Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit zum Thema „Satzglieder/ Adverbialbestimmung“ umfasst sechs Doppelstunden und wurde mit einer Klassenarbeit abgeschlossen. Im Folgenden soll der Langentwurf die Unterrichtseinheit und eine der Doppelstunden ausführlich vorstellen und reflektieren. Die ausführliche dargestellte Doppelstunde behandelt die Funktion der Adverbialbestimmung.
Die Satzgliedanalyse ist eine wichtige Grundlage für das Verständnis der deutschen Sprache und soll die SuS in die Lage versetzen, Satzglieder nach Form und Funktion zu bestimmen und als Grundlage der Syntax zu verstehen. Im geplanten Unterricht stehen die Umstellprobe, die Frageproben und die AB mit ihrer Funktion im Fokus. Mithilfe der Glinzschen Umstellprobe kann ein Satz in seine Segmente zerlegt werden. Durch das Umstellen des Satzes wird deutlich, welche Wörter als Satzglieder zusammengehören. Mithilfe der Umstellprobe kann der Satz außerdem semantisch unterschiedlich akzentuiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Mein Fachpraktikum
2. Ausführlicher Unterrichtsentwurf
2.1 Stellung der Unterrichtseinheit in der Unterrichtsgeschehen
2.2 Vorstellung der Unterrichtseinheit
2.3 Überlegungen zur Lerngruppe
2.4 Sachanalyse
2.5 Fachdidaktische Überlegungen
2.5.1 Didaktische Reduktion
2.5.2 Grob- und Feinziele des Unterrichts
2.5.3 Geplanter Unterrichtsverlauf
2.6 Methodische Überlegungen
3. Durchführung und fachdidaktische Reflexion der Unterrichtsstunde
4. Fachdidaktische Gesamtreflexion des Praktikums
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dokumentiert und reflektiert ein Fachpraktikum im Fach Deutsch im Rahmen des Masterstudiengangs für das Lehramt an Gymnasien. Das primäre Ziel besteht darin, theoretisch fundierte fachdidaktische Konzepte, insbesondere zur Satzgliedbestimmung, in einem realen Unterrichtskontext zu erproben und kritisch auf ihre Wirksamkeit und methodische Angemessenheit zu hinterfragen.
- Erprobung und Reflexion funktionaler Grammatikunterrichtsmodelle
- Analyse und Didaktisierung des Themas "Adverbialbestimmungen" (AB)
- Heterogenitätsorientierte Unterrichtsplanung für eine sechste Jahrgangsstufe
- Methoden der Ergebnispräsentation und kooperatives Lernen
- Reflexion über das Spannungsfeld zwischen systematischer Grammatikvermittlung und lebensweltbezogenem Sprachgebrauch
Auszug aus dem Buch
2.4 Sachanalyse
Die Satzgliedanalyse ist eine wichtige Grundlage für das Verständnis der deutschen Sprache und soll die SuS in die Lage versetzen, Satzglieder nach Form und Funktion zu bestimmen und als Grundlage der Syntax zu verstehen. Im geplanten Unterricht stehen die Umstellprobe, die Frageproben und die AB mit ihrer Funktion im Fokus. Mithilfe der Glinzschen Umstellprobe kann ein Satz in seine Segmente zerlegt werden. Durch das Umstellen des Satzes („Es herrschte eine große Trockenheit auf der Erde“ → „Auf der Erde herrschte eine große Trockenheit“ → „Eine große Trockenheit herrschte auf der Erde“) wird deutlich, welche Wörter als Satzglieder zusammengehören. Mithilfe der Umstellprobe kann der Satz außerdem semantisch unterschiedlich akzentuiert werden.
Bei dem Satzglied der AB handelt es sich um eine Ergänzung oder genauere Bezeichnung eines Umstands in einem Satz. Es wird deshalb auch „Umstandsbestimmung“ genannt. AB sind für die Gestaltung eines vollständigen Satzes nicht notwendig, sie hegen aber einen bedeutsamen Einfluss auf den Inhalt eines Satzes, indem sie z.B. die Eigenschaften einer Handlung, den Vorgang oder einen Zustand näher bestimmen. Durch AB können Sätze einen temporalen, modalen, lokalen, konditionalen oder finalen Sinn erhalten.
