In der folgenden Arbeit untersuche ich die Besiedlung Sibiriens bis zum Ende des zweiten Weltkriegs. Im ersten Teil gehe ich auf die Zeit bis zum Anschluß Sibiriens an Russland sowie die ursprünglich dort ansässige Bevölkerung ein. Daran knüpft die Erschließung Sibiriens bis um 1900 an. In diesem Punkt werden die Gründe für die Migration der Bevölkerung beschrieben. Als dritter Punkt wird die Entstehung von Verkehrswegen abgehandelt und welche Bedeutung und Entwicklung sie durchlaufen haben. Abschließend wird die Entwicklung ab 1900 bis zum Ende des 2. Weltkriegs behandelt. Am Ende folgt ein Fazit welches die Arbeit beschließt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1. 1 Die Zeit bis zum Anschluß Sibiriens an Rußland
1. 2 Völker
2. Geschichte und Erschließung Sibiriens bis um 1900
2. 1 Der Anschluß Sibiriens an das Russische Reich
2. 2 Anfänge der Bauernkolonisation
2. 3 Bevölkerungsentwicklung
2. 4 Erste Städte
3. Entstehung von Verkehrswegen in Sibirien und ihre Bedeutung
3. 1 Der Sibirische/Moskauer Trakt
3. 2 Die Transibirische Eisenbahn
4. Die Entwicklung Sibiriens von 1900 bis zum Ende des 2. Weltkrieges
4. 1 Entwicklung Sibiriens bis zum 2. Weltkrieg
4. 2 Die Kriegsjahre 1941 – 1945
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Besiedlung Sibiriens von den frühen Anfängen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der staatlich beeinflussten Migrationsbewegungen, der Erschließung durch den Bau zentraler Verkehrswege sowie der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region unter russischer bzw. sowjetischer Verwaltung.
- Historische Entwicklung der Besiedlung Sibiriens
- Die Rolle der Bauernkolonisation und Verbannungspraxis
- Einfluss des Sibirischen Trakts und der Transsibirischen Eisenbahn
- Bevölkerungsdynamik und städtisches Wachstum
- Industrielle Verlagerungen während der Kriegsjahre 1941–1945
Auszug aus dem Buch
2. 1 Der Anschluß Sibiriens an das Russische Reich
Dadurch, dass Iwan III. (1462 -1505) und Wassili III. (1505 – 1533) den Zusammenschluss des Russischen Reiches vollendet hatten, das heißt im erbitterten Kampf alle einzelnen Fürstentümer zu einem Reich geeint hatten, waren die politischen und ökonomischen Vorraussetzungen für einen zentralisierten Feudalstaat gegeben. Nun wurde die Expansion des Reiches vorbereitet.
Während alle anderen europäischen Großmächte in Übersee Kolonien eroberten bzw. erschlossen, war das für Russland nicht so einfach möglich, da es an eisfreien Häfen mangelte, dadurch war es nicht möglich solch weltweite Verbindungen herzustellen.
Zu dieser Zeit unterhielten Nowgoroder Kaufleute bereits seit rund 400 Jahren Handelsbeziehungen jenseits des Urals. Diese waren aber sehr eingeschränkt, da der nördliche Seeweg, um östlich des Urals zu gelangen, sehr beschwerlich war. Sie wurden aber trotzdem unternommen (in kleinen Holzbooten mit 40 – 60 Mann Besatzung), denn der enorme Pelzreichtum Sibiriens lockte. Vor allem der Pelz des Zobels war auf dem Markt von Byzanz sehr gefragt und erzielte sehr hohe Gewinne.
Der kürzere und gefahrlosere Landweg über den Ural um nach Westsibirien zu gelangen, wurde erst eröffnet als 1552 Iwan IV. das Kasaner Reich an Russland anschloss.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt die zeitliche und thematische Eingrenzung der Arbeit zur Besiedlung Sibiriens sowie das methodische Vorgehen.
2. Geschichte und Erschließung Sibiriens bis um 1900: Dieses Kapitel behandelt die politische Expansion Russlands nach Osten, die ersten Formen der landwirtschaftlichen Besiedlung durch Bauern sowie die Rolle der Verbannung als Instrument der Bevölkerungspolitik.
3. Entstehung von Verkehrswegen in Sibirien und ihre Bedeutung: Der Abschnitt beleuchtet den Bau des Sibirischen Trakts und der Transsibirischen Eisenbahn und deren maßgebliche Auswirkungen auf Handel, Warenverkehr und Stadtentwicklung.
4. Die Entwicklung Sibiriens von 1900 bis zum Ende des 2. Weltkrieges: Dieses Kapitel analysiert die moderne Besiedlung nach Fertigstellung der Transsibirischen Eisenbahn sowie die kriegsbedingte industrielle Transformation in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Besiedlung Sibiriens primär durch staatliche Anreize und Zwangsmaßnahmen der russischen und sowjetischen Regierung gesteuert wurde.
Schlüsselwörter
Sibirien, Besiedlung, Bauernkolonisation, Verbannung, Russische Expansion, Sibirischer Trakt, Transsibirische Eisenbahn, Migrationsgeschichte, Industrieverlagerung, Bevölkerungsentwicklung, Kolonisation, Zarendörfer, Erschließung, Sowjetunion, Wirtschaftsgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Besiedlung Sibiriens vom 17. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die staatlich gesteuerte Kolonisation, die Rolle der Verbannung, den Bau wichtiger Verkehrswege und die demografische Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Russische Reich und die spätere Sowjetunion die Erschließung und Besiedlung Sibiriens aktiv vorangetrieben haben.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer und geografischer Quellen zur Erschließung des sibirischen Raums.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Expansion bis 1900, die Entwicklung der Infrastruktur durch Trakt und Eisenbahn sowie die industrielle Verlagerung während des Zweiten Weltkriegs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sibirien, Kolonisation, Transsibirische Eisenbahn, Verbannung und industrielle Verlagerung.
Welchen Einfluss hatte die Verbannung auf die Besiedlung?
Die Verbannung diente der russischen Regierung als Instrument, um Arbeitskräfte in unwegsame und dünn besiedelte Gebiete zu bringen, was einen signifikanten Anteil am Bevölkerungswachstum hatte.
Warum war der Bau der Transsibirischen Eisenbahn so bedeutend?
Sie fungierte als Leitachse der Besiedlung und Industrialisierung und löste eine große Migrationswelle aus, da sie den Transport von Waren und Menschen deutlich erleichterte.
- Quote paper
- Albrecht Steinmüller (Author), 2004, Besiedlung Sibiriens bis zum Ende des 2. Weltkriegs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38282