Identitätsauflösung und Identitätserhaltung in Marlen Haushofers "Die Wand"


Seminararbeit, 2011
22 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Identitätsbegriff nach Erving Goffman

3. Inhaltsangabe zum Roman „Die Wand“

4. Identitätserhaltung – Identitätsauflösung
4.1 Identitätserhaltung
4.1.1 Die Fürsorge für die Tiere
4.1.2 Die Organisation des Alltags
4.1.3 Schreiben als Maßnahme gegen den Wahnsinn
4.1.4 Zwischenergebnis zur Analyse der Selbsterhaltung
4.2 Identitätsauflösung
4.2.1 Die physische Metamorphose und Selbstwahrnehmung
4.2.2 Die psychische Metamorphose
4.2.3 Zwischenergebnis der Analyse der Identitätsauflösung

5. Schlussbetrachtung: Die Wand – Exil oder Asyl?

6. Literaturverzeichnis
6.1 Primärliteratur
6.2 Literatur zum Thema „Identität“
6.3 Sekundärliteratur zu Marlen Haushofers Roman „Die Wand“

1. Einleitung

„«Die Wand» ist der Bericht vom Ende der Welt und zugleich die Geschichte vom Beginn einer großen Liebe, einer Rückkehr und Verwandlung zu den Ursprüngen des Daseins – wo Mensch und Tier, Pflanze und Stein noch nicht durch die tödliche Gewalt einer entfesselten Vernunft geschieden waren.“[1]

Im Zentrum des von Marlen Haushofer verfassten Romans „Die Wand“ stehen aber nicht nur eine tödliche Katastrophe, sondern vor allem die Möglichkeiten, die sich durch eben dieses Unglück für die Ich-Erzählerin ergeben: Abgeschieden von der sie bedrängenden, plagenden Welt biete sich die Chance, ganz von vorn anzufangen und alle bisherigen Entscheidungen und Prioritäten zu überdenken.

Dieser Wandlungsprozess soll im Mittelpunkt der vorliegenden Hausarbeit stehen. Es soll mit Rückgriff auf die Identitätstheorie von Erving Goffman untersucht werden, inwiefern sich ihre Identität durch die Isolation und Einsamkeit in der Natur verändert, was sie unternimmt, um ihre bisherige Identität abseits von jeglicher Interaktion zu erhalten bzw. ob sie die Isolation nicht auch als Möglichkeit sieht, um sich von eben dieser zu lösen. Mithilfe der Analyseergebnisse soll abschließend bewertet werden, ob sie durch die Wand in ein Exil verbannt worden ist, in dem sie erneut mit der ihr bekannten Einsamkeit und Isolation gequält wird, oder ob durch das Untergangsszenario ein Asyl gewährt wird, das ihr Zuflucht bietet vor den sie einschränkenden und determinierenden Rollen der Gesellschaft.

Da es sich bei dem zu analysierenden Roman um ein sehr umfangreiches Werk mit einem weitreichenden Themenkomplex handelt, werde ich mich einzig auf die von mir gewählte Fragestellung konzentrieren und weiterführende Thematiken rund um den Roman lediglich peripher behandeln.

2. Der Identitätsbegriff nach Erving Goffman

Der dieser Untersuchung zugrunde liegende Identitätsbegriff geht auf den Soziologen Erving Goffman zurück, einen Anhänger des Interaktionismus,[2] der sich damit beschäftigt, wie eine gelungene Identität in alltäglichen Situationen aufgebaut und behaupten werden kann. Dabei unterscheidet er insgesamt drei Identitäten: die soziale, die personale und die Ich-Identität.

Die soziale Identität wird verstanden als „die Zugehörigkeit des Menschen zu übergeordneten Einheiten, gesellschaftlichen Gruppen und sozialen Rollen (z.B. Geschlecht, Nationalität, Beruf) und die damit verbundenen Eigenschaften.“[3] Wichtig ist, dass eben diese benannten Eigenschaften im jeweiligen sozialen Kontext durch die mit dem Individuum interagierende Gruppe bewertet und so sowohl positive als auch negative Abweichungen von der sozial empfundenen Norm formuliert werden. Somit verfügt die Interaktionsgruppe über eine gewisse Macht, mit der sich das Individuum auseinandersetzen muss, um in die Gesellschaft integriert zu werden. Im Gegensatz dazu bezeichnet die personale Identität „die Unverwechselbarkeit jeder Einzelperson […], die sich an ihrer körperlichen Erscheinung, an ihrem Namen, an der besonderen Kombination und Ausprägung von Merkmalen […] und vor allem an ihrer Biographie festmachen lässt.“[4] Auch im Bezug auf die personale Identität muss ein Individuum bestimmten Erwartungen genügen, um für andere berechenbar und identifizierbar zu bleiben. All diese Anforderungen und Erwartungen vereinigen sich in der Ich-Identität, die zum einen als Teil der sozialen Identität „ eine[r] Vielzahl von Ichs [entsprechen muss], zwischen denen der Mensch zu wechseln hat,“ [5] zum anderen „[d]er Einheit und Einmaligkeit der personalen Identität entspricht […], die diese Pluralität auf sich vereinigt.“[6]

