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Die eingetragene Genossenschaft. Praktische Bedeutung, Struktur und Ausblick unter Berücksichtigung von EU-Recht

Title: Die eingetragene Genossenschaft. Praktische Bedeutung, Struktur und Ausblick unter Berücksichtigung von EU-Recht

Seminar Paper , 2017 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Silvio Gräning (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Genossenschaften sind weit verbreitet und in nahezu allen Wirtschaftsbereichen zu finden. Die Interessen der Gründer und die Arten der Genossenschaften sind vielfältig. Sie gilt als sichere Rechtsform in Bezug auf Unternehmenskrisen und stellt einen wichtigen Faktor in unserem Sozialsystem dar. Dennoch ist der mit Gesetzesnovelle im Jahre 2006 begonnene Wandel der Genossenschaft bis heute nicht abgeschlossen.

Diese Arbeit möchte die praktische Bedeutung sowie die grundlegenden Strukturen von Genossenschaften näher beleuchten. Außerdem soll, unter Berücksichtigung von geltendem EU-Recht, der Versuch unternommen werden, einen Ausblick in die Zukunft der Genossenschaften zu geben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die eingetragene Genossenschaft

2.1. Rechtliche Einordnung

2.2. Gründung

2.2.1. Vorgründungsphase

2.2.2. Haftung in der Vorgründungsphase

2.2.3. Endgültige Gründung

2.3. Organe

2.3.1. Vorstand

2.3.2. Aufsichtsrat

2.3.3. Generalversammlung

2.4. Pflichtprüfung durch einen prüfberechtigten Prüfungsverband

2.5. Sonderform kleine Genossenschaft

3. Bedeutung der eingetragenen Genossenschaft

4. Ausblick in die Zukunft unter Beachtung von EU-Recht

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Bedeutung sowie die rechtliche Struktur der eingetragenen Genossenschaft (eG) unter Berücksichtigung ihrer historischen Entwicklung und modernster gesetzlicher Rahmenbedingungen.

  • Historische Herleitung des Genossenschaftswesens und Entwicklung des Genossenschaftsgesetzes
  • Struktur und Organe der eingetragenen Genossenschaft (Vorstand, Aufsichtsrat, Generalversammlung)
  • Haftungsfragen und Gründungsphasen einer Genossenschaft
  • Die gesetzliche Pflichtprüfung als Qualitätssicherungsinstrument
  • Ausblick auf künftige Entwicklungen im Hinblick auf das EU-Recht und das Statut der Europäischen Genossenschaft (SCE)

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Vorgründungsphase

Sobald die Gründer den gemeinsamen Entschluss zur Gründung einer Genossenschaft gefasst haben, entsteht zunächst eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), deren Zweck die Genossenschaftsgründung ist. Wenn die einzige Pflicht der Gründer in dieser Phase die Gründung der Genossenschaft ist, eine tatsächliche Beitrittsabsicht jedoch wegen fehlender Satzung noch nicht verpflichtend ist, ist ein Vertrag in Schriftform zwar aus Beweisgründen grundsätzlich immer ratsam, aber nicht zwingend nötig. Für diese Konstellation gelten die §§ 705 ff. BGB. In der Vorgründungsphase ist es durchaus möglich bereits den handelsgewerblichen Betrieb aufzunehmen. Sollte dieser i.S.d. § 1 Abs. 2 HGB in größerem Umfang betrieben werden, würde es sich in diesem Fall sogar um eine offene Handelsgesellschaft (OHG) gemäß § 105 Abs. 1 HGB handeln, welche ins Handelsregister eingetragen werden muss. Für diese Form gelten dann die §§ 105 ff.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Genossenschaft als weit verbreitete Rechtsform vor und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die praktischen Strukturen sowie Zukunftsperspektiven unter EU-Recht zu beleuchten.

2. Die eingetragene Genossenschaft: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte juristische Analyse zur Gründung, zur Haftung, zu den Organen sowie zur Pflichtprüfung und zur Sonderform der kleinen Genossenschaft.

3. Bedeutung der eingetragenen Genossenschaft: Es wird die wirtschaftliche Relevanz der eG herausgestellt, insbesondere ihre Rolle für kleine und mittelständische Unternehmen durch das Prinzip der demokratischen Mitbestimmung.

4. Ausblick in die Zukunft unter Beachtung von EU-Recht: Das Kapitel analysiert den Anpassungsprozess des deutschen Rechts an europäische Standards, insbesondere im Hinblick auf die SCE und die Herausforderungen durch zunehmende Orientierung an aktienrechtlichen Strukturen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die eG als sichere Rechtsform, warnt jedoch vor einer zu starken strukturellen Annäherung an die AG und plädiert für eine individuelle Behandlung des Stammkapitals.

Schlüsselwörter

Genossenschaft, eG, Genossenschaftsgesetz, GenG, Vorstand, Aufsichtsrat, Generalversammlung, Gründung, Haftung, Pflichtprüfung, Prüfungsverband, Förderzweck, SCE, Gesellschaftsrecht, Mitbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die praktische Bedeutung der eingetragenen Genossenschaft in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehungsgeschichte, die Organisationsstruktur, die Haftung der Mitglieder sowie die laufende Anpassung an EU-rechtliche Vorgaben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die grundlegenden Strukturen der eG zu analysieren und deren Zukunftsfähigkeit vor dem Hintergrund europäischer Entwicklungen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Seminararbeit, die auf einer fundierten Auswertung von Gesetzen, Fachliteratur und einschlägiger Rechtsprechung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die rechtliche Einordnung, den komplexen Gründungsprozess, die Funktionen der Organe und die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung durch Verbände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Genossenschaft, Haftungsbegrenzung, demokratische Willensbildung, Pflichtprüfung und europäische Harmonisierung charakterisiert.

Warum ist die Haftung in der Vorgründungsphase besonders relevant?

Da die Rechtsform der Genossenschaft erst mit der Registereintragung voll wirksam wird, ist die Klärung der persönlichen Haftung der Beteiligten in der Übergangsphase als GbR oder OHG von essenzieller rechtlicher Bedeutung.

Welche Bedeutung hat die jährliche Pflichtprüfung?

Die Prüfung durch einen Prüfungsverband stellt die ordnungsgemäße Geschäftsführung sicher und ist ein Hauptgrund für die vergleichsweise niedrigen Insolvenzraten von Genossenschaften.

Wie unterscheidet sich die "kleine Genossenschaft" von der regulären Form?

Bei einer Mitgliederzahl von maximal 20 kann satzungsgemäß auf die Bestellung eines Aufsichtsrats verzichtet werden, wobei dessen Aufgaben dann durch die Generalversammlung wahrgenommen werden.

Welche Kritik übt der Autor an der Annäherung an das Aktienrecht?

Der Autor warnt davor, dass die eG ihre Identität verliert, wenn sie zu stark auf aktienrechtliche Konzepte wie zwingendes Stammkapital setzt, da dies den Vorteil der geringen Kapitalbindung für die Mitglieder schmälern könnte.

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Details

Title
Die eingetragene Genossenschaft. Praktische Bedeutung, Struktur und Ausblick unter Berücksichtigung von EU-Recht
College
University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
1,7
Author
Silvio Gräning (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V383116
ISBN (eBook)
9783668589025
ISBN (Book)
9783668589032
Language
German
Tags
genossenschaft praktische bedeutung struktur ausblick berücksichtigung eu-recht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silvio Gräning (Author), 2017, Die eingetragene Genossenschaft. Praktische Bedeutung, Struktur und Ausblick unter Berücksichtigung von EU-Recht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383116
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