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Theaterpädagogik als Unterstützung bei der Bewältigung von Alltags- und Lebensthemen für Schulkinder

Title: Theaterpädagogik als Unterstützung bei der Bewältigung von Alltags- und Lebensthemen für Schulkinder

Pre-University Paper , 2014 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ipek-Jorina Dogan (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Wir alle spielen Rollen in unserem Leben, die wir kennen. Vielleicht durchschauen wir sie nicht immer. Hinterfragen nicht unser Verhalten, weil es einfach gewöhnlich ist und von anderen nun auch so erwartet wird. Welche Rollen werden zum Beispiel von jugendlichen Flüchtlingen, von Jugendlichen und Kindern mit Migrationshintergrund, von Jugendlichen aus Brennpunkten, von Jugendlichen aus wohlgesitteten Familien, von Jugendlichen mit künstlerischen Begabungen in unserer Gesellschaft erwartet? Welche Rollen gilt es also zu spielen? Wo stehen wir wirklich auf der Bühne? Im Theater oder auf der Straße? Die Theaterpädagogik ist eine Möglichkeit Rollen zu hinterfragen. Sich in seinem Leben zu betrachten, neue Verhaltensmöglichkeiten zu erproben und aus festgefahrenen Rollen auszubrechen. Die Kunst ist, einen Ort zu schaffen, wo so etwas möglich ist.

Im Besonderen untersuche ich die Lebenssituationen von Schulkindern. Womit beschäftigen sie sich, welche Hürden müssen sie bewältigen, was wird von ihnen erwartet. Dabei ergibt sich ein komplexes Gefüge, indem sich Schulkinder heute bewegen (müssen). Angesichts der heutigen Anforderungen, die die Gesellschaft an Schulkinder stellt, suche ich nach Möglichkeiten, Hilfestellungen anzubieten, mit denen sie ihren Alltag besser bewältigen können.

Ich möchte durch die Methode der Theaterpädagogik eine Gegenbewegung zum System Schule und zur Ergebnisorientierung unserer Leistungsgesellschaft aufzeigen. Dass Handlungsfreiheit nicht zum befürchteten Disziplinproblem, sondern zu Handlungssicherheit führen kann. Im Theaterspielen geht es nicht um die egozentrische Konzentration auf das eigene Schaffen und sich allein. Beziehungen und die Freude am gemeinsamen Gestalten ist ein bedeutender Teil dieser Arbeit. Für sich und mit anderen kann zu künstlerischem Schaffen und Ausdruck gefunden werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theaterpädagogik

2.1 Was ist das?

3. Alltagsbewältigung

3.1 Themen, Interessen und Hürden von Schulkindern

3.2 Sich finden, sehen, verstehen

3.3 Keine Leistungsorientierung – Gegenbewegung Schule

3.4 Handlungsfreiheit – Handlungssicherheit

4. Spielleitung – Prozesse gestalten

4.1 Einzel- und Gruppenprozesse

4.2 Lernprozesse

4.3 Beziehungsprozesse

5. Rollenvielfalt – Rolle der Spielleitung

5.1 Wer bin ich? Welche Rolle spiele ich? – Alltagsrollen erkennen

5.2 Erproben – sich in verschiedenen Rollen erleben

5.3 Musterunterbrechung – Neue Handlungsmöglichkeiten entdecken und erleben

6. Praxis – Durchführung

6.1 BeiSpieleinheit – Spiele und Übungen

6.2 Rituale und Rollenidentifikationen

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Potenziale der Theaterpädagogik als Gegenbewegung zur leistungs- und ergebnisorientierten Schulkultur. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch szenisches Spiel Handlungsfreiheit, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit zur Reflexion von Alltagsrollen gefördert werden können, um Schulkindern bei der Bewältigung ihres komplexen Alltags zu unterstützen.

  • Lebenssituationen und Herausforderungen von Schulkindern in der heutigen Gesellschaft
  • Die Rolle der Spielleitung bei der Gestaltung von Einzel- und Gruppenprozessen
  • Theaterpädagogik als Raum für Rollenexperimente und Musterunterbrechungen
  • Praktische Methoden und Übungsbeispiele für den theaterpädagogischen Einsatz
  • Förderung sozialer Kompetenzen und emotionaler Ausdrucksmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.4 Handlungsfreiheit – Handlungssicherheit

In unserem Alltag spielt Kontrolle eine beständige Rolle. Impulsivität dagegen sorgt eher für Verwunderung und Unverständnis und ist einigen Menschen mehr fremd, als angenehm. Dabei wirkt Kontrolle hemmend auf Impulse und spontane Einfälle, die wir haben, aber nicht zulassen. Kontrolle zu verlieren wird mit einem negativen Verlust der Selbstbeherrschung verbunden. Als hätte man keine Entscheidungsgewalt mehr über das eigene Handeln. Was aber passieren kann, wenn losgelassen und sich selber vertraut wird, ist ausgelöstes Erstaunen, Leichtigkeit und Phantasie. Meinem Empfinden nach, klingt das nach Kunst. Warum handeln wir also nicht immer aus dem Bauch heraus?

