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Die Auswirkungen von stereotypen Massenmedien auf die Gesellschaft und die interkulturelle Kommunikation

Titel: Die Auswirkungen von stereotypen Massenmedien auf die Gesellschaft und die interkulturelle Kommunikation

Seminararbeit , 2013 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Laura Horst (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In unserem Alltag begegnen uns ständig Stereotype, die unser Denken und Handeln weitaus mehr beeinflussen, als wir uns womöglich bewusst sind. So können sie, dadurch das wir andere Menschen nach stereotypen Denkmustern beurteilen, mitbestimmen, welche Freundschaften, Partnerschaften, Geschäftsbeziehungen, usw. wir eingehen bzw. nicht eingehen.

Der Psychologe und Soziologe Rüdiger Hort bezeichnet sie als "gängige Bestandteile unserer täglichen Lebenswelt […], die als unsichtbare programmatische Bahnen fungieren". In der Alltagssprache wird der Begriff "Stereotyp" oft synonym mit verwandten Begriffen wie dem "Klischee" oder dem "Vorurteil" verwendet, aber auch in den Sozialwissenschaften ist jener Ausdruck von diesen nicht immer klar unterschieden.

Im ersten Teil dieser Arbeit soll daher zunächst versucht werden, den Terminus "Stereotyp" und seine Funktionen näher zu bestimmen und von ähnlichen Begriffen, soweit wie möglich, abzugrenzen. Im zweiten Teil der Arbeit soll der Zusammenhang zwischen Stereotypen und Massenmedien untersucht werden. Besonders in der Werbung wird der Zuschauer vermehrt mit Stereotypen konfrontiert, beispielsweise mit Geschlechterstereotypen, die die Rolle des Mannes oder der Frau betreffen.

Im Fokus steht dabei jedoch die Berichterstattung, zu deren Maximen die Objektivität gehört. Anhand mehrerer Beispiele aus verschiedenen deutschen Tageszeitungen soll gezeigt werden, dass auch die "seriöse" Presse nicht frei von stereotypen Zuschreibungen ist und erläutert werden, welche Auswirkungen diese Erscheinung die Gesellschaft hat und was dies für die Interkulturelle Kommunikation bedeutet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stereotype

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

2.3 Ursachen und Funktionen

3. Stereotype und Massenmedien

3.1 Vorgehensweise

3.2 Ergebnisse

3.3 Auswertung der Ergebnisse

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Stereotypen und Massenmedien. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie stereotype Formulierungen in der Berichterstattung deutscher Tageszeitungen über die Eurokrise eingesetzt werden und welche Auswirkungen diese auf die Gesellschaft sowie die interkulturelle Kommunikation haben.

  • Definition und Abgrenzung des Begriffs Stereotyp
  • Psychologische und soziale Ursachen sowie Funktionen von Stereotypen
  • Analyse der Mediendarstellung ethnischer Gruppen im Kontext der Eurokrise
  • Die Rolle der Journalisten und deren Verantwortung bei der Wissensvermittlung
  • Auswirkungen medialer Stereotype auf gesellschaftliche Wahrnehmungsprozesse

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsbestimmung

Ursprünglich geht der Ausdruck ‚Stereotyp‘ auf den Franzosen Firmin Didot zurück und bezeichnet einen Vorgang in der Druckertechnik. Erst durch den Publizisten Walter Lippmann, der ihn in seinem Buch ‚Public Opinion‘ (1922) verwendete, gelangte der Ausdruck in die Sozialwissenschaften. Nach der Idee Lippmanns betrachten wir Personen oftmals nicht als Individuen, sondern als Teil einer Gruppe und ‚drücken‘ diesen Personen, entsprechend der vorgefassten Meinung über diese Gruppe, einen ‚Stempel auf‘ (vgl. Petersen / Six 2008, 21). Lippmann bezeichnete Stereotype als ‚pictures in our head‘ und hatte damit eine sehr weite Vorstellung von Stereotypen. Dieser Begriff wurde jedoch bald auf ‚normierte Vorstellungen, Einstellungen oder Wertungen, die Menschen betreffen und die zu deren Beurteilung herangezogen werden‘ eingegrenzt (vgl. Schweinitz 2006, 4).

