triviale Frage weder einfach zu beantworten, noch kann ihre Bedeutung, gerade wenn es darum geht welche Auswirkungen diese Krankheit für den Fortlauf unserer Geschichte hatte, hoch genug eingeschätzt werden. Und in der Tat gibt es diverse Unstimmigkeiten die ein genaues Hinsehen unumgänglich machen. Bereits bei der Namensgebung ist darauf hinzuweisen, wie inflationär die Zeitgenossen mit dem Pestbegriff umgingen. Der Name Pest stammt vom lateinischen Begriff Pestis und wurde nicht zwingend nur zur Beschreibung der Lungen- bzw. Beulenpest verwand, sondern galt allgemein für die Beschreibung von Seuchen oder Unglück. So wird auch heute noch das lateinische Pestis im Wörterbuch mit Seuche, Pest, Unglück, Verderben, usw. übersetzt.[17] Unter diesem Blickwinkel müssen natürlich die Berichte der Zeitgenossen gelesen werden und dabei scheint es problematisch, wenn von „einer Pest“ in diesem Zeitfenster berichtet wurde, dass diese Krankheit automatisch der Großen Seuche zugeschrieben wurde. Dieser Sachverhalt muss bei der Quellenarbeit zwingend berücksichtigt werden. Weiter wird in der Forschung von verschiedenen Autoren zur Recht auf ein Fehlen des der Pest üblicherweise vorausgehenden Massensterbens von Ratten hingewiesen. In keiner Quelle finden wir eine solche Erwähnung. Als Alternativen zur Pest, die sicher zur dieser Zeit in Europa gewütet hat, bieten sich zahlreiche andere Krankheiten an. Selbst Darstellungen der Zeitgenossen über die Pest geben uns hier Hinweise, wie im Bericht von Lorenzo de Monacis[18], „ […] Es gab auch noch sonst einige Krankheiten zu dieser Zeit, doch keine war mit der Pest in irgendeiner Weise vergleichbar […].“[19] Die Problematik liegt an der schlechten Identifizierbarkeit von Krankheiten die Jahrhunderte zurückliegen. So sind wir von Schilderungen der Zeitgenossen über den Krankheitsverlauf abhängig die wir mit unserem heutigen Wissen vergleichen müssen, was naturgemäß einige Ungenauigkeiten mit sich bringt. So kann auch Milzbrand die typischen Schwellungen welche mit denen der Beulenpest einhergehen auslösen und sogar die Lunge heimsuchen, was für die Zeitgenossen die Unterscheidung dieser beiden Krankheiten sicher sehr schwer machte. Zum Beispiel glaubt der Epidemiologe Graham Twigg, in seinem bereits 1984 veröffentlichten Werk, viele mittelalterliche Epidemien als Milzbrand identifizieren zu können.[20] Weiter weist David Herlihy darauf hin, dass die Menschen in der damaligen Zeit, es als das sicherste Zeichen für einen an der Pest Erkrankten ansahen, wenn dessen Haut mit dunklen Punkten oder Pusteln bedeckt war. So gaben Zeugen bei dem Kanonisationsverfahren für die vermeintliche Pestheilerin Rosa von Viterbo als sicheres Zeichen des Schwarzen Todes zu Protokoll: „ Itaque omnia signia in ea mortem sibi initiari videbantur; praesertim cum per totum ejus corpus signa, quae vulgariter lenticulae cognominatur, apparuissent, in tantum, quod de ejus vita desperatum erat unicuique.“[21] Dabei sei, so Herlihy, das Schlüsselwort lenticulae, welches eher auf Pusteln oder Hautausschlag hinweisen würde und nicht auf Beulen, was also seiner Folgerung nach eher für eine Form der Tuberkulose als für die Yersinia bzw. Pasteurella Pestis spräche.[22] Aber nicht nur die Diagnose der Krankheit über ihre Symptome sorgt für Unsicherheit, auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit lässt nach Vasold Raum für Spekulationen. So gibt er zu bedenken, es wäre aufgrund des relativ komplizierten Übertragungsweges des Bazillus, der Erreger braucht mit dem Rattenfloh noch einen Zwischenwirt, schlicht für den Schwarzen Tod allein nicht möglich gewesen, sich in solch rasender Geschwindigkeit über den ganzen Kontinent, es gibt Berichte nachdem der Erreger bis nach Grönland vorgestoßen wäre, auszubreiten.[23] Was gerade auch wegen seiner Abhängigkeit von warmem Wetter weitere Fragen aufwirft. An diesen beispielhaft ausgewählten Punkten ist zu erkennen, dass wir äußerst vorsichtig mit der Bewertung umgehen sollten ob der Schwarze Tod tatsächlich die alleinige Seuche des 14. Jahrhunderts gewesen ist, oder ob vielleicht erst eine Kombination mehrerer schrecklicher Krankheiten im Zusammentreffen mit den Auswirkungen der Klimaverschlechterung die hohe Zahl der Opfer verschuldet hat.

[...]


[1] Der Terminus wird seit dem 17. Jahrhundert auf die Pest von 1348-1351 bezogen, vgl. Bulst, Neithard: Der >Schwarze Tod< im 14. Jahrhundert, in: Pest. Die Geschichte eines Menschheitstraumas, hg. von Mischa Meier, Stuttgart 2005, S. 142. Weiter werden in dieser Arbeit für den Schwarzen Tod noch folgende Begriffe Verwendung finden: Die Pest, Das Große Sterben bzw. magna mortalitas, Yersinia bzw. Pasteurella Pestis, Die Seuche.