Der zentrale individuelle Konflikt bei der Identitätsausbildung besteht darin, die Balance zu finden zwischen Individuation, dem Verlangen sich zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit zu entwickeln, und der Integration, „dem Versuch, normierten Erwartungen anderer zu entsprechen.“[7] Gelingt es, das Spannungsverhältnis und die Pluralität der an das Individuum gerichteten Erwartungen beider Identitäten auszubalancieren, kann eine Ich-Identität erfolgreich ausgebildet werden. Das Individuum hat somit die Kompetenz erworben, sich selbst als eine Einheit zu betrachten, bestehend aus eigenem Wahrnehmen, Wünschen und Bedürfnissen bzw. aus der gesellschaftlichen Wahrnehmung und den daraus resultierenden Anforderungen und zu genügenden Erwartungen. Auf diese Weise kann sich ein Mensch, unabhängig von einem bestimmten gesellschaftlichen Kontext, Kontinuität im Leben und Selbsterleben schaffen. Im Umkehrschluss heißt dies aber, dass infolge eines Scheiterns ein Identitätsverlust droht, der, je nachdem welche der beiden Identitäten nicht behauptet werden konnte, gleichzusetzen ist mit einer Entindividualisierung bzw. einem Ausschluss aus der Gesellschaft.

3. Inhaltsangabe zum Roman „Die Wand“

Die Ausgangssituation des Romans bildet eine unbekannte Katastrophe, infolge derer eine namenlosen Ich-Erzählerin von einer unüberwindbaren, durchsichtigen Wand in einem Gebirgsareal eingeschlossen wird. Obwohl nicht genau geklärt wird, um was für eine Katastrophe es sich konkret handelt, sind doch die Auswirkungen verheerend: einzig die Ich-Erzählerin überlebt dieses Unglücks, während alle sie umgebenen Menschen versteinert den Tod finden. In Form eines Berichts schildert die Ich-Erzählerin im Verlauf des weiteren Geschehens, wie sie versucht, mit dem physischen und psychischen Getrenntsein von der Welt ihr Überleben zu sichern. Weggefährten sind dabei einige Tiere, die der Ich-Erzählerin neben der harten, körperlichen Arbeit zur Selbstversorgung dabei helfen, sich mit ihrem neuen Lebensumfeld zu arrangieren. Durch die Isolation und Einsamkeit konfrontiert mit der Unzulänglichkeit ihres bisherigen Lebens beginnt die Ich-Erzählerin mit einer tiefgründigen Reflektion über sich selbst und gelangt infolgedessen im Einklang mit der Natur und ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen zu einer neuen Identität.

4. Identitätserhaltung – Identitätsauflösung

Im nun folgenden Hauptteil der Hausarbeit soll die Identität der Ich-Erzählerin im Fokus der Betrachtungen stehen. Es soll untersucht werden, inwiefern sich ihre Identität infolge des Getrenntseins von der Welt im Vergleich zu ihrem bisherigen Ich auflöst bzw. welche Maßnahmen die Ich-Erzählerin trifft, um ihre Identität zu erhalten. Dementsprechend werden verschiedene Bereiche ihres Lebens hinter der Wand analysiert und bewertet und anschließend zum Identitätsbegriff Goffmans in Beziehung gesetzt.

4.1 Identitätserhaltung

Identitätserhaltung bedeutet, dass ein Individuum im Konflikt zwischen Individuation und Integration erfolgreich eine Ich-Identität aufbauen und behaupten kann, ohne dabei die Balance zwischen beiden Identitäten zu beschneiden. Problematisch ist in diesem Zusammenhang die Pluralität von sozialen Kontexten und sich stets verändernden Anforderungen. Im Folgenden soll untersucht werden, welche Maßnahmen die Erzählerin in der Isolation ergreift, um trotz Fehlens einer sozialen Interaktion ihre eigene Identität zu erhalten. Zu fragen bleibt aber, ob es sich bei den zu untersuchenden Maßnahmen der Identitätserhaltung wirklich um solche handelt, die mit den bekannten Rollenmustern als Teil ihrer ehemaligen sozialen Identität zu vergleichen sind oder ggf. Maßnahmen darstellen, die auf die Erhaltung ihrer bereits erneuerten Identität abzielen.

4.1.1 Die Fürsorge für die Tiere

Die wichtigste Bezugsperson der Ich-Erzählerin im Leben nach der Katastrophe ist der Hund Luchs, der ihr in einer ihr unerklärlichen Situation beisteht, ihr die Angst nimmt und Zuversicht für die Zukunft gibt. Nachdem sich die Erzählerin aber vom ersten Schock erholt und mit ihrer neuen Lebenssituation abgefunden hat, ist Luchs für sie nicht nur ein Hund, vielmehr ersetzt er den fehlenden Interaktionspartner und ihre Familie. Neben Luchs komplettieren eine Milchkuh sowie eine Katze das familiäre Gefüge. Durch diese „Restitution des familiären Dreiecks […] durch Hund, [Katze] und Kuh und durch ein [gemeinsames] Leben in Verbundenheit und Einfügung“[8] findet die Erzählerin ihre persönliche Ausgeglichenheit wieder nach dem verheerenden, über sie hereingebrochenen Unglück. Die Fürsorge und Aufopferungsbereitschaft für die Tiere tritt an die Stelle ihrer ehemaligen mütterlichen Rolle und die „Liebe erscheint [in diesem Zusammenhang] als Vernunft des Lebens, als praktische Notwendigkeit.“[9] Zwar ist die Liebe das herrschende Prinzip ihres neuen Lebens und sie verleiht ihr Ausdruck, indem sie nicht nur ihre knappen Lebensvorräte mit ihren Tieren und denen aus dem Wald teilt, doch betrachtet sie Liebe nicht vorbehaltslos als vernünftige Regung. Sie beschreibt Liebe als ein auch quälendes Gefühl, denn „etwas [sei ihr] eingepflanzt, das es [ihr] unmöglich macht, Anvertrautes im Stich zu lassen“ (S. 200). Diese Schattenseiten in Form von quälenden Sorgen, die eine tiefe Zuneigung zu einem jeden Geschöpf mitbringt, hat sie bereits in ihrem ehemaligen Leben bei der Erziehung ihrer Kinder kennengelernt (vgl. S. 83) und diese ergreifen erneut von ihr Besitz im Zusammenleben mit den Tieren.