Für den sozialpsychologischen Stereotypbegriff waren Studien der Amerikaner Katz und Braly prägend. Vertreter der von Katz und Braly ausgehenden Forschungslinie verstehen Stereotype als ‚normierte Vorstellungen über Menschen‘, die sich hauptsächlich auf deren Zugehörigkeit zu einer ‚Kategorie‘ beziehen, bzw. auf Merkmal, das die jeweilige Kategorie symbolisiert (vgl. Schweinitz 2006, 4f.). Stereotype werden dieser Auffassung nach vor allem als ‚Vorstellungsmuster betrachtet, die unsere Einstellung prägen sowie Einfluss auf unsere Wahrnehmung nehmen. Das Stereotypkonstrukt nach Katz und Braly ist vor allem daraus ausgerichtet, „der Wahrnehmung und Beurteilung von Menschen Verzerrtheit und Bösartigkeit […] abzufragen. Es avancierte bald zum Fixpunkt aufklärerischer Konzepte“ (Schweinitz 2006, 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Alltäglichkeit von Stereotypen ein, skizziert deren Einfluss auf das soziale Handeln und stellt das Vorhaben dar, den Zusammenhang zwischen Stereotypen und Massenmedien, speziell in der Berichterstattung, zu untersuchen.

2. Stereotype: Dieses Kapitel widmet sich der wissenschaftlichen Begriffsbestimmung, der Abgrenzung zu Begriffen wie Klischee und Vorurteil sowie der Analyse der Ursachen und Funktionen von Stereotypen.

3. Stereotype und Massenmedien: Hier wird der mediale Gebrauch von Stereotypen anhand der Analyse von Zeitungsartikeln zum Thema Eurokrise untersucht, wobei Vorgehensweise, Ergebnisse und deren Auswertung dargelegt werden.

4. Schlussbemerkungen: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die besondere Verantwortung von Journalisten im Umgang mit Stereotypen sowie deren Relevanz für die interkulturelle Kommunikation.

Schlüsselwörter

Stereotype, Massenmedien, Eurokrise, Vorurteil, Soziale Kategorisierung, Klischee, Journalismus, Gesellschaft, Interkulturelle Kommunikation, Wahrnehmung, Identität, Sozialisation, Berichterstattung, Fremdbild, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktion und den Auswirkungen von Stereotypen in Massenmedien und deren Bedeutung für die Gesellschaft und die interkulturelle Kommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die sozialwissenschaftliche Definition von Stereotypen sowie die mediale Darstellung ethnischer Gruppen anhand aktueller Krisenthemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit deutsche Tageszeitungen im Rahmen der Eurokrise stereotype Zuschreibungen verwenden und welche Folgen dies für das Bild von anderen Nationen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Analyse von neun Artikeln aus verschiedenen deutschen Tageszeitungen, um sowohl explizite als auch implizite Stereotype zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Stereotypbegriffs geklärt und anschließend die empirischen Ergebnisse der Medienanalyse im Kontext der Eurokrise präsentiert und ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Stereotype, Massenmedien, Eurokrise, soziale Kategorisierung und interkulturelle Kommunikation geprägt.

Welche Rolle spielt die „Eurokrise“ für die Analyse der Autorin?

Die Eurokrise dient als konkretes Fallbeispiel, da sie verschiedene Nationen involviert und in der Presse häufig Anlass für generalisierende und teils stereotype Zuschreibungen bietet.

Warum betont die Arbeit die Verantwortung von Journalisten?

Aufgrund der großen Reichweite und Geschwindigkeit von Medien, tragen Journalisten eine hohe Verantwortung, da durch einseitige Formulierungen Vorurteile in der Gesellschaft verfestigt oder sogar neu gebildet werden können.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Auswirkungen von stereotypen Massenmedien auf die Gesellschaft und die interkulturelle Kommunikation
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,3
Autor
Laura Horst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
30
Katalognummer
V383026
ISBN (eBook)
9783668584600
ISBN (Buch)
9783668584617
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Horst (Autor:in), 2013, Die Auswirkungen von stereotypen Massenmedien auf die Gesellschaft und die interkulturelle Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383026
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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