Handlungsfreiheit bedeutet, impulsiv zu handeln. Das gewöhnliche Gegenteil davon ist das Reagieren. Auf Reize werden abgewartet, bis oder damit reagiert werden kann. Dies lässt sich mit einer ausharrenden Haltung vergleichen. Solange ich keinen Input von außen bekomme, kann ich auch nichts entgegnen oder erwidern. Nun ist es also eine Herausforderung, sich nicht nur an äußerliche Gegebenheiten zu binden, sondern einfach aus sich heraus zu handeln. Indess steht einem zumeist das große und zögernde Gedankengerüst des Kopfes im Weg. Das lange abwägen und überprüfen, damit man bloß nichts falsch macht. Diese Fehlerorientierung scheint mir fest in unserer Gesellschaft verankert, sodass es sich nur langsam davon zu lösen gelingt.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Theaterpädagogik: Definition der Theaterpädagogik als eigenständige Kunstform, die Pädagogik und Theater vereint, um Menschen bei der Eröffnung neuer Gestaltungsräume zu begleiten.

3. Alltagsbewältigung: Analyse der veränderten Lebensbedingungen von Kindern, die durch Leistungsdruck und Verinselung des Alltags gekennzeichnet sind, und wie Theaterpädagogik hier als Gegenpol fungieren kann.

4. Spielleitung – Prozesse gestalten: Beleuchtung der anspruchsvollen Rolle der Spielleitung, die den Fokus auf soziale und individuelle Lernprozesse statt auf reine Ergebnisorientierung legt.

5. Rollenvielfalt – Rolle der Spielleitung: Darstellung, wie das Spiel in verschiedenen Rollen Kindern hilft, eigene Muster zu unterbrechen und neue Handlungsmöglichkeiten sicher zu erproben.

6. Praxis – Durchführung: Konkrete spielpädagogische Modellanwendung und praktische Übungsbeispiele zur Gestaltung einer theaterpädagogischen Einheit.

Schlüsselwörter

Theaterpädagogik, Schulkind, Alltagsbewältigung, Spielleitung, Rollenvielfalt, Handlungsfreiheit, Handlungssicherheit, Szenisches Spiel, Lernprozess, Selbstwirksamkeit, Lebenswelt, Leistungsgesellschaft, Persönlichkeitsentwicklung, Improvisation, Reflexion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung theaterpädagogischer Methoden als Mittel zur Alltagsbewältigung für Schulkinder und als Alternative zum bestehenden schulischen Leistungsdruck.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Arbeit im szenischen Spiel, der Bedeutung von Rollenexperimenten für die Identitätsbildung und der Gestaltung von Gruppenprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie theaterpädagogische Settings Kindern ermöglichen, aus festgefahrenen Rollen auszubrechen und mehr Sicherheit im eigenen Handeln zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Reflexion auf Basis von Fachliteratur und der Auswertung eigener Erfahrungen aus einem theaterpädagogischen Projekt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Lebensrealität heutiger Schulkinder, die Bedeutung von Theaterpädagogik für die soziale Interaktion und bietet einen praxisnahen Leitfaden für Spielleitungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Theaterpädagogik, Rollenvielfalt, Handlungsfreiheit, Selbstwirksamkeit und Lernprozesse.

Welche Rolle spielt die Spielleitung in dem beschriebenen Konzept?

Die Spielleitung agiert nicht als reine Regieführung, sondern als einfühlsame Begleiterin, die einen sicheren Rahmen für freie Entfaltung und soziale Begegnung schafft.

Wie trägt das Figurentheater zur Rollenfindung bei?

Es bietet besonders schüchternen Kindern einen Schutzraum, in dem sie durch das Spiel mit Puppen leichter Hemmungen abbauen und ein unbefangeneres Handeln erproben können.

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Details

Title
Theaterpädagogik als Unterstützung bei der Bewältigung von Alltags- und Lebensthemen für Schulkinder
College
Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Stuttgart
Grade
1,0
Author
Ipek-Jorina Dogan (Author)
Publication Year
2014
Pages
23
Catalog Number
V383126
ISBN (eBook)
9783668586147
ISBN (Book)
9783668586154
Language
German
Tags
theaterpädagogik unterstützung bewältigung alltags- lebensthemen schulkinder grundschule rollenspiel spielleitung gesellschaftsanforderungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ipek-Jorina Dogan (Author), 2014, Theaterpädagogik als Unterstützung bei der Bewältigung von Alltags- und Lebensthemen für Schulkinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383126
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