„Ich habe immer derartige Ängste gelitten, solange ich mich zurückerinnere, und ich werde darunter leiden, solange irgendein Geschöpf lebt, das mir anvertraut ist. Manchmal, schon lange ehe es die Wand gab, habe ich mir gewünscht, tot zu sein, um meine Bürde endlich abwerfen zu können. […] Es war eben der Preis, den man für die Fähigkeit bezahlte, lieben zu können.“ (S. 71)

Es wird deutlich, dass hier vor allem „Hingabe [thematisiert wird], die einer Auslieferung gleichkommt und die Enttäuschung immer impliziert.“[10] Teil dieser Hingabe ist die tägliche Arbeit für das eigene Überleben und das der Tiere, das innerhalb des Romans oftmals als „endloses Plagen, Schaffen, Mühen [beschrieben wird und] die Protagonistin oft am Rande der Ohnmacht, abgemagert, krank, zerschunden und immer im Bewußtsein des eigenen Unvermögens zeig[t].“[11] Obwohl sich also die Lebenssituation an sich sowie das Objekt ihrer Fürsorge verändert hat, so behält die Erzählerin doch „das Idealbild eines mütterlichen, sich opfernden, liebenden […] Ichs“[12] und somit ihr ehemalige soziale Identität als Mutter und Versorgerin bei. Auch die damit verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen „planmäßige[r] Haushaltsführung und der Bedürfnisbefriedigung anderer“ [13] setzt sie fort, sodass sich ihr neues Lebensumfeld verwandelt „zu einem „bürgerlich-familiären Intimraum“ hinter einer schützenden (Haus-)Wand, [in dem sie] […] die Familienstruktur [wiederherstellt], indem sie die Tiere zu Substituenten von Mann und Kind werden lässt.“[14]

4.1.2 Die Organisation des Alltags

Nach dem ersten Schock beginnt die Erzählerin zunächst, die Isolationsgrenze der Wand abzustecken, um sich zum einen selbst zu beruhigen und zum anderen um „ einen Hauch von Ordnung in die große, schreckliche Unordnung“ (S. 29) zu bringen, um die ihr bekannte gesellschaftliche Ordnung zumindest ansatzweise zu reproduzieren. Katastrophaler noch als diese Unordnung wirkt in diesem Zusammenhang aber die irrationale Normalität, mit der Haushofer die Umgebung der Protagonistin in dieser Ausnahmesituation schildert, denn „[a]lles um sie ist, wie es immer war: die Sonne geht auf, es regnet, die Wiesen blühen, das Leben der Tiere im Wald geht weiter, die Natur nimmt ihren Lauf.“[15] Im Bewusstsein, keine andere Überlebenschance zu haben und nun auf sich selbst angewiesen zu sein, stellt sie sich tapfer der Herausforderung und versucht, alles, was zur „Selbsterhaltung eines menschlichen Individuums unabdingbar erschein[t] mit einer Haltung zu verbinden, die als Solidarität mit der Natur, insbesondere als kreatürliche Union mit den „höheren“ Tierarten (Hund, Katze, Kuh) verstanden werden kann.“[16]

Die Normalität des Alltags dient aber nicht nur dazu, sie vor dem Wahnsinn oder der Resignation zu schützen, im Laufe des Romans erfährt der Leser vielmehr, dass die Arbeit auch ein Weg ist, ihren Selbstmordgedanken aus dem Weg zu gehen. Zeitweise macht die Einsamkeit ihr so zu schaffen, dass sie sich ihr Ende herbeiwünscht, doch in solchen Momenten denkt sie immer auch daran, was ihr Tod für die Tiere bedeuten würde.

„Es gibt keinen Ausweg, denn solange es im Wald ein Geschöpf gibt, das ich lieben könnte, werde ich es nicht tun; und wenn es einmal wirklich nichts mehr gibt, werde ich aufhören zu leben. […] Lieben und für ein anderes Wesen zu sorgen, ist ein sehr mühsames Geschäft.“ (S. 161 f.).