AB können nicht explizit einer Wortart zugeordnet werden. Aufgrund der Vielfalt ihrer Erscheinungsarten können sie am besten durch den Ausschluss der anderen Satzglieder definiert werden und bilden damit eine Art Restkategorie. Sie bedienen sich bei ihrer Bildung an einer Vielfalt von Wortarten und sind daher sehr heterogener Art. Adverbialbestimmungen können mit Nominalausdrücken („Da ging eines Tages...“), Präpositionalausdrücken („Es herrschte eine große Trockenheit auf der Erde“), Adverbien („...und war danach wieder ganz lustig.“) oder auch mit Adjektivausdrücken („Der Krug stand aufrecht auf dem Boden.“) gebildet werden. Eine gängige Möglichkeit der Klassifikation von AB ist die über ihre inhaltliche Bedeutung im Satz. Hierbei können vier semantische Grundarten von AB unterschieden werden: 1. Temporaladverbiale Bestimmung, 2. Lokaladverbiale Bestimmung, 3. Modaladverbiale Bestimmung, 4. Kausaladverbiale Bestimmung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Mein Fachpraktikum: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Rahmen des Praktikums an einer integrativen Gesamtschule und beschreibt die Lerngruppe sowie die Motivation für die Themenwahl.
2. Ausführlicher Unterrichtsentwurf: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Planung der Unterrichtseinheit inklusive Sachanalyse, Lernvoraussetzungen, didaktischer Reduktion und einem konkreten Verlaufsplan.
3. Durchführung und fachdidaktische Reflexion der Unterrichtsstunde: Hier wird der tatsächliche Unterrichtsverlauf kritisch anhand der gesetzten Lernziele und fachdidaktischer Kriterien analysiert und bewertet.
4. Fachdidaktische Gesamtreflexion des Praktikums: Das abschließende Kapitel reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse über das Praktikum und diskutiert grundlegende Ansätze des modernen Grammatikunterrichts.
Schlüsselwörter
Fachpraktikum, Deutschunterricht, Satzgliedanalyse, Adverbialbestimmung, Grammatikunterricht, Didaktische Reduktion, Kompetenzorientierung, Unterrichtsentwurf, Schulpraktische Reflexion, Satzglieder, Sprachdidaktik, Differenzierung, Gesamtschule
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert ein Fachpraktikum Deutsch an einer Gesamtschule und fokussiert dabei auf die Planung und Reflexion einer Unterrichtseinheit zur Grammatik.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum steht die Vermittlung von Satzgliedern, speziell der Adverbialbestimmung, sowie die didaktische Einbettung in einen funktionalen Grammatikunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erprobung fachdidaktischer Theorien in der Praxis und die kritische Selbstreflexion der eigenen Lehrkompetenz und Unterrichtsgestaltung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen schulpraktischen Bericht, der auf hospitierten Unterrichtsstunden, der Planung nach dem Kerncurriculum und einer reflexiven Auseinandersetzung mit Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Planung (Sachanalyse, didaktische Reduktion, Verlaufsplan) sowie die anschließende Durchführung und fachdidaktische Reflexion der geplanten Stunden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Fachpraktikum, Satzgliedanalyse, Adverbialbestimmung, Didaktische Reduktion und kompetenzorientierter Grammatikunterricht.
Wie wurde mit der Heterogenität der Lerngruppe umgegangen?
Die Autorin nutzte verschiedene Sozialformen wie Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, um den unterschiedlichen Leistungsniveaus innerhalb der Klasse gerecht zu werden.
Warum wird im Text der Begriff "AB" verwendet?
Der Begriff „Adverbialbestimmung“ wird zum Zwecke einer flüssigeren Lesbarkeit im Text konsequent als „AB“ abgekürzt.
Wie bewertet die Autorin den Einsatz von Gruppenarbeit?
Die Gruppenarbeit wird als motivierend und lernfördernd bewertet, da sie den Schülern erlaubt, aktiv an der Satzanalyse mitzuwirken und soziale Kompetenzen durch die Ergebnispräsentation zu trainieren.
- Quote paper
- Anke Herten (Author), 2017, Adverbialbestimmungen. Langentwurf und ausführliche Reflexion einer Unterrichtsstunde (Gymnasium Deutsch 6. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382575