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Indogermanische Sprachen und die Entwicklung der okzitanischen Sprache in Spanien und Italien

Titel: Indogermanische Sprachen und die Entwicklung der okzitanischen Sprache in Spanien und Italien

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Svenja Boehlke (Autor:in)

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Spricht man von romanischen Sprachen, so ist die Rede von einem speziellen Zweig der indogermanischen Sprache. Die Gesamtheit der romanischen Sprachen bildet eine Familie, die denselben Ursprung besitzen, das Lateinische. Diesbezüglich ist nicht die Rede von dem gehobenen klassischen Latein, sondern von dem gesprochenen Vulgärlatein. Der Zweig der indogermanischen Sprache gliedert sich in 15 romanische Sprachen. Die Bekanntesten unter ihnen sind Spanisch, Italienisch, Französisch und Rumänisch. Neben den weit verbreiteten und viel gesprochenen Sprachen gibt es auch deutlich kleinere Sprachen, wie zum Beispiel das Okzitanische.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der okzitanischen Sprache und bezieht sich in diesem Bezug besonders auf Spanien und Italien. Die im Mittelalter hochgeschätzte Literatursprache wurde im Laufe der Jahrzehnte von den großen Sprachen der Romania, besonders von dem Französischen, an den Rand des Sprachbewusstseins gedrängt. Die vielen Versuche die Sprache zu fördern und dadurch eine Erholung der Sprache zu bezwecken scheiterten zum größten Teil und die Sprache verliert immer mehr an Sprechern.

Der erste Teil der Hausarbeit widmet sich der Definition des Okzitanischen. Dabei wird besonderen Wert auf die Bedeutung und die Unterscheidung der Begriffe "okzitanisch" und "provenzalisch" gelegt. Einen wichtigen Bestandteil in diesem Kapitel bildet ebenso die Wichtigkeit des Okzitanischen für die Literatur. Dabei werden in diesem Kapitel Fragen nach dem Verständnis des Ursprungs und der Namensgebung behandelt und geklärt.

Abschließend wird die Gliederung der verschiedenen Dialektgruppen und deren unterschiedlichen Entwicklungen betrachtet. Darauf aufbauend ist im zweiten Kapitel die Herkunft der okzitanischen Sprache ein zentraler Punkt, der zur Diskussion gestellt wird. Folgend wird die Entwicklung von der lateinischen Basis bis hin zu den heute gesprochenen Dialekten des Okzitanischen aufgezeigt. Dabei wird besonders großen Wert auf das Entstehen der verschiedenen Dialekte, die Gründe für die vielfältige Gliederung und die dadurch resultierenden sprachlichen Unterschiede gelegt. In diesem Hinblick wird auf verschiedene Ursachen und Gründe hingewiesen, welche unter anderem zur Auslöschung der Sprache oder zur Erholung der Literatursprache führten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Definition: Okzitanisch

3.0 Die Entstehung des Okzitanischen

4.0 Die Entwickelung des Okzitanischen

4.1 Die Entwickelung des Okzitanischen in Spanien

4.2 Die Entwickelung des Okzitanischen in Italien

5.0 Der Sprachraum

5.1 Der okzitanische Sprachraum in Spanien

5.2 Der okzitanische Sprachraum in Italien

6.0 Sprachliche Besonderheiten des Okzitanischen

6.1 Sprachliche Besonderheiten im Aranesischen

6.2 Sprachliche Besonderheiten im Vivaro-Alpinischen

6.3 Sprachlicher Einfluss des Okzitanischen auf das Italienische

7.0 Okzitanisch in Spanien und Italien im Vergleich

8.0 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der okzitanischen Sprache mit einem spezifischen Fokus auf die Entwicklungen und den Status dieser Minderheitensprache in Spanien und Italien. Ziel ist es, die historischen Hintergründe, die linguistischen Besonderheiten sowie die aktuellen Erhaltungsbedingungen in den verschiedenen Sprachräumen vergleichend darzustellen und zu analysieren.

  • Historische Entstehung und Entwicklung des Okzitanischen
  • Linguistische Analyse der Dialektmerkmale (z.B. Aranesisch, Vivaro-Alpinisch)
  • Einfluss des Okzitanischen auf den italienischen Wortschatz
  • Vergleichende Analyse der Sprachräume in Val d'Aran und den italienischen Alpen
  • Politische und soziale Faktoren für den Spracherhalt

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Entwicklung des Okzitanischen in Italien

In den italienischen Sprachgebieten steht es um das Okzitanische um einiges schlechter. Sowohl die italienische Sprache, als auch das Piemontesische verdrängen das Okzitanische immer mehr aus dem Sprachbewusstsein der Menschen. Hinzu kommt die zunehmende Landflucht aufgrund der Globalisierung und dem anwachsenden Bedürfnis nach einer besseren Lebensqualität. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Städte. Dementsprechend verlassen immer mehr Sprecher des Okzitanischen das okzitanische Sprachgebiet in Italien, wodurch die Sprache nach und nach verloren geht. (vgl. Bossong 2008: 130)

In diesem Zusammenhang sind die Förderungsmaßnahmen in der Region Piemont ein nennenswerter Aspekt. Die Bewegung Movimiento Autonomista Occitano kämpft für die Erholung der okzitanischen Kultur und für das Okzitanische im Sinne des Monolinguismus in der Region Piemont.