Einen Teil der bewahrten Normalität stellen die Uhren dar, die jedoch nach einiger Zeit kaputt gehen. Das Verschwinden der Uhrzeit scheint ihr allerdings nichts auszumachen und so ersetzt sie die bekannte Zeit durch die Krähenzeit oder orientiert sich an natürlichen Komponenten wie Sonne, Mond und Jahreszeit. Dieses neue Ordnungsprinzip „macht den Weg frei für eine neue Orientierung, die sich nach direkter eigener Wahrnehmung richtet.“[17] So hält sie zwar den Lebensrhythmus bei, der ihr bisheriges Leben auszeichnete, doch die Abkehr von „mathematisch exakten Unterteilung“[18] kann auch als ein Indiz für den Aufbau einer neuen Identität verstanden werden. All die Hektik des Stadtlebens, das Getriebensein von Terminen und die ihr Leben bestimmenden gesellschaftlichen Verpflichtungen scheinen nun mit Blick auf ihr neues Leben lächerlich überflüssig. Besonders aber das Bedauern und die Erkenntnis, bisher ein unzulängliches Leben in Unglücklichkeit und Traurigkeit geführt zu haben, kennzeichnen die sich vollziehende Reflektion und einen ersten Schritt zu einem neuen Denken.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sie zwar die Ordnungsprinzipien der früheren, nun ausgestorbenen Gesellschaft übernimmt, um ihren Alltag zu strukturieren und so einen Teil ihrer alten Identität zu erhalten, andererseits reflektiert sie auch diese Ordnungsprinzipien und verändert sie infolgedessen nach ihren eigenen Bedürfnissen. Des Weiteren „übernimmt sie nun die Verantwortung [und] begibt sich aus ihrer früheren Opferhaltung heraus,“[19] denn sie begreift, einzig sich selbst für ihr Versagen zur Verantwortung ziehen zu können (vgl. S. 99). „Indem sie sich als selbsttätiges Subjekt begreift und nicht nur als passives Opfer, kann sie handlungs- und veränderungsfähig werden“[20] und setzt somit den Grundstein für eine tiefgründige, weitreichende Veränderung.

4.1.3 Schreiben als Maßnahme gegen den Wahnsinn

Bereits zu Beginn des Romans erklärt die Ich-Erzählerin den Anlass ihres Schreibens, denn sie sei nicht aus Freude zum Schreiben gekommen, vielmehr hat „es sich eben so für [sie] ergeben, daß [sie] schreiben muß, wenn [sie] nicht den Verstand verlieren will“ (S. 7). Erst im Verlauf des weiteren Geschehens erfährt der Leser, wie es wirklich um die Erzählerin steht, denn zum Zeitpunkt des Schreibens verharrt sie allein mit der Katze und der Kuh in ihrer Waldhütte, Luchs ist nach dem Zusammentreffen mit einem weiteren Überlebenden der Katastrophe von eben diesem getötet worden. Es ist also nicht die Einsamkeit an sich, die ihr Anlass zum Schreiben gibt, sondern erst nach dem Verlust ihres engsten Vertrauten, „das heißt, nach Durchlaufen der Bindungserfahrung und des Trennungserlebnisses entsteht bezeichnenderweise im Ich der Entschluß zum Schreiben als Impuls der Selbstfindung und Selbstsicherung.“[21] Das Schreiben dient zum einen dem Zeitvertreib, zum anderen ist es aber auch ein Medium der Selbstreflexion und ersetzt den fehlenden Gesprächspartner nach dem Tod von Luchs. Somit bildet dieser Bericht in Form eines Monologs „die einzig noch mögliche Kommunikationssituation.“[22] Zwar beinhalten die Aufzeichnungen größtenteils minutiöse Aufzählungen von Arbeitsprozessen und Tagesabläufen, doch sind sie auch durchdrungen von tiefgründigen Reflektionssequenzen, dem Besinnen auf eigene Bedürfnisse und der daraus resultierenden Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Erzählerin blickt auf ein Leben zurück, in dem sie nie glücklich war und sich „eingesperrt [fühlte] in steinernen Häusern hinter Rollläden und Vorhängen“ (S. 191). Auf diesem Hintergrund ist Schreiben vordergründig das „Produkt [eines] Reifungsprozesses“[23] und stellt gleichzeitig den Versuch dar, „aus der totalisierten Einsamkeit und drohenden Ich-Auflösung herauszukommen.“[24]

Im Allgemeinen kann man das Mitteilungsbedürfnis der Erzählerin zwar als Möglichkeit der Erhaltung der eigenen Identität verstehen, doch viel bedeutender scheint in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Erzählerin ihre Aufzeichnungen auf der Rückseite von alten Geschäftspapieren, Briefpapieren und Kalenderblätter anfertigt und somit durch ihre Schrift „ehemals geltende Bestimmungen sowohl des kapitalistischen Wirtschaftssystems wie auch der Systematisierung von Zeit [überschreibt] und […] die Schrift mit diesem Palimpsest neuen Bedeutungshorizonten [öffnet].“[25] Somit stellt das Aufschreiben der Gedankengänge und Tagesabläufe nicht nur einen Bericht dar, sondern auch den Zustand des Übergangs zu einem neuen Ich, einem Ich das über sich Selbst und seine Umwelt reflektiert.

