Das grundlegende und allgemeinste Funktionsprinzip der Ökonomie ist ein ständiges Wachstum: die Steigerung des Gewinns, die Erhöhung des Absatzes, die Vergrößerung des Umsatzes, die Ausweitung des Marktanteils, die Erschließung neuer Märkte und so weiter und so fort... Natürlich kann Wachstum beispielsweise durch Preissenkungen, Rationalisierungsprozesse, Qualitätsminderungen und Mitarbeiterentlassungen (künstlich) erzeugt werden, allerdings stößt man dabei sehr schnell an seine Grenzen. Eine bessere Strategie liegt – ganz allgemein gesprochen – in der Suche nach neuen Produkten und neuen (bzw. verbesserten) Produktionsmethoden, kurz: Innovationen. In einer sich globalisierenden Welt und einem zunehmend verschärften Wettbewerb entscheidet die Innovationsfähigkeit wirtschaftlicher Akteure über deren Existenz. Die Innovationsfähigkeit ist allerdings nicht nur von vorhandenen personellen, finanziellen und materiellen Ressourcen sowie vom verfügbaren Wissen abhängig, sondern sie wird auch vom sozialen, politischen, kulturellen und ökonomischen Umfeld bestimmt. Zwei (miteinander verschränkte) Faktoren, die die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens bzw. einer ganzen Region beeinflussen können, sind Gegenstand dieser Arbeit. Es sind dies a) die politische Organisationsform der Wirtschaft einer Nation und b) die Institutionen, die sich in diesem Rahmen bilden konnten. Die unterschiedlichen Auswirkungen dieser beiden Faktoren auf die Innovativität sollen im Folgenden beleuchtet werden. Hierfür wird in Kapitel 1 zunächst die liberale Marktwirtschaft der USA mit der koordinierten Marktwirtschaft der BRD hinsichtlich der Existenz und der Bedeutung zentraler Institutionen verglichen. In Kapitel 2 werden die Vor- als auch die Nachteile einer institutionellen Flankierung der koordinierten Marktwirtschaft bezüglich innovativen Handelns anhand der Regionen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verdeutlicht. Die zentralen Ergebnisse werden in Kapitel 3 festgehalten.
Inhaltsverzeichnis
- Die unterschiedliche Bedeutung von Institutionen in liberalen und koordinierten Marktwirtschaften am Beispiel der USA und der BRD¹
- Institutionalisierte Vor- und Nachteile für innovatives Handeln am Beispiel Baden-Württembergs und Nordrhein-Westfalen.....
- Resumée......
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay untersucht den Einfluss von liberalen und koordinierten Marktwirtschaften und deren Institutionen auf die Durchführung von Innovationen. Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Auswirkungen dieser beiden Faktoren auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen und Regionen.
- Die Bedeutung von Institutionen in liberalen und koordinierten Marktwirtschaften
- Die Vor- und Nachteile einer institutionellen Flankierung der koordinierten Marktwirtschaft bezüglich innovativen Handelns
- Der Einfluss von Institutionen auf die Durchführung von Innovationen
- Die Auswirkungen unterschiedlicher Organisationsformen der Wirtschaft auf die Innovationsfähigkeit
- Der Vergleich der USA und der BRD als Beispiel für liberale und koordinierte Marktwirtschaften
Zusammenfassung der Kapitel
Die unterschiedliche Bedeutung von Institutionen in liberalen und koordinierten Marktwirtschaften am Beispiel der USA und der BRD¹
Das erste Kapitel analysiert die Bedeutung von Institutionen in liberalen und koordinierten Marktwirtschaften. Es wird die liberale Marktwirtschaft der USA mit der koordinierten Marktwirtschaft der BRD hinsichtlich der Existenz und der Bedeutung zentraler Institutionen verglichen. Die Analyse konzentriert sich auf die Rolle von Institutionen in Bezug auf den Wettbewerb, die Kooperation, die Finanzierung von Innovationen und die Arbeitsbeziehungen.
Institutionalisierte Vor- und Nachteile für innovatives Handeln am Beispiel Baden-Württembergs und Nordrhein-Westfalen.....
Das zweite Kapitel beleuchtet die Vor- und Nachteile einer institutionellen Flankierung der koordinierten Marktwirtschaft bezüglich innovativen Handelns. Es werden die Regionen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen als Beispiele für die unterschiedlichen Auswirkungen von Institutionen auf die Innovationsfähigkeit herangezogen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Essays sind: liberale Marktwirtschaft, koordinierte Marktwirtschaft, Institutionen, Innovationen, Unternehmen, Wettbewerb, Kooperation, Finanzierung, Arbeitsbeziehungen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet eine liberale von einer koordinierten Marktwirtschaft?
Liberale Marktwirtschaften (USA) setzen auf Wettbewerb und Marktmechanismen, während koordinierte Marktwirtschaften (BRD) stärker auf Institutionen und Kooperation setzen.
Wie beeinflussen Institutionen die Innovationsfähigkeit?
Institutionen bieten einen sozialen und politischen Rahmen, der Ressourcen wie Wissen und Kapital lenkt und so radikale oder inkrementale Innovationen begünstigt.
Welche Regionen werden als Beispiele für Deutschland herangezogen?
Die Arbeit vergleicht Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, um die Vor- und Nachteile institutioneller Flankierung aufzuzeigen.
Fördert die BRD eher radikale oder inkrementale Innovationen?
Koordinierte Marktwirtschaften wie die BRD gelten oft als besonders stark bei inkrementalen Innovationen (stetige Verbesserung), während liberale Systeme oft radikale Neuerungen fördern.
Welche Rolle spielen Arbeitsbeziehungen für Innovationen?
Die Art der Kooperation zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist eine zentrale Institution, die den Austausch von prozessrelevantem Wissen beeinflusst.
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- Sebastian Wiesnet (Author), 2005, Der unterschiedliche Einfluss von liberaler und koordinierter Marktwirtschaft und deren Institutionen auf die Durchführung inkrementaler und radikaler Innovationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38253