Eine weitere Organisation aus der Provinz Turin nennt sich Unione Degli Aunomista delle Valli Occitaniche. Diese unterstützt den Erhalt und die Entwicklung der okzitanischen Sprache und hat sich zusätzlich die Förderung und Pflege sowohl der italienische, als auch der französischen und okzitanischen Kultur zur Aufgabe gemacht. (Scharrf 1989: 101)

Organisationen wie diese, sind für den Erhalt und für die Entwicklung des Okzitanischen in Italien essentiell. Denn trotz der offiziellen Anerkennung durch den Staat bleiben jegliche staatliche Förderungen neben solchen Bewegungen aus. Kulturvereine erhalten lediglich geringe Förderungsmaßnahmen, um den Erhalt der Sprache zu sichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der romanischen Sprachen ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, das Phänomen der okzitanischen Sprache in Spanien und Italien zu untersuchen.

2.0 Definition: Okzitanisch: Dieses Kapitel definiert den Begriff Okzitanisch, ordnet ihn sprachwissenschaftlich ein und diskutiert die historischen sowie terminologischen Diskrepanzen zur Bezeichnung Provenzalisch.

3.0 Die Entstehung des Okzitanischen: Hier wird der Ursprung der Sprache aus dem Vulgärlatein unter Berücksichtigung verschiedener Substrate und historischer Einflüsse (wie germanische und arabische Einflüsse) beleuchtet.

4.0 Die Entwickelung des Okzitanischen: Das Kapitel betrachtet die historische Entwicklung der Sprache sowie deren gezielte Verdrängung durch zentrale Nationalstaaten und vergleicht die Situation in Spanien und Italien.

5.0 Der Sprachraum: Dieser Abschnitt beschreibt die geographische Verbreitung der Sprache und analysiert spezifische Sprachgebiete in Spanien und Italien unter Berücksichtigung von Sprecherzahlen und lokalen Gegebenheiten.

6.0 Sprachliche Besonderheiten des Okzitanischen: Eine linguistische Analyse der allgemeinen Charakteristika des Okzitanischen sowie spezifischer Besonderheiten einzelner Dialekte und deren Einfluss auf das Italienische.

7.0 Okzitanisch in Spanien und Italien im Vergleich: Die Arbeit vergleicht die Erhaltungsbedingungen und Sprecherzahlen in den beiden Ländern und arbeitet Gründe für die unterschiedliche Entwicklung heraus.

8.0 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von staatlicher Förderung und Bildung für den Erhalt der Minderheitensprache.

Schlüsselwörter

Okzitanisch, Romanische Sprachen, Dialektgruppen, Aranesisch, Vivaro-Alpinisch, Troubadoure, Sprachraum, Minderheitensprache, Sprachwandel, Sprachpflege, Vulgärlatein, Galloromanisch, Intervokalische Konsonanten, Lehnwortschatz, Sprachverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Hintergrund, der linguistischen Beschaffenheit und der aktuellen soziolinguistischen Situation der okzitanischen Sprache in den Sprachgebieten Spaniens und Italiens.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Entstehung der Sprache, die Gliederung in Dialektgruppen, die Einflüsse anderer Sprachen und die vergleichende Analyse der Erhaltungssituation in spezifischen Regionen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, warum das Okzitanische in verschiedenen Regionen unterschiedliche Überlebenschancen hat und welche Faktoren (wie offizielle Anerkennung oder Schulausbildung) dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer linguistischen und kulturwissenschaftlichen Analyse von Fachliteratur sowie einer vergleichenden Auswertung von Sprachdaten und historischen Entwicklungsverläufen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert untersucht?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Herkunft, die Darstellung spezifischer Sprachräume, eine Analyse der sprachwissenschaftlichen Besonderheiten sowie den direkten Vergleich der Situation in Spanien und Italien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Minderheitensprache, Okzitanisch, Dialektologie, Sprachkontakt, Sprachverlust und die spezifischen regionalen Varietäten wie das Aranesische.

Warum ist das Aranesische in Spanien erfolgreicher im Erhalt als andere Varietäten?

Das Aranesische profitiert von einer kooffiziellen Anerkennung, einem festen Platz im Schulsystem und einer aktiven Präsenz in den Medien, was ihm einen höheren Status verleiht als den okzitanischen Dialekten in Italien.

Welchen Einfluss hat das Okzitanische auf das Italienische genommen?

Das Okzitanische hat über Handelsbeziehungen und die höfische Literatur der Troubadoure Spuren im italienischen Wortschatz hinterlassen, insbesondere in Bereichen wie Sport, Ritterwesen und bei bestimmten lautlichen Entwicklungen.

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Details

Titel
Indogermanische Sprachen und die Entwicklung der okzitanischen Sprache in Spanien und Italien
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,0
Autor
Svenja Boehlke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V382927
ISBN (eBook)
9783668581258
ISBN (Buch)
9783668581265
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Okzitanisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Svenja Boehlke (Autor:in), 2017, Indogermanische Sprachen und die Entwicklung der okzitanischen Sprache in Spanien und Italien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382927
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Leseprobe aus  23  Seiten
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