4.1.4 Zwischenergebnis zur Analyse der Selbsterhaltung

Die vorangegangene Analyse zur Selbsterhaltung verdeutlicht, dass die Persönlichkeitsentwicklung der Erzählerin differenziert betrachtet werden muss, denn zum einen erhält sie die ihr bekannte mütterliche Rolle als „liebende, [sich] aufopfernde Mutter […], die unter mühevollen Überlebensbedingungen, immer am Rand der Erschöpfung, ganz in dem fürsorglichen Umgang mit den Tieren als Familienersatz aufgeht,“[26] als Teil ihrer ehemaligen sozialen Identität. Zum anderen führt sie zwar „ein Leben mit strengen Ordnungen und durch die Naturgesetze diktierten Bedingungen, doch es bringt auch […] Befreiung von dem, was im früheren Leben […] häufig so bedrückend und niederschmetternd war.“[27]

4.2 Identitätsauflösung

Wie unter Punkt 2 erläutert, definiert Goffman eine Identitätsauflösung als das Ergebnis eines gescheiterten individuellen Konflikts zwischen Individuation und Integration. Im Folgenden soll untersucht werden, wie sich die Protagonistin im Konflikt zwischen beiden Identitäten in Form einer Reflektion mit den früher an sie gerichteten Rollenerwartungen auseinandersetzt und welche Konsequenzen sie daraus zieht. Zu diesem Zweck soll ein Vergleich zwischen physischen und psychischen Eigenschaften der Erzählerin angestellt werden, um die sich vollziehende tiefgründige Veränderung herausarbeiten zu können.

4.2.1 Die physische Metamorphose und Selbstwahrnehmung

Unbestritten ist das, was die persönliche Identität eines jeden Menschen ausmacht, die Einzigartige seiner körperlichen Erscheinung und insbesondere die des Gesichts. Das Bewusstsein dieser Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit büßt die Erzählerin nach einiger Zeit der Gewöhnung an ihre neue Situation immer mehr ein und an die Stelle des ehemaligen Ichs tritt nun die Gewissheit, dass nichts mehr so ist wie vor der Katastrophe. Besonders deutlich wird dies, wenn die Ich-Erzählerin vor dem Spiegel stehend ihre jetzige Erscheinung verwundert betrachtet und mit ihrer früheren vergleicht. Sie stellt fest, dass all die körperlichen Merkmale, die sie einst unverwechselbar machten, nun verloren sind.

„Die Fraulichkeit der Vierzigerjahre war von mir abgefallen, mit den Locken, dem kleinen Doppelkinn und den gerundeten Hüften.“ (S. 82)

Doch die Veränderung ist noch viel existenzieller, denn sie kann sich nicht nur nicht mehr mit ihrem früheren äußeren Erscheinungsbild identifizieren, vielmehr kommt ihr „das Bewußtsein abhanden, eine Frau zu sein“ (S. 82). Der Verlust ihrer Weiblichkeit scheint jedoch nicht bedauernswert, sondern ist für sie wegen des Ausmaßes und der Fülle an neuen an sie gerichteten Anforderungen im Naturleben nur eine logische Konsequenz daraus, dass ihre „Weiblichkeit auf ein Mindestmaß eingeschränkt“ (S. 82) werden musste. An die Stelle des früheren Körperbewusstseins tritt nun die Gewissheit, sich an die natürliche Umgebung anpassen zu müssen, um das eigene Überleben und das der Tiere gewährleisten zu können.

Im weiteren Verlauf bezeichnet sich die Erzählerin selbst abwechselnd je nach Situation und Aufgabenfeld als „ein Kind,“ als einen „junge[n] Mann“ oder als ein „sehr altes, geschlechtsloses Wesen“ (S. 82). Mit dieser äußeren Veränderung vollzieht sich zugleich auch eine Veränderung der Selbstwahrnehmung, denn dadurch dass ihr jede Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Individuen verwehrt bleibt, verliert sie auch mehr und mehr das Bewusstsein dafür, ein Mensch zu sein.

„Ich bin nicht häßlich, aber auch nicht reizvoll, einem Baum ähnlicher als einem Menschen, einem zähen braunen Stämmchen, das seine ganze Kraft braucht, um zu überleben.“ (S. 82)

Das neue Körperbewusstsein radikalisiert sich mit der Zeit, denn bei erneuter Betrachtung im Spiegel, den sie seit der Katastrophe zu vermeiden sucht, wird sie konfrontiert mit der Fremdartigkeit ihres Gesichts.

„Es sah ganz fremd aus […] und ich fand dieses fremde Gesicht von einem heimlichen Mangel gezeichnet.“ (S. 231)

Die Radikalität dieser Veränderung besteht insbesondere darin, dass sie infolge dieser Fremdartigkeit beschließt, ihr Gesicht nicht mehr als ihr einiges anzuerkennen und sich nicht weiter mit ihm zu identifizieren.

„Da kein Mensch mehr lebte, der dieses Gesicht hätte lieben können, schien es mir ganz überflüssig. Es war nackt und armselig, und ich schämte mich seiner und wollte nichts mit ihm zu tun haben. […] Ich konnte mein Gesicht ruhig ablegen, es wurde nicht mehr gebraucht.“ (S. 231)

