Diese Projektarbeit, die in Form eines dualen BWL-Bank Studiums geschrieben wurde, beschäftigt sich mit dem brandaktuellen Thema FinTechs. Die Arbeit analysiert die neuen Marktteilnehmer auf dem Finanzmarkt und die Auswirkung dieser auf den Bankensektor. In der wissenschaftlichen Arbeit wird die FinTech Bank N26 GmbH genauer betrachtet und diese kritisch mit traditionellen Banken verglichen. Es wird genauer analysiert, welche Gefahren von FinTechs auf den traditionellen Bankensektor ausgehen und wie ein gemeinsames agieren auf dem Finanzmarkt aussehen könnte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Digitalisierung
2.1. Definition
2.2 Auswirkungen der Digitalisierung
3. Das deutsche Bankensystem
3.1 Zentralbankensystem
3.2 Kerngrößen
3.3 Banking im Wandel
4. FinTechs
4.1 Definition
4.2 Arten
4.3 Entstehung
5. Disruption am Beispiel von N26
5.1 Allgemeines
5.2 Kontoeröffnung
5.3 Zahlungsverkehr
5.4 Kreditgeschäft
5.5 Geldanlage
5.6 Résumé
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das Konkurrenzpotenzial von FinTech-Unternehmen gegenüber klassischen Kreditinstituten, um zu erforschen, inwieweit von diesen eine ernstzunehmende Bedrohung ausgeht und wie eine zukünftige Koexistenz auf dem Finanzmarkt aussehen kann.
- Grundlagen der Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den Finanzsektor.
- Struktur des deutschen Bankensystems und der Wandel des Bankings.
- Definition, Arten und Entstehung der FinTech-Branche.
- Disruption am Beispiel der N26 Bank: Analyse von Kontoeröffnung, Zahlungsverkehr, Kreditgeschäft und Geldanlage.
- Synthese von Bank und FinTech als Zukunftsmodell.
Auszug aus dem Buch
5.1 Allgemeines
„Werden durch digitale Innovationen bestehende Produkte, Dienstleistungen oder ganze Geschäftsmodelle in ihrer Funktionsweise substituiert oder verdrängt, spricht man von technologischer „Disruption“. Disruptive FinTech Unternehmen haben es geschafft, digitale Modelle zu entwickeln, welche den Bankbesuch ersetzlich machen. Ein sehr bekanntes Geschäftsmodell dieser Kategorie ist N26, auch “The Mobile Bank“ genannt. Schon beim Öffnen der Internetseite sticht der Slogan „Bankbesuche gehören der Vergangenheit an“ ins Auge. Das Berliner Unternehmen wurde 2013 als Banking Start-Up Number26 gegründet, nur eineinhalb Jahre nach dem Produktlaunch, im Juli 2016, erhält die nun N26 Bank eine vollkommene Banklizenz der BaFin, durch welche das Unternehmen Unabhängigkeit, Flexibilität und höheres Kundenvertrauen erzielen konnte. Mit dem Ziel, ein revolutionäres Girokonto zu erschaffen, welches sich durch Mobilität, Flexibilität und Kostenlosigkeit auszeichnet, spricht das FinTech mittlerweile über 200.000 Nutzer an.
Mit der von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründeten Konto-App lässt sich das eigene Girokonto vollkommen selbstständig vom Smartphone aus verwalten. Seitens Unterstützung namhafter Investoren wie Pay-Pal Gründer Peter Thiel, Zalando-Chef Robert Gentz oder Li Ka-Shing und einem Investitionsvolumen von 55 Millionen Euro schaffte es die erste mobile Direktbank, innerhalb kürzester Zeit sehenswerte Erfolge zu erzielen und den Finanzmarkt aufzumischen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung des Wandels durch FinTechs und Darlegung des Untersuchungsgangs.
2. Digitalisierung: Definition der Digitalisierung und Analyse ihrer grundlegenden Auswirkungen auf die Informationsverarbeitung.
3. Das deutsche Bankensystem: Charakterisierung des deutschen Universalbankensystems und Diskussion des strukturellen Wandels im Banking.
4. FinTechs: Definition und Kategorisierung von FinTech-Unternehmen sowie Betrachtung ihrer Entstehung als Reaktion auf die Finanzkrise.
5. Disruption am Beispiel von N26: Detaillierte Fallstudie zur Disruption durch N26 in den Bereichen Konto, Kredit und Anlage.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Bedrohung durch FinTechs und Plädoyer für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Schlüsselwörter
FinTechs, N26, Bankensektor, Digitalisierung, Disruption, Universalbank, Finanzdienstleistungen, Mobile Banking, Girokonto, Kreditgeschäft, Geldanlage, Finanzmarkt, Innovation, Direktbank, Banklizenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob FinTech-Unternehmen eine ernstzunehmende Konkurrenz oder Bedrohung für klassische Banken darstellen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Bankensystem, dem digitalen Wandel, der Rolle von FinTechs und einer detaillierten Analyse des Geschäftsmodells von N26.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll kritisch erforscht werden, inwiefern FinTechs Teile der Bankwertschöpfungskette ersetzen können und wie eine zukünftige Kooperation aussehen könnte.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie eine Fallstudienanalyse zur Disruption am Beispiel der N26 Bank.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Bankwesens und der Digitalisierung, die Definition von FinTechs sowie eine konkrete Untersuchung der N26-Produkte wie Kontoeröffnung, Kreditvergabe und Geldanlage.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
FinTechs, Disruption, Digitalisierung, Mobile Banking und die Entwicklung des deutschen Bankensystems.
Wie unterscheidet sich die Kontoeröffnung bei N26 von klassischen Banken?
N26 ermöglicht eine vollständig mobile Identitätsprüfung per Video-Chat ohne notwendigen Filialbesuch und setzt dabei auf hohe Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit.
Welche Rolle spielt die Kooperation für FinTech-Unternehmen laut Fazit?
Die meisten FinTechs streben aufgrund mangelnder eigener Infrastruktur und Kapazitäten eher eine Partnerschaft mit etablierten Banken an, anstatt diese vollständig zerstören zu wollen.
- Citar trabajo
- Verena Alt (Autor), 2017, FinTechs als Alternative zum klassischen Bankgeschäft. Analyse der daraus resultierenden Auswirkungen auf den Bankensektor, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382990