Die 1960er-Jahre haben sich in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben als die Dekade des politischen Aufruhrs, der Studentenbewegungen und Jugendrevolte. Diese Aspekte stehen dabei in der Regel in Verbindung mit Musik, insbesondere ‚Rockmusik‘, die gewissermaßen als Sprache der Rebellen galt. Der Begriff ‚Rockmusik‘ umfasst dabei sehr viele verschiedene Ausprägungen und Stile, denen allen gemeinsam ist, dass sowohl ihre Produzenten als auch ihre Rezipienten sich im weitesten Sinne als Teil einer Gegenkultur zur gesellschaftlichen Norm verstanden.
In diesem Kontext stellt sich die Frage, woran es eigentlich liegt, dass noch heute Menschen Rockmusik eng mit politischem Protest in Verbindung bringen. Diese Seminararbeit soll erörtern, ob Musik überhaupt in der Lage ist, politische oder gesellschaftliche Werte zum Ausdruck zu bringen und ob diese auch vom Rezipienten aufgenommen werden.
Um eine Aussage über den Zusammenhang von Rockmusik und politischem Wandel treffen zu können, ist es zunächst notwendig, allgemeine Eigenschaften und Fähigkeiten näher zu bestimmten. Im nächsten Schritt ist zu erörtern, ob Musik sich prinzipiell als ein Kommunikationsmittel eignet. Es wird die Rockmusik der Sechziger, vor allem in Hinblick auf ihren kommunikativen Aspekt, analysiert. Dabei ist nicht nur die Musik zu betrachten, sondern auch das
gesellschaftliche Umfeld, auf das sie traf, ihre Produzenten sowie die wechselseitige Beeinflussung dieser beiden Gruppen.
Eine besondere Tendenz der Musik, die in den sechziger Jahren begann, ist der Übergang zum Multimedialen. Dieser Aspekt ist in die Analyse mit einzubeziehen und in den Zusammenhang von Kommunikation und politischem Wandel einzuordnen. Im letzten Abschnitt soll dann eine Aussage darüber getroffen werden, welche Effekte die Musik tatsächlich auf den gesellschaftlichen Wandel hatte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das „Wesen“ der Musik
- Musik und Gefühle
- Musik und Sprache
- Musik als Kommunikationsmittel
- Die Musik der sechziger Jahre
- Musik und Multimedialität
- Zusammenhang von Gemeinschaft und Musik
- Die Rolle des Rockmusikers
- Musik und politische Effekte
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Rockmusik und gesellschaftlichem Wandel in den 1960er Jahren. Sie beleuchtet, ob Musik in der Lage ist, politische oder gesellschaftliche Werte zum Ausdruck zu bringen und ob diese vom Rezipienten aufgenommen werden.
- Die Rolle von Musik als Kommunikationsmittel und ihre Fähigkeit, Emotionen auszudrücken
- Die Bedeutung der Rockmusik für die Gegenkultur der 1960er Jahre
- Der Einfluss von Musik auf politische und gesellschaftliche Veränderungen
- Die Bedeutung der Multimedialität für die Musik der 1960er Jahre
- Die wechselseitige Beeinflussung von Musik, Musikproduzenten und dem gesellschaftlichen Umfeld
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Zusammenhangs von Rockmusik und gesellschaftlichem Wandel in den 1960er Jahren ein. Sie stellt die Forschungsfrage nach der Fähigkeit von Musik, politische Werte auszudrücken und vom Rezipienten aufgenommen zu werden.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem „Wesen“ der Musik. Es beleuchtet die Fähigkeit von Musik, Emotionen auszudrücken, und vergleicht Musik mit Sprache, um festzustellen, ob und inwiefern Musik als Kommunikationsmittel dienen kann.
Das dritte Kapitel analysiert die Rockmusik der sechziger Jahre in Bezug auf ihre kommunikative Funktion. Es untersucht die Musik selbst, das gesellschaftliche Umfeld, die Musikproduzenten und die wechselseitige Beeinflussung dieser Elemente. Zudem wird der Einfluss der Multimedialität auf die Rockmusik der 1960er Jahre beleuchtet.
Schlüsselwörter
Rockmusik, gesellschaftlicher Wandel, 1960er Jahre, Musik und Emotionen, Musik als Kommunikationsmittel, Gegenkultur, Multimedialität, politische Effekte, Musik und Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Kann Musik tatsächlich politische Werte vermitteln?
Die Arbeit untersucht, ob Musik als Kommunikationsmittel fungieren kann, um politische oder gesellschaftliche Werte auszudrücken und ob diese Botschaften beim Hörer ankommen.
Warum wird Rockmusik oft mit Protest in Verbindung gebracht?
In den 1960er Jahren galt Rockmusik als die "Sprache der Rebellen". Produzenten und Hörer verstanden sich als Teil einer Gegenkultur, die sich von gesellschaftlichen Normen abgrenzte.
Welche Rolle spielt die Multimedialität in der Musik der 60er Jahre?
Der Übergang zum Multimedialen verstärkte den kommunikativen Aspekt der Rockmusik und half dabei, politische Effekte und gesellschaftlichen Wandel zu befördern.
Wie hängen Musik und Emotionen zusammen?
Musik hat die besondere Fähigkeit, Gefühle auszudrücken, was sie zu einem mächtigen Werkzeug für die Mobilisierung von Menschen und die Identifikation mit sozialen Bewegungen macht.
Was war das Besondere an der Rolle des Rockmusikers in dieser Dekade?
Der Rockmusiker wurde zur Identifikationsfigur der Gegenkultur und fungierte als Bindeglied zwischen künstlerischem Ausdruck und politischem Aktivismus.
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- Laura Horst (Author), 2012, Der Zusammenhang von Musik und gesellschaftlichem Wandel. Eine Betrachtung der Rockmusik in den 1960er-Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383025