Das Thema dieser Arbeit beinhaltet die Prozessuale Dimension des Kreditgeschäftes im Retail Banking. In Zeiten von konkurrierenden Märkten, in denen sich jedes Kreditinstitut mit Kosteneinsparungen auseinandersetzt, bietet Outsourcing von Kredit-Prozessen im Privatkundengeschäft ein mögliches Kosteneinsparungspotenzial, weshalb auch die Auslagerungsmöglichkeiten hier thematisiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Zielsetzung
2 Das Kreditgeschäft im Retail Banking
2.1 Die Prozessuale Dimension des Kreditgeschäftes
2.2 Aktuelle Probleme im Kreditgeschäft
3 Outsourcing des Kreditgeschäfts
3.1 Definition von Outsourcing
3.2 Chancen und Risiken für die Sparkasse
3.3 Aktuelle Lösungen für Sparkassen am Markt
4 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht die prozessuale Komplexität des Kreditgeschäfts im Retail Banking vor dem Hintergrund zunehmenden Kostendrucks und analysiert das Potenzial des Outsourcings als strategisches Instrument zur Effizienzsteigerung und Fokussierung auf Kernkompetenzen.
- Prozessuale Anforderungen und regulatorische Rahmenbedingungen (MaRisk, KWG)
- Herausforderungen durch Niedrigzinsphase und Digitalisierung
- Chancen und Risiken des Outsourcings für Kreditinstitute
- Einsatz von Kreditfabriken als spezialisierte Dienstleister
- Optimierung von Wertschöpfungsketten im Privatkundengeschäft
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition von Outsourcing
Unter Outsourcing ist die Auslagerung von Betriebsfunktionen an externe Dritte zu verstehen. Nach MaRisk AT 9 Outsourcing liegt eine Auslagerung dann vor, wenn ein anderes Unternehmen mit der Wahrnehmung solcher Aktivitäten und Prozesse im Zusammenhang mit der Durchführung von Bankgeschäften, Finanzdienstleistungen oder sonstigen institutstypischen Dienstleistungen beauftragt wird, die ansonsten vom Institut selbst erbracht würden. Dabei wird unterschieden in internes und externes Outsourcing. Während beim Internen die Leistung oder Aufgabe in rechtlich selbstständige Einheiten, wie eine Tochtergesellschaft oder einen Verbundpartner, ausgelagert werden, ist unter dem Externen die dauerhafte Auslagerung auf fremde Dritte, z.B. eine Kreditfabrik zu verstehen.
Die Auslagerung ist teilweise oder vollständig möglich. Bezogen auf den Kreditprozess im Retail Banking können einzelne Teilprozesse, wie etwa die Bearbeitung und der Service, oder das gesamte Kreditgeschäft ausgelagert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den hohen Kostendruck deutscher Banken und führt in die Problematik des Kreditgeschäfts ein, wobei Outsourcing als Lösungsweg zur Effizienzsteigerung identifiziert wird.
2 Das Kreditgeschäft im Retail Banking: Das Kapitel erläutert die gesetzlich komplexen Anforderungen an Kreditprozesse sowie die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen wie Zinsdruck und veränderte Kundenerwartungen.
3 Outsourcing des Kreditgeschäfts: Dieser Abschnitt definiert Outsourcing im bankfachlichen Kontext, diskutiert die Vor- und Nachteile dieser Strategie für Sparkassen und stellt marktgängige Lösungen wie die Kreditfabrik vor.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Outsourcing bei korrekter Umsetzung durch Kostenvariabilisierung und Effizienzsteigerung einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil darstellen kann.
Schlüsselwörter
Kreditgeschäft, Retail Banking, Outsourcing, MaRisk, Kreditprozess, Kosteneinsparung, Kreditfabrik, Sparkasse, Effizienzsteigerung, Bankgeschäft, Risikomanagement, Kundenberatung, Prozessoptimierung, Bankenregulierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die prozessuale Ausgestaltung des Kreditgeschäfts im Retail Banking und untersucht, inwiefern Outsourcing als strategische Maßnahme zur Bewältigung von Kostendruck und Komplexität dienen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Anforderungen (MaRisk), den betriebswirtschaftlichen Herausforderungen im Kreditgeschäft sowie den verschiedenen Modellen der Prozessauslagerung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die prozessuale Dimension der Kreditvergabe darzustellen und aufzuzeigen, welche Chancen und Risiken das Outsourcing für Sparkassen bietet, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und bankfachlicher Publikationen, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit regulatorischen Anforderungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der rechtlichen und prozessualen Rahmenbedingungen, die Identifikation aktueller Marktprobleme und die detaillierte Betrachtung von Outsourcing-Strategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Kreditgeschäft, Outsourcing, Retail Banking, MaRisk und Prozessoptimierung.
Was versteht man in der Arbeit unter einer Kreditfabrik?
Eine Kreditfabrik ist ein spezialisierter Dienstleister, der für Kreditinstitute die komplette Abwicklung von Konsumentenkrediten übernimmt, inklusive der IT-Unterstützung und Risikoübernahme.
Welches sind die größten Risiken beim Outsourcing?
Zu den genannten Risiken zählen die Abhängigkeit von Dienstleistern, der Verlust von eigenem Know-how sowie Herausforderungen im Bereich des Datenschutzes und Bankgeheimnisses.
Was bedeutet "Variabilisierung der Kosten" durch Outsourcing?
Es bezeichnet die Umwandlung von fixen internen Prozesskosten in variable Kosten, die direkt an die Inanspruchnahme von Leistungen des externen Partners gekoppelt sind.
Warum ist das Retail Banking aktuell unter Druck?
Aufgrund der Niedrigzinsphase sinken die Gewinnmargen, während gleichzeitig hohe regulatorische Anforderungen und der Wettbewerb durch Digitalisierung die Kostenbelastung erhöhen.
- Arbeit zitieren
- Maria Musacchio (Autor:in), 2017, Die Prozessuale Dimension des Kreditgeschäftes im Retail Banking. Outsourcing von Kredit-Prozessen im Privatkundengeschäft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382031