[2] Einen guten Gesamtüberblick über das genaue Krankheitsbild und die Erklärungstheorien der Zeitgenossen über die Pest findet man unter anderem bei dem von Mischa Meier herausgegebenen Werk: Pest. Die Geschichte eines Menschheitstraumas, erschienen 2005 im Stuttgarter Klettverlag.

[3] An dieser Stelle soll auf die Monographie von: Graus, František: Pest – Geissler – Judenmord. Das 14. Jahrhundert als Krisenzeit, Göttingen 1987. – verwiesen werden, welches sicherlich in dieser Fragestellung als Standardwerk angesehen werden kann.

[4] Vgl. Herlihy, David: Der schwarze Tod und die Verwandlung Europas, Berlin 2007, S. 39-68.

[5] Vgl. Vasold, Manfred: Die Pest. Ende eines Mythos, Stuttgart 2003, S. 108-123.

[6] Danach veränderte nicht die Pest die Gesellschaft, sondern die stark differierenden Klassen.

[7] Nach Thomas Robert Malthus (1766–1834) These würde die Gesellschaft schneller wachsen als die Nahrungsproduktion – sobald dieser Punkt erreicht sei, käme es zu einer „Verrechnung“ durch Hungersnöte, Kriege oder Epidemien usw.

[8] Bergdolt, Klaus: Der Schwarze Tod in Europa. Die Große Pest und das Ende des Mittelalters, München 1995, S. 15.

[9] Spencker, F.-Bernhard: Epidemiologische Aspekte von Massenseuchen, in: Seuchen in der Geschichte: 1348-1998, 650 Jahre nach dem Schwarzen Tod. Referate einer interdisziplinären Ringvorlesung im Sommersemester 1998 an der Universität Leipzig, hg. von Ortun Riha, Aachen 1999, S.111.

[10] Martini, Erich: Wege der Seuchen. Lebensgemeinschaft, Kultur, Boden und Klima als Grundlage von Epidemien, Stuttgart 1955, S. 88.

[11] Dieses Symptom gilt als Namensgeber des Schwarzen Todes.

[12] Für Interessenten des genauen Krankheitsbildes der Yersinia Pestis ist das Werk, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie von Helmut Hahn, von 2001 zu empfehlen.

[13] Das heutige Feodosia – siehe Abbildung A, Seite 27.

[14] Auszug aus einem „Bericht des Chronisten Gabriele de Mussis“ (um 1349). Veröffentlicht und übersetzt in: Bergdolt, Klaus: Die Pest in Italien. Fünfzig zeitgenössische Quellen, Heidelberg 1989, S. 22.

[15] Vgl. Ulbricht, Otto: Die Allgegenwärtigkeit der Pest in der Frühen Neuzeit und ihre Vernachlässigung in der Geschichtswissenschaft, in: Die leidige Seuche. Pest-Fälle in der Frühen Neuzeit, hg. von Otto Ulbricht, Köln/Weimar/Wien 2004, S. 5-10.

[16]:Meyer, Guido: Die Pest - der „Schwarze Tod“ kehrt zurück, Onlineartikel der Welt vom 26.01.2011 (http://www.welt.de/gesundheit/article12348969/Die-Pest-der-Schwarze-Tod-kehrt-zurueck.html), Abgerufen am 24.09.2013.

[17] Vgl. Langscheiden Universal-Wörterbuch Latein, S.210, Sp. 2.

[18] Lorenzo de Monacis fasst Eindrücke und Erzählungen von Augenzeugen der Pest von 1348 in Venedig zusammen. Er überarbeitete diese nach Bergdolt 1428 nochmals.

[19] Auszug aus einem „Dokument des Lorenzo de Monacis“ (um 1428) über die Pest von 1348 in Venedig. Veröffentlicht und übersetzt in: Bergdolt: Die Pest in Italien, 1989, S. 121.

[20] Vgl. Twigg, Graham: The Black Death. A biological reappraisal, London 1984, S. 218.

[21] „So waren in ihm [dem Toten] alle die Zeichen zu sehen, dass sich der Tod näherte; zumal an ihrem ganzen Leib diese Zeichen, die der Volksmund “lenticulae“ nennt, in so großer Menge auftraten, dass jeder an ihrem Leben zweifelte.“ Auszug aus einem „Bericht von florentinischen Leichenbestattern“ um 1350 über die Zeichen an denen die Pest zu erkennen sei. Veröffentlicht in: Herlihy: Der schwarze Tod und die Verwandlung Europas, 2007, S. 24.

[22] Vgl. Herlihy: Der schwarze Tod und die Verwandlung Europas, 2007, S. 24.

[23] Vgl. Ziegler, Philip: The Black Death, London/Glasgow 1972, S. 112 f.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Der Schwarze Tod. Die Pest als Wendepunkt in der Geschichte des Mittelalters
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Seminar: Das Reich zur Zeit Kaiser Karls IV. (1346-1387)
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V382015
ISBN (eBook)
9783668601482
ISBN (Buch)
9783668601499
Dateigröße
932 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pest, Mittelalter, Der Schwarze Tod
Arbeit zitieren
Frank Krause (Autor), 2013, Der Schwarze Tod. Die Pest als Wendepunkt in der Geschichte des Mittelalters, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382015

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