Die gewichtige Verantwortung, die auf den Schultern der Erzählerin lastet, und die Erkenntnis ihrer lebensnotwendigen Rolle im Überlebenskampf, treten an die Stelle der nun überflüssigen Sorgen ihres bisheriges Lebens um Aussehen und Oberflächlichkeiten. Um den Gesichtsverlust und das „quälendes Gefühl, etwas Wichtiges verloren zu haben“ (S. 231), zu kompensieren, hält sie sich stets ihre Lebenssituation vor Augen oder arbeitet bis zur körperlichen Erschöpfung.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die physische Metamorphose einerseits auf die neuen Aufgabenfelder in der Umgebung der Natur zurückzuführen ist, andererseits ist vor allem der Verlust der Weiblichkeit dem Fehlen eines Interaktionspartners geschuldet. Die durch den Verlust erzeugte Leere füllt aber ein neues Körper- und Selbstbewusstsein, das sie infolge der Überwindung von Geschlechtergrenzen im Bezug auf die von der Gesellschaft vorgegebenen Rollenvorstellungen erlangt. Trotz eingeschränkter körperlicher und handwerklicher Fähigkeiten gewinnt sie zusehends Vertrauen in sich selbst und geht gestärkt aus ihrer Reflektion hervor. „[Bedeutete] Frausein für sie – bezogen auf die Vergangenheit – ihren Körper und ihre Verhaltensweisen dem Druck der gesellschaftlichen Normen und Verpflichtungen anzupassen und sich nicht frei entfalten zu können,“[28] so schafft ihre neue Identität Freiräume für Selbstbewusstsein, Selbsterleben und Selbstentfaltung abseits von gesellschaftlichen Normenvorstellungen.

4.2.2 Die psychische Metamorphose

Eng verbunden mit der beschriebenen physischen ist die psychische Metamorphose. Innerhalb des Romangeschehens zeichnet Marlen Haushofer zum einen durch die minutiöse Berichterstattung, zum anderen durch die drastischen und schonungslos klaren Worte das Psychogramm einer tiefunglücklichen Frau. Zu Beginn vollzieht sich die Metamorphose aufgrund der prekären Situation rasant, da die Protagonistin konfrontiert mit ihrer neuen Lebenssituation klare Gedanken fassen muss, um „die dumpfe Benommenheit aus [ihrem] Kopf [zu] vertreiben“ (S. 21) und ihr Überleben zu sichern. Die Strukturierung des neuen Alltaglebens bringt zugleich aber auch die Notwendigkeit hervor, sich mit bisherigen Lebensgewohnheiten auseinanderzusetzen, da ihr im Umfeld des Waldes schnell klar wird, dass diese an Geltung und Berechtigung verloren haben.

„Das Waldgefängnis, in dem die Ich-Erzählerin sich befindet, verlangt nicht nur eine vollständige Revision aller bisherigen Lebensgewohnheiten, es führt auch zu einer allmählich, aber mit Konsequenz und Radikalität sich vollziehenden Veränderung im Denken und Erleben der Frau.“[29]

Zwar sind die ihr bisheriges Leben regierenden Ängste, die „Angst vor Alleinsein, Trennung und Liebesverlust“[30] auch weiter Teil ihres Lebens, doch ergibt sich mit dem allmählichen Wandel auch eine veränderte Priorität der ihr wichtigen Dinge.

„Wenn ich jetzt an die Frau denke, die ich einmal war, ehe die Wand in mein Leben trat, erkenne ich mich nicht in ihr. [Sie] […] ist mir fremd geworden.“ (S. 44)

Und so beginnt sie, sich von ihrer „Vergangenheit zu lösen und in eine neue Ordnung hineinzuwachsen“ (S. 250). Indiz dafür ist wiederum die gleichzeitig sich vollziehende Veränderung im äußeren Erscheinungsbild, das eine andere Frau zeigt als zuvor.

„Wenn ich heute an die Frau denke, die ich einmal war, die Frau mit dem kleinen Doppelkinn, die sich sehr bemühte, jünger auszusehen, als sie war, empfinde ich wenig Sympathie für sie.“ (S. 82)

Das Ablegen der alten Identität begleitet aber auch die Erkenntnis, nie die Möglichkeit gehabt zu haben, ein Leben nach eigenen Vorstellungen und Wünschen zu führen, da sie mit der Geburt ihrer Kinder „eine schwere Last auf sich [genommen hat] […] und von da an […] immer eingezwängt [war] in eine beklemmende Fülle von Pflichten und Sorgen“ (S.82f.). Sie gesteht sich ein, überfordert gewesen zu sein mit all den an sie herangetragenen Aufgaben und Pflichten und sich selbst dabei vollkommen vernachlässigt zu haben. Das einzig Positive, das sie ihrem Leben abgewinnen kann, ist, dass sie „immer ein dumpfes Unbehagen [spürte] und wußte, daß dies alles viel zu wenig war“ (82f.). Bezeichnend für den sich vollziehenden Wandel ist an dieser Stelle, dass sie ihr Bekenntnis vor sich selbst sowohl in der 1. Person als auch in der 3. Person formuliert, sich also rein formal bereits von ihrer alten Identität löst. Gerade diese Vermischung der Personalformen zeigt, dass sie sich „in einem Zwischenraum befindet, wo sie die alten, festen Bilder von Weiblichkeit abzuschütteln sucht.“[31] Doch sie gibt nicht sich allein die Schuld an ihrem unglücklichen Leben, sondern auch der Gesellschaft an sich, die sie in die sie erdrückenden Rollenmustern hineingezwängt habe. Bemerkbar ist das insbesondere daran, dass sie sich zum Schutz vor einem möglichen Angreifer ihrer neuen Lebenswelt bewaffnet, obwohl sie sich bewusst ist, nach der Katastrophe die einzige Überlebende zu sein.

„Ich wußte, daß alle Maßnahmen gegen Menschen gerichtet waren, und sie erschienen mir lächerlich. Aber da bisher jede Gefahr von Menschen gedroht hatte, konnte ich mich nicht so schnell umstellen. Der einzige Feind, den ich in meinem bisherigen Leben gekannt hatte, war der Mensch gewesen.“ (S. 23)

Es scheint, als verstünde sie die Katastrophe nicht nur als Unglück, das sie trennt von ihrem bisherigen Leben und der übrigen Menschheit, sondern auch als Chance, sich selbst nach all den Jahren der Zurückhaltung und des Frusts nun auf sich selbst konzentrieren zu können.

Neben diesen ersten Ergebnissen der Selbstreflektion verdeutlicht vor allem die Namenlosigkeit den Umbruch zu neuen Zeiten.

„Es fällt mir auf, daß ich meinen Namen nicht niedergeschrieben habe. Ich hatte ihn schon fast vergessen und dabei soll es auch bleiben. Niemand nennt mich mit diesem Namen.“ (S. 44f.)

Die Tatsache, dass die Erzählerin einen wichtigen Teil ihrer Identität abgelegt hat und damit für den Leser nun namenlos und nicht näher identifizierbar ist, verweist auf die Tragweite der Identitätskrise, in der sie sich befindet. Sie stellt damit nicht nur einen grundlegenden Bestandteil ihrer eigenen Identität infrage, sondern distanziert sich vielmehr von der Frau, die sie früher einmal war, denn „Namen sind gerade in der Schrift die signifikantesten Zeichen einer unverwechselbaren Identität, sie sichern die Kohärenz einer Figur und garantieren deren Kontinuität in der Zeit.“[32]

Ein weiteres Indiz für die Identitätsauflösung ist, dass der Erzählerin der Bezug zu ihrer eigenen Familie sowie deren Wichtigkeit im Verlauf des Romans zunehmend verloren geht. Besonders in der Zeit der ersten Weihnacht quält sie die Einsamkeit und die Leblosigkeit der Natur. Konfrontiert mit dem gefühlten Stillstand der Zeit und dem Winterschlaf der Natur beschließt sie, sich nach ihrem Namen auch von all ihren Erinnerungen zu lösen.

„Als Erklärung für diese schrittweise Eliminierung konkreter Gedanken an ihre Familie biete sich der […] Verdrängungsprozeß an, wonach sie erst nach einer Phase tiefer Depression […] den Entschluß faßt, ihre Erinnerung endlich loszulassen.“[33]

Zum einen wird ihr in dieser schweren Phase der Einsamkeit, die durch die Erinnerung an frühere Weihnachtsfeste im Kreise der Familie noch verstärkt wird, bewusst, dass sie nach vorn schauen muss, um im Kampf ums Überleben zu bestehen, zum anderen ist sie aber „erst in dieser Position des „Draußen“ und des Alleinseins fähig zur (Selbst-)Reflexion und zur Gestaltung eines eigenen Lebensentwurfs.“[34] Unabhängig von all den ihr früheres Leben bestimmenden Komponenten begreift sie diese Loslösung als Chance, „noch einmal den großen Glanz des Lebens zu sehen“ (S. 211) und führt sich vor Augen, dass ihr bisheriges Leben ganz im Zeichen von Nachahmung, Anpassung und Verdrängung der eigenen Bedürfnisse stattgefunden hat.

Als Ergebnis dieser tiefgründigen, fundamentalen Selbstreflektion findet sie zu einem selbstbestimmten Leben in Freiheit, in der auch ihr Kopf befreit ist von allem, was ihn zuvor in seiner Sichtweise beschränkt und beschnitten hat, denn „er darf treiben, was er will, nur die Vernunft darf ihn nicht verlassen, die Vernunft, die er braucht, um mich und die Tiere am Leben zu erhalten“ (S. 65). Zugleich ist sie sich bewusst, dass ihr noch ein langer Weg bevorsteht, um sich mit all ihren Fehlern und Versäumnissen des früheren Lebens auseinanderzusetzen.

„Ich bin nur ein einfacher Mensch, der seine Welt verloren hat und auf dem Weg ist, eine neue Welt zu finden. Dieser Weg ist schmerzlich und noch lange nicht zu Ende.“ (S. 235)

4.2.3 Zwischenergebnis der Analyse der Identitätsauflösung

Die Wandlung der Erzählerin, die sich hier zunächst rein körperlich, dann besonders psychisch bemerkbar macht, ist gleichzusetzen mit Ablegen der alten Rollenmuster. „Es ist ihr gelungen, die alten Weiblichkeitsbilder […] aufzuheben; nicht zugunsten eines fixierten neuen Bildes, sondern eines Kettenflusses von Bildern, einer unaufhörlichen Metamorphose.“ [35] Sie schafft es, die Depressionen resultierend aus Einsamkeit und Isolation zu überwinden und sich zu einer selbstbewussten, autonomen und reflektierenden Identität zu entwickeln. Des Weiteren nimmt sie die Herausforderungen, die das neue Lebensumfeld an sie stellt, an, verharrt dabei aber nicht länger in der Passivität des früheren Ichs und „wartet nicht auf den Märchenprinzen und Befreier.“[36]

[...]


[1] Schweikert, Uwe: Im toten Winkel. Notizen bei der Lektüre von Marlen Haushofers Roman „Die Wand“. In: „Oder war da manchmal noch etwas anderes?“. S. 14.

[2] Die aufgeführten Beispiele und Erläuterungen stammen teilweise aus Mitschriften eines im WS 10/11 besuchten Seminars von Prof. Dr. Wassilis Kassis zum Thema „Einführung in die Sozialisationstheorie“.

[3] von Engelhardt, Michael: Erving Goffman. Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identitäten. In: Schlüsselwerke der Identitätsforschung. S. 127.

[4] ebd. S. 127.

[5] ebd. S. 128.

[6] ebd. S. 128.

[7] Meueler, Erhard: Wie aus Schwäche Stärke wird. Vom Umgang mit Lebenskrisen. Berlin 1999. S. 55.

[8] Roebling, Irmgard: Ist „Die Wand“ von Marlen Haushofer eine weibliche Robinsonade? In: Diskussion Deutsch. Zeitschrift für Deutschlehrer aller Schulformen in Ausbildung und Praxis. S. 58.

[9] Roebling, Irmgard: Ist „Die Wand“ von Marlen Haushofer eine weibliche Robinsonade? S. 57.

[10] Venske, Regula: „…das Alte verloren und das Neue nicht gewonnen…“: Marlen Haushofer. In: Frauenliteratur ohne Tradition? S. 116

[11] Roebling, Irmgard: Ist „Die Wand“ von Marlen Haushofer eine weibliche Robinsonade? S. 55.

[12] ebd. S. 57.

[13] Nolte, Anke: Marlen Haushofer: „…und der Wissende ist unfähig zu handeln“. Weibliche Mittäterschaft und Verweigerung in ihren Romanen. S. 67.

[14] ebd. S. 67.

[15] Schweikert, Uwe: Im toten Winkel. S. 13.

[16] Hofmann, Michael: Verweigerte Idylle. Weiblichkeitskonzepte im Widerstreit zwischen Robinsonade und Utopie. In: „Eine geheime Schrift aus diesem Splitterwerk enträtseln…“. S. 198.

[17] Frei Gerlach, Franziska: Schrift und Geschlecht. In: Münchener Universitätsschriften. Geschlechterdifferenz & Literatur. S. 224.

[18] ebd. S.224.

[19] Nolte, Anke: Marlen Haushofer: „…und der Wissende ist unfähig zu handeln“. S. 66.

[20] ebd. S. 66.

[21] Roebling, Irmgard: Ist „Die Wand“ von Marlen Haushofer eine weibliche Robinsonade? S. 58

[22] Frei Gerlach, Franziska: Schrift und Geschlecht. S. 214.

[23] Roebling, Irmgard: Ist „Die Wand“ von Marlen Haushofer eine weibliche Robinsonade? S. 58.

[24] Roebling, Irmgard: Arche ohne Noah. Untergangsdiskurs und Diskursuntergang in Marlen Haushofers Roman „Die Wand“. In: Freiburger literaturpsychologische Gespräche. Untergangsphantasien. S. 90.

[25] Frei Gerlach, Franziska: Schrift und Geschlecht. S. 214.

[26] Tabah, Mireille: Nicht gelebte Weiblichkeit. Töchter und (Ehe-)Frauen in Marlen Haushofers Romanen. In: „Eine geheime Schrift aus diesem Splitterwerk enträtseln…“. Marlen Haushofers Werk im Kontext. S. 189.

[27] von der Lühe, Irmela: Erzählte Räume – leere Welt. Zu den Romanen Marlen Haushofers. In: „Oder war da manchmal noch etwas anderes?“. Texte zu Marlen Haushofer. S. 97.

[28] Smyrek, Hildegard: Natur als Lebensraum und Medium der Identitätssuche bei Marlen Haushofer und Joan Barfoot. Eine vergleichende Analyse anhand zweier Werker der Autorinnen. S. 51.

[29] von der Lühe, Irmela: Erzählte Räume – leere Welt. S. 96.

[30] Roebling, Irmgard: Arche ohne Noah. S. 80.

[31] Nolte, Anke: Marlen Haushofer: „…und der Wissende ist unfähig zu handeln“. S . 69.

[32] Frei Gerlach, Franziska: Schrift und Geschlecht. S. 221.

[33] Polt-Heinzl, Evelyne: Marlen Haushofers Roman „Die Wand“ im Fassungsvergleich. In: „Eine geheime Schrift aus diesem Splitterwerk enträtseln…“. Marlen Haushofers Werk im Kontext. S. 64.

[34] Nolte, Anke: Marlen Haushofer: „…und der Wissende ist unfähig zu handeln“.. S. 65.

[35] Venske, Regula: „…das Alte verloren und das Neue nicht gewonnen…“: Marlen Haushofer. S. 114.

[36] ebd. S. 114.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Identitätsauflösung und Identitätserhaltung in Marlen Haushofers "Die Wand"
Hochschule
Universität Osnabrück  (Institut Germanistik)
Veranstaltung
„Wenn die Welt verlorengeht – Szenarien der Isolation in der deutschsprachigen Literatur“
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V383465
ISBN (eBook)
9783668587960
ISBN (Buch)
9783668587977
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marlen Haushofer, Die Wand, Identität, Identitätsauflösung, Identitätserhaltung, Erving Goffmann, Isolation, Metamorphose, Roman
Arbeit zitieren
Anna Kuhlmann (Autor), 2011, Identitätsauflösung und Identitätserhaltung in Marlen Haushofers "Die Wand", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383465

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