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Prekäre Arbeitsverhältnisse in Deutschland. Sind atypische Beschäftigungsformen prekär?

Title: Prekäre Arbeitsverhältnisse in Deutschland. Sind atypische Beschäftigungsformen prekär?

Term Paper , 2017 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Peter Schuch (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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In politischen Diskussionen zum Thema Arbeitsmarkt und sozialer Ungleichheit fällt immer wieder der Begriff „Prekarität“. Weit verbreitet besteht dabei der Irrglaube, es würde sich lediglich um unsichere oder schlecht bezahlte Arbeitsplätze handeln. Tatsächlich ist das Themenfeld jedoch in viel größeren Dimensionen angesiedelt, die letztendlich in verschiedenen politischen, aber auch wissenschaftlichen Diskursen münden. Einflussfaktoren für diese Dimensionen sind Globalisierungsprozesse, aber auch die Internationalisierung der Märkte, welche maßgeblich dazu beitragen, den Konkurrenzdruck in der Wirtschaft und somit in den Unternehmen zu erhöhen. Dieser Druck führt zu einem vergrößerten Wettbewerb, bei dem atypische Beschäftigungen in Unternehmen eine immer größere Rolle spielen, um Lohnkosten zu sparen und Auftragsspitzen zu bewältigen.

Um Anfangs ein Verständnis über das weite Themenfeld der Prekarität zu erlangen, ist es zunächst nötig, den Begriff zu erläutern und dazu verschiedene wissenschaftliche Ansätze darzustellen. Durch diese Standortbestimmung der Prekarität ist es dann möglich herauszufinden, welche Formen von prekären Arbeitsverhältnissen bestehen. Zusätzlich werden dabei Probleme, Ursachen und Folgewirkungen erläutert. Diese stehen in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen, so dass einerseits theoretisch, aber auch empirisch gearbeitet wird, um nachweisbare Belege in Form von Daten zu verwenden. Nach der Einordnung der Begrifflichkeiten und der ersten kritischen Betrachtung, wird die Frage gestellt, anhand welcher Faktoren Prekarität messbar gemacht werden kann.

Erst nach der Einordnung der Begrifflichkeiten zum Thema Prekarität, der Erläuterung der Formen von atypischer Beschäftigung und dem messbar machen von prekären Indikatoren, wird auf die letztliche Frage der Hausarbeit „Sind atypische Beschäftigungen prekär?“ eingegangen und schlussendlich beantwortet. Abschließend wird ein Fazit aus den Erkenntnissen gezogen und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben, der sich an politischen und strukturellen Entwicklungen orientiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Standortbestimmung der Begriffe Prekäre Beschäftigung, Prekariat und Prekarisierung

III. Atypische Beschäftigungsverhältnisse sowie Folgewirkung und Probleme

a. Teilzeitbeschäftigung

b. Geringfügige Beschäftigung/ Mini- und Midi-Jobs

c. Befristete Beschäftigung

d. Leiharbeit

e. Soloselbstständigkeit

f. Werkvertragsbeschäftigung

IV. Sind atypische Beschäftigungen prekär?

V. Fazit/ Schluss

VI. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Thematik der Prekarität im Kontext atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland und analysiert, inwieweit diese Beschäftigungsformen tatsächlich als prekär einzustufen sind.

  • Begriffliche Standortbestimmung von Prekarität und Prekarisierung
  • Analyse verschiedener atypischer Beschäftigungsformen (u.a. Teilzeit, Leiharbeit, Soloselbstständigkeit)
  • Untersuchung von Ursachen, Problemen und Folgewirkungen dieser Beschäftigungsverhältnisse
  • Empirische Überprüfung der Prekaritätsrisiken anhand zentraler Indikatoren
  • Diskussion über das Normalarbeitsverhältnis im Wandel der Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

d. Leiharbeit

Leiharbeit besteht darin, dass ein Arbeitgeber bzw. Verleiher eine Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer einem Dritten zur Arbeitsleistung überlässt. Die Leistung des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin werden somit bei einem Dritten Unternehmen erbracht, wobei die Anstellung beim eigentlichen Unternehmen bestehen bleibt. Methodisch zahlt dabei das Dritte Unternehmen eine Vergütung an das Unternehmen des entliehenen Arbeitnehmers und erhält dadurch Weisungsbefugnis, sprich die Befugnis zur Festlegung von Art, Ort und Zeit der Arbeitsleistung. Leiharbeit als solche wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder in Form des Arbeitnehmerüberlassungsgesetztes und weiteren Regulierungsmöglichkeiten reformiert.

Dabei bestehen Konflikte zwischen den Interessen der Arbeitnehmer und der Interessen der Unternehmen. Thema waren insbesondere die Übernahme in eine langfristige Beschäftigung bzw. in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, die gerechte Bezahlung und die Frage nach fairen Arbeitsbedingungen. Der Staat ist die regulierende Einheit. Dieser steht zwischen den Interessen von Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zusätzlich besitzt der Staat eigene Motive, wie dem Interesse an einer niedrigen Arbeitslosenquote und der beschäftigungsbedingten Einzahlung die Sozialkassen. Über Jahrzehnte betrachtet ist die Leiharbeit eine Form der Beschäftigung, die sich stark vergrößert hat. Ende Dezember 2012 standen 822.000 Leiharbeitnehmer unter Vertrag. Dies ist eine 167 prozentige Erhöhung (308.543 Leiharbeiter) im Vergleich zu 2002.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Prekarität am Arbeitsmarkt ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob atypische Beschäftigungsformen als prekär zu klassifizieren sind.

II. Standortbestimmung der Begriffe Prekäre Beschäftigung, Prekariat und Prekarisierung: Das Kapitel bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Prekarität und erläutert die verschiedenen Perspektiven der Sozialforschung auf dieses Phänomen.

III. Atypische Beschäftigungsverhältnisse sowie Folgewirkung und Probleme: Hier werden verschiedene atypische Beschäftigungsformen detailliert beschrieben und hinsichtlich ihrer spezifischen Probleme und Auswirkungen auf die Beschäftigten analysiert.

IV. Sind atypische Beschäftigungen prekär?: Dieses Kapitel untersucht messbare Kriterien wie Einkommen und Beschäftigungsstabilität, um empirisch zu belegen, ob eine Verbindung zwischen atypischer Beschäftigung und Prekarität besteht.

V. Fazit/ Schluss: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass atypische Beschäftigungsformen verstärkte Risiken für prekäre Lebensverhältnisse bergen, ohne jedoch pauschal als prekär zu gelten.

VI. Literatur- und Quellenverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendete wissenschaftliche Literatur sowie Internetquellen auf, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Prekarität, Atypische Beschäftigung, Normalarbeitsverhältnis, Prekarisierung, Leiharbeit, Teilzeitbeschäftigung, Soloselbstständigkeit, Niedriglohnsektor, Arbeitsmarkt, Soziale Ungleichheit, Beschäftigungsstabilität, Einkommen, Sozialversicherung, Flexibilisierung, Werkvertragsbeschäftigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der Prekarität im deutschen Arbeitsmarkt und untersucht, inwieweit unterschiedliche atypische Beschäftigungsformen mit prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen einhergehen.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Zu den Schwerpunkten zählen die begriffliche Einordnung von Prekarität, die Definition des Normalarbeitsverhältnisses sowie die spezifischen Risiken verschiedener Beschäftigungsformen wie Minijobs, Befristungen und Leiharbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, die Frage zu beantworten, ob "atypische Beschäftigungen prekär sind", und dabei zu differenzieren, unter welchen Bedingungen dies zutrifft oder nicht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?

Es wird ein deskriptiver und empirischer Ansatz verfolgt, der theoretische Diskurse mit statistischen Daten und Indikatoren zur Messbarkeit von Prekarität kombiniert.

Was wird in den inhaltlichen Hauptkapiteln behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung, eine detaillierte Analyse spezifischer atypischer Beschäftigungsformen und eine empirische Evaluierung anhand von Kriterien wie Einkommen und sozialer Sicherung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Prekarität, atypische Beschäftigung, Normalarbeitsverhältnis, Beschäftigungsstabilität und soziale Sicherung.

Inwiefern beeinflussen Geschlechterrollen die Prekarität in der Teilzeitbeschäftigung?

Die Arbeit stellt eine Frauendominanz in der Teilzeit fest, die oft zu Rentenabschlägen und einer Abhängigkeit vom Versorgereinkommen des Partners führt, was die Prekaritätsgefahr erhöht.

Was unterscheidet Scheinselbstständige von regulären Selbstständigen laut Analyse?

Scheinselbstständige sind faktisch wie abhängige Beschäftigte in die Arbeitsorganisation des Auftraggebers eingegliedert und umgehen dadurch arbeitsschutzrechtliche sowie sozialversicherungsrechtliche Regelungen.

Welche Rolle spielt die Leiharbeit bei der Flexibilisierung von Unternehmen?

Leiharbeit wird primär genutzt, um auf Auftragsschwankungen zu reagieren und Personalkosten zu senken, was jedoch häufig zu Lohnunterschieden gegenüber der Stammbelegschaft führt.

Warum wird das Normalarbeitsverhältnis als idealer Referenzpunkt herangezogen?

Es dient als Vergleichsmaßstab, da es in der Regel Vollzeit, unbefristete Verträge, soziale Absicherung und existenzsichernde Löhne garantiert, auch wenn es selbst keinen absoluten Schutz gegen Prekarität bietet.

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Details

Title
Prekäre Arbeitsverhältnisse in Deutschland. Sind atypische Beschäftigungsformen prekär?
College
Technical University of Darmstadt
Grade
1,3
Author
Peter Schuch (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V383122
ISBN (eBook)
9783668587748
ISBN (Book)
9783668587755
Language
German
Tags
Prekarität prekäre Arbeitsverhältnisse Atypische Beschäftigung Mindestlohn Teilzeitarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Schuch (Author), 2017, Prekäre Arbeitsverhältnisse in Deutschland. Sind atypische Beschäftigungsformen prekär